10 Jahre Anfallsfrei mit Medikament, jetzt OP??
Hallo an alle Interssierten,
ich habe seit meinem 12 Lbsj. nach einem Unfall Epilepsie, Grand mal wie der Mediziener sagt, allerdings nur bis zu 6 mal im Jahr und nur Nachts. Ich nehme nun seit 24 Jahren Ergenyl ein und komme gut klar damit. Seit 10 Jahren (mit der Geburt meiner Tochter) bin ich nun Anfallsfrei. Heute hatte ich einen Besuch bei einem neuen Neurologen, der mir empfahl in einer Klinik meine Dosis zu reduzieren, abzusetzen oder sich einer OP zu unterziehen. Wer hat hier Erfahrungen getätigt? Wie verläuft die OP??? Wie sind die Risiken???
Welche Klinik ist gut??
Danke für Eure Antworten.
Elke
Re: 10 Jahre Anfallsfrei mit Medikament, jetzt OP??
Hallo Elke,
Ich hatte vor 6 Jahren eine OP dieser Art.
Wenn du mehr Wissen willst schick mir eine E-Mail.
Grüße
Michael
Re: 10 Jahre Anfallsfrei mit Medikament, jetzt OP??
Hallo Elke,
ich halte die Aussagen deines n e u e n Neurologen für nicht vertretbar. Dies scheint mir keine qualifizierte und auch keine einfühlsame Aussage eines Nicht-Epileptologens zu sein.
Möchte er auf deine gesundheitliche Kosten selbst Geld sparen ??
Reduzieren und Absetzen kann zu neuen Anfällen führen evtl. erst 5, 10, 15 oder 20 Jahre später.
Siehe nicole hier im Forum :http://www.epilepsie-online.de/forum/index.php?uebersicht=thread&thread=23558#id23565
Warum Operation ???
Eine Operation wird eigendlich durchgeführt um bestehende Anfälle zu mindern oder zu eliminieren.
Es muß ein operablel Herd vorhanden sein, der so günstig sitzt, daß keine Schäden entstehen (z.B. Sprachzentrum etc.)
Warum also eine OP bei Anfallsfreiheit ??
Lg loebor
[zitat=Elke]Hallo an alle Interssierten,
Seit 10 Jahren bin ich nun Anfallsfrei.
Heute hatte ich einen Besuch bei einem n e u e n Neurologen, der mir empfahl
1)in einer Klinik meine Dosis zu reduzieren,
2)abzusetzen
3)oder sich einer OP zu unterziehen.
Elke[/zitat]
Re: 10 Jahre Anfallsfrei mit Medikament, jetzt OP??
Hallo Elke,
wie loebor schon schrieb habe ich nach 20 Jahren ohne Medikamente wieder Anfälle bekommen und nehme nun wieder Medikamente. Trotzdem würde ich es immer wieder versuchen die Medikamente zu reduzieren oder gar ganz abzusetzen... auch mit der Gefahr das sie irgendwann wieder kommen könnten. Es heisst ja nicht, das es bei jedem so sein muss wie bei mir.
Zu einer möglichen OP kann ich dir leider nix sagen.
LG Nicole
Re: Re: 10 Jahre Anfallsfrei mit Medikament, jetzt OP??
Hallo Elke,
auch ich bin seit ca. 10 Jahren anfallfsfrei. Nehme aber trotzdem weiterhin eine 3 Kombi.
" Never change a winning team "
Kein Arzt kann dir versprechen, daß bei Reduktion oder Absetzen nicht wieder neue Anfälle auftreten.
Das schlimme an der ganzen Sache ist -- Niemand auch nicht der beste Epileptologe kann dir sagen welche "Sorte" von Anfällen du dann bekommst.
Das ganze Ausprobieren von Medikamenten fängt dann von vorne an.
Auch während einer Reduktion darfst du kein Auto fahren und verlierst dann evtl. deinen Job erst recht wenn wieder neue Anfälle auftreten wenn kein Jobverlust dann kann deine Familie leiden.
nicole hat auch ihren Job verloren -- trotzdem würde sie wieder reduzieren oder absetzen ??????
Ich habe schon viele Berichte gelesen in denen auch etliche nach OP schlimmere Anfälle hatten als vorher und somit neu medikamentös eingestellt wurden.
lg loebor
[zitat=nicole]Hallo Elke,
Trotzdem würde ich es immer wieder versuchen die Medikamente zu reduzieren oder gar ganz abzusetzen... auch mit der Gefahr das sie irgendwann wieder kommen könnten. Es heisst ja nicht, das es bei jedem so sein muss wie bei mir.
LG Nicole[/zitat]
Re: Re: Re: 10 Jahre Anfallsfrei mit Medikament, jetzt OP??
Hallo Loebor,
ja ich würde, wenn ich die Chance habe es wieder versuchen die Medikamente zu reduzieren bzw. abzusetzen.
Den Job habe ich ja nicht wegen der Krankheit verloren, oder weil ich Kein Auto fahren mehr darf. Mein Chef weiss ja bis heute nicht was ich habe... und ich bin eigentlich überzeugt, das ich nur die Kündigung bekommen habe, weil ich nun schon seit Ende September krank geschrieben bin. Er hat dann angefangen was zu suchen, warum er mich kündigen kann... und das wäre auch passiert, wenn ich arbeiten gegangen wäre... der ist einfach so - nen A...
Sicherlich, sowas kann immer schief gehen, bei der Reduktion oder danach... eine Garantie gibt es nicht - aber mal ehrlich wo gibts heute im Leben eine Garantie ???
LG Nicole
Re: Re: Re: Re: 10 Jahre Anfallsfrei mit Medikament, jetzt OP??
liebe Nicol
du verschließt die Augen und versuchst dich selbst zu betrügen.
Fakt ist du hast nach 20 Jahren wieder Anfälle bekommen !
Du hattest deine Medikamente abgesetzt ! = erhöhtes Risiko !
Auch wenn du dir es schön reden willst - Nach einer so langen Krankmeldung durch neue Anfälle hatte dein Arbeitgeber keine andere Wahl als dir zu kündigen. - EGAL ob er wußte was du hast.
Ein so lange Krankmeldung mit der Folge einer Kündigung hätte sogar noch nicht mal ein Schwerbehindertenausweis mit Kündigungsschutz durch das Integrationsamt verhindern können.
Eine solange Krankmeldung ist für einen Arbeitgeber aus deinem Bereich nicht zumutbar.
Also haben deine neuen Anfälle dich den Job gekostet.
Trotzdem liebe Grüße
loebor
[zitat=nicole]Hallo Loebor,
ja ich würde, wenn ich die Chance habe es wieder versuchen die Medikamente zu reduzieren bzw. abzusetzen.
Den Job habe ich ja nicht wegen der Krankheit verloren, oder weil ich Kein Auto fahren mehr darf. Mein Chef weiss ja bis heute nicht was ich habe... und ich bin eigentlich überzeugt, das ich nur die Kündigung bekommen habe, weil ich nun schon seit Ende September krank geschrieben bin. Er hat dann angefangen was zu suchen, warum er mich kündigen kann... und das wäre auch passiert, wenn ich arbeiten gegangen wäre... der ist einfach so - nen A...
Sicherlich, sowas kann immer schief gehen, bei der Reduktion oder danach... eine Garantie gibt es nicht - aber mal ehrlich wo gibts heute im Leben eine Garantie ???
LG Nicole[/zitat]
Re: Re: Re: Re: Re: 10 Jahre Anfallsfrei mit Medikament, jetzt OP??
Hallo Loebor,
nun das mit der Medikamentenabsetzung erfolgte damals, weil ich ja nur einen einzigen Anfall gehabt habe... hat ja auch gut geklappt. Und damit rechnen, das nach so langer Zeit wieder was kommt, konnte man ja nun auch nicht.
Nun das mit meinem Arbeitgeber ist nen Fall für sich... er kann ja nichtmal behaupten, das er durch meine Krankheit beschwert ist. Er hat ja seit November für mich keine Kosten und ja auch inzwischen (vor meiner Kündigung) jemanden für mich eingestellt. Die lange Krankheitszeit ist durch 2 verschiedene Krankheiten begründet. Und der hätte auch so mir gekündigt, egal ob ich krank oder gesund bin... da es schon seit über nem Jahr eine Kollegin gibt, die gegen mich mobbt. Insofern kann man das nicht unbedingt mit der Krankheit in verbindung bringen... Aber auch egal... wer weiss wozu es gut ist, das ich da dann weg bin jetzt.
LG Nicole