Operation bei Hippokampussklerose

Ela78 @, Thursday, 22.06.2006, 12:29 (vor 7366 Tagen)

HallO!

Ich suche Menschen zum Austauschen: die eine Operation bei Hippokampussklerose haben durchführen lassen.

Ich würde mich sehr über Antowrten freuen.

Ich selber habe keine Epilepsie aber mien Mann hat seit seinem 08. LJ Krampfanfälle, nun möhten wir ins EpiZentrum um uns über die Möglichkeiten einer Operation zu informieren. Ich würde gerne wissen, wie und ob sich die Menschen danach sehr verändern, wielange die Genesungszeit danach ist und wie es Euch jetzt damit geht. gerne würde ich auch Antworten von Menschen haben, die nur als Famalienangehörige damit zu tun haben, wie habt ihr die Zeit empfunden.

LG und Gesundheit Ela

Re: Operation bei Hippokampussklerose

Veronika @, Tuesday, 27.06.2006, 12:27 (vor 7361 Tagen) @ Ela78

[zitat=Ela78]HallO!

Ich suche Menschen zum Austauschen: die eine Operation bei Hippokampussklerose haben durchführen lassen.

Ich würde mich sehr über Antowrten freuen.

Ich selber habe keine Epilepsie aber mien Mann hat seit seinem 08. LJ Krampfanfälle, nun möhten wir ins EpiZentrum um uns über die Möglichkeiten einer Operation zu informieren. Ich würde gerne wissen, wie und ob sich die Menschen danach sehr verändern, wielange die Genesungszeit danach ist und wie es Euch jetzt damit geht. gerne würde ich auch Antworten von Menschen haben, die nur als Famalienangehörige damit zu tun haben, wie habt ihr die Zeit empfunden.

LG und Gesundheit Ela[/zitat]

Mein Sohn hatte seit seinem 6. LJ Absencen, in der Pubertät kamen es neben den Auren zu komplex fokalen Anfällen mit Bewußtseinsunterbrechung.
Auf einem langen Weg mit vielen Tablettenumstellungen und keinen 100% Erfolg haben wir in das Epilepsiezentrum Kork gefunden.
Da war er 16 Jahre und stand vor Abschlußprüfungen und Lehrbeginn. Wir wurden sehr gut betreut, aber den Erfolg brachten uns auch dort die Medikamentenwechsel nicht. Nach Ende der Lehrzeit wurde er nicht übernommen, das war 2004 und in Kork wurden stationär Untersuchungen durchgeführt einen Herd zu finden und eine mögliche Operation in Erwägung zu ziehen. Es gab dann einige Hinweise, aber den entscheidenden Durchbruch gab es erst als er 2005 eine invasive Diagnostik in Freiburg durchführen lies. Es gab 2 Herde. Diese beiden Herde hat er 2 Monate später entfernen lassen. 1 x Amygdalahippicampectomie, 1 x Kortexherd. Die Untersuchung ergab eine leichte Displasie und eine leichte Sklerose des Hippocampus. Er hat die OP sehr gut überstanden, es zeigen sich keine Ausfallerscheinungen oder Verschlechterung seiner Leistung gegenüber früher. Er hatte eine leichte Lähmung in der Bewegung des rechten Stirnbereiches, das ist durch Training auch alles wieder ok. Nach einer Woche hat man ihn zur Reha geschickt, dort war er 3 Wochen.Er ist seit der OP anfallsfrei, für ihn gibt es die Epilepsie nicht mehr. Ich habe ihn für seinen Mut bewundert.
Ich habe die Hölle durchlebt, aber es ist gut, das er sich dafür entschieden hat, er hätte sonst immer gedacht: warum habe ich es nicht versucht.
Im November wird er 23 Jahre und das Leben liegt vor ihm.

Veronika

Re: Re: Operation bei Hippokampussklerose

Ela78 @, Wednesday, 28.06.2006, 22:33 (vor 7359 Tagen) @ Ela78

Hallo Veronika!
Vielen Dank für Deine Antwort und ein ganz großes Lob an Dich als Mutter, dass Du Deinem Sohn so zur Seite warst in der schweren Zeit.

Mein Mann leidet seit 30 Jahren an Epilepsie, er hatte eine Mumpsmeningitis und eine Encephalitis mit anschliessendem Koma. Zwei Jahre war ein anfallfrei, bevor er den ersten großen Anfall hatte. Bis vor fünf Jahren konnte er auch gut mit seiner Krankheit leben, er hat sich mit allem zurechtgefunden, bis dei Ärzt die Tabletten umgestellt haben, seither ist er sehr empfindlich und es ist manchmal ziemlich schwer für ihn geworden.
Jetzt haben wir einen Termin in Alsterdorf erstmal wird wohl ein Intensiv_monitoring durchgefüht und dann werden wir weiter sehen.
Wir haben eine gemeinsame Tóchter von fast drei Jahren. Für sie wäre es das schlimmste, sollte sich ihr Vater nach einer evtl. Operation nicht gut erholen oder sich im Wesen verändern. Ich habe natürlich auch für mich Angst vor evtl. Komplikationen und einen totalen Lebenwandel. Da mein Mann alleinverdiener im Moment ist und ich zu Hause bin, können wir uns einen langen Ausfall von mehreren Monaten natürlich auch nicht leisten.
Ich hoffe, es geht alles gut.

Für Dich und Deinen Sohn wünsche ich von ganzem Herzen viel Glück und Gesundheit für die Zukunft. Möge er anfallsfrei bleiben, und seine Entscheidung zur Operation nie bereuen.
Dir wünsche ich viel Kraft das erlebte für Dich zu verarbeiten, da bist Du ja sicherlich als Mutter noch dabei. Junge Menschen vergessen sowas schneller vor allem Männer. Mein mann ist keines Weges verunsichert, er freut sich das endlich mal was geschieht.

Danke nochmal für Deine Antwort