Dipl.Soz.päd.

Scheutjens Gerie @, Monday, 04.09.2006, 22:40 (vor 7291 Tagen)

Ich arbeite in einer Gruppe mit schwerstmehfachbehinderte Kinder.Meine Kollegin ist der Meinung, dass einen Epileptischen Anfall nicht beeinflussbar ist.Das Kind sollte nicht angefasst werden ,nur begleitet dass sie sich nicht weh tun kann, aber ansonsten läuft der Anfall eben ab.Meiner Meinung nach, sollte das Kind angefasst werden um einen "Halt" zu geben und durch Ansprache wieder aus den Anfall heraus zu holen.Hiermit habe ich positive Erfahrung gemacht. Wer hat ercht?

Re: Dipl.Soz.päd.

nicole @, Monday, 04.09.2006, 22:52 (vor 7291 Tagen) @ Scheutjens Gerie

Hallo,

es ist tatsächlich so, man darauf achten soll, das die Person sich nicht verletzen kann... aber nicht festhalten, da können eher Knochen brechen. Man soll bei der Person bleiben und den Anfall beobachten - auch wie lange er dauert und ggf. den Notarzt holen. Nach dem Anfall, sollte man denjenigen ansprechen.
Ich hoffe ich konnte dir helfen damit.

Lieben Gruß
Nicole

Re: Dipl.Soz.päd.

heinerle @, Tuesday, 05.09.2006, 13:46 (vor 7291 Tagen) @ Scheutjens Gerie

Hallo,

Genau so ist es. Man muss darauf achten, dass sich die Betroffenen nicht verletzen und vor allem sollte jemand da sein, wenn der Betroffene wieder zu Bewusstsein kommt. Kinder sind dann besonders sensibel und nach dem Anfall sind sie die erste Zeit oft verwirrt, verängstigt und orientierungslos und brauchen dringend eine Person, die für sie da ist.
Während des Anfalls gibt es neben der Verletzungsgefahr nicht viel, was man beeinflussen kann. Man kann eigentlich nur beobachten und, falls der Anfall zu lange dauert den Arzt rufen, es sei denn, man hat einen Diazepam-Einlauf zur Hand, mit dem ein Anfall unterbrochen werden kann.
Keile steckt man heute nicht mehr zwischen die Kiefer, es wurden bei weitem mehr Zähne aus- als Zungen abgebissen.
Ich arbeite übrigens auch mit mehrfachbehinderten Menschen und bin selbst Epileptiker. Welch eine Mischung!

Gruß

heinerle

Re: Dipl.Soz.päd.

Fred @, Tuesday, 05.09.2006, 19:59 (vor 7290 Tagen) @ Scheutjens Gerie

Erste Hilfe bei epileptischen Anfällen

Obwohl ein großer epileptischer Anfall (Grand mal-Anfall) immer sehr bedrohlich aussieht, ist er für den Patienten selten lebensgefährlich. Gefahr droht allenfalls beim Hinfallen durch dabei entstehende Verletzungen oder durch falsche "Hilfeleistung".

Ein besonnener Ersthelfer
sollte Ruhe bewahren, den Zeitpunkt des Anfallsbeginns registrieren,
den Betroffenen möglichst liegen lassen,
um den Patienten herum Platz freimachen oder ihn aus der Gefahrenzone ziehen (Rautek-Griff),
beengende Kleidungsstücke (Krawatten, Tücher, Hemdkragen ...) lockern bzw. öffnen,
den Kopf möglichst auf eine weiche, aber flache Unterlage betten,
nach dem Anfall den Patienten in die stabile Seitenlage nach links bringen und betreuen, bis er wieder ganz wach ist,
das Anfallsende registrieren.

Keinesfalls sollte man:
Gegenstände in den Mund stecken, um Zungenbisse zu vermeiden,
zuckende Gliedmaßen festhalten,
versuchen den Mund zu öffnen, um zu "beatmen",
Stimulationsversuche unternehmen durch Schläge, Kalt-wasser-Anwendung und dergleichen.

Nur wenn ein Anfall länger als 5 Minuten dauert oder wenn mehrere (große) Anfälle hintereinander auftreten, muss sofort ein Arzt gerufen oder der Patient ins Krankenhaus gebracht werden.

Alle anderen epileptischen Anfälle erfordern keine besonderen Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Wichtig sind jedoch immer der Zuspruch, die Betreuung und das besondere Gespür für die Würde des Kranken.

Re: Re: Dipl.Soz.päd.

'Leben mit Epilepsie' ⌂ @, Wednesday, 06.09.2006, 01:34 (vor 7290 Tagen) @ Scheutjens Gerie


Erste Hilfe bei epileptischen Anfällen

die epi-suisse bzw. swissepi

haben gute Infos herausgegeben als pdf.

Du kannst diese hier finden und auch ausdrucken :
http://www.oyla2.de/cgi-bin/designs/standard1/index.cgi?page=text&id=257744621157496702&userid=37828886&starteintrag=

lg Ragnar

felicitaties

Ger van Venrooij @, Tuesday, 20.11.2007, 18:20 (vor 6849 Tagen) @ Scheutjens Gerie

Beste Gerie,

even een rare manier om te proberen in contact met je te komen. Via googlen kwam ik op deze site met je naam.
Dus:
gefeliciteerd met je verjaardag de 15e nov. En bedankt voor je telefoontje op mijn verjaardag.
Ik weet niet of dit bericht je bereikt, maar zo ja:
lijkt me leuk om weer eens telefonisch of live bij te praten.
Laat je wat van je horen?

Groeten,
ger van Venrooij