Arbeitsamt und Epelspsie

Nervenhexe18 @, Friday, 11.08.2006, 21:31 (vor 7315 Tagen)

hallo

sorry die frage
ich hatte heute einen termin bei dem arbeitsamt, und die wollen zusätzlich zu meinem ärtzlichen gutachten von meinem neurologen noch einen von ihrem ärtzlichen dienst einholen?? was brinngt den das??? und was soll das bezwecken?? XXX Hexe

Re: Arbeitsamt und Epelspsie

Mike. A. @, Friday, 11.08.2006, 21:59 (vor 7315 Tagen) @ Nervenhexe18

[zitat=Nervenhexe18]hallo

sorry die frage
ich hatte heute einen termin bei dem arbeitsamt, und die wollen zusätzlich zu meinem ärtzlichen gutachten von meinem neurologen noch einen von ihrem ärtzlichen dienst einholen?? was brinngt den das??? und was soll das bezwecken?? XXX Hexe[/zitat]

Ganz einfach.. Dein Gutachten ist fürs A-Amt eigentlich nix wert und so werden solche Diagnosen nur von amtlich anerkannten Ärzten akzeptiert. Als amtlich anerkannt gelten nur Ärzte/Gutachter die direkt vom Amt beauftragt werden.
Um es noch deutlicher zu sagen, das A-Amt glaubt deinem Gutachter erstmal nicht, denn da könnte ja "jeder" kommen :-) Ein typisches Behörden-Verhalten.

Re: Arbeitsamt und Epelspsie

Sabrina @, Saturday, 12.08.2006, 13:03 (vor 7315 Tagen) @ Nervenhexe18

Na Hexe,

wieder mal am Sart.
Ich schließe mich vollkommen Mikes Meinung an.
Ich musste das auch mal beim Arbeitsamt einreichen.
Sie begründeten mir auch, dass ja jeder kommen könnte und das habe ich ja wohl eingesehen...

Bis bald

Re: Arbeitsamt und Epelspsie

Batbaby @, Saturday, 12.08.2006, 14:22 (vor 7315 Tagen) @ Nervenhexe18

Hay!Ich habe damals beim Arbeitsamt gar nicht angegeben, dass ich Epilepsie habe, auch beim Arbeitgeber nicht. Mein Arzt hat damals gemeint,ich solle das verheimlichen, da ich sonst niemals einen Job bekommen würde.Wenn es dann doch rauskäme,würde ich halt entlassen werden.Ich bekam zwar nur nachts Anfälle, was jetzt nicht mehr der Fall ist, und weiß daher nicht, ob dir meine Antwort was bringt.Trotzdem ist es doch überall so, dass man, wenn man Epileptiker ist,als gestört betrachtet wird,oder nicht?

Re: Arbeitsamt und Epelspsie

Achim @, Saturday, 12.08.2006, 17:36 (vor 7314 Tagen) @ Nervenhexe18

Hallo!

Das ist eine typische Vorgehensweise beim Arbeitsamt. Musst du leider über dich ergehen lassen. Da der Amtsarzt vermutlich kein Neurologe bzw. Facharzt sein wird, wird der vermutlich auch nur in das Gutachten deines Arztes einsicht nehmen. Ziemlich paradox!

Gruß Achim

Re: Arbeitsamt und Epelspsie

Mike. A. @, Sunday, 13.08.2006, 00:03 (vor 7314 Tagen) @ Nervenhexe18

[zitat=Batbaby]Hay!Ich habe damals beim Arbeitsamt gar nicht angegeben, dass ich Epilepsie habe, auch beim Arbeitgeber nicht. Mein Arzt hat damals gemeint,ich solle das verheimlichen, da ich sonst niemals einen Job bekommen würde.Wenn es dann doch rauskäme,würde ich halt entlassen werden.Ich bekam zwar nur nachts Anfälle, was jetzt nicht mehr der Fall ist, und weiß daher nicht, ob dir meine Antwort was bringt.Trotzdem ist es doch überall so, dass man, wenn man Epileptiker ist,als gestört betrachtet wird,oder nicht?[/zitat]

Ehrlich gesagt hab ich es auch nie angegeben. Da ich sowieso nur am Schreibtisch als Sachbearbeiter gearbeitet hab all die Jahre und nicht an gefährlichen Maschinen.
Allerdings hatte ich immer Vertrauenspersonen im engeren Kreis der Kollegen. Falls es passiert wäre, hätte keiner versucht mir Kugelschreiber in den Mund zu pressen oder mich anzufassen.

Re: Arbeitsamt und Epelspsie

Julia @, Monday, 14.08.2006, 13:30 (vor 7313 Tagen) @ Nervenhexe18

[zitat=Batbaby]Hay!Ich habe damals beim Arbeitsamt gar nicht angegeben, dass ich Epilepsie habe, auch beim Arbeitgeber nicht. Mein Arzt hat damals gemeint,ich solle das verheimlichen, da ich sonst niemals einen Job bekommen würde.Wenn es dann doch rauskäme,würde ich halt entlassen werden.Ich bekam zwar nur nachts Anfälle, was jetzt nicht mehr der Fall ist, und weiß daher nicht, ob dir meine Antwort was bringt.Trotzdem ist es doch überall so, dass man, wenn man Epileptiker ist,als gestört betrachtet wird,oder nicht?[/zitat]


Hallo,

also, ich find*s hammerhart, dass dein arzt dir wirklich vorschlägt, das zu verheimlichen... bis was passiert!

julia

Re: Re: Arbeitsamt und Epelspsie

Mike. A. @, Tuesday, 15.08.2006, 00:02 (vor 7312 Tagen) @ Nervenhexe18

Julia es kommt immer auf die Art und Form der Anfälle an. Man darf nicht immer von sich selbst auf andere schließen.

Wenn die Anfälle bisher nur Nachts aufgetreten sind, warum zum Teufel soll man es dann angeben? Wen geht das etwas an, wenn man einen Schreibtischjob hat?
Wenn es einen dann doch einmal beim Arbeitgeber hinhaut winkt nicht jeder gleich mit der Kündigung. Es gibt durchaus Chefs die Verständnis zeigen wenn man ihnen klar macht das es bisher nur Nachts passiert ist und man nicht davon ausgehen muss das es nun jeden Tag passiert.

Meinen allerletzten Anfall hatte ich auf dem Weg zum Arbeitgeber, das war ein grosser Mobilfunkprovider und ich kam im Treppenhaus des Firmengebäudes mit bestimmt 30 Leuten um mich herum zu mir, samt Teamleiterin und Abteilungsleiter.
Das war überhaupt kein Thema, im Gegenteil, man sorgte sich um meine Gesundheit. Es gab weder Vorwürfe noch ein Gespräch noch sonstetwas in der Richtung. Keine Kündigung, keine Abmahnung, nichts.

Es gibt mit Sicherheit auch Deppen die soetwas als Kündigungsgrund verwenden, aber bevor ich als Hartz 4 Empfänger ende weil mich keiner will, nehme ich das lieber in kauf. Man muss schon gucken wo man bleibt.

Sowas geht natürlich nicht wenn man alle 2 Tage an beliebiger Stelle zusammenbricht, das muss schon klar sein.

Mike