Neuer Anfall nach 21 Jahren Pause

Ruth @, Sunday, 11.06.2006, 22:11 (vor 7376 Tagen)

Hallo! Ich habe nach 21 Jahren Anfallsfreiheit,wieder einen Grand Mal gehabt. Seitdem leide ich zusehends unter Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und auch Depressionen. Zudem habe ich wohl auch Angst, das ein neuer Anfall auftritt.Da ich alleinerziehend bin, 2 Kinder habe die meine Aufmerksamkeit brauchen. Ich nehme Valproinsäure.Die Medikamente sind wieder aufgestockt worden. Seitdem habe ich wieder vermehrte Konzentrationsprobleme. Bin zur Zeit arbeitssuchend und fühle mich noch nicht in der Lage wieder arbeiten zu gehen, weil ich ständig das Gefühl habe, es könnte wieder passieren, obwohl ich sehr gerne wieder arbeiten möchte. Ich bin 45 Jahre und es ist für mich frustrierend, das es wieder aufgetreten ist. Zudem ist bei mir auch Fibromyalgie diagnostiziert worden. Ich weiß jetzt nicht, ob ich die Valproinsäure nicht mehr vertrage und wollte jetzt umstellen auf Gabapentin. Bin aber sehr unsicher in allem. Würde mich freuen, wenn ich eine Antwort bekommen würde.

Gruß

Ruth

Re: Neuer Anfall nach 21 Jahren Pause

nicole @, Sunday, 11.06.2006, 22:36 (vor 7376 Tagen) @ Ruth

Hallo Ruth,

Ich kann dich ganz gut verstehen, das du momentan diese Schwierigkeiten hast. Ich selber war 22 Jahre Anfallsfrei (davon 2 Jahre unter Medikamente) und habe nun auch wieder Anfälle. Ich selber bin auch Arbeitssuchend gemeldet und momentan nicht in der Lage zu arbeiten.
Was rät dir denn dein Neurologe ???

LG Nicole

Re: Neuer Anfall nach 21 Jahren Pause

Bella @, Tuesday, 20.06.2006, 19:23 (vor 7367 Tagen) @ Ruth

Liebe Ruth,
nehme auch Valproinsäure und habe drei Kinder. Ich glaube, ich kann deine Ängste ganz gut verstehen. Du schreibst, dass du 45 Jahre bist. Hast du hormonelle Schwierigkeiten z. Bsp. die Wechseljahre? Ich habe nach meiner Sterilisation 2 Grand mals gehabt, immer 4 Tage bevor ich meine Tage bekam. Meine Gynäkologin meint die Sterilisation hätte bei mir die Epilepsie ausgelöst und sie meinte, dass Frauen mit Epilepsie aufpassen müssen wenn sie in die Wechseljahre kommen.
Das gilt natürlich nicht für alle Frauen, aber ich hatte z. Bsp. auch in der Pupertät häufig Auren(ohne, dass ich wusste was das ist. Wissen tue ich es erst heute). Und die Pupertät ist ja auch eine hormonelle Veränderung. Ich kann nur allen Frauen raten, die diesbezüglich irgendwelche Zusammenhänge vermuten sich neben der neurologischen Behandlung auch eine gute, erfahrene Frauenärztin zu suchen.
Ich wünsche dir alles Gute