können Anfälle auch psychisch bedingt sein ?

Olaf, Tuesday, 22.01.2008, 12:36 (vor 6785 Tagen)

Ich habe eine Schläfenlappenepilepsie.
Seit einem Jahr kann ich die Anfälle mit Tegretal nicht mehr unterdrücken, und habe inzwischen schon viele andere Medikamente ausprobiert, die keine Wirkung zeigen.
Zur Zeit bin ich bei Keppra und Ergenyl.

Ich habe im Folgenden einmal einen Teil meiner Anfälle aufgeführt.
Meine Frage: Ist es normal, dass sich Anfälle am Tag vorher z. B. durch Blähungen ankündigen, und oft durch Alpträume und psychischen Stress ausgelöst werden ?
Oder hätte ich eventuell weniger Probleme wenn ich mich nicht so schlecht fühlen würde ?


16-17.10 Nachts etwa um 1 Uhr ein richtiger Anfall. Hab mir den Kopf aufgeschlagen und bin
torkelnd durch die Wohnung gelaufen, totale Erschöpfung.
Beim Zeitunglesen noch ein Aussetzer und abends unter der Dusche ( hab mich vorher hingesetzt )
mit Gedächtnisverlust.

21.10. Anfall nach der Mittagsstunde ( gegen 14 Uhr ) beim Arbeiten mit Gedächtnisverlust, hatte
aber noch Kontrolle .
Kündigte sich schon durch unruhigen Schlaf mit plötzlichem Aufwachen an.

22.10 abends beim Fernsehen plötzlich Anfall. 23.10 morgens beim Aufstehen.
Fühle mich total unglücklich und werde langsam depressiv, bin nur noch am “ denken” wie es weiter
geht, und komme auch mit meinem Singledasein immer schlechter zurecht.

25.10 abends in der Kneipe Aussetzer, so als wenn plötzlich der Datenstrom zum Gehirn abreist.
26.10 morgens beim Frühstück. an das Gespräch im Radio vor dem Anfall kann ich mich noch genau
erinnern. Auf meine Mutter machte ich 3 min. einen teilnahmslosen Eindruck, und versuchte aus dem
Marmeladenglas Kaffee zu trinken. Danach war ich wieder da.

2. 11. 1 Aussetzer beim Abendessen. Hab ihn aber kommen sehen, und bin vorher ins Badezimmer
gegangen und dann zurück in die Küche.
So haben die anderen nichts bemerkt. War aber sehr schwach.
Am Wochenende viele Alpträume und Depressiv..

7.11 Richtiger Anfall im Mittagsschlaf, ohne Zungenbiss.

8.11 3 Anfälle ( Aussetzer ) über den Tag verteielt.

13.11 Am Nachmittag war ich kurz vor einem Aussetzer, weil ich bei einer Unterhaltung so fixiert
wurde, dass es mir schon unangenehm war. ( 20-30cm Gesichtsabstand und direkter Blickkontakt ).
Nach der Unterhaltung war keine Bereitschaft mehr zu spüren.

14.11 Im Mittagsschlaf Anfall, mir fehlt jedoch die Erinnerung an Einzelheiten. Schlimme
Alpträume. Beim Aufwachen frieren und leichte Kopfschmerzen. Nachmittags Durchfall und noch
leichte Krampfbereitschaft zu spüren Abends schmerzhafte Blähungen, die am nächsten Tag in
Durchfall übergingen.

16. 11 Gegen morgen aufgewacht und Bewustseinstrübungen, vorher stark geträumt, total schlecht
drauf, bin aber wieder eingeschlafen und hab noch gut geträumt.
Beim Aufstehen dann auch positive Stimmung, die den ganzen Tag bleibt.
Am Abend beim Fernsehen mit Uwe und Torsten Aussetzer, von dem die beiden aber nichts merken.


16. 1.

Dieses ist wieder ein typischer Anfall.

Es ging zwei Tage vorher mit starken Blähungen los.
Zum Schluss stark übelriechend.
In der Nacht zum 16. starke Alpträume, von toten Freunden ( leben aber noch ), die ich nach zwei
Wochen wieder aus den Särgen holen muss usw..
Am 16. dann 3 Anfälle, die sich mit dem Traumgeschehen auseinander setzen.
Am 17. ist noch eine Bereitschaft zu spüren, aber kein Anfall

5.9. morgens schon unsicher. Tagsüber hatte ich eine Schulung im Hotel Daub. Um die Mittagszeit
merkte ich einen Anfall kommen ( eingeschränkt ansprechbar) und ging raus auf die Strasse.
Danach lief ich ziellos rum, weil ich nicht wusste, was ich hier wollte.
Irgendwann las ich dann “ Hotel Daub “, und mein Gedächtnis kam zurück.
Am Abend vorher hatte Nadine mir abgesagt, war auch morgens der 1. Gedanke.
Eventuell psychische Steuerung ?


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