Rente, Hilfe gesucht

Hanna @, Friday, 11.08.2006, 09:21 (vor 7316 Tagen)

Hallo, es geht um meinen 27j. Sohn, der seit 5 Jahren an einer schwer therapierbaren Epi leidet, OP nicht möglich, alles im ZEE bereits abgecheckt, mehrere Versuche einer berufl. Wiedereingliederung sind wg. immer wieder auftretender Anfälle gescheitert. Ich hab die Kombiversuche der verschiedentl. Medis nachgezählt, es sind inzwischen über 10. Dazu kommt eine schwere Osteoporose, multiple Wirbelbrüche hat er hinter sich, d.h. neue Anfälle bergen Höchstgefahr für neue Brüche. Die anerkannte MdE beträgt 90 v.H. + die Merkz. B + G. Mit dieser Vorgeschichte wurde v.d. Arbeitsagentur der Antrag auf Rente empfohlen, durch die BfA zwei Gutachten erstellt, neurologisch + Orthopädie und die Rente erst mal abgelehnt - trotz vorhandener Atteste des hier behandelnden Epi-Zentrums und des ständig behandelnden Orthopäden. Also haben wir Widerspruch eingelegt. Dann wurde v.d. BfA eine RehaMaßnahme in Bethel verordnet, die mit einem Grand Mal am ersten Tag begann, zwei weitere folgten in den Tagen darauf, Verlegung stationär in die dortige Klinik und Rückkehr zur Reha, Entlassung erfolgte AU, weil auf dem allg. Arbeitsmarkt nicht vermittelbar. Es wurde eine BerufsTrainingsMaßnahme empfohlen mit anschließener Möglichkeit zur Umschulung, mein Sohn war einverstanden. Der Einladung zum InfoGespräch konnten wir leider nicht folgen, da mein Sohn zu diesem Zeitpunkt leider aufgrund eines Status epilepticus auf der Intensivstation im KH lag. Daraufhin wurde Bewilligung f.d. BTZ seitens der BfA wegen fehlender Belastbarkeit zurückgezogen. Zwei neue Atteste der hier behandelnden Epi-Klinik und des hiesigen Orthopäden mit der dringenden Empfehlungen, die Rente auf Zeit wegen voller Erwerbsminderung zu gewähren, wurde mit einem neuerlichen Gutachtensauftrag bei einem Nervenarzt seitens der BfA beantwortet. Diese "Begut- achtung" fand gestern statt und hier erfuhren wir erstmals, dass der orthop. BfA-Gutachter bereits 2005 die volle Erwerbsmind. festgestellt und eine Berentung bis 2008 empfohlen hatte - aber der Neurologe eine Erwerbsfähigkeit bis 6 Std. attestierte. Atteste der hier ständig behandelnden Ärzte und Epi-Klinik werden anscheinend nicht berücksichtigt. Die gestrige Gutachterin sortierte erst mal alle in ihren Unterlagen befindlichen orthopädischen Berichte aus, da diese nicht ihr Fachgebiet beträfen, einen Zusammenhang der Osteoporose mit der Epi sehe sie nicht, einen Wirbel könne man sich auch bei einer verkehrten Bewegung brechen! Sie wußte nicht mal, was ein Monitoring ist, stellte statt dessen die Frage, ob man aufgrund der Videoüberwachung den Anfall nicht hätte kommen sehen und verhindern können, um die Brüche zu vermeiden!! Und nach 2 Std. kam dann der Schlusssatz: Für eine Rente würde sie sich wohl nicht entscheiden, denn wenn "die Leute" erst mal die Rente bekommen hätten, wollen sie sowieso nie mehr arbeiten und kämen 6 Monate vor Ablauf der zeitlichen Befristung wegen der angestrebten Verlängerung und außerdem könne man doch als so junger Mensch nicht den ganzen Tag zuhause sitzen. / Könnt ihr euch vorstellen, dass ich auf der Palme bin und mein Sohn total schockiert und depressiv? Er hatte die Vorstellung, dass in einem Zeitraum von 2-3 Jahren (attestieren auch seine Ärzte) durch eine optimalere Einstellung der Epi -irgendwann muss eine Medi-Komb. doch mal längerfristige Erfolge erzielen - und durch bessere Werte der Knochendichte er gesundheitlich wesentlich besser zurecht kommt und dann die Maßnahmen für BTZ und Umschulung erneut beantragen und durchführen möchte. Wie kann man die BfA davon überzeugen? Bitte dringend um Hilfe! - und bedanke mich herzl. im voraus
L.G. Hanna


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