Hallo zusammen.
Ich bin 18, und seit letztes Jahr im August wurde bei mir Epilepsie festgestellt.
Angefangen wurde mit 300-0-300 Carbamazipin, dann wurde erhöht auf 600-0-600 Carbamazipin. Die Dosis habe ich dann nicht vertragen, sprich NW´s waren zu groß. Also blieb die Dosis dann bei 300-0-300. So wurde ich dann auch entlassen.
Dann, im Februar 2006 wurde ich nach einem weiteren Grand Mal auf 1000-0-1000 Orfiril Long umgestellt. Im April 2006, ein weiterer Anfall, wurde Orfiril Long auf 1250-0-1250 erhöht. Dann, im Juli, wieder mal ein Grand Mal. Seitdem nehme ich jetzt Orfiril Long: 1200-0-1200 und Timox: 600-0-600!!!
Da habe ich mich schon gefragt ob die im Krankenhaus wissen was sie tun. Dann bin ich zu nem Neurologen gegangen, der meinte: Die Dosis wäre unakzeptabel, und dass man das so absolut nicht verantworten könne.
Tja, jetzt steh ich halt da und weis nicht was ich tun soll. Kann mir da irgendjemand helfen???
PS: Letzte Frage: Meine Neurologin hat mich gefragt ob ich schonmal in der Röhre war?? Ein MRT bekam ich schonmal gemacht. Wieso will sie das wissen, und was ist der Unterschied von MRT zu CT???
Vielen Dank für eure Antworten im Voraus.
Kerstin
Re: ständige Tablettenumstellung
nicole
, Sunday, 30.07.2006, 19:08 (vor 7327 Tagen) @
Kerstin
Hallo Kerstin,
also ein MRT ist wesentlich genauer als ein CT. Wenn man beispielsweise im CT nix sieht, kann es durchaus sein das im MRT doch was zu sehen ist. Die Neurologin möchte wissen, ob da irgendwas an Fehlbildungen oder so im Gehirn ist, was die Epilepsie ausgelöst hat.
Wenn du unsicher bist, dann würde ich noch eine 2. Meinung einholen.
LIeben Gruß
Nicole
Re: ständige Tablettenumstellung
Mely
, Sunday, 30.07.2006, 19:14 (vor 7327 Tagen) @
Kerstin
[zitat=Kerstin]Hallo zusammen.
Ich bin 18, und seit letztes Jahr im August wurde bei mir Epilepsie festgestellt.
Angefangen wurde mit 300-0-300 Carbamazipin, dann wurde erhöht auf 600-0-600 Carbamazipin. Die Dosis habe ich dann nicht vertragen, sprich NW´s waren zu groß. Also blieb die Dosis dann bei 300-0-300. So wurde ich dann auch entlassen.
Dann, im Februar 2006 wurde ich nach einem weiteren Grand Mal auf 1000-0-1000 Orfiril Long umgestellt. Im April 2006, ein weiterer Anfall, wurde Orfiril Long auf 1250-0-1250 erhöht. Dann, im Juli, wieder mal ein Grand Mal. Seitdem nehme ich jetzt Orfiril Long: 1200-0-1200 und Timox: 600-0-600!!!
Da habe ich mich schon gefragt ob die im Krankenhaus wissen was sie tun. Dann bin ich zu nem Neurologen gegangen, der meinte: Die Dosis wäre unakzeptabel, und dass man das so absolut nicht verantworten könne.
Tja, jetzt steh ich halt da und weis nicht was ich tun soll. Kann mir da irgendjemand helfen???
PS: Letzte Frage: Meine Neurologin hat mich gefragt ob ich schonmal in der Röhre war?? Ein MRT bekam ich schonmal gemacht. Wieso will sie das wissen, und was ist der Unterschied von MRT zu CT???
Vielen Dank für eure Antworten im Voraus.
Kerstin [/zitat]
Hallo Kerstin,
ein bisschen kann ich dir vielleicht helfen. Deine Neurologin will wissen ob du in der Röhre warst, weil man dort einen evtl Anfallsherd sehen kann, das heißt, die Region in der Anfälle entstehen. Nicht bei jedem ist ein Herd vorhanden. Das MRT ist vielschichtiger als das CT, z. B. hat man bei mir im MRT einen Herd gefunden, der im CT nicht sichtbar war.
Was die Tablettenumstellungen betrifft kann ich sagen, dass ich ähnliches kenne, man muss manchmal sehr lange probieren bis man die richtige Dosis erhält. Die Ärzte können im Endeffekt auch nur probieren. Sie haben zwar ihr Fachwissen, aber sie wissen nicht wie dein Körper drauf reagiert. Ich habe eine Medikamentenumstellung hinter mir. Das dauert oft eine ganze Weile bis der Körper zur Ruhe kommt und es richtig wirken kann. Also ich würde empfehlen, nicht dauernd umzustellen, nicht ständig an der Dosierung was zu verändern. Ich hab jetzt auch alles gelassen wie es ist, obwohl zum Schluss noch kleine Anfälle aufgetreten sind, aber ich merke dass dies alles langsam besser wird, jetzt wo nichts mehr verändert wird. Hoffe ich konnte dir etwas helfen.
Alles Gute,
Mely
Re: ständige Tablettenumstellung
Fred
, Tuesday, 01.08.2006, 19:05 (vor 7325 Tagen) @
Kerstin
Hallo Kerstin, der Unterschied zwischen CT und MRT sieht wie folgt aus:
Es handelt sich um bildgebende Untersuchungsverfahren.
Bildgebende Untersuchungsverfahren sind eine bedeutende Methode zur Verbesserung der Syndromdiagnose und zur Ermittlung ursächlicher Behandlungsmöglichkeiten. Es werden bildgebende morphologische Untersuchungsverfahren - Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) - unterschieden von bildgebenden funktionellen Untersuchungsverfahren wie Single Proton Emission Computertomographie (SPECT) und Positronenemissionstomographie (PET).
Nach internationaler Übereinkunft ist das Magnetresonanztomogramm (MRT) Methode der Wahl bei der Diagnostik der Epilepsien.
Das Computertomogramm ist keine angemessene Methode zur Untersuchung der Epilepsien, mit Ausnahme von zwei Fällen: Vorbereitung der Notfallbehandlung bei akuter Raumforderung und intracranieller Blutung und die Verifizierung von intracerebralen Verkalkungen.
CT
Wie der Name aussagt, ist ein CT-Bild ein Querschnittbild (Tomographie), das mit Hilfe eines Rechners erstellt wird. Ein CT-Bild entsteht stark vereinfacht wie folgt:
Senkrecht zur Körperachse des Patienten (Kopf-Fuß-Richtung) dreht sich eine Röntgenröhre. Diese Röhre erzeugt mit einer Hochspannung von 120 bis 150 kV (1 kV = 1.000 Volt) einen fächerförmigen Röntgenstrahl, der den Körper in der gewünschten Ebene durchstrahlt. In Abhängigkeit von der Dichte, der Dicke sowie der Ordnungszahl Z der durchstrahlten Materie, also des Gewebes, wird der Strahl mehr oder weniger stark geschwächt. Gegenüber der Röhre befindet sich, halbkreisförmig angeordnet, eine Anzahl (z.B. 500 bis 1.000) von Detektoren, die in Abhängigkeit von der auftreffenden Röntgenstrahlenintensität elektrische Signale erzeugen. Die dabei gewonnenen Signale werden weiter verarbeitet und in einem bestimmten Rechnerverfahren zur endgültigen Bilderzeugung verwendet.
MRT
Die normale MRT-Untersuchung wird mit Spin Echo Sequenzen (SE) durchgeführt. Die bildgebende Darstellung der Anatomie wird am besten in T1-gewichteten Bildern mit Inversion-Recovery-Technik dargestellt. Die Inversion-Recovery-Technik erlaubt die klare Definition der Anatomie und damit auch diskreter anatomischer Abweichungen wie kleiner kortikaler Dysplasien. Verbessert werden kann die Darstellung durch die neue Technik des Gradienten Echos (GE) mit dreidimensionaler (3D) Datenaufnahme. Diese Technik erlaubt die Analyse auch sehr dünner Schichten (1 mm) mit der Vermeidung projektionsbedingter Artefakte.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne melden.
LG
Fred
Re: ständige Tablettenumstellung
Julia
, Wednesday, 02.08.2006, 15:00 (vor 7325 Tagen) @
Kerstin
[zitat=Kerstin]Hallo zusammen.
Ich bin 18, und seit letztes Jahr im August wurde bei mir Epilepsie festgestellt.
Angefangen wurde mit 300-0-300 Carbamazipin, dann wurde erhöht auf 600-0-600 Carbamazipin. Die Dosis habe ich dann nicht vertragen, sprich NW´s waren zu groß. Also blieb die Dosis dann bei 300-0-300. So wurde ich dann auch entlassen.
Dann, im Februar 2006 wurde ich nach einem weiteren Grand Mal auf 1000-0-1000 Orfiril Long umgestellt. Im April 2006, ein weiterer Anfall, wurde Orfiril Long auf 1250-0-1250 erhöht. Dann, im Juli, wieder mal ein Grand Mal. Seitdem nehme ich jetzt Orfiril Long: 1200-0-1200 und Timox: 600-0-600!!!
Da habe ich mich schon gefragt ob die im Krankenhaus wissen was sie tun. Dann bin ich zu nem Neurologen gegangen, der meinte: Die Dosis wäre unakzeptabel, und dass man das so absolut nicht verantworten könne.
Tja, jetzt steh ich halt da und weis nicht was ich tun soll. Kann mir da irgendjemand helfen???
PS: Letzte Frage: Meine Neurologin hat mich gefragt ob ich schonmal in der Röhre war?? Ein MRT bekam ich schonmal gemacht. Wieso will sie das wissen, und was ist der Unterschied von MRT zu CT???
Vielen Dank für eure Antworten im Voraus.
Kerstin [/zitat]
Hallo,
bei mir wurde Epilepsie auch durch Kernspin festgestellt, mir wurde Kontrastmittel gespritzt und erst dann konnte man den Herd erkennen.
Bei CT hat man wenige Chancen. Lass das auf jeden Fall machen!
Julia
Re: ständige Tablettenumstellung
Kerstin
, Wednesday, 02.08.2006, 19:08 (vor 7324 Tagen) @
Kerstin
[zitat=Fred]Hallo Kerstin, der Unterschied zwischen CT und MRT sieht wie folgt aus:
Es handelt sich um bildgebende Untersuchungsverfahren.
Bildgebende Untersuchungsverfahren sind eine bedeutende Methode zur Verbesserung der Syndromdiagnose und zur Ermittlung ursächlicher Behandlungsmöglichkeiten. Es werden bildgebende morphologische Untersuchungsverfahren - Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) - unterschieden von bildgebenden funktionellen Untersuchungsverfahren wie Single Proton Emission Computertomographie (SPECT) und Positronenemissionstomographie (PET).
Nach internationaler Übereinkunft ist das Magnetresonanztomogramm (MRT) Methode der Wahl bei der Diagnostik der Epilepsien.
Das Computertomogramm ist keine angemessene Methode zur Untersuchung der Epilepsien, mit Ausnahme von zwei Fällen: Vorbereitung der Notfallbehandlung bei akuter Raumforderung und intracranieller Blutung und die Verifizierung von intracerebralen Verkalkungen.
CT
Wie der Name aussagt, ist ein CT-Bild ein Querschnittbild (Tomographie), das mit Hilfe eines Rechners erstellt wird. Ein CT-Bild entsteht stark vereinfacht wie folgt:
Senkrecht zur Körperachse des Patienten (Kopf-Fuß-Richtung) dreht sich eine Röntgenröhre. Diese Röhre erzeugt mit einer Hochspannung von 120 bis 150 kV (1 kV = 1.000 Volt) einen fächerförmigen Röntgenstrahl, der den Körper in der gewünschten Ebene durchstrahlt. In Abhängigkeit von der Dichte, der Dicke sowie der Ordnungszahl Z der durchstrahlten Materie, also des Gewebes, wird der Strahl mehr oder weniger stark geschwächt. Gegenüber der Röhre befindet sich, halbkreisförmig angeordnet, eine Anzahl (z.B. 500 bis 1.000) von Detektoren, die in Abhängigkeit von der auftreffenden Röntgenstrahlenintensität elektrische Signale erzeugen. Die dabei gewonnenen Signale werden weiter verarbeitet und in einem bestimmten Rechnerverfahren zur endgültigen Bilderzeugung verwendet.
MRT
Die normale MRT-Untersuchung wird mit Spin Echo Sequenzen (SE) durchgeführt. Die bildgebende Darstellung der Anatomie wird am besten in T1-gewichteten Bildern mit Inversion-Recovery-Technik dargestellt. Die Inversion-Recovery-Technik erlaubt die klare Definition der Anatomie und damit auch diskreter anatomischer Abweichungen wie kleiner kortikaler Dysplasien. Verbessert werden kann die Darstellung durch die neue Technik des Gradienten Echos (GE) mit dreidimensionaler (3D) Datenaufnahme. Diese Technik erlaubt die Analyse auch sehr dünner Schichten (1 mm) mit der Vermeidung projektionsbedingter Artefakte.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne melden.
LG
Fred[/zitat]
Hi Fred.
Danke, dass hat mir auf jeden Fall schonmal sehr geholfen.
Sag mal, bist du Arzt, dass du da so genau drüber bescheid weist???
Naja. Jedenfalls wurde bei mir letztes Jahr im August ein MRT gemacht, und da war etwas. Mir haben sie es so wie einen Leberfleck beschrieben. Er gehört nicht dahin, wächst normal nicht aber machen tut er auch nichts. Ist das normal??
Nochwas.
Macht es eigentlich was, wenn ich Epilepsie habe und fliege?? Meine Vorgeschichte kennste ja.
Freue mich wieder von dir zu hören.
Grüßle
Kerstin