Knapp an Katastrophe vorbei

Dirk @, Tuesday, 23.05.2006, 23:27 (vor 7395 Tagen)

Hallo

Eigentlich hatte sich die Diagnose Epi ja als falsch herausgestellt und die Medikamente Lamictal und Convulex abgesetzt. Seit letzter Woche war ich praktisch ohne. Wegen dem "Unterzucker" war ich beim Internisten, das Ganze ließe sich mit Traubenzucker beheben.

Am Wochenende hatte ich Bereitschaftsdienst und war mit dem Auto unterwegs. Eigentlich gings mir gut, die Zuckerwerte waren in Ordnung. Als ich zum Einsatz gerufen wurde fuhr ich los, knapp eine halbe Stunde später war ich da. Kaum bei der Tür hinein verlor ich plötzlich die Kontrolle. Es kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel, ohne Vorwarnung, ohne Aura, auf einmal war ich weg. Aufgewacht bin ich mit blutiger Zunge, einen Zahn hatte ich mir auch halb ausgeschlagen. Im benommenem zustand hab ich noch den Einsatz erledigt, die Geräte kenn ich in und auswendig.

10 Minuten vorher war ich noch mit 160 auf der Autobahn unterwegs. Millimeter bin ich wohl am Supergau vorbei. Was ich davon halten soll weiß ich nicht. Die Ärzte haben versichert das die Diagnose Epi nicht stimmt. Das Auto hab ich fürs erste stehen lassen. Die Zuckerwerte aber waren völlig in Ordnung. Was stimmt jetzt?

Grüße Dirk

Re: Knapp an Katastrophe vorbei

nicole @, Wednesday, 24.05.2006, 01:22 (vor 7395 Tagen) @ Dirk

Hallo Dirk,

also für mich hört sich das alles nach einem Anfall an. Vielleicht solltest du doch nochmal zum Neurologen(möglichst einen der sich auf Epi spezialisiert hat), oder besser noch wende dich gleich an ein Epi-Zentrum, die haben bessere Möglichkeiten das zu untersuchen.

Aber du hast recht, du sozusagen mehr Glück als verstand gehabt - wie man so schön sagt. Aber finde ich gut das du das Auto erstmal stehen lässt.

Lieben Gruß
Nicole

Re: Knapp an Katastrophe vorbei

Matthias @, Thursday, 25.05.2006, 20:48 (vor 7393 Tagen) @ Dirk

Hallo

Können da vielleicht Drogen- oder irgend ein Cocktail, der Dir eingeflößt worden sein könnte, dahinter stecken?
Geh' mal ein halbes- oder bis ein Jahr zurück und überleg, was da so Alles los war und ob was Besonderes passiert ist.
Auch beruflich könnte das sein. - Geh' auch sofort zu einem Drogentest um sicher zu sein, dass es dann wirklich nichts gab, was in Richtung Drogen zielen würde.

Es klingt zwar blöd, aber bei meinem Freund, den ich bei der AHB kennenlernte vermutet man, dass ihm sein damals neuer Vorgesetzter was in eine, im Kühlschrank seines Lkw abgelegte, Flasche getan hat.
Aber dazu kam er zu spät, weil man das nur maximal ein halbes Jahr danach nachprüfen könne.
Sein Chef wollte ihn los bekommen, weil er seine damals noch Freundin- heute Frau angebaggert hatte und sie halt nicht zu ihm wollte.
Er ist Dr. der Chemie und man vermutet schwer, dass er ihm was eingeflößt hat, weil er damals zu ihm "Jetzt hab' ich sie doch erwischt" gesagt hatte und sein Lkw an zwei Wochenenden offen im Hof stand und einmal der normalerweise am WE geöffnete Kühlschrank geschlossen war.
Nachweisen konnte er ihm halt nichts, aber man ist sich ziemlich sicher, dass er was angemixt bekommen hat, weil auch der Facharzt sofort meinte, ob er Drogen genommen hätte, da er an einer Ampel (zum Glück ohne Personenschaden) drei Autos aufeinandergeschoben hat.
Man prognostizierte (ein superschlauer Arzt) ihm sofort Epilepsie, wobei drei Kernspins und x EEG's absolut keinen epileptischen Ausschlag gaben.
Zwei Jahre Kampf um den CE.

Matthias

Re: Re: Knapp an Katastrophe vorbei

Dirk @, Thursday, 25.05.2006, 23:50 (vor 7393 Tagen) @ Dirk

Hallo

Danke für Eure Antworten. Was deinem Bekannten passiert ist Matthias ist der absolute Hammer. Es ist eigentlich schwere Körperverletzung sowas zu tun. Von den möglichen Folgen gar nicht erst zu reden.

Ich glaub zwar nicht das mir jemand was gegeben hat, manche sind zwar intregant aber sowas trau ich ihnen nicht zu, zumal wir auch alleine wegen des Strahlenschutzes überwacht werden. Letztes Jahr nämlich wurde einer wegen Drogen fristlos entlassen, da wird sich jeder hüten. Drogentests hatte man bei mir früher schon gemacht weil die polizei mal glaubte ich stehe unter Drogeneinfluß weil ich nach einem Anfall wie heigh war. natürlich war alles negativ.

Der Internist sagte mir das auch Unterzucker Epianfälle auslösen kann wenn der Wert unter ein gewisses Level sinkt. Wenn da was passiert wäre wären die Ärzte dran gewesen. Von denen hatte ich die Fahrerlaubnis. Das Autofahren hab ich nun mal fürs Erste sein gelassen.

Mein Vertrauen in die Ärzte ist nicht besonders groß. Die haben keine Ahnung. Mal heißt es Zucker, dann Epi, dann wieder Kreislauf. 6 verschiedene Diagnosen hatte ich schon, ángefangen von MS bis Schizophrenie war alles dabei. Dabei sollen sie nur die richtige Diagnose stellen und diese auch behandeln. Wenn man nach einem Autounfall im Rollstuhl sitzt ist es wohl unerheblich ob es ein Epianfall oder Zucker war. Die ganzen Folgen nur weil Ärzte unfähig sind richtig zu diagnostizieren. Epi läßt sich mit Zuckermedis nicht behandeln und Zucker nicht mit Antiepileptika.

Mit dem Internisten hab ich nun vereinbart vorerst auf beides zu therapieren. Wie man das mit der Fahrerei regelt wird man sehen, erst wenn das richtig behoben ist kanns wieder gehen.

Grüße Dirk