[zitat=Nicole1966]Hallo Susanne,
ich bin zwar nur mittelbar betroffen (bin die Ehefrau) aber mein Mann hat diese innere Unruhe auch, ich vermute auch gepaart mit absoluter Angst (was für mich absolut verständlich ist). Wir haben auch oft mit Ärzten darüber gesprochen, aber keiner wollte so recht weiter helfen. Wir haben uns vor allem auf dem Naturheilkundesektor schlau gemacht und auch etwas gefunden was Linderung verschafft. Es mag merkwürdig klingen aber nach den Anfällen helfen Bachblüten - Rescue Remedies - gegen die Unruhe. Das war bisher das Einzige was wirklich etwas gebracht hat - Johanniskraut haben wir auch probiert - aber ohne Erfolg. Schaden kann es Dir nicht, versuch es doch einfach mal - 5 Tropfen jede Stunde bei akuten Attacken und dann 3 x tgl. solange die Beschwerden anhalten.
Ich drück Dir die Daumen das es auch bei Dir wirkt.
Grüsse
Nicole
[zitat=Susanne Albers]Hallo zusammen,
nach über 4 Jahren Anfallsfreiheit habe ich am 19.07.2006 einen ca. zehn minütigen Grand Mal Anfall gehabt (vorher hatte ich ziemlichen Streß), und bin erst im Krankenhaus wieder erwacht. Nach kurzer Untersuchung wurde ich nach Hause entlassen. Seither plagt mich die absolute innere Unruhe gepaart mit einer total depressiven Verstimmung. Das dauerte früher immer ca. 4-5 Wochen ab Anfall, dann war wieder alles o.k.. Bin superverzweifelt. Habe eine sehr gute Neurologin, die aber in diesem Fall auch keinen Rat weiß.
(Alter 41 Jahre, seit 11. Lebensjahr kryptogene grand mal Epilepsie, früher ein grand mal pro Monat, seit 2002 anfallsfrei, 2003 Subarachnoidalblutung, 3 Aneurysmaclipping bzw. coiling OP's im Anschluß bis Mai 2004, jetzt soll davon aber nicht übrig geblieben sein und ich bin in der Beziehung (Aneurysmas) genesen, nehme täglich Keppra 1000 - 0 - 1000)
Kennt Ihr diese Unruhe und depressiven Verstimmungen nach einem Anfall auch? Wenn ja, was tut bzw. nehmt Ihr dagegen?
Antwort bitte hier im Forum und nicht per Mail.
Herzliche Grüße und Euch allen alles Gute, Susanne[/zitat][/zitat]
Hallo,
denke mal, dass anscheinend jeder Epileptiker die Depression kennt wenn ich das hier lese. Bin seit 10 Jahren betroffen und ich habe hinterher immer eine absolute Depri-Phase, allerdings dauert sie nur einige Tage. Angst kenne ich auch, allerdings erst seit meinem Autounfall. Darf seit 2 Monaten wieder fahren und seit dem habe ich regelrechte Angstanfälle und muss das Auto manchmal stoppen weil ich total Herzklopfen bekomme. Und ich bin echt kein Angsthase im normalen Leben. Ich finde es wirklich wichtig, sich in dem Moment Hilfe zu holen, Psychologischer Natur. Allein mit dieser Angst vor diesem "Selbstläufer" zurechtzukommen, ist meiner Meinung nach unmöglich. Habe auch schon einmal gehört, dass Leute mit permanenten Angstzuständen zusätzlich separate Medikamente bekommen.
Diese Depris und Ängste sind echt unmöglich und nervig, hoffe auch, sie in den Griff zu bekommen....
Viel Glück
Julia