Medikamentenwechsel

K Weisheit @, Thursday, 15.06.2006, 14:59 (vor 7373 Tagen)

Hallo,
bei meiner Tochter wurde Epilepsie festgestellt.
Sie wird gerade auf Lamictal eingestellt. Jetzt hat ihr die Ärztin ein anderes Mittel Lamotrig- Isis verordnet. Gerade in der Aufdosierphase bin ich darüber nicht sehr erfreut. Sie sagte nur, der Wirkstoff ist der gleiche und es ist viel billiger.
Hat mit diesem Mittel jemand Erfahrung?

Re: Medikamentenwechsel

Nicole @, Thursday, 15.06.2006, 21:07 (vor 7372 Tagen) @ K Weisheit

Hallo,
ich habe ebenfalls am Anfang Lamictal bekommen und danach hat man mir auch aus Kostengründen Lamotrigin von Stada aufgeschrieben. Ich persönlich habe keinen Unterschied gemerkt. Der einzige Unterschied liegt in den Zusatzstoffen und wenn sie keine Allergie gegen irgendwas davon hat... sollte das kein Problem sein.

LG Nicole

Re: Re: Medikamentenwechsel

jeannie @, Thursday, 15.06.2006, 21:19 (vor 7372 Tagen) @ K Weisheit

Ich gehe mal davon aus, dass hier die Rede ist von Generika von Lamictal. Bei Generika ist der Wirkstoff derselbe, nur die Hilfsstoffe sind meist andere. Wenn man schon gut auf die Medis eingestellt ist, ist von einem Wechsel zu Generika eher abzuraten. Durch die unterschiedlichen Hilfsstoffe kann der Spiegel schwanken. Fällt er zu tief, löst das Anfälle aus.
Aber wenn deine Tochter gerade eingestellt wird, würde ich mich fürs Generikum entscheiden, aus Kostengründen. Der Wirkstoff Lamotrigin ist genau derselbe.

liebe Grüsse

Re: Re: Re: Medikamentenwechsel

K. Weisheit @, Friday, 16.06.2006, 07:01 (vor 7372 Tagen) @ K Weisheit

Hallo,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Jetzt bin ich schon etwas beruhigter.
Gruß Kathrin

Re: Re: Re: Re: Medikamentenwechsel

'Leben mit Epilepsie' ⌂ @, Sunday, 18.06.2006, 03:29 (vor 7370 Tagen) @ K Weisheit

Holla / hallo

so einfach ist das nicht !!!

Bei Generika muss eine Bioäquivalenzstudie die therapeutische Austauschbarkeit garantieren. Ein generisches Medikament ist dann bioäquivalent, wenn in klinischen Vergleichsstudien nachgewiesen wurde, dass es mit dem Originalpräparat therapeutisch austauschbar ist. Dieses Verfahren garantiert, dass nicht nur der gleiche Wirkstoff verwendet wird, sondern dass generische Medikamente auch tatsächlich die gleiche Wirkung zeigen.

Bei einem Generikum darf aber Wirkstoffmenge sowie die maximal erzielbare Konzentration im Blut zwischen 80 % und 125 % des Originalpräparates liegen !!!!!!

Wobei hier zu erwähnen ist, dass die Konzentration von plus/minus 20 Prozent
für Antiepileptika zu groß gewählt ist.

Für einen Epilepsiepatienten kann dies u. U. riskant sein. Man muss sich auch immer vor Augen halten, dass die Bioverfügbarkeit bei jedem Menschen anders ist. (lt. Dr. Wolf, Bethel, aus
Ärzteblatt)


Die Lizenz von GSK (glaxo smith kline) ist abgelaufen, deshalb dürfen andere auch "Lamotrigin" vertreiben oder nachbauen.
GSK hat soviel ich weiß mit
2 Pharmafirmen ein ca. 2jähriges Lieferabkommen, sodaß 2 Pharmafirmen das Orginalprodukt als Generika verkaufen. Bitte erkundigt euch genauer bei GSK (glaxo smith kline) oder der
DE (Deutsche Epilepsievereinigung-Berlin).

Seht bitte auch in http://www.epilepsiecity.de nach.

Wichtige Infos zu Generika :
http://www.epilepsiecity.de/GenerikaProblematik.pdf

http://www.epilepsiecity.de/GenerikaLeitlinien2005.pdf



Grüße

Ragnar

Re: Re: Re: Re: Re: Medikamentenwechsel

K. Weisheit @, Sunday, 18.06.2006, 13:29 (vor 7370 Tagen) @ K Weisheit

Hallo Ragnar,
vielen Dank für Deinen Beitrag.
Ich werde Deine Informationen der Ärztin meiner Tochter vorlegen. Mal sehen was sie dazu sagt.
Ich bin der Meinung, wenn ein Medikament gut wirkt, sollte man es auch beibehalten (dürfen).
Gruß Kathrin

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Medikamentenwechsel

jeannie @, Monday, 19.06.2006, 14:20 (vor 7369 Tagen) @ K Weisheit

genau das habe ich ja versucht zu sagen...
wenn man vor einer beginnenden Therapie steht, besteht die Möglichkeit von Anfang an das Generika zu nehmen und geht somit nicht das Risiko ein, welches besteht, wenn man von Orginalpräparat auf das Generika umsteigt.