Hallo, ich habe eine Behindertenausweis mit
60 %.
Dieser ist z.Zt. ausgelaufen, und ich weiß nicht ob ich diesen nachprüfen lassen soll.
Mit liegt ein SCchreiben vom Versorgungsamt vor.
Welche Vorteile habe ich von dem Ausweis ?
Außer mehr Urlaub oder evtl. Vergünstigungen
bei Eintritten in verschiedene Einrichtungen.
Ich lege keinen Wert auf eine Sonderbehandlung.
Ich bin in unbefristeter Stellung beschäftigt
und über meinen Schwerbehinderung
weiß niemand Bescheid.z.B. Arbeitgeber.
Bei 60 % gibt es keine weiteren Eintragungen.
Habe ich Vorteile in der Zukunft die ich
nicht absehen kann.
z.B. bei der Höhe der Rentesnanspruches, oder
der Anerkennung von Berufunfähigkeit.
Also kurz und gut, bringt mir der Ausweis etwas, außer daß ich evtl. Schwierigkeiten mit meinem ARbeiteber bekomme, der nichts über meinen Schwerbehindertenausweis weiß ?
Oder evlt.Schwierigkeiten falls ich mich mal neue bewergen muß?
Vielen dank für eure Antworten.
Re: Behindertenausweis warum`?
Josef
, Thursday, 06.07.2006, 17:03 (vor 7351 Tagen) @
Streifenhorn
Hallo Streifenhorn,
ich an deiner Stellw würde den SB-Ausweis behalten.
Du hast einen gewiesen Kündigungsschutz, zusätzlichen Urlaubsanspruch, steuerliche Vorteile und Rente ab 63 Jahre.
Du bist jetzt in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, aber weist nie was noch kommen kann. Als SB bist du in der Sozialauswahl ist man immer etwas besser gestellt.
Ich weis nicht, wie es mit deinen Anfällen aussieht. Evtl. könntest Du einen Erhöhungsantrag stellen und könntest dann mit dem Merkzeichen "G" dann Freifahrt in öffentl. Verkehrsmittel erhalten.
Ich selbst bin SB und habe einen Ausweis. Den Ausweis würde ich nie freiwillig hergeben. Ich bin in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis.
MfG
Josef
Re: Behindertenausweis warum`?
nicole
, Thursday, 06.07.2006, 20:58 (vor 7351 Tagen) @
Streifenhorn
Hallo,
du bist nicht verpflichtet deinen Arbeitgeber davon in Kenntnis zu setzen, das du nen Schwerbehindertenausweis hast. Du kannst selber entscheiden ob du ihn einsetzen willst oder nicht und bei einem neuen Arbeitgeber bist du nur verpflichtet es anzugeben, wenn du ausdrücklich danach gefragt wirst.
Lieben Gruß
Nicole
Re: Behindertenausweis warum`?
Matthias
, Thursday, 06.07.2006, 22:00 (vor 7351 Tagen) @
Streifenhorn
Hallo,
ich bin da nicht so ganz der Ansicht von Nicole und Josef.
Zum Arbeitgeber informieren braucht man bei einer Bewerbung heute nicht mehr auf die Frage des Pc's warten, weil man bereits schon an der Pforte- oder spätestens im Vorzimmer dann einen Fetzen Papier in die Hand gedrückt bekommt und da wird in keiner Ausführung eine bestimmte Frage fehlen. Kommt was raus, dann war das eine "Falschaussage", die da unterschrieben wurde und glaub' nicht, dass das kein Kündigungsgrund ist. Wenn Du meinst, dass Du weiterhin Stillschweigen behalten musst, dann tu es, aber wundere Dich dann auch nicht, wenn mal was vor kommt und Du dann fliegst, weil halt keine Arbeit mehr da ist, oder Du dann nicht mehr einsetzbar bist, weil man dann will, dass Du vielleicht mal eine Arbeit ausführen sollst, die Du eben nicht tun kannst. - Vielleicht sollstDu mal den Benz vom Big zum Tanken- in die Waschstraße oder zum Reifenwechseln fahren und sollst/musst den FS auf den Tisch legen? - Und dann???? - "Warum haben sie keine Fahrerlaubnis?"
Wenn die Personalleitung Deine Lohnsteuerkarte genauer anschaut, stehen da ein paar Zahlen wo dorten, wo normalerweise keine stehen würden und wenn dann das "Warum" kommt?? - Dann kommen halt vielleicht die Krokodilstränen und ein total stinkiger Chef.
Bei 60 MdE gibt es kein "G" und ob man so leicht auf 70 hinauf stuft, bleibt in der heutigen Zeit doch sehr fraglich.
Die Sozialauswahl kannst Du Dir auch an den Hut stecken, wenn niemand davon weiss. - Meinst Du im Ernst, dass Du dann mal so locker daher kommen kannst und "Ätschi-Bätschi-mäßig" den SB-Ausweis auf den Tisch legen kannst und aufbegehren darfst? - Der Ausweis ist da meisst Nebensache, weil da schnell ein Grund auf dem Tisch liegen könnte, damit Dir Dein SB-Ausweis einen Furz bringt.
Vor Allem dann, wenn man die Obrigkeiten hintergehen will. - Man kann Jedem Arbeiten zuteilen, die dem Arbeiter einen Handtuchwurf Wert sind, das kannst Du auch glauben und für Abmahnungen kann man auch schnell was finden. - Ob Du Dich in der Position eines Pc's oder gar Chefs so einfach hintergehen lassen würdest?? - Die Antwort überbleibt Dir selbst.
Wenn der Betrieb positive Erlebnisse mit MdE's hat, dann ist eine Aufklärung mit vielleicht sogar dazugehörigen Entschuldigung mehr Wert als weiterhin darauf zu Warten, bis sich Jemand verplappert, oder man Einem auf die Schliche kommt.
Viele Grüße
Matthias
Ich selbst wurde wirklich ungerne ausgestellt und mein Chef ist garantiert nicht behindertenfeindlich. - Im Gegenteil: Er hat für einen "Querschnitt" einen Arbeitsplatz geschaffen und ich habe auch einen Freund in der Personalleitung eines anderen Betriebes, der für mich dort mal angerufen hat, weil er "mich einstellen wollte" und da bekam ich auch gute Kritik. - Ich musste den Platz für einen anderen Mitarbeiter räumen, der drei Bandscheibenvorfälle hatte und sich halt nicht ausstellen lies.
Über 20 Betriebsjahre; Familie mit zwei Kindern und über 50 und jetzt komm ruhig mit dem rot/grünen Papier daher. - Die gesundheitlichen Fakten sind da weitestgehend im Hintergrund.
Re: Behindertenausweis warum`?
tina
, Friday, 07.07.2006, 23:50 (vor 7350 Tagen) @
Streifenhorn
Hallo Streifenhorn, ich bin ziemlich verwundert, dass du als betroffener auch von "vorteilen" des sb-ausweises sprichst. bisher habe ich immer versucht, nicht-betroffenen das wort "nachteilsausgleich" zu vermitteln. die freifahrt mit öffentl. verkehrsmitteln ist der nachteilsausgleich z.b. für nicht selber autofahren können. bei dem kündigungsschutz z.b. der ausgleich,dass man als behinderter doch eher schlechter was wiederbekommt, als andere. der steuerfreibetrag als ausgleich für erheblich mehr ausgaben. alles das ist doch eher ein ausgleich für lebensqualität, die durch die behinderung eingeschränkt ist. ich bin 100% schwerbehindert, lege auch keinen anspruch auf sonderbehandlungen und habe mir noch nie gedanken gemacht, ob ich auf "vorteile" des sb-ausweises "verzichten" kann. jeder könnte gut auf einen AUSWEIS verzichten, wenn er dafür die gesundheit zurückerlangen könnte. mich überrascht nur deine denkweise. bei nichtbetroffenen habe ich immer die fehlende sichtweise berücksichtigt bei der frage:"warum kannst du umsonst bus fahren, kann ich ja auch nicht" z.b.
Re: Re: Behindertenausweis warum`?
Claudia
, Saturday, 08.07.2006, 14:29 (vor 7350 Tagen) @
Streifenhorn
Hallo, habe lange mit mir gerungen einen Antrag zu stellen. Mich hat das Wort SB Ausweis immer etwas abgeschreckt, weil ich immer dachte ich kann ja noch sehen und gehhen...und die gesellschaftlichen Reaktionen sind auch immer nicht die Besten-gerade im Beruf! Aber letzte Woche habe ich ihn nach 1 3/4 Jahr abgeschickt, weil es letztendlich wirklich ein Nachteilsausgleich ist! Ich darf auch kein Auto fahren aber muss dennoch irgendwie mein Kind heil in die Krippe bekommen oder die vielen Arztbesuche-dahin kann ich z.B auch nicht laufen und wenn es mir möglich ist diesen und auch die anderen Nachteile ausgeglichen zu bekommen, ist das meines Erachtens o.k und sehe es dann nicht als Sonderbehandlung!Als Sond.behandlg. würde ich sehen, wenn man uns etwas anbietet, was uns nicht zusteht! Ich habe mir hier auf dieser Seite auch viele Meinungen zu diesem Thema geben lassen.Jeder sollte für sich rausfinden und abwägen welcher Nachteil größer ist-der, der durch die Krankheit entsteht(Einschränkung der Lebensqualität) oder der gesellschaftliche und berufliche Nachteil! Ich denke auch, dass es besser wäre mit dem Chef über diese Krankheit zu reden und vielleicht auch erklären, dass blos weil man Epileptiker ist man z.B nicht ständig umkippt und arbeitsunfähig ist! Habe ich mit meinem Chef auch von Anfang an beim Bewerbungsgespräch gemacht-er fand gut, dass ich so ehrlich war(auch ohne SB-Ausw.)! Allein auch schon wegen deiner eigenen Sicherheit, falls dir doch mal was passiert...
Claudia
Re: Re: Re: Behindertenausweis warum`?
Yvonne
, Monday, 10.07.2006, 22:25 (vor 7347 Tagen) @
Streifenhorn
Hallo Claudia, ich habe Deine letzten Sätze gelesen (AG-Bewerbungsgespräch). Ich habe leider nur einen schlechten Arbeitsplatz und versuche nun seit längerem einen Arbeitsplatz zu bekommen. Ich habe auch einen Behindertenausweis, aber bisher hat mir dieser "nur" Vergünstigungen gebracht. Wenn ich im Bewerbungsgespräch von meiner Epilepsie (auf unterschiedliche Art und Weise, x-mal ausprobiert) gesprochen habe oder daß ich schwerbehindert bin, hatte ich die Absage quasi schon in den Händen. Wie warst Du mit Deinem AG vorgegangen? Yvonne[zitat=Claudia]Hallo, habe lange mit mir gerungen einen Antrag zu stellen. Mich hat das Wort SB Ausweis immer etwas abgeschreckt, weil ich immer dachte ich kann ja noch sehen und gehhen...und die gesellschaftlichen Reaktionen sind auch immer nicht die Besten-gerade im Beruf! Aber letzte Woche habe ich ihn nach 1 3/4 Jahr abgeschickt, weil es letztendlich wirklich ein Nachteilsausgleich ist! Ich darf auch kein Auto fahren aber muss dennoch irgendwie mein Kind heil in die Krippe bekommen oder die vielen Arztbesuche-dahin kann ich z.B auch nicht laufen und wenn es mir möglich ist diesen und auch die anderen Nachteile ausgeglichen zu bekommen, ist das meines Erachtens o.k und sehe es dann nicht als Sonderbehandlung!Als Sond.behandlg. würde ich sehen, wenn man uns etwas anbietet, was uns nicht zusteht! Ich habe mir hier auf dieser Seite auch viele Meinungen zu diesem Thema geben lassen.Jeder sollte für sich rausfinden und abwägen welcher Nachteil größer ist-der, der durch die Krankheit entsteht(Einschränkung der Lebensqualität) oder der gesellschaftliche und berufliche Nachteil! Ich denke auch, dass es besser wäre mit dem Chef über diese Krankheit zu reden und vielleicht auch erklären, dass blos weil man Epileptiker ist man z.B nicht ständig umkippt und arbeitsunfähig ist! Habe ich mit meinem Chef auch von Anfang an beim Bewerbungsgespräch gemacht-er fand gut, dass ich so ehrlich war(auch ohne SB-Ausw.)! Allein auch schon wegen deiner eigenen Sicherheit, falls dir doch mal was passiert...
Claudia[/zitat]
Re: Re: Re: Re: Behindertenausweis warum`?
Katrin
, Saturday, 29.07.2006, 10:25 (vor 7329 Tagen) @
Streifenhorn
[zitat=Yvonne]Hallo Claudia, ich habe Deine letzten Sätze gelesen (AG-Bewerbungsgespräch). Ich habe leider nur einen schlechten Arbeitsplatz und versuche nun seit längerem einen Arbeitsplatz zu bekommen. Ich habe auch einen Behindertenausweis, aber bisher hat mir dieser "nur" Vergünstigungen gebracht. Wenn ich im Bewerbungsgespräch von meiner Epilepsie (auf unterschiedliche Art und Weise, x-mal ausprobiert) gesprochen habe oder daß ich schwerbehindert bin, hatte ich die Absage quasi schon in den Händen. Wie warst Du mit Deinem AG vorgegangen? Yvonne[zitat=Claudia]Hallo, habe lange mit mir gerungen einen Antrag zu stellen. Mich hat das Wort SB Ausweis immer etwas abgeschreckt, weil ich immer dachte ich kann ja noch sehen und gehhen...und die gesellschaftlichen Reaktionen sind auch immer nicht die Besten-gerade im Beruf! Aber letzte Woche habe ich ihn nach 1 3/4 Jahr abgeschickt, weil es letztendlich wirklich ein Nachteilsausgleich ist! Ich darf auch kein Auto fahren aber muss dennoch irgendwie mein Kind heil in die Krippe bekommen oder die vielen Arztbesuche-dahin kann ich z.B auch nicht laufen und wenn es mir möglich ist diesen und auch die anderen Nachteile ausgeglichen zu bekommen, ist das meines Erachtens o.k und sehe es dann nicht als Sonderbehandlung!Als Sond.behandlg. würde ich sehen, wenn man uns etwas anbietet, was uns nicht zusteht! Ich habe mir hier auf dieser Seite auch viele Meinungen zu diesem Thema geben lassen.Jeder sollte für sich rausfinden und abwägen welcher Nachteil größer ist-der, der durch die Krankheit entsteht(Einschränkung der Lebensqualität) oder der gesellschaftliche und berufliche Nachteil! Ich denke auch, dass es besser wäre mit dem Chef über diese Krankheit zu reden und vielleicht auch erklären, dass blos weil man Epileptiker ist man z.B nicht ständig umkippt und arbeitsunfähig ist! Habe ich mit meinem Chef auch von Anfang an beim Bewerbungsgespräch gemacht-er fand gut, dass ich so ehrlich war(auch ohne SB-Ausw.)! Allein auch schon wegen deiner eigenen Sicherheit, falls dir doch mal was passiert...
Claudia[/zitat][/zitat]
Ich habe mit 16 Jahren Epilepsie bekommen und bin jetzt 35 Jahre.
Meine Epilepsieform sind gran mal Anfälle wenn morgens (Aufwachepilepsie).
Zum Anfank hatte ich manchmal täglich mehrere Anfälle und muss dazu sagen damals habe ich die Tabletten nicht regelmäßig genommen.
Dann wurde ich mit Leptilan und Timonil seh gut eingestellt. Einige Zeit mit 23 wurde ich schwanger und die Ärtztin meinte die Leptilan kann man leider nicht mehr absetzen und kann zu Nebenwirkungen führen und so war es auch.
Nach der Entbindung stgellten sie bei unserem Sohn eine Hypospardie fest (Harnröhre hat einen Knick nach unten gemacht). Esw musste mit 4 Jahren operiert werden. Bei dem 2. Kind 1999 wurden die Leptilan rechtzeitig abgesetzt.
8 Jahre war ich Anfallsfrei und setzte die Tabletten einfach runter: Ja ich weiß es ist ein Risiko und so war es auch. Einige Zeit später gingen die Anfälle wieder los.
Dann ergab sich die Möglichkeit mit den Kindern eine Kinderkur mit Begleitung der Mutter zu machen.
Dann erzählte ich von meiner Epilepsiegeschichte und hatte eine kurze Zeit später einen Termin bei einem Professer der schonh in Vorruhe war. Er sagte zu mir gehen Sie zu Frau Ober
ärtztin ... in Klinikum zur ambulanten Sprechstunde. der Professor hat mir Lamictal empfohlen da sie die wenigsten Nebenwirkungen haben.Ich habe mir auf Kur einen Arzt gesucht der mir diese Tabletten verschreibt nach hin und her habe ich eine kleine Packung verschrieben bekommen.
Als ich zu hause war habe ich mir einen Termin in Klinikum geben lassen. Meine Ärtztin war damit nicht einverstanden.
Seit dem bin ich da und dort verschreiben sie sogar die N3 ohne Probleme.
Einige Zeit später habe ich eine Reha Umschulung über die Agentur für Arbeit bekommen.
Nach der Umschulung ging das Bewerbungsschreiben los.
Ich hatte einige Absagen.
Im bewerbungsschreiben habe ich geschrieben: Ich gehöhre zu8m personenkreis der schwerbehinderten.
Als im Amtsblatt eine stelle ausgeschrieben war als Sacharbeiterin habe ich mich gleich darauf beworben.
Inb dieser Stellenbeschreibung stand schwerbehinderte bevorzugt. Eine Zeit später habe ich einen Brief erhalten Vorstellung zum Bewerbungsgespräch. Es sind etwa 100 Bewerbungen eingegangen und 7 Haben sie zum Vorstellungsgespräch gebeten 5 davon waren schwerbehindert.
Eine Woche später kam ein Anruf: Wir haben uns für sie entschieden und seit April bin ich in Arbeit.
Meine Grad der Behinderung ist 50. Damals hatte ich 60 mit Merkzeichen B und dort waren die Anfälle wie oben geschrieben sehr viele.
Nun wurden wieder Gutachten eingefordert und da ich wieder einige Anfälle und zwar alle halbe Jahre habe, habe ich das Merkzeichen G beantragt.
Meinew Ärtztin sagte dass man auch mit eine Behinderung mit 50 G beantragen kann ich darf ja keine Fahrzeuge mehr führen.
Katrin
Ich hoffe ich konnte helfen.