Meine Tochter (22 Mon.) hat Epilepsie. Jeder, der im näheren Umkreis davon hört, sagt, sie sei ein behindertes Kind.
Meine Frage: Wird Epilepsie von der Gesellschaft heutzutage als Behinderung angesehen?
Noch eine Frage: Wie sicher kann man sein, wenn der Neurologe meint, dass sich die Epilepsie auswachsen würde, dennn zuerst hieß es nämlich, unsere Tochter müsste ein Leben lang Medikamente nehmen? Was soll man glauben????????????
Re: Epilepsie-Behinderung
Kai Andrea
, Saturday, 19.08.2006, 21:45 (vor 7307 Tagen) @
Heidi
[zitat=Heidi]Meine Tochter (22 Mon.) hat Epilepsie. Jeder, der im näheren Umkreis davon hört, sagt, sie sei ein behindertes Kind.
Meine Frage: Wird Epilepsie von der Gesellschaft heutzutage als Behinderung angesehen?
Noch eine Frage: Wie sicher kann man sein, wenn der Neurologe meint, dass sich die Epilepsie auswachsen würde, dennn zuerst hieß es nämlich, unsere Tochter müsste ein Leben lang Medikamente nehmen? Was soll man glauben???????????? [/zitat]
Hallo Heidi,
ja Epilepsie wird sehr wohl als Behinderung gesehen. Je nachdem welche Form von Epilepsie vorliegt ist sie größer oder kleiner.
Außerdem ist es sehr wohl möglich das sich diese Krankheit verwächst.
Auf welches Medikament ist sie den eingestellt?
Ist eure Maus eine Frühgeburt oder liegt ein Hirndefekt vor?
Re: Epilepsie-Behinderung
Achim
, Sunday, 20.08.2006, 18:41 (vor 7306 Tagen) @
Heidi
Hallo!
Wie schon gesagt ist Epilepsie eine Behinderung und wird als solche auch so gesehen. Bei wurde z.B. eine Schwerbehinderung von 40 % anerkannt.
Nach wie vor gibt es Menschen, die eine Person mit Epilepsie als durchweg behindert betrachten. Meiner Meinung nach ist man nur im Fall eines Anfalls behindert. In dem gesamten Leben darum sehe ich mich nur in vielen Dingen eingeschränkt. Ansonsten führe ich aber ein "normales" Leben.
Wichtig ist meiner Meinung nach wie die direkt Umwelt mit dem Betroffenen umgeht und ob das Kind seinen Möglichkeiten entsprechend von Anfang an gefördert wird oder nicht. Wenn das alles passt, wird deine Kleine bestimmt ein möglichst normales Leben führen können.
Das mit dem Herauswachsen ist möglich aber nicht immer der Fall. Dabei spielt die Art der Epilepsie eine Rolle.
Es ist auch richtig, dass Epileptiker ein Leben lang Medikamente schlucken müssen. Ein Reduzierung ist dann möglich, wenn eine Anfallsfreiheit erreicht wurde.
Um dich weiter zu informieren empfehle ich dir das Buch "Epilepsie: Antworten auf häufig gestellte Fragen", erschienen im Trias-Verlag.
Viele Grüße
Achim
Re: Re: Epilepsie-Behinderung
Heidi
, Sunday, 20.08.2006, 20:25 (vor 7306 Tagen) @
Heidi
Danke für eure Informationen.
Das letzte halbe Jahr hatten wir in der gleichen Klinik gleich drei verschiedene Neurologen und jeder sagt etwas anderes. Nur bei einem sind sie sich sicher, dass meine Tochter Epilepsie hat. Bei ihr wurde zuerst Frontallappenepilepsie und dann myoklonische Epilepsie diagnostiziert, wobei die Ärzte sich noch immer nicht sicher sind.
Zuerst bekam sie Depakine, da sie diese aber nicht vertragen hat, stellte man sie auf Keppra um. Ich muss aber sagen, dabei habe ich kein gutes Gefühl, da dieses Medikament ja für ihr Alter nicht zugelassen ist.
Meine Tochter war weder eine Frühgeburt noch liegt eine Hirnschädigung vor. Die Ärzte sprechen momentan von Epilepsie und Sprachentwicklungsverzögerung.
Re: Epilepsie-Behinderung
Eckhard
, Monday, 21.08.2006, 07:56 (vor 7306 Tagen) @
Heidi
Hallo Heidi,
also so spontan sag ich mal, nur eine Epilepsie bedutet noch lange nicht, dass eine Behinderung besteht.
Sind kleinere Kinder von Epilepsie betroffen, dann können sich in gewissen Fällen Entwicklungsverzögerungen zu den Anfällen gesellen. Das kann dann wiederum verschiedene Ursachen haben. Einerseits durch eine mögliche Grunderkrankung / Ursache für die Anfälle, die in vielen Fällen leider nicht gefunden werden kann. Andererseits aber auch durch Nebenwirkungen der Medikamente.
Von daher wäre es wichtig, eine Entwicklungsdiagnostik anzugehen, um eventuelle Fördermöglichkeiten so früh wie möglich zu starten. Kinder sind häufig in der Lage viele Dinge wieder aufzuholen, wenn sie denn die entsprechende Förderung erhalten.
Viele Grüße
Eckhard
Re: Epilepsie-Behinderung
Ramona
, Sunday, 27.08.2006, 21:39 (vor 7299 Tagen) @
Heidi
[zitat=Heidi]Meine Tochter (22 Mon.) hat Epilepsie. Jeder, der im näheren Umkreis davon hört, sagt, sie sei ein behindertes Kind.
Meine Frage: Wird Epilepsie von der Gesellschaft heutzutage als Behinderung angesehen?
Noch eine Frage: Wie sicher kann man sein, wenn der Neurologe meint, dass sich die Epilepsie auswachsen würde, dennn zuerst hieß es nämlich, unsere Tochter müsste ein Leben lang Medikamente nehmen? Was soll man glauben???????????? [/zitat]