keppra und lamictal

Ramona M. @, Sunday, 25.06.2006, 23:58 (vor 7362 Tagen)

Hi @ all, bin etwas hilflos in Bezug auf der Medikation..
Meine Tochter hat seit einiger Zeit Keppra bekommen. Zu Anfang war die Dosis 250mg morgens und 250mg abends.. 14 tage war nix.Dann stufte ich hoch auf 500 mg abends
zwei Tage später bekam sie einen Anfall, der sie nicht wieder rausbrachte... Trotz Notfallmedi, war sie wie im Koma. Erst eine Std später war sie mit viel Zureden wieder da und auch der Anfall war weg..( ich merke es an ihrem schnellen Herzschlag)
Eine Woche später ( ich hatte immernoch 250mg m und 500mg a) bekam so einen schweren Anfall, dass sogar die Notärzte sie in einem künstlichen Koma versetzten, und mit Blaulicht ins KH fuhren, wo sie erst mit einem weiteren Medi unser Kind aus dem Anfall rausholten.
Nach dem Intensivaufethalt und dem erneuten einsetzen von Ospolot, (mit absetzen von Keppra abends 500 auf 250 mg)bekam unsere Tochter völlige Angstzustände. Wir sollten wieder sofort weg von Ospolot und sind wieder auf Keppra 250mg m u. a. Jetzt sollen wir Lamictal zugeben.. wo ich mich gegen wehre. Hat jemand diese gleiche Erfahrung?? Ich gebe z.Z nur Keppra und wenn ein neuer Anfall ist, werde ich Lamictal zugeben, aber so bin ich halt erstmal ohne Anfälle...
bitte um Kommentar. LG Ramona

Re: keppra und lamictal

Carola @, Monday, 26.06.2006, 20:37 (vor 7361 Tagen) @ Ramona M.

[zitat=Ramona M.]Hi @ all, bin etwas hilflos in Bezug auf der Medikation..
Meine Tochter hat seit einiger Zeit Keppra bekommen. Zu Anfang war die Dosis 250mg morgens und 250mg abends.. 14 tage war nix.Dann stufte ich hoch auf 500 mg abends
zwei Tage später bekam sie einen Anfall, der sie nicht wieder rausbrachte... Trotz Notfallmedi, war sie wie im Koma. Erst eine Std später war sie mit viel Zureden wieder da und auch der Anfall war weg..( ich merke es an ihrem schnellen Herzschlag)
Eine Woche später ( ich hatte immernoch 250mg m und 500mg a) bekam so einen schweren Anfall, dass sogar die Notärzte sie in einem künstlichen Koma versetzten, und mit Blaulicht ins KH fuhren, wo sie erst mit einem weiteren Medi unser Kind aus dem Anfall rausholten.
Nach dem Intensivaufethalt und dem erneuten einsetzen von Ospolot, (mit absetzen von Keppra abends 500 auf 250 mg)bekam unsere Tochter völlige Angstzustände. Wir sollten wieder sofort weg von Ospolot und sind wieder auf Keppra 250mg m u. a. Jetzt sollen wir Lamictal zugeben.. wo ich mich gegen wehre. Hat jemand diese gleiche Erfahrung?? Ich gebe z.Z nur Keppra und wenn ein neuer Anfall ist, werde ich Lamictal zugeben, aber so bin ich halt erstmal ohne Anfälle...
bitte um Kommentar. LG Ramona[/zitat]

Hallo Ramona,
wieso bekamm deine Tochter nur Keppra ? Mir ist bekannt und so wurde es mir auch gesagt, daß Keppra nur in Kombination mit einem anderen Medikament gegeben werden kann. Ich nehme Keppra 1000 morgens mittags und abends in
Kombination mit Lamictal und bin größtenteils zufrioeden damit. Du solltest dich da nochmal ausgiebig informieren .Wenn du willst kannst du mir auch eine E-mail schreiben
Schöne Grüße Carola

Re: Re: keppra und lamictal

Ramona M. @, Monday, 26.06.2006, 23:26 (vor 7361 Tagen) @ Ramona M.

[Hi Carola, ich danke dir erstmal für deine Antwort; leider bin ich Feind von KombiPräparaten, weil immer wieder eins noch eins und noch eins hinzukommt, wo keiner mehr den Durchblick hat. Alles was Epi anbetrifft wird immer nur ausprobiert. Ich habe in meiner erst drei jährigen Erfahrung noch nie erlebt, dass Entzugsanfälle bei jedem Medi erstmal rausgegangen wird und dann erst wieder mit neuem Medi rein. Nein es wird sofort umgestellt; und keiner kann mir sagen, ob es vielleicht daran liegt, dass das alte vielleicht erstmal Entzug bewirken kann. Ich bin es so leid, die Kinder so zu sehen.. Meine Kleine ist seit zwei Wochen bei Keppra anfallsfrei, obwohl die Dosis zu gering ist. Ich gebe ihr nur 250 mg morgens und abends. Lamictal soll sofort zugeführt werden. Ich wehre mich irgendwie dagegen. Keppra ist ein neues Medi, was noch nicht ausgetestet wurde und für Kinder noch nicht zulässig.... Dennoch scheint es meiner Tochter z.Z in dieser Dosis zu helfen( bei einer Erhöhung fingen die Anfälle an). Keppra ist noch nicht fähig allein dazustehen... also wird es in Kombi angeboten. Ich bin derzeit sehr zufrieden, da sich unsere Kleine gut macht und Nebenwirkungen kaum merkbar sind..
Wenn der nächste Anfall kommen sollte, werde ich Lamictal zusätzlich geben, aber solange warte ich ab..Ist ein Muttergefühl.
Liebe Grüsse Ramona

Re: Re: Re: keppra und lamictal

BiMaJu @, Tuesday, 27.06.2006, 14:01 (vor 7361 Tagen) @ Ramona M.

[zitat=Ramona M.][Hi Carola, ich danke dir erstmal für deine Antwort; leider bin ich Feind von KombiPräparaten, weil immer wieder eins noch eins und noch eins hinzukommt, wo keiner mehr den Durchblick hat. Alles was Epi anbetrifft wird immer nur ausprobiert. Ich habe in meiner erst drei jährigen Erfahrung noch nie erlebt, dass Entzugsanfälle bei jedem Medi erstmal rausgegangen wird und dann erst wieder mit neuem Medi rein. Nein es wird sofort umgestellt; und keiner kann mir sagen, ob es vielleicht daran liegt, dass das alte vielleicht erstmal Entzug bewirken kann. Ich bin es so leid, die Kinder so zu sehen.. Meine Kleine ist seit zwei Wochen bei Keppra anfallsfrei, obwohl die Dosis zu gering ist. Ich gebe ihr nur 250 mg morgens und abends. Lamictal soll sofort zugeführt werden. Ich wehre mich irgendwie dagegen. Keppra ist ein neues Medi, was noch nicht ausgetestet wurde und für Kinder noch nicht zulässig.... Dennoch scheint es meiner Tochter z.Z in dieser Dosis zu helfen( bei einer Erhöhung fingen die Anfälle an). Keppra ist noch nicht fähig allein dazustehen... also wird es in Kombi angeboten. Ich bin derzeit sehr zufrieden, da sich unsere Kleine gut macht und Nebenwirkungen kaum merkbar sind..
Wenn der nächste Anfall kommen sollte, werde ich Lamictal zusätzlich geben, aber solange warte ich ab..Ist ein Muttergefühl.
Liebe Grüsse Ramona[/zitat]

Hi Ramona,
Du kannst jetzt von mir halten was Du willst, aber Du spielst mit der Gesundheit Deiner Tochter! In gewisser weise gebe ich Dir Recht das die Ärzte auch viel ausprobieren bevor sie das endgültige Medi. geben, aber die müssen auch erst "Testen" (höhrt sich blöd an ich weis) was für ein Medi. gegeben werden kann! Die sind ja keine hellseher. Für uns Eltern ist das Unverständlich aber tatsache bleibt tatsache. Ich selber nehme von meinen ersten Anfall an immer 2 sorten an Tabletten. Blöd, aber es hilft besser als ich nur eines nahm. Und zu sagen ich gebe meinem Kind kein zweites Medi. nicht, das ist Egoistisch. Erst zu geben wenn ein Anfall gekommen ist, war es für "diesen" Anfall zu spät. Hätte/würde vielleicht verhindert werden können/kann. Überlege es Dir nochmals, für die Gesundheit Deiner Tochter!!!

Grüße BiMaJu

Re: Re: Re: Re: keppra und lamictal

Ramona M. @, Thursday, 29.06.2006, 00:14 (vor 7359 Tagen) @ Ramona M.

Hi BiMaJu, vielleicht hast du Recht mit deiner Aussage, dass ich ihr schaden könnte, dennoch bemerke ich, dass Keppra sie ruhiger, aufmerksamer und sie viel ausprobiert, was vorher nicht der Fall war. Ich bin mit dieser Dosis 250mg morgens und abends bestens zufrieden. Sie redet viel nach, macht auch Sachen, die sie früher nicht getan hat; Schuhe anziehen und AA auf die Toilette wollen etc. Sie ist seit 2,5 Wochen Anfallsfrei ohne Lamictal. Es werden Studien darüber geführt, wie Keppra wirkt, leider erst ab dem 4. Lebensjahr. Die Ärzte geben ja selbst zu, dass Keppra bei Kindern nicht die ausreichenden Informationen vorliegen... Warum sollte ich es selbst nicht mal ausprobieren?? Ich weiss nicht einmal was ihr bei ihren Anfällen schadet... Ich bemerke keinen Unterschied. Nur als sie die Kombi Ospolot und Keppra bekam, da war sie nur am schlafen und dann in Panikatacken alle 20 min übergetreten. Der Arzt meint sowieso, dass sie ein rätselhaftes Kind ist; ich habe Angst sicher, aber ich habe Glauben daran, dass man ihre Epi erstmal erkennen muss, und die Anfälle beobachten, dann Medis hinzugeben. Im übrigen ist Lamictal eh das letzte Medi, was noch zu ihr passt.. Na da warte ich doch ab... Oder meinst du nicht...???
Liebe Grüsse Ramona

Re: Re: Re: Re: keppra und lamictal

r.maraun @, Thursday, 06.07.2006, 23:47 (vor 7351 Tagen) @ Ramona M.

Hi, juchu hast mir echt angst gemacht, wenn auch nicht beabsichtigt, aber ich habe meinen Neurologen kurze Zeit später konfrontiert mít meiner Entscheidung. Er war nicht begeistert von meiner Eigenmäctigkeit, aber da ich nun schon fast 4 Wochen mit dieser niedrig Dosierung grossen Erfolg habe, meinte auch er ich solle auf den nächsten Anfall warten, um Lamictal zuzufügen. Ich habe seinen Segen für meine Entscheidung. Allerdings ist meine Tochter ja sowieso ein völlig rätselhaftes Kind, weder EEG noch MRT ergeben irgendeine Fehlstellung oder Fehlbildung. Da ist immer alles in Ordnung.
Sicher habe ich grosse Angst, dennoch überwiegt mein Muttergefühl, und dieses Ausprobieren ob was gut ist, obwohl Entzugsanfälle nicht mit einbezogen wurden, meine Entscheidung, abzuwarten und dann zu agieren. Ich glaube sogar fest, dass man erstmal aus einem Medi raussollte und dann wieder ein´neues einsetzen sollte. Wer kann denn sagen, dass das neue Medi nicht vom alten Medi in Entzug nicht reagiert???
Unsere Tochter hat nur noch ein Medi vor sich, was helfen könnte; also was kann ich falsch machen?? als abzuwarten????
Sie ist jetzt mit dieser Niedrigdosierung von Keppra seit 4 Wochen anfallsfrei-- ich freu mich; da ihre Entwicklung super vorranschreitet. Alle Kinder epileptika sind immer nur versuche... also versuche ich selbst
Liebe Grüsse ramona