Hallochen,
würde gerne wissen, wie ihr oder eure Partner mit der Krankheit umgehen?
Habe seit 1 3/4 Jahr Epilepsie und bin seit fast 6 Jahren mit meinem Partner zusammen-anfangs war alles o.k, nur häufen sich zur Zeit die Anfälle und fühle mich zur Zeit sehr unverstanden und habe das Gefühl, dass er das Ausmaß dieser Krankheit nicht versteht? Fühle mich allein gelassen mit Arbeit, Haushalt,Kind-nebenbei noch regelmäßige Anfälle. Ich weiß,dass er nicht einfach von Arbeit gehen kann um mir nach einem Anfall zu helfen aber wäre schon schön,weil ich niemand anderes habe...
-Reagiere ich über,
-erwarte ich zu viel von ihm?
-Wie unterstützt ihr eure Partner?
Vielen Dank für eure Antworten!!
Liebe Grüße
Claudia
Re: Mal ganz PRIVAT!
Katja
, Tuesday, 01.08.2006, 23:18 (vor 7325 Tagen) @
Claudia1
[zitat=Claudia1]Hallochen,
würde gerne wissen, wie ihr oder eure Partner mit der Krankheit umgehen?
Habe seit 1 3/4 Jahr Epilepsie und bin seit fast 6 Jahren mit meinem Partner zusammen-anfangs war alles o.k, nur häufen sich zur Zeit die Anfälle und fühle mich zur Zeit sehr unverstanden und habe das Gefühl, dass er das Ausmaß dieser Krankheit nicht versteht? Fühle mich allein gelassen mit Arbeit, Haushalt,Kind-nebenbei noch regelmäßige Anfälle. Ich weiß,dass er nicht einfach von Arbeit gehen kann um mir nach einem Anfall zu helfen aber wäre schon schön,weil ich niemand anderes habe...
-Reagiere ich über,
-erwarte ich zu viel von ihm?
-Wie unterstützt ihr eure Partner?
Vielen Dank für eure Antworten!!
Liebe Grüße
Claudia[/zitat]
Hallo! Also ich bin ja sehr erschrocken über Dein Eintrag! Ich bin Gesund,aber mein Partner hat diese Krankheit die ich selber einmal mitbekommen habe. Ich kann es nicht ein bischen verstehen das es Dein Partner nicht zu Interessieren zu scheint! Ich mache mir öfter nen Kopf als er.Da er selber ja nie was mit bekommt vom Anfall ist er sogar der,der es auf die leichte Schulter nimmt. ich wurde bei seinem Anfall in der Nacht dadurch geweckt vor über einem Jahr und selbst heute ist es immernoch so das ich wegen jedem bischen hch schrecke.Vieleicht solltest Du Dich mal anders einstellen lassen von den Tabletten her. Mein Partner hatte 4 Jahre kein Anfall mit seinen Tabletten. Es war sein eigen verschulden,da er sie einfach nicht mehr regelmäßig genommen hat. Seid dem er wieder regelmäßig nimmt ist wieder ruhe. Ich habe auch ein kleines Kind und würde umkommen vor Sorge wenn mein Partner ständig anfälle hätte mit dem Kind in der nähe. Und nicht nur das,es kann ja leider auch mit Dir was passieren. Also normal ist das überhaupt nicht! Da würde ich mit ihm mal drüber reden und er sollte sich vieleicht mal mehr mit der Krankheit auseinander setzten! Ich wünsch Dir viel Glück!!!
Re: Re: Mal ganz PRIVAT!
Julia
, Wednesday, 02.08.2006, 14:12 (vor 7325 Tagen) @
Claudia1
[zitat=Katja][zitat=Claudia1]Hallochen,
würde gerne wissen, wie ihr oder eure Partner mit der Krankheit umgehen?
Habe seit 1 3/4 Jahr Epilepsie und bin seit fast 6 Jahren mit meinem Partner zusammen-anfangs war alles o.k, nur häufen sich zur Zeit die Anfälle und fühle mich zur Zeit sehr unverstanden und habe das Gefühl, dass er das Ausmaß dieser Krankheit nicht versteht? Fühle mich allein gelassen mit Arbeit, Haushalt,Kind-nebenbei noch regelmäßige Anfälle. Ich weiß,dass er nicht einfach von Arbeit gehen kann um mir nach einem Anfall zu helfen aber wäre schon schön,weil ich niemand anderes habe...
-Reagiere ich über,
-erwarte ich zu viel von ihm?
-Wie unterstützt ihr eure Partner?
Vielen Dank für eure Antworten!!
Liebe Grüße
Claudia[/zitat]
Hallo! Also ich bin ja sehr erschrocken über Dein Eintrag! Ich bin Gesund,aber mein Partner hat diese Krankheit die ich selber einmal mitbekommen habe. Ich kann es nicht ein bischen verstehen das es Dein Partner nicht zu Interessieren zu scheint! Ich mache mir öfter nen Kopf als er.Da er selber ja nie was mit bekommt vom Anfall ist er sogar der,der es auf die leichte Schulter nimmt. ich wurde bei seinem Anfall in der Nacht dadurch geweckt vor über einem Jahr und selbst heute ist es immernoch so das ich wegen jedem bischen hch schrecke.Vieleicht solltest Du Dich mal anders einstellen lassen von den Tabletten her. Mein Partner hatte 4 Jahre kein Anfall mit seinen Tabletten. Es war sein eigen verschulden,da er sie einfach nicht mehr regelmäßig genommen hat. Seid dem er wieder regelmäßig nimmt ist wieder ruhe. Ich habe auch ein kleines Kind und würde umkommen vor Sorge wenn mein Partner ständig anfälle hätte mit dem Kind in der nähe. Und nicht nur das,es kann ja leider auch mit Dir was passieren. Also normal ist das überhaupt nicht! Da würde ich mit ihm mal drüber reden und er sollte sich vieleicht mal mehr mit der Krankheit auseinander setzten! Ich wünsch Dir viel Glück!!![/zitat]
Also ich bin auch grad mal mehr als schockiert. Ich habe Epilepsie, seit dem ich 17 bin, damals war mein Partner dabei und war natürlich fix und fertig, hatte danach noch einige Anfälle zu denen er dazukam. Das im Nachhinein "Tolle" an der Sache war, dass er zunehmend nicht verstört, sondern sicher und "bestimmend" reagierte. Z. B. mit mir schimpfte und an meine Vernunft appellierte, da ich einen ungesunden Lebenswandel führe und selbst dran schuld bin
) Auf jeden Fall ist er immer 100%ig für mich da und fand noch nie etwas in dem Sinn "abnormales" daran. Für ihn ist es einfach, was es ist: eine Krankheit, die halt grad mal mich getroffen hat und die mit der richtigen Behandlung gut zu ertragen ist. Ich denk mir immer: es gibt schlimmeres! Auch wenn so ein Grand Mal das ziemlich ekligste ist, was ich bisher erlebt habe!!!!!
Deinem Partner muss mal jmd erklären, was so abgeht bei einem Anfall und ihm klarmachen, dass es einen wirklich fertigmachen kann, wenn so etwas wieder und wieder passiert. Das konkrete Gefühl kann man natürlich keinem übermitteln, der nicht betroffen ist, aber es ist ganz einfach sein "verdammter job" zu dir zu stehen und sich ein Stück weit für deine Welt zu interessieren.
Sorry, wenn ich mich so ereifere, aber da kann ich mich aufregen.
Julia
Re: Re: Re: Mal ganz PRIVAT!
Claudia1
, Wednesday, 02.08.2006, 16:58 (vor 7324 Tagen) @
Claudia1
[/zitat]Also ich bin auch grad mal mehr als schockiert. Ich habe Epilepsie, seit dem ich 17 bin, damals war mein Partner dabei und war natürlich fix und fertig, hatte danach noch einige Anfälle zu denen er dazukam. Das im Nachhinein "Tolle" an der Sache war, dass er zunehmend nicht verstört, sondern sicher und "bestimmend" reagierte. Z. B. mit mir schimpfte und an meine Vernunft appellierte, da ich einen ungesunden Lebenswandel führe und selbst dran schuld bin
) Auf jeden Fall ist er immer 100%ig für mich da und fand noch nie etwas in dem Sinn "abnormales" daran. Für ihn ist es einfach, was es ist: eine Krankheit, die halt grad mal mich getroffen hat und die mit der richtigen Behandlung gut zu ertragen ist. Ich denk mir immer: es gibt schlimmeres! Auch wenn so ein Grand Mal das ziemlich ekligste ist, was ich bisher erlebt habe!!!!!
Deinem Partner muss mal jmd erklären, was so abgeht bei einem Anfall und ihm klarmachen, dass es einen wirklich fertigmachen kann, wenn so etwas wieder und wieder passiert. Das konkrete Gefühl kann man natürlich keinem übermitteln, der nicht betroffen ist, aber es ist ganz einfach sein "verdammter job" zu dir zu stehen und sich ein Stück weit für deine Welt zu interessieren.
Sorry, wenn ich mich so ereifere, aber da kann ich mich aufregen.
Julia[/zitat]
Hallo, vielen lieben dank, für eure Antworten!
Es ist o.k, wenn ihr so schreibt-ist eure Meinung, die ich ja irgendwie auch vertrete. Es ist ja nicht so, dass er diese Krankheit abnorm findet-für ihn gehört sie auch zu mir dazu aber er stellt sein Job teilweise über mich. Er hat 'ne eigene Firma und da sagt er sich, dass wenn er seit Wochen auf einen wichtigen Termin wartet, er nicht einfach gehen kann... Was ich auch verstehe-nur weiß ich nicht, was ich dann tun soll, weil so ein Grand Mal wirklich voll daneben ist und ich mich absolut mies fühle!!! Hab danach mühe, mich noch richtig auf den Beinen zu halten und mein Kind (9Monate) kann das schlecht wissen und will trotzdem versorgt werden... Hab ich ihn ja auch so gesagt aber er sagt mir dann, dass er mich versteht aber er in dem Augenblick nichts ändern kann und sich denkt ich werd mir schon woanders Hilfe besorgen! Stehe somit in einer Zwickmühle-einerseits versteh ich, dass er nicht weg kann-andererseits bin ich auf seine Hilfe angewiesen...
Deshalb hatte es mich interessiert, wie eure Partner damit umgehen oder ob sie sofort für euch da sind-auch wenn sie auf Arbeit sind...
Viele Liebe Grüße!
Claudia
Re: Re: Re: Re: Mal ganz PRIVAT!
Julia
, Thursday, 03.08.2006, 08:20 (vor 7324 Tagen) @
Claudia1
[zitat=Claudia1][/zitat]Also ich bin auch grad mal mehr als schockiert. Ich habe Epilepsie, seit dem ich 17 bin, damals war mein Partner dabei und war natürlich fix und fertig, hatte danach noch einige Anfälle zu denen er dazukam. Das im Nachhinein "Tolle" an der Sache war, dass er zunehmend nicht verstört, sondern sicher und "bestimmend" reagierte. Z. B. mit mir schimpfte und an meine Vernunft appellierte, da ich einen ungesunden Lebenswandel führe und selbst dran schuld bin
) Auf jeden Fall ist er immer 100%ig für mich da und fand noch nie etwas in dem Sinn "abnormales" daran. Für ihn ist es einfach, was es ist: eine Krankheit, die halt grad mal mich getroffen hat und die mit der richtigen Behandlung gut zu ertragen ist. Ich denk mir immer: es gibt schlimmeres! Auch wenn so ein Grand Mal das ziemlich ekligste ist, was ich bisher erlebt habe!!!!!
Deinem Partner muss mal jmd erklären, was so abgeht bei einem Anfall und ihm klarmachen, dass es einen wirklich fertigmachen kann, wenn so etwas wieder und wieder passiert. Das konkrete Gefühl kann man natürlich keinem übermitteln, der nicht betroffen ist, aber es ist ganz einfach sein "verdammter job" zu dir zu stehen und sich ein Stück weit für deine Welt zu interessieren.
Sorry, wenn ich mich so ereifere, aber da kann ich mich aufregen.
Julia[/zitat]
Hallo, vielen lieben dank, für eure Antworten!
Es ist o.k, wenn ihr so schreibt-ist eure Meinung, die ich ja irgendwie auch vertrete. Es ist ja nicht so, dass er diese Krankheit abnorm findet-für ihn gehört sie auch zu mir dazu aber er stellt sein Job teilweise über mich. Er hat 'ne eigene Firma und da sagt er sich, dass wenn er seit Wochen auf einen wichtigen Termin wartet, er nicht einfach gehen kann... Was ich auch verstehe-nur weiß ich nicht, was ich dann tun soll, weil so ein Grand Mal wirklich voll daneben ist und ich mich absolut mies fühle!!! Hab danach mühe, mich noch richtig auf den Beinen zu halten und mein Kind (9Monate) kann das schlecht wissen und will trotzdem versorgt werden... Hab ich ihn ja auch so gesagt aber er sagt mir dann, dass er mich versteht aber er in dem Augenblick nichts ändern kann und sich denkt ich werd mir schon woanders Hilfe besorgen! Stehe somit in einer Zwickmühle-einerseits versteh ich, dass er nicht weg kann-andererseits bin ich auf seine Hilfe angewiesen...
Deshalb hatte es mich interessiert, wie eure Partner damit umgehen oder ob sie sofort für euch da sind-auch wenn sie auf Arbeit sind...
Viele Liebe Grüße!
Claudia[/zitat]
Hi nochmal,
ist es vielleicht möglich, dass du so eine art "notfallknopf" bekommst im falle des falles? nach einem grand mal kriegt man ja wirklich nichts mehr gebacken und ist froh, wenn man überhaupt weiß, wo man ist, welcher tag ist, und was passiert ist, und was davor war... meine oma hatte so einen knopf, weil sie ziemlich schwach auf den beinen war und doch allein wohnen wollte. das hat ihr ziemlich geholfen. was hältst du davon? versteh ja, dass es für deinen partner schwer ist, jedes mal da zu sein, ist bei mir auch nicht anders, mein mann ist stellenweise 6 wochen im ausland auf montage und da muss ich auch klarkommen. aber ich ruf dann sofort meine familie an und die kommen dann direkt angefahren. natürlich habe ich kein kind, dass erschwert die sache sicherlich in deinem fall, aber denk doch mal über solch einen "notfallknopf" nach.
Julia
Re: Re: Re: Re: Re: Mal ganz PRIVAT!
Nicole1966
, Thursday, 03.08.2006, 09:08 (vor 7324 Tagen) @
Claudia1
Hallo Claudia,
hast Du vielleicht Verwandte oder Freunde in Deiner Nähe, die Du anrufen kannst? Die Situation ist wirklich schwierig, ich kann das gut verstehen. Wir haben leider auch Niemanden, der bereit wäre da zu sein. So bin ich auf Arbeit und mache mir ständig einen Kopf das auch nichts passiert zu Hause. Oft fahre ich - ich glaube ich habe einfach nach 22 Jahren mit der Krankheit einen 7ten Sinn dafür - nach Hause um zu sehen ob alles ok ist. Meist ist dann auch was passiert und ich bin froh das ich gefahren bin. Auf der anderen Seite riskiere ich natürlich damit ständig meinen Job. Falls Du liebe Menschen in Deiner Umgebung hast, die Du bitten könntest bei Dir zu sein, dann versuch doch einfach mal Deine Situation zu schildern und bitte sie um Hilfe. Ich würde das auch tun, wenn jemand da wäre. Möglicherweise kann ja eine kirliche Organisation helfen (da müsste ich mir auch mal Gedanken drüber machen).
Grüsse Nicole
[zitat=Julia][zitat=Claudia1][/zitat]Also ich bin auch grad mal mehr als schockiert. Ich habe Epilepsie, seit dem ich 17 bin, damals war mein Partner dabei und war natürlich fix und fertig, hatte danach noch einige Anfälle zu denen er dazukam. Das im Nachhinein "Tolle" an der Sache war, dass er zunehmend nicht verstört, sondern sicher und "bestimmend" reagierte. Z. B. mit mir schimpfte und an meine Vernunft appellierte, da ich einen ungesunden Lebenswandel führe und selbst dran schuld bin
) Auf jeden Fall ist er immer 100%ig für mich da und fand noch nie etwas in dem Sinn "abnormales" daran. Für ihn ist es einfach, was es ist: eine Krankheit, die halt grad mal mich getroffen hat und die mit der richtigen Behandlung gut zu ertragen ist. Ich denk mir immer: es gibt schlimmeres! Auch wenn so ein Grand Mal das ziemlich ekligste ist, was ich bisher erlebt habe!!!!!
Deinem Partner muss mal jmd erklären, was so abgeht bei einem Anfall und ihm klarmachen, dass es einen wirklich fertigmachen kann, wenn so etwas wieder und wieder passiert. Das konkrete Gefühl kann man natürlich keinem übermitteln, der nicht betroffen ist, aber es ist ganz einfach sein "verdammter job" zu dir zu stehen und sich ein Stück weit für deine Welt zu interessieren.
Sorry, wenn ich mich so ereifere, aber da kann ich mich aufregen.
Julia[/zitat]
Hallo, vielen lieben dank, für eure Antworten!
Es ist o.k, wenn ihr so schreibt-ist eure Meinung, die ich ja irgendwie auch vertrete. Es ist ja nicht so, dass er diese Krankheit abnorm findet-für ihn gehört sie auch zu mir dazu aber er stellt sein Job teilweise über mich. Er hat 'ne eigene Firma und da sagt er sich, dass wenn er seit Wochen auf einen wichtigen Termin wartet, er nicht einfach gehen kann... Was ich auch verstehe-nur weiß ich nicht, was ich dann tun soll, weil so ein Grand Mal wirklich voll daneben ist und ich mich absolut mies fühle!!! Hab danach mühe, mich noch richtig auf den Beinen zu halten und mein Kind (9Monate) kann das schlecht wissen und will trotzdem versorgt werden... Hab ich ihn ja auch so gesagt aber er sagt mir dann, dass er mich versteht aber er in dem Augenblick nichts ändern kann und sich denkt ich werd mir schon woanders Hilfe besorgen! Stehe somit in einer Zwickmühle-einerseits versteh ich, dass er nicht weg kann-andererseits bin ich auf seine Hilfe angewiesen...
Deshalb hatte es mich interessiert, wie eure Partner damit umgehen oder ob sie sofort für euch da sind-auch wenn sie auf Arbeit sind...
Viele Liebe Grüße!
Claudia[/zitat]
Hi nochmal,
ist es vielleicht möglich, dass du so eine art "notfallknopf" bekommst im falle des falles? nach einem grand mal kriegt man ja wirklich nichts mehr gebacken und ist froh, wenn man überhaupt weiß, wo man ist, welcher tag ist, und was passiert ist, und was davor war... meine oma hatte so einen knopf, weil sie ziemlich schwach auf den beinen war und doch allein wohnen wollte. das hat ihr ziemlich geholfen. was hältst du davon? versteh ja, dass es für deinen partner schwer ist, jedes mal da zu sein, ist bei mir auch nicht anders, mein mann ist stellenweise 6 wochen im ausland auf montage und da muss ich auch klarkommen. aber ich ruf dann sofort meine familie an und die kommen dann direkt angefahren. natürlich habe ich kein kind, dass erschwert die sache sicherlich in deinem fall, aber denk doch mal über solch einen "notfallknopf" nach.
Julia[/zitat]
Re: Re: Re: Re: Re: Re: Mal ganz PRIVAT!
Claudia1
, Thursday, 03.08.2006, 09:55 (vor 7324 Tagen) @
Claudia1
Hallochen, nett von euch, dass ihr euch Gedanken darüber macht-glaube mehr als das mein Partner tut 
...Er schimpft nur auf die Neurologen, dass die es immernoch nicht geschafft haben mich richtig einzustellen, so dass ich Anfallsferi bin! Sein bester Freund hat zufällig auch Epilepsie und der ging einmal ins KH zur Einstellung und nach 6 Wochen wars erledigt-deshalb versteht er das alles nicht...
Mit meiner Mutter ist das sone Sache, sie verdrängt mehr die Krankheit-wird auch nicht drüber geredet und wenn es so wäre,ist sie auch nur ständig am arbeiten(auch selbständig)... Mein Vater,der mich zwar regelmäßig fragt und auch Hilfe anbieten würde, arbeitet in Berlin... Andere Verwandte wohnen nicht in Umgebung... Hab zwar ne Beste Freundin aber die kann auch erst nach der Arbeit und bis dahin, ist mein Partner auch zu Haus... Also alles nicht so einfach!
So ein Notfallknopf oder Betreuung denke ich mal, ist nur für ältere Menschen-die nicht mehr selbst für sich Sorgen können?! Oder ich denke, dass ich das zwar in Anspruch nehmen könnte-dann aber auf eigene Kosten?!
Aber allein, mit "Gleichgesinnten" darüber zu reden tut schon gut!
Vielen Dank und LG!!
Claudia
Re: Mal ganz PRIVAT!
Julia
, Friday, 04.08.2006, 10:14 (vor 7323 Tagen) @
Claudia1
[zitat=Claudia1]Hallochen, nett von euch, dass ihr euch Gedanken darüber macht-glaube mehr als das mein Partner tut 
...Er schimpft nur auf die Neurologen, dass die es immernoch nicht geschafft haben mich richtig einzustellen, so dass ich Anfallsferi bin! Sein bester Freund hat zufällig auch Epilepsie und der ging einmal ins KH zur Einstellung und nach 6 Wochen wars erledigt-deshalb versteht er das alles nicht...
Mit meiner Mutter ist das sone Sache, sie verdrängt mehr die Krankheit-wird auch nicht drüber geredet und wenn es so wäre,ist sie auch nur ständig am arbeiten(auch selbständig)... Mein Vater,der mich zwar regelmäßig fragt und auch Hilfe anbieten würde, arbeitet in Berlin... Andere Verwandte wohnen nicht in Umgebung... Hab zwar ne Beste Freundin aber die kann auch erst nach der Arbeit und bis dahin, ist mein Partner auch zu Haus... Also alles nicht so einfach!
So ein Notfallknopf oder Betreuung denke ich mal, ist nur für ältere Menschen-die nicht mehr selbst für sich Sorgen können?! Oder ich denke, dass ich das zwar in Anspruch nehmen könnte-dann aber auf eigene Kosten?!
Aber allein, mit "Gleichgesinnten" darüber zu reden tut schon gut!
Vielen Dank und LG!!
Claudia[/zitat]
Hi Claudia,
also ich geh einfach mal davon aus, dass Männer grundsätzlich schlecht mit so einem Thema umgehen können und es verdrängen bzw. auf baldige Hilfe hoffen. Das ist bei uns auch nicht anders; gestern brachte ich meinem Mann einen Bericht über die Risiken einer Schwangerschaft mit der Bitte, ihn sich durchzulesen, damit er einigermaßen auf Stand ist. Was macht der Kerl? Überfliegt das ganze Teil und ließt nur die "geringen" Prozentzahlen, die ein Geburtenrisiko trägt. Typisch, nur nicht auseinandersetzen.
Ich hab halt auch Glück gehabt, ich bin zum Neurologen, zack-zack, eingestellt, alles iO. Umgestellt, alles iO. Das ist halt nicht bei jedem so und sollte er sich vielleicht auch informieren - auch wenn er keine Böcke hat. Nutzt ja nichts. Ich weiß wenigstens, WENN ich einen Anfall bekomme, bin ich selbst dran schuld, weil ich meine, 3 Tage hintereinander Party machen zu müssen bis morgens um 6
Da brauch ich nicht mit Mitleid zu rechnen 
Also, deine Mutter MUSS sich auf jeden Fall damit auseinandersetzen, egal ob sie will oder nicht! Wie alt ist deine Mutter? Gehört sie noch zur Generation, die dies als Geisteskrankheit abtun? Oder denkt sie sich: Solang ich nicht darüber rede ist es auch nicht real? Mach ihr klar wie wichtig es ist, dass sie weiß, wie sie sich im Notfall zu verhalten hat. Also ne, das gibts doch gar nicht. Ist für mich total unverständlich. Die Leute brauchen Aufklärung, sonst nichts.
Frag auf jeden Fall nach wegen diesem Notfallknopf - DAS kostet nämlich nichts. Und erkundige dich über eventuelle Kosten. Eine gute Investition ist es allemal. Schließlich geht es um deine Gesundheit!! Und unsere Krankheit ist tückisch leidergottes und 100%ig sicher ist man nie. Das sollte so ne Krankenkasse auch verstehen, oder? Versuchs auf jeden Fall, kann doch nicht schaden!
Greetings
Julia
Re: Mal ganz PRIVAT!
jessi
, Friday, 04.08.2006, 10:39 (vor 7323 Tagen) @
Claudia1
[zitat=Claudia1]Hallochen,
würde gerne wissen, wie ihr oder eure Partner mit der Krankheit umgehen?
Habe seit 1 3/4 Jahr Epilepsie und bin seit fast 6 Jahren mit meinem Partner zusammen-anfangs war alles o.k, nur häufen sich zur Zeit die Anfälle und fühle mich zur Zeit sehr unverstanden und habe das Gefühl, dass er das Ausmaß dieser Krankheit nicht versteht? Fühle mich allein gelassen mit Arbeit, Haushalt,Kind-nebenbei noch regelmäßige Anfälle. Ich weiß,dass er nicht einfach von Arbeit gehen kann um mir nach einem Anfall zu helfen aber wäre schon schön,weil ich niemand anderes habe...
-Reagiere ich über,
-erwarte ich zu viel von ihm?
-Wie unterstützt ihr eure Partner?
Vielen Dank für eure Antworten!!
Liebe Grüße
Claudia[/zitat]
liebe claudia
ich bin jetzt mit meinem freund 5 jahre zusammen. ich bin jetzt 21 jahre alt und leide seit meinem 13 lebensjahr an epilepsie. mein freund hat mich mit der krankheit kennen und lieben gelernt.
am anfang unserer beziehung war ich anfallsfrei. er hat sehr selten mal einen anfall erlebt. (habe juvenil myoklonische epilepsie. das sind unkontrollierte zuckungen überwiegend in den handgelenken und selten in den kniegelenken).
als ich dann vor vor 7 monaten umgestellt wurde auf ein anderes medikament hatte ich über 4std. hinweg jede 10 minuten zuckungen, inden hände und den kniegelenken. zum glück lag ich im bett und habe mich nich verletzt. mein freund hat alles leif miterlebt. für die meisten lebensgefärthen ist es ein ganz großer schock seinen liebsten so leiden zu seher.als ich diesen großen anfall hatte, fing mein freund plötzlich an zu weinen, weil er so verzweifelt war. (im enddefekt war es auch dumm von mir erst nach 4std. ins krankenhaus zu fahren). mein freund hat nach diesem erlebnis, sich über diese krankheit informiert. er ist in internetforums gegangen und hat dort auch mit betroffenen gesprochen. uns hat die ganze sache noch mehr zusammen geschweißt. er passt jetzt immer auf mich auf "hast du deine tbl. genommen;bleib nicht so lange wach, damit du genügend schlaf bekommst, trink nicht so viel alk. ...
manchmal ist das ätzend, aber es zeigt auch das er sehr besorgt um mich ist.
ich empfehle dir mit deinem mann darüber zusprechen und das er sich mit gleichgesinnten austauscht. das wird ihm sicherlich helfen.
liebe grüße jessi
p.s.: keine haftung für rechtschreibfehler!!! ;)
Re: Mal ganz PRIVAT!
Christian
, Saturday, 05.08.2006, 13:15 (vor 7322 Tagen) @
Claudia1
Hallo Claudia Ich habe Epilepsie seit Ich auf der Welt bin und kann dich gut verstehen. Weil Epilepsie eine Krankheit ist die oft unterschätzt wird und wo so gut wie kein Mitbürger in unserem Land was drüber weiss. Wenn man einen Anfall hat weiss man ja auch oft nicht wo man ist was gerade passiert ist und warum man so Intensieve Kopfschmerzen hat.Villeicht solltest du dir mal ein Buch über Epilepsie kaufen und deinen Mann über deine Krankheit aufklären. Dann kann er dich villeicht verstehen. Gruss Christian .