Hallo,
unser Sohn (9 Jahre)
nimmt im Moment Timox.Da er dadurch nicht Anfallsfrei ist, soll er auf Keppra umgestellt werden. Jetzt lese ich das viele Phsycische Veränderrungen dabei erleben. Hat von euch schon jemand Erfahrung damit?
Danke Dö.
Re: unser Sohn soll auf Keppra umgestellt werden
christina
, Monday, 11.09.2006, 15:48 (vor 7284 Tagen) @
Dörte
[zitat=Dörte]
hallo dörte,ich weiss ja nicht wo ihr wohnt,aber ich hätte eine sehr gute adresse für dich und deinen sohn.geh mit imh in die bonner uni klinik am venusberg zur epilepsieklinik zu prof.Elger der ist auf diesem gebiet ein As.sehr zu empfehlen.mein mann hat auch timox genommem und es hat ihm nicht geholfen im gegenteil er war plötzlich überdosiert und freunde meinten er würde drogen nehmen.jetzt nimmt er keppra und ist sehr zufrieden dank Prof.elger.erhat schlafepilepsie und ist seit vielen jahren in behandlung dort weil man den anfallsherd nicht genau finden kann.aber mit den medikamenten die er zur zeit nimmt,kommt er gut zurecht und davon nimmt er nicht zu knapp.sein neurologe hat viel ausprobiert nur wegen der gesundheitsreform.weil ja nicht mehr alle medikamente bezahlt werden.mein mann war zwischenzeitlich dadurch auf entzug der tabletten,wir sind dann wieder zur bonner klinik gewechselt.und jetzt gehts ihm soweit gut.viel glück und lg christina
Re: unser Sohn soll auf Keppra umgestellt werden
Julia Höhe
, Monday, 11.09.2006, 15:51 (vor 7284 Tagen) @
Dörte
[zitat=Dörte]
Hallo,
unser Sohn (9 Jahre)
nimmt im Moment Timox.Da er dadurch nicht Anfallsfrei ist, soll er auf Keppra umgestellt werden. Jetzt lese ich das viele Phsycische Veränderrungen dabei erleben. Hat von euch schon jemand Erfahrung damit?
Danke Dö.[/zitat]
Hallo Dörte,
ich denke du kannst deinen Sohn ruhigen Gewissens auf Keppra umstellen lassen.
Es ist eines der wirksamsten und gleichzeitigsten verträglichsen Antiepileptica auf dem
deutschen Markt.
Ich selbst bin 23 und nehme auch Keppra (bald 5 Jahre lang) und habe schon seit über 22 Jahren Epilepsie. Die Nebenwirkungen beschränken sich meist auf Müdigkeit und eine evtl.
höhere Reizbarkeit. Doch ich finde dass das sehr geringe Nebenwirkungen sind, da es meiner
Meinung nach weitaus schlimmeres gibt, wie z. B. Schäden an den inneren Organen. Und wenn dein Sohn dadurch anfallsfrei wird und er somit ein normales, selbstständiges Leben führen kann, dann ist es auf jeden Fall einen Versuch wert. Zudem gibt es Keppra in 4 verschieden Stärken (250 mg, 500 mg, 750 mg und 1000 mg) somit können ihn die Ärzte optimal einstellen, was die Nebenwirkungen auch vergeringert.
Ein Restrisiko bleibt natürlich, denn jeder reagiert anderst auf ein Medikament. Menschen sind nun mal unterschiedlich.
Ich wünsche dir und deinem Sohn alles Gute. Viel Erfolg bei der Umstellung und viele anfallsfreie Jahre.
Liebe Grüße
Julia Höhe
Re: Re: unser Sohn soll auf Keppra umgestellt werden
Dörte
, Monday, 11.09.2006, 18:08 (vor 7284 Tagen) @
Dörte
[zitat=christina][zitat=Dörte]Hallo Christina und Julia,
danke für eure Antwort. Es tut gut so etwa gutes zu hören. Es ist nicht immer ganz einfach als nicht epileptiker die richtige Entscheidungen zu treffen.
Übrigens wohnen wir in Bremen.Wir waren aber jetzt gerade in Bethel zu Untersuchung mit ihm. Dort hat man uns auch Keppra empfohlen. Eigentlich habe ich auch vertrauen zu den Ärzten dort, aber wenn man dann soviel negtives im Internet findet, macht es einen unsicher.Deshalb nochmal danke für eure Antwort. Da er im Moment auch schnell müde ist und wirklich Schwierigkeiten hat die Schulzeit einigemaßen zu schaffen, hoffe ich das es ihm danach so gut geht wir dir Julia.
Dörte
[/zitat]
Re: Re: Re: unser Sohn soll auf Keppra umgestellt werden
Julia Höhe
, Tuesday, 12.09.2006, 12:16 (vor 7284 Tagen) @
Dörte
[zitat=Dörte][zitat=christina][zitat=Dörte]Hallo Christina und Julia,
danke für eure Antwort. Es tut gut so etwa gutes zu hören. Es ist nicht immer ganz einfach als nicht epileptiker die richtige Entscheidungen zu treffen.
Übrigens wohnen wir in Bremen.Wir waren aber jetzt gerade in Bethel zu Untersuchung mit ihm. Dort hat man uns auch Keppra empfohlen. Eigentlich habe ich auch vertrauen zu den Ärzten dort, aber wenn man dann soviel negtives im Internet findet, macht es einen unsicher.Deshalb nochmal danke für eure Antwort. Da er im Moment auch schnell müde ist und wirklich Schwierigkeiten hat die Schulzeit einigemaßen zu schaffen, hoffe ich das es ihm danach so gut geht wir dir Julia.
Dörte
[/zitat][/zitat]
Hallo Dörte,
drücke dir und deinem Sohn die Daumen dass es klappt. Wenn ihr Glück habt legt sich die
Müdigkeit wenn er sich mal an seine Medikation gewöhnt hat.
Ja ich weiss, man hört viel negatives über Epilepsie. Doch das kommt auch daher dass die meisten Menschen nicht mal wissen was Epilepsie überhaupt ist und die gesunde Gesellschaft
viel zu wenig aufgeklärt ist. Und wenn ihr den Leuten in Bethel vertraut (ich tue es auch) ist doch alles super.
Viel Glück. Gruß Julia
Re: unser Sohn soll auf Keppra umgestellt werden
heinerle
, Wednesday, 13.09.2006, 14:33 (vor 7283 Tagen) @
Dörte
Hallo Dörte,
Es verwundert mich ein wenig, dass dein Sohn trotz seines Alters auf Keppra umgestellt werden soll, das bisher erst ab 16 empfohlen wurde, aber vielleicht gibt es in der Richtung neue Erkenntnisse.
Aus meiner Sicht kann ich Keppra nur empfehlen und die psychischen Nebenwirkungen haben sich bei mir auf die Zeit der Eindosierung beschränkt, obwohl ich sehr hohe Dosen einnehme.
Ich beobachte, dass die meisten von psychischen Nebenwirkungen Betroffenen die Kombination Keppra - Lamictal einnehmen. Diese Mischung scheint es in sich zu haben, was mich aufgrund der Wirkungsweise der beiden Medikamente nicht wundert.
Ich denke, mit einer Kombination aus Keppra und Timox sollte es keine Komplikationen geben, da Timox als Stimmungsstabilisator eventuelle Nebenwirkungen von Keppra gut abdämpfen kann.
Probiert es aus, wenn Keppra Anfälle auch nicht völlig verhindern kann, macht es die Anfälle, die vielleicht doch noch kommen, sehr sehr viel erträglicher.
Dieses Plus an Lebensqualität wird dein Sohn schnell schätzen lernen, du sicher auch.
Wenn es dann doch nicht klappt, kann man Keppra immer noch vergleichsweise schnell wieder absetzen.
Machts gut und viel Erfolg
heinerle
Re: Re: unser Sohn soll auf Keppra umgestellt werden
Koray
, Thursday, 14.09.2006, 00:31 (vor 7282 Tagen) @
Dörte
Hallo, ich selber nehme seit 2 Jahren Keppra und vertrage es auf jedenfall beser als mein altes Medikament ( cabamazepin ).
Die einzigen kleinen Nebenwirkungen die hatte/habe waren am Anfang starke Müdigkeit, dass legt sich aber schon nach einigen Wochen. Was ich nicht ganz los werde ist das man doch reizbarer als vorher ist ( das heisst wenn er seine Ruhe haben will dan sollte man Ihm auch in ruhe lassen).
Ansonsten ein gutes Medikament, ich nehme es seit meiner OP ( rechter Temporallapen) und bin seither anfallsfrei.
Also dan, Kopf hoch das wird schon !
Re: Re: Re: unser Sohn soll auf Keppra umgestellt werden
seyran
, Monday, 18.09.2006, 22:10 (vor 7277 Tagen) @
Dörte
[zitat=Koray]Hallo, ich selber nehme seit 2 Jahren Keppra und vertrage es auf jedenfall beser als mein altes Medikament ( cabamazepin ).
Die einzigen kleinen Nebenwirkungen die hatte/habe waren am Anfang starke Müdigkeit, dass legt sich aber schon nach einigen Wochen. Was ich nicht ganz los werde ist das man doch reizbarer als vorher ist ( das heisst wenn er seine Ruhe haben will dan sollte man Ihm auch in ruhe lassen).
Ansonsten ein gutes Medikament, ich nehme es seit meiner OP ( rechter Temporallapen) und bin seither anfallsfrei.
Also dan, Kopf hoch das wird schon ![/zitat]
hallo, wir hatten bei meinem Sohn Keppra ausprobiert. Zuerst gings gut. Ungefähr 6 Monate hatte er keinen Anfall gehabt, wir dachten schon endlich eine Tablette gefunden, aber nach 6 Monaten kam wieder ein Anfall . Medi aufdosiert und sein ganzes Wesen änderte sich, schüchtern, ängstlich, kaum gesprochen hat sich im Kindergarten zürückgezogen und nicht mehr mit den Kindern gespielt.Mit den Kindergärtnerinnen gepräche geführt, wieso er so reagiert, die haben mich gefragt ob zuhause was vorgefallen ist, ich Sie gefragt ob im Kindergarten was gewesen ist. Weil unsere Neurologin sagte so eine Nebenwirkung ist nicht bekannt. Außerdem, die Abstände der wurden länger ca. 2 Monate vorher mind. 1 Woche, aber dafür waren Sie länger (ca. 2 Sdt mit unterbrechungen) diazepam hat auch nicht geholfen. Ganz zuletzt haben wir Keppra wieder rausgenommen, und er blühte wieder auf.War lebendiger, aktiver.
Nur bei den Epitabletten kann man die Nebenwirkungen nicht verallgemeinern. Jeder reagiert anders, weil wir auch einige Tabletten durchprobiert haben. Mein Sohn nimmt zur Zeit Ospolot, und reagierte auf diese Tablette auch wie bei Keppra,
aber nicht so extrem. Ich habe auch mit mir gekämpft Entwicklung oder Anfälle, weil er mit Ospolot jetzt seit 2 Jahren Anfallfrei ist.
Meine meinung ist ausprobieren, wie gesagt die nebenwirkungen sind bei jedem anders, mein Sohn hat auf viele Tabletten ganz anders reagiert als bekannt.
Wünsche viel Erfolg