Aufwachepilepsie Führerschein und medikation

Michael @, Monday, 25.09.2006, 14:08 (vor 7271 Tagen)

Hallo ich habe seit Juni 2005 Anfälle.
Allerdings nur in der früh spätestens ne halbe stunde nach dem aufstehen.
Wie ist des jetzt mit dem führerschein?? Da ich schon mehere meinungen gehört habe würd mich jetzt eure auch interesieren.
Ich werde am freitag 18 und es ist echt n doofes gefühl 18 zu werden und kein führerschein zu haben. Aber gut klärt mich bitte auf.
Gibts hier noch jemand mit Aufwachepilepsie?? Wenn ja was nehmt ihr für medikamente?? ich nehme 400mg lamotrigin am tag und des bringt irgendwie au nix. Danke im vorraus für eure Antworten (würd mich auf welche freuen)

Re: Aufwachepilepsie Führerschein und medikation

Andreas Völcker ⌂ @, Monday, 25.09.2006, 15:31 (vor 7270 Tagen) @ Michael

Hallo Michael,
denke mal das der Link auf meiner HP die Fragen beantwortet. Wenn Du eine Zeitlang keinerlei Spitzen im EEG hast, dürfte der Führerschein kein Prob. darstellen. Ansonsten gefährdest Du nicht nur Dich sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Fallls es Dich beruhigt, ich habe meinen Führerschein erst mit 20 gemacht, weil ich vorher keine Lust hatte.
http://www.epilepsie-dollbergen.de/include.php?src=http://www.epilepsie-dollbergen.de/epi/kfz.htmGruß Andreas

Re: Aufwachepilepsie Führerschein und medikation

Matthias @, Monday, 25.09.2006, 19:03 (vor 7270 Tagen) @ Michael

Hallo Michael,
melde Dich bei einem Verkehrsmediziner (Bundesärztekammer) und lass Dir ein Gutachten ausstellen. - Das ist zwar nicht billig, aber Du bist auf der sicheren Seite und brauchst Dann auch kein Geheimnis draus machen, weil Du eben ein "Papier" hast. - Sind dann halt 4 Untersuchungen binnen 7 Jahren, die Du eben selbst "blechen" mußt, damit Du auch mit der inneren Überzeugung- und Ruhe fahren kannst.
Ich habe 39 Jahre auf eine Fahrerlaubnis warten müssen und nicht nur 18, aber brauch' absolut keine Angst vor der Versicherung oder der Fahrerlaubnisstelle haben und kann auch mit dem Auto eines Fremden fahren, ohne dass der "eine auf den Sack" bekommen kann, wenn er mich an den Lenker lassen würde.
Wenn Dein Neurologe dem Verkehrsmediziner das mitteilt, dass Du eben eine Aufwachepilepsie hast, dann dürfte das der Verkehrsmediziner auch akzeptieren und Dir Grünes Licht für die Gruppe 1 geben. - Die Gruppe 2 ist nicht drinnen.

Gruß
Matthias

Re: Re: Aufwachepilepsie Führerschein und medikation

Andreas völcker ⌂ @, Monday, 25.09.2006, 20:47 (vor 7270 Tagen) @ Michael

Hai Matthias,
was ist der Unterschied zwischen 1 und 2???
Danke Andreas

Re: Aufwachepilepsie Führerschein und medikation

gisa @, Tuesday, 26.09.2006, 08:49 (vor 7270 Tagen) @ Michael

hallo michael, unser sohn hatte am 13.2.2005 1 anfall währends des schlafens und am morgen 1 anfall kurz nach dem aufwachen. er wird im nächsten jahr märz 18 jahre alt und bekommt von unserem kinderarzt am 13.2.2007 die erlaubnis (falls kein anfall mehr auftritt) den führerschein zu machen.übrigens die erlaubnis im see zu schwimmen hat er bekommen, da die anfälle nachts und nach dem aufwachen aufgetreten waren. er nimmt 300/1000 ergenyl chrono/chronosphere und ist bisher anfallsfrei. liebe grüsse gisa

Re: Re: Re: Aufwachepilepsie Führerschein und medikation

Matthias @, Tuesday, 26.09.2006, 18:18 (vor 7269 Tagen) @ Michael

Hallo Andreas,

Die Fahrerlaubnis unterteilt sich in zwei Gruppen.
Gruppe 1 beinhaltet die Klassen A; A1; B; BE; M; L; T. - Also Fahrzeuge bis5 Tonnen zGG; Landwirtschaftliche Geräte und Zweiräder.
Die Gruppe 2 beinhaltet die Klassen C1; C1E; C; CE; D; DE. - Also Fahrzeuge über5 Tonnen jeglicher Art. (Lkw; Bus; UNIMOG (wenn mit Schwarzer Nummer) gewerbliche Holzfahrzeuge usw.) Dazu ist dann noch ein extra Gutachten (Gesundheitszustand; EHK; großer Sehtest)notwendig, das dann alle 5 Jahre erneuert werden muss. - Die Richtlinien weisen auf die Voraussetzungen der Gruppe 2 auch noch extra hin.
Da Du erst die Fahrerlaubnis zum ersten Mal erwirbst, kommt für Dich so nur der EU-Führerschein in Frage. Beim (alten) 3er wäre es dann auch so, dass es mit dem BE "aus" ist, wenngleich der früher Fahrzeuge bis 7,49 Tonnen ermöglichte, aber die Zeiten sind vorbei.

Gruß
Matthias

Re: Re: Re: Re: Aufwachepilepsie Führerschein und medikation

Andreas völcker ⌂ @, Tuesday, 26.09.2006, 23:20 (vor 7269 Tagen) @ Michael

@ Matthias:
Danke, das meintest Du. Ich steige mit den "neuen" Führerscheinen nicht durch,. Habe meinen 3 und das passt schon ;-)
Gruß Andreas

Führerschein mit Aufwachepilepsie

Veri @, Thursday, 28.09.2006, 16:49 (vor 7267 Tagen) @ Michael

Hi Michael!
Mir geht es genau wie Dir ich bin 20 Jahre alt und leide auch unter einer Aufwachepilepsie.
Ich habe mit 18 meinen Führerschein gemach bin aber seit dieser Zeit nicht mehr gefahren, weil ich noch nicht Anfallsfrei bin. Doch ich gib die Hoffnung nicht auf und bin mir sicher, dass ich bald selbst am Steuer sitzten werde. Ich nehme momentan drei verschiedene Medikationen
Keppra, Ergenyl und seit neustem nehme ich noch Lamotrigin. Also ich glaube wenn du das mit deinem Führerschein mit den Ärzten absprichst dann geht das schon.

Re: Aufwachepilepsie Führerschein und medikation

Sabse @, Tuesday, 27.02.2007, 10:30 (vor 7116 Tagen) @ Michael

Du musst zwei Jahre anffalsfrei bleiben um einen zu machen mein freund hat auch ein anfallsleiden

Re: Führerschein mit Aufwachepilepsie

Vroni @, Thursday, 13.03.2008, 10:58 (vor 6736 Tagen) @ Michael

Hallo,

hatte am 30.Dezember 2007 meinen ersten Grand-Mal-anfall. ich musste dann 1-0-1 500mg lamotrigin nehmen. leider wurde ich von meinem ersten neurologen überdosiert und landete dann im krankenhaus und stand kurz vor einem multiorganversagen.

nun nehme ich gegen meine aufwach-epilepsie 1-0-1 1000mg Keppra.
Schwere Anfälle hatte ich keine mehr aber ich habe meistens morgens 1 std nach dem Aufwachen Absencen.

Kann mir jemand weiterhelfen wie ich diese einstellen kann?

LG
Vroni

Re: Aufwachepilepsie Führerschein und medikation

Kurt @, Friday, 12.09.2008, 13:53 (vor 6553 Tagen) @ Michael

Hallo Vroni,
bei mir wurde die Aufwachepilepsie vor dreißig Jahren festgestellt. Ich nehme Phenhydan (Wirkstoff: Phenytoin) und bin damit seit Jahren anfallsfrei und darf Auto fahren. Welches Mittel im Einzelfall hilft, muss (!) ein Neurologe feststellen. Ein super gute Adresse ist auch die Epilepsie-Ambulanz der Uni Bonn. Man muss auf einen Termin zwar ziemlich lange warten, dann erhält man aber wirklich gute Hilfe und Hinweise, was weiter zu tun ist.
Liebe Grüße
Kurt