Re: Geht's auch ohne Medikamente?

Jonny1303 @, Thursday, 05.10.2006, 14:07 (vor 7261 Tagen) @ Sabine

Hallo Sabine,

klar, zu entscheiden, ob's auch ohne Medikamente geht, ist schwer. Sicher möchtest Du nicht von Medikamenten abhängig sein, sie nicht täglich nehmen müssen. Mußt Du entscheiden!
Andererseits ist Epilepsie Bestandteil Deines Lebens, warum dann nicht auch Medikamente dagegen?

Mir hatte man nach meinem ersten GM auch freigestellt, Tabletten zu nehmen, da die Wahrscheinlichkeit, wieder einen GM zu bekommen, nur bei ca. 30% lag ;-).
Leider kam bei mir der zweite GM dann schon zwei Monate später. Und ich bekam Angst, daß die Häufigkeit zunimmt, roch eigenartige Gerüche, sah übertriebene Farben, hatte schlichtweg Angst, mußte aus der S-Bahn aussteigen, weil's mir unterwegs zu bedrückend wurde etc...
Seit meinem zweiten GM nehme ich die Medi's, sei es auch nur, um die Nerven zu beruhigen. Anfallsfreiheit ist mir beispielsweise wichtig, da nehme ich die Nebenwirkungen der Medikamente billigend in Kauf.

Empfehlen kann ich Dir die Neurologie in Großhadern, da kann recht genau erst einmal festgestellt werden, welche Form der Epilepsie Du hast und was an Medikamenten anwendbar ist.
Hast Du schon CT, MRT, Langzeit-EEG hinter Dir?

Servus und alles Gute

jürgen

[zitat=Sabine]Hallo!

ich habe absencen in der regel wenn ich übermüdet oder krank bin.
mit 20 habe ich für 2,5 jahre ergenyl genommen, die richtige dosis wurde in dieser zeit nie gefunden, die absencen sind nicht komplett weggegangen, aber das eeg war unauffällig.

2001 habe ich wegen einer krise die medikamente eigenwillig abgesetzt, das eeg blieb unauffällig, weshalb mir mein damaliger neurologe/homöopath auch nicht zu neuen medikamenten geraten hat.

ich bin auch nie wirklich mit den tabletten klar gekommen, habe sie nur als einschränkung gesehn, viele freunde verloren und mich selbst nicht mehr leiden können und die tatsache dass es mir mit tabletten nie besser gegangen ist als ohne hat mich nie von ihen überzeugt.

ich habe seit dem immer wieder absencen gehabt, konnte damit aber gut leben, da ich sie einschätzen konnte oder das zumindest glaubte.

vor 1 woche ist mein kreislauf total zusammen gebrochen und ich hatte einen gm-anfall (meinen ersten). dieser hat mich total verunsichert und ich habe angst.

mein früherer neurologe/homöopath sitzt leider in einer anderen stadt. hier in münchen bin ich bis jetzt nur an ärzte geraten, deren einziges wort tabletten waren und die mir nicht zugehört haben.

Gibt es nur tabletten als lösung?

Gruß Sabine

[/zitat]


gesamter Thread: