wie stellt man sein leben um?

akanay123 @, Thursday, 05.10.2006, 20:07 (vor 7260 Tagen)

Hallo,
habe heute erfahren, daß ich eventuell ein Krampfanfall-Leiden habe. Ich bin mittlerweile 4x umgekippt und kann mich nicht daran erinnern. Aber alles deutet hin. Soll jetzt auf medikamente eingestellt werden. Hauptproblem bei mir ist, daß ich kein Auto mehr fahren darf, weil ich nicht sagen kann, wann und wie ein Anfall kommt. Ich falle einfach um und bin für eine kurze Zeit (5-20 min) bewußtlos und habe danach kopfschmerzen und bin nur müde. Habt ihr vielleich Vorschläge wie man am Besten mit der Situation fertig wird ??

Re: wie stellt man sein leben um?

Serpil @, Thursday, 05.10.2006, 23:00 (vor 7260 Tagen) @ akanay123

Hallo Akanay,
ich würde mich zuerst sehr genau informieren! Das ist wirklich sehr wichtig. Ich habe Epilepsie und nehme seit vier Jahren schon Medikamente (Keppra). Das erste Jahr durfte ich auch kein Auto fahren, ich denke bei jedem sieht die Situation anders aus. Solange ich die Tabletten nehme passiert mir nichts. Letztes Jahr hab ich dann selber die Tabletten abgesetzt und bekam nach paar Wochen den 2. Anfall. Für mich heisst das: Lebenlang Medi! Ich hab mich jetzt aber nicht zu Hause eingeschlossen! Treibe z. B. sehr viel Sport. Du musst alles mit deinem Arzt besprechen, sammle viele Informationen, lese Berichte darüber,hier in diesem Forum findest du immer tolle Themen... Natürlich gibt es für mich auch Tabus wie Z.B.: Kein Alkohol, kein Stress,keine Überanstrengung, nicht alleine schwimmen bestimmte Sportarten sind auch gefährlich.Mach dir aber keine Sorgen,am Anfang wird es vielleicht schwierig,aber nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich dran und das leben geht weiter so wie vorher eigentlich auch! Liebe Grüße...

Re: Re: wie stellt man sein leben um?

cokie @, Friday, 06.10.2006, 11:11 (vor 7260 Tagen) @ akanay123

hallo

eigentlich hat mein vorredner schon alles ganz super gesagt. sein leben umstellen erscheint gerade in dieser situation sehr schwer. zumeist hängt gerade von solchen sachen wie auto fahren auch noch sooooo viel anderes und vor allem der job ab. aber man kann sich da immer wieder aufrappeln. wichtig ist nur nie den mut verlieren nie aufgeben, immer wieder vorwärts wollen. mir gehts auch so, es ist nicht leicht von 100 auf 0 abgebremst zu werden, aber es geht immer irgendwie weiter - wenn du dich nicht hängen läßt.

hab noch ne frage an serpil,

du schreibst du nimmst seit 4 jahren keppra. wieviel nimmst du und wie sieht es mit den nebenwirkungen aus? Kennst du das gefühl wie beschwippst neben dir zu stehen, oder dich neben der spur zu befinden? sozusagen das leben läuft grad nebenan? hast du müdigkeitsanfälle? Bin seit 4 wochen am eindosieren. bin jetzt auf 1000mg Keppra und soll hoch auf vorläufig 2000mg.dann soll convulex noch raus. absencen und aura hab ich bisjetzt trotzdem noch. mir macht dieses beschwippstgefühl und die müdigkeit stark zu schaffen. es ist einfach nix mehr los mit mir. Meine eigentliche frage ist hattest du solche nebenwirkungen und haben sie sich wieder gelegt im laufe der zeit?
danke schon mal jetzt, jedem der antworten mag.
lg cordula

Re: Re: Re: wie stellt man sein leben um?

Julia Höhe @, Friday, 06.10.2006, 11:21 (vor 7260 Tagen) @ akanay123

[zitat=cokie]hallo

eigentlich hat mein vorredner schon alles ganz super gesagt. sein leben umstellen erscheint gerade in dieser situation sehr schwer. zumeist hängt gerade von solchen sachen wie auto fahren auch noch sooooo viel anderes und vor allem der job ab. aber man kann sich da immer wieder aufrappeln. wichtig ist nur nie den mut verlieren nie aufgeben, immer wieder vorwärts wollen. mir gehts auch so, es ist nicht leicht von 100 auf 0 abgebremst zu werden, aber es geht immer irgendwie weiter - wenn du dich nicht hängen läßt.

hab noch ne frage an serpil,

du schreibst du nimmst seit 4 jahren keppra. wieviel nimmst du und wie sieht es mit den nebenwirkungen aus? Kennst du das gefühl wie beschwippst neben dir zu stehen, oder dich neben der spur zu befinden? sozusagen das leben läuft grad nebenan? hast du müdigkeitsanfälle? Bin seit 4 wochen am eindosieren. bin jetzt auf 1000mg Keppra und soll hoch auf vorläufig 2000mg.dann soll convulex noch raus. absencen und aura hab ich bisjetzt trotzdem noch. mir macht dieses beschwippstgefühl und die müdigkeit stark zu schaffen. es ist einfach nix mehr los mit mir. Meine eigentliche frage ist hattest du solche nebenwirkungen und haben sie sich wieder gelegt im laufe der zeit?
danke schon mal jetzt, jedem der antworten mag.
lg cordula[/zitat]

Hallo Courdula,
bin nicht Serpil, doch ich nehme auch schon seit 4 Jahren Keppra.

Die Nebenwirkungen von Keppra sind am Anfang sehr stark, jedoch legen sie sich immer besser. Nach ca. 4-6 Wochen spürst du sie kaum noch bzw. gar nicht mehr.
Wenn doch solltest du mit deinem Arzt darüber reden. -Ich hatte z. B. am Anfang einen sehr starken Hautausschlag, der furchtbar juckte und war auch sehr müde. Doch nach etwa 4 Wochen war alles wie weggeblasen. Heute sind die Nebenwirkungen von Keppra, bei mir sehr gering und ich kann somit sehr gut damit leben.

Wünsch dir viel Erfolg bei der Medi-Einstellung
Gruß Julia

Re: Keppra

Anja @, Friday, 06.10.2006, 11:29 (vor 7260 Tagen) @ akanay123

Hallo Cordula,

schreibe Dir wegen Keppra. Bei mir hat die Umstellung darauf nicht geklappt, ich sollte zu Orfiril noch Keppra nehmen und habe mit 500 mg angefangen, auch nach vier Wochen war ich zum einen oft unheimlich müde und vor allem schlug's mir total auf die Stimmung, ich war sehr gereizt, ruhelos und dann wieder eher depressiv. Nach Absprache mit den Neurologen habe ich dann Keppra wieder abgesetzt.

LG

Anja

Re: Re: Re: wie stellt man sein leben um?

Serpil @, Friday, 06.10.2006, 12:34 (vor 7260 Tagen) @ akanay123

Hallo cokie,
ich nehme am Tag 2000mg Keppra. Es kommt schon ab und zu vor,dass ich total müde und kaputt bin. An solchen Tagen entspann ich mich halt bisschen, lese etwas... Ich bin auch immer sehr schnell müde. Schlaflosigkeit führt ja auch zu Anfällen,deshalb ist das Ausschlafen sehr wichtig! Da ich momentan nicht arbeiten kann,geht das Ausschlafen bei mir ;-) Ich denke,man sollte immer darauf achten,dass man sich nicht überanstrengt. Wir haben halt diese Krankheit und müssen uns schonen und vorsichtig sein. Es gibt soviel schlimmeres auf dieser Welt,man sollte immer dankbar sein und versuchen das Leben so gut es geht zu geniessen... Liebe Grüße ;-)