Alkoholiker

Peggy @, Thursday, 24.08.2006, 22:45 (vor 7302 Tagen)

Alle haben es mitbekommen, nur ich nicht. Ich habe die Augen verschlossen und die Sache schöngeredet: Mein Mann ist Alkoholiker, seit ungefähr einem Jahr. Alle Beweise sprechen gegen ihn: Weinbrandflaschen in seinem Kellerraum, in seinem Abstellraum, sogar im Kleiderschrank. Gott und der Welt erzählt er, er hätte einen Anfall gehabt, wenn er mal wieder die Treppe runtergefallen oder gestolpert ist und ich habe immer schön mitgemacht, war ja auch eine bequeme Ausrede. Natürlich hat er auch Anfälle, aber er verschweigt seiner Ärztin, dass er trinkt. *Und das bisschen ist ja auch nicht so schlimm, andere trinken auch und außerdem trinke ich ja nur, weil Du den ganzen Tag rumkeifst* O-Ton Carsten.
Ich habe mir jetzt fest vorgenommen, seine Lügengeschichten platzen zu lassen und werde unseren Bekannten und der Familie sagen, wieso Carsten Anfälle hat. Er sieht übrigens überhaupt keinen Zusammenhang zwischen dem Alkohol und den Anfällen. Entschuldigt bitte den Ausdruck, aber es kotzt mich total an, wenn er anderen die Ohren volljault, weil er grade mal wieder ne blaue Visage hat, und ihn alle bemittleiden. Ich empfinde nur noch Hass!!!

Re: Alkoholiker

Nicole @, Friday, 25.08.2006, 00:14 (vor 7302 Tagen) @ Peggy

Hallo Peggy,

für mich hört sich das so an, als wäre ihm noch gar nicht bewusst, das er ein ernsthaftes Alkoholproblem hat. Er sucht sich scheinbar eine passende Ausrede, warum er grade trinkt - leider musst du da scheinbar herhalten.

Vielleicht solltest du beim nächsten Termin mal mit zu der Neurologin gehen und ihn dann sozusagen verpetzen. Weil so geht es ja nicht weiter... so bekommt er seine Epi ja nicht in den Griff und das müsste doch eigentlich das Ziel sein.

Bleib Stark

Lieben Gruß
Nicole

Re: Alkoholiker

Achim @, Friday, 25.08.2006, 10:57 (vor 7302 Tagen) @ Peggy

Hallo Peggy!

Zunächst erstmal herzlichen Glückwunsch das du es geschafft hast, dich aus der Ko-Abhängigkeit zu lösen. Allein das ist schon schwer genug.

Hat deine Mann regelmäßig Anfälle oder nach einer Trinkphase. Könnte es sich hier um Entzugsanfälle handeln. Wenn dies dein Eindruck ist, solltes du es auf jeden Fall bei dem Neurologen ansprechen.
Einen Alkoholkranken soweit zu bringen, daß er zu seiner Problematik steht ist sehr schwierig.
Ehrlich gesagt hat er zur Zeit auch gar kein Grund aufzuhören. Es geht ihm doch gut. Ich habe beruflich häufig mit alkoholkranken Personen zu tun und ich habe die Erfahrung gemacht, daß erst der sog.Leidensdruck hoch genug sein muß bis es bei den Betroffenden "klick" macht.
Auf welchem Weg dies geschehen kann ist schwierig zu sagen. Ein Weg ist, sich zu trennen aber das ist natürlich leichter gesagt als getan. Auf der einen Seite hasst du diesen Alkoholiker aber auf der anderen Seite könnte ich mir vorstellen, liebst du immer noch den Menschen, den du damals geheiratet hast.
Ich kann dir nur den Tipp geben Kontakt mit "Leidens-genossen/innen" aufzunehmen. Auch würde ich dir Raten dir fachliche Unterstützung zu holen. Der Neurologe ist ein gute Adresse aber solltest du dich auch an andere Stellen wenden z.B. Drogenberatung oder Selbsthilfegruppen. Die Nummer der Drogenberatung findest du in er Regel im Telefonbuch. Kontakt zu Selbsthilfegruppen kann du ebenfalls über die Drogenberatung bekommen aber meist auch über das Gesundheitsamt.

Ich wünsche Dir auf deinem Weg alles Gute! Kopf hoch!

Gruß

Achim

Re: Alkoholiker

Uta Weige ⌂ @, Friday, 25.08.2006, 11:39 (vor 7302 Tagen) @ Peggy

[zitat=Peggy]Alle haben es mitbekommen, nur ich nicht. Ich habe die Augen verschlossen und die Sache schöngeredet: Mein Mann ist Alkoholiker, seit ungefähr einem Jahr. Alle Beweise sprechen gegen ihn: Weinbrandflaschen in seinem Kellerraum, in seinem Abstellraum, sogar im Kleiderschrank. Gott und der Welt erzählt er, er hätte einen Anfall gehabt, wenn er mal wieder die Treppe runtergefallen oder gestolpert ist und ich habe immer schön mitgemacht, war ja auch eine bequeme Ausrede. Natürlich hat er auch Anfälle, aber er verschweigt seiner Ärztin, dass er trinkt. *Und das bisschen ist ja auch nicht so schlimm, andere trinken auch und außerdem trinke ich ja nur, weil Du den ganzen Tag rumkeifst* O-Ton Carsten.
Ich habe mir jetzt fest vorgenommen, seine Lügengeschichten platzen zu lassen und werde unseren Bekannten und der Familie sagen, wieso Carsten Anfälle hat. Er sieht übrigens überhaupt keinen Zusammenhang zwischen dem Alkohol und den Anfällen. Entschuldigt bitte den Ausdruck, aber es kotzt mich total an, wenn er anderen die Ohren volljault, weil er grade mal wieder ne blaue Visage hat, und ihn alle bemittleiden. Ich empfinde nur noch Hass!!![/zitat]

Re: Re: Alkoholiker

uta @, Friday, 25.08.2006, 11:43 (vor 7302 Tagen) @ Peggy

[zitat=Uta Weige][zitat=Peggy]Alle haben es mitbekommen, nur ich nicht. Ich habe die Augen verschlossen und die Sache schöngeredet: Mein Mann ist Alkoholiker, seit ungefähr einem Jahr. Alle Beweise sprechen gegen ihn: Weinbrandflaschen in seinem Kellerraum, in seinem Abstellraum, sogar im Kleiderschrank. Gott und der Welt erzählt er, er hätte einen Anfall gehabt, wenn er mal wieder die Treppe runtergefallen oder gestolpert ist und ich habe immer schön mitgemacht, war ja auch eine bequeme Ausrede. Natürlich hat er auch Anfälle, aber er verschweigt seiner Ärztin, dass er trinkt. *Und das bisschen ist ja auch nicht so schlimm, andere trinken auch und außerdem trinke ich ja nur, weil Du den ganzen Tag rumkeifst* O-Ton Carsten.
Ich habe mir jetzt fest vorgenommen, seine Lügengeschichten platzen zu lassen und Liebe Peggy,

ich gratuliere Dir dazu, daß Du Dich nicht mehr verbiegst. Nie mehr zurück zum alten Schema!
Ganz liebe Grüße! Utawerde unseren Bekannten und der Familie sagen, wieso Carsten Anfälle hat. Er sieht übrigens überhaupt keinen Zusammenhang zwischen dem Alkohol und den Anfällen. Entschuldigt bitte den Ausdruck, aber es kotzt mich total an, wenn er anderen die Ohren volljault, weil er grade mal wieder ne blaue Visage hat, und ihn alle bemittleiden. Ich empfinde nur noch Hass!!![/zitat][/zitat]

Re: Alkoholiker

uta @, Friday, 25.08.2006, 11:46 (vor 7302 Tagen) @ Peggy

[zitat=Peggy]Alle haben es mitbekommen, nur ich nicht. Ich habe die Augen verschlossen und die Sache schöngeredet: Mein Mann ist Alkoholiker, seit ungefähr einem Jahr. Alle Beweise sprechen gegen ihn: Weinbrandflaschen in seinem Kellerraum, in seinem Abstellraum, sogar im Kleiderschrank. Gott und der Welt erzählt er, er hätte einen Anfall gehabt, wenn er mal wieder die Treppe runtergefallen oder gestolpert ist und ich habe immer schön mitgemacht, war ja auch eine bequeme Ausrede. Natürlich hat er auch Anfälle, aber er verschweigt seiner Ärztin, dass er trinkt. *Und das bisschen ist ja auch nicht so schlimm, andere trinken auch und außerdem trinke ich ja nur, weil Du den ganzen Tag rumkeifst* O-Ton Carsten.
Ich habe mir jetzt fest vorgenommen, seine Lügengeschichten platzen zu lassen und werde unseren Bekannten und der Familie sagen, wieso Carsten Anfälle hat. Er sieht übrigens überhaupt keinen Zusammenhang zwischen dem Alkohol und den Anfällen. Entschuldigt bitte den Ausdruck, aber es kotzt mich total an, wenn er anderen die Ohren volljault, weil er grade mal wieder ne blaue Visage hat, und ihn alle bemittleiden. Ich empfinde nur noch Hass!!![/zitat] Liebe Peggy,
ganz großen Glückwunsch, daß Du Dich nicht mehr verbiegst! Du wirst es als Befreiung erleben, und der Hass wird vergehen.
Liebe Grüße! Uta

Re: Alkoholiker

Julia @, Friday, 25.08.2006, 13:58 (vor 7302 Tagen) @ Peggy

[zitat=Peggy]Alle haben es mitbekommen, nur ich nicht. Ich habe die Augen verschlossen und die Sache schöngeredet: Mein Mann ist Alkoholiker, seit ungefähr einem Jahr. Alle Beweise sprechen gegen ihn: Weinbrandflaschen in seinem Kellerraum, in seinem Abstellraum, sogar im Kleiderschrank. Gott und der Welt erzählt er, er hätte einen Anfall gehabt, wenn er mal wieder die Treppe runtergefallen oder gestolpert ist und ich habe immer schön mitgemacht, war ja auch eine bequeme Ausrede. Natürlich hat er auch Anfälle, aber er verschweigt seiner Ärztin, dass er trinkt. *Und das bisschen ist ja auch nicht so schlimm, andere trinken auch und außerdem trinke ich ja nur, weil Du den ganzen Tag rumkeifst* O-Ton Carsten.
Ich habe mir jetzt fest vorgenommen, seine Lügengeschichten platzen zu lassen und werde unseren Bekannten und der Familie sagen, wieso Carsten Anfälle hat. Er sieht übrigens überhaupt keinen Zusammenhang zwischen dem Alkohol und den Anfällen. Entschuldigt bitte den Ausdruck, aber es kotzt mich total an, wenn er anderen die Ohren volljault, weil er grade mal wieder ne blaue Visage hat, und ihn alle bemittleiden. Ich empfinde nur noch Hass!!![/zitat]

Hallo,

von mir auch erstmal respekt, dass du dich nicht länger "co-abhängig" machst! ich verstehe deinen ärger und deine hilfslosigkeit, ich wüsste auch nicht, wie ich mit so einer situation korrekt umginge. aber ich denke dein entschluss, ihn nicht mehr zu decken, ist genau der richtige. auch wenn es noch eine verdammt harte zeit werden wird, halt durch, sonst wirst du deines lebens nie mehr glücklich!

ich wünsch dir alles gute und viel kraft und stärke!!!!

lg

julia

Re: Alkoholiker

Matthias @, Friday, 25.08.2006, 18:23 (vor 7301 Tagen) @ Peggy

Hallo Peggy,

ich würde ihm eiskalt die Pistole auf die Brust legen und ihm eine der zwei Lösungen anbieten. - Dich - oder den Aklohol.
Du hast nicht geschrieben ob Du Kinder hast, weil da die Sache dann etwas schwieriger ist, sofern sie dann noch klein wären.
Vermutlich darfst Du noch froh sein, dass es nicht Handgreiflichkeiten gegeben hat.
Das, mit dem Dabeisein beim Neurologen, hat aus meiner Sicht her keinen Wert, weil er es so nicht akzeptieren wird, weil er eben weiss, dass Du vor diesem Arzt dann das Problem Alkohol bringen wirst. "Ausserdem trinkt er ja nicht und hat nur Anfälle!" - Und der Arzt wird auch keinen Alkoholtest machen können, aber Du könntest den Arzt eventuell darüber informieren, indem Du ihn anrufst, oder mal dort (vielleicht sogar sicherheitshalber seine Karte mitnehmen) vorbei fährst und um einige Worte mit dem Arzt bittest. - Er könnte sich dann einen kleinen Zettel in die Patientenakte legen und ihn dann, wenn er kommt, darauf selbst anreden, aber da braucht er eben seine Akte.
Wenn Du noch Eltern hast, dann nimm vielleicht mal ein- zwei Wochen "Auszeit", damit er mal alleine ist und sich besinnen kann.
Und wenn das nicht fruchtet, dann bleibt Dir eigentlich bei aller möglichen Liebe nur der Schlußstrich über. Und wenn es keine Besserung gibt, kommt der so früher oder später automatisch auf Dich zu, weil Dich das eben soweit bringen wird, dass Du eventuell selbst noch in fachärztliche Betreuung musst. - So kann es nicht weitergehen und da musst Du eben den Riegel vorschieben, weil er es nicht tun wird.

Viel Erfolg

Matthias

Re: Re: Alkoholiker

Peggy @, Friday, 25.08.2006, 22:15 (vor 7301 Tagen) @ Peggy

Wisst Ihr was!? Mir geht es schon viel besser. Die Drohung, den Freunden die Wahrheit zu sagen scheint gefruchtet zu haben. ER reisst sich zusammen, aber ich bleibe bei meinem Entschluss: ICH WERDE NIEMANDEN MEHR BELÜGEN!!!
Danke!!!

Re: Re: Re: Alkoholiker

nicole @, Saturday, 26.08.2006, 05:55 (vor 7301 Tagen) @ Peggy

Hallo Peggy,

das ist ja echt prima, das es so geklappt hat, freut mich wirklich. Ich hoffe es bleibt so und er hält es durch.

Ich glaube ich kann für jeden hier mitreden, das du dich nicht bei uns bedanken musst. Ist doch selbstverständlich das man zuhört und ratschläge gibt. Letztendlich gehts uns allen mal schlecht und wir brauchen aufmunterung oder haben fragen....

Lieben Gruß
Nicole

Re: Alkoholiker

Gabrielle ⌂ @, Sunday, 27.08.2006, 16:43 (vor 7299 Tagen) @ Peggy

Hallo Peggy

ich denke wenn Du es so satt hast, dann musst Du für Dich selbst ein Weg gehen. Es gibt Selbsthilfegruppen für Angehörige, die Du besuchen kannst. Ob Du wirklich etwas veränderst, wenn Du alle vor die Tatsache stellst wag ich zu bezweifeln. Arbeite an Dir, dann hat Du auch ein Rüstzeug mit der schwierigen Situation umzugehen. Aufzudecken und bloszustellen wirkt auf mich auch wie eine hilflose Handlung. Ich hoffe Du findest einen Weg mit Deiner Situation umzugehen

liebe Grüsse

Gabrielle

Falls Sie nicht persönlich betroffen sind, sondern ein Ihnen nahe stehender Mensch ein Alkoholproblem hat, möchten wir Ihnen empfehlen, sich mit den Al-Anon-Familiengruppen in Verbindung zu setzen.

Neben Al-Anon, der Selbsthilfegruppe für Freunde und Angehörige von Alkoholikern, gibt es auch noch spezielle Selbsthilfegruppen für Kinder aus alkoholkranken Familien (Alateen) und erwachsene Kinder (Al-Anon erwachsene Kinder).

Die Al-Anon-Familiengruppen erreichen Sie unter:


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Fax: 0049-(0)201-77 30 08


E-Mail: ZDB@Al-Anon.de · Homepage: http://www.al-anon.de/


Österreich:
AL-Anon-Familiengruppen
Al-Anon/Alateen

Zentrales Dienstbüro
Postfach 117
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Telefon und Fax: 0043-(0)5672-72 651

E-Mail: info@al-anon.at · Homepage: http://www.al-anon.at/


[zitat=Peggy]Alle haben es mitbekommen, nur ich nicht. Ich habe die Augen verschlossen und die Sache schöngeredet: Mein Mann ist Alkoholiker, seit ungefähr einem Jahr. Alle Beweise sprechen gegen ihn: Weinbrandflaschen in seinem Kellerraum, in seinem Abstellraum, sogar im Kleiderschrank. Gott und der Welt erzählt er, er hätte einen Anfall gehabt, wenn er mal wieder die Treppe runtergefallen oder gestolpert ist und ich habe immer schön mitgemacht, war ja auch eine bequeme Ausrede. Natürlich hat er auch Anfälle, aber er verschweigt seiner Ärztin, dass er trinkt. *Und das bisschen ist ja auch nicht so schlimm, andere trinken auch und außerdem trinke ich ja nur, weil Du den ganzen Tag rumkeifst* O-Ton Carsten.
Ich habe mir jetzt fest vorgenommen, seine Lügengeschichten platzen zu lassen und werde unseren Bekannten und der Familie sagen, wieso Carsten Anfälle hat. Er sieht übrigens überhaupt keinen Zusammenhang zwischen dem Alkohol und den Anfällen. Entschuldigt bitte den Ausdruck, aber es kotzt mich total an, wenn er anderen die Ohren volljault, weil er grade mal wieder ne blaue Visage hat, und ihn alle bemittleiden. Ich empfinde nur noch Hass!!![/zitat]