Medikation

Dorothea Ehmann @, Tuesday, 10.10.2006, 08:57 (vor 7256 Tagen)

guten tag an alle forummitglieder,
im moment befinde ich mich in einer recht hilflosen situation und bitte euch daher um eure meinungen bzw. erfahrungen. vor 5 jahren hatte ich meinen ersten grand mal. davor plagten mich lediglich kurze absencen und dejavus. seit dem grand mal habe ich gleichverlaufende anfaelle in abstaenden von ca. 10 - 4 wochen. nun die frage: ist eine behandlung mit antiepileptika im meinem fall ratsam?

Re: Medikation

cokie @, Tuesday, 10.10.2006, 11:33 (vor 7256 Tagen) @ Dorothea Ehmann

[zitat=Dorothea Ehmann]guten tag an alle forummitglieder,
im moment befinde ich mich in einer recht hilflosen situation und bitte euch daher um eure meinungen bzw. erfahrungen. vor 5 jahren hatte ich meinen ersten grand mal. davor plagten mich lediglich kurze absencen und dejavus. seit dem grand mal habe ich gleichverlaufende anfaelle in abstaenden von ca. 10 - 4 wochen. nun die frage: ist eine behandlung mit antiepileptika im meinem fall ratsam? [/zitat]

hallo dorothea,

ich an deiner stelle würde auf alle fälle eine gute einstellung auf antiepileptika anstreben. hab auch eine absencen-epilepsie und meine letzten grandmal liegen schon 17 jahre zurück. dafür hätte ich in letzter zeit bei wiederkehrenden absencen schon mehrfach beinahe verkehrsunfälle gebaut - nur weil mich eine absence im falschen moment am handeln hinderte... - ich hoffe du fährst kein auto. unterschätze absencen nicht! kaum einer um dich rum bemerkt sie, oft bemerkt man sie selbst erst später wenn man feststellt, das einem irgendwo der faden fehlt. das ist gefährlicher als man sich oft eingestehen will. nicht von der erkrankung an sich her sondern wegen dem drum rum, dem nicht einschätzbaren risiko. du selbst sagst deine anfälle kommen in abständen von 10 - 4 wochen... was für ein riesen zeitraum den du als grenzen setzt! schon da siehst du ja es ist nicht "zu kalkulieren" wann der nächste anfall kommt. du kanst ihn nicht in dein leben einrechnen.... also mein rat wäre, besprich mit deinem neurologen sämtliche medikamente die für deine art von epi in frage kommen, mit wirkung und nebenwirkung und dann nimm dir zeit und ruhe um dich einstellen zu lassen. ob ambulant oder in der epiklinik solltest du auch mit deinem neurologen besprechen, oder vielleicht von deinem vertrauen zu ihm abhängig machen.

viel glück cordula

Re: Re: Medikation

Matthias @, Wednesday, 11.10.2006, 23:15 (vor 7254 Tagen) @ Dorothea Ehmann

Hallo

Cordula, ich find' es nicht klug, wenn man selbst herumkarrt und beinahe Unfälle baut, dass man dann weise Ratschläge bringt, die man selbst nicht einmal beherzigt.
Wie soll eine Patientin denken, wenn der Ratschlaggeber über Zeug spricht, das er selbst nicht verantworten kann- oder bei sich selbst praktiziert?

Gib' nur weiter solche Ratschläge, die Du selbst mißachtest.

Matthias

Re: Re: Re: Medikation

cokie @, Thursday, 12.10.2006, 11:12 (vor 7254 Tagen) @ Dorothea Ehmann

[zitat=Matthias]Hallo

Cordula, ich find' es nicht klug, wenn man selbst herumkarrt und beinahe Unfälle baut, dass man dann weise Ratschläge bringt, die man selbst nicht einmal beherzigt.
Wie soll eine Patientin denken, wenn der Ratschlaggeber über Zeug spricht, das er selbst nicht verantworten kann- oder bei sich selbst praktiziert?

Gib' nur weiter solche Ratschläge, die Du selbst mißachtest.

Hallo Matthias,

sorry wenn ich vielleicht die hälfte vergessen hab zu schreiben. als ich diese beinah unfälle hatte, hatte ich noc gar nicht realisiert, das da wieder absencen sind. nach demich das begriffen habe habe ich sofort das autostehen gelassen! ich fahre also selbst kein auto mehr . eigentlich wollte ich das an dorothea weiter geben. den anstoß nachzudenken. im moment werde ich selbst neu eingestellt. nach vielen jahren anfallsfreiheit habe ich nicht geglaubt überhaupt noch epi zu haben. nach dem ich dann vonmeinem langjährigen medi einen toxischen leberschaden habe, muß ich nun ganz von vorn anfangen. wie ich an anderer stelle im forum schon geschrieben habe, hat mich das in allem weit zurück geworfen. ich wollte keine ratschläge erteilen die ich selbst nicht beachten bzw. praktizieren würde. im gegenteil. ich möchte nur meine erfahrungen mitteilen und wie gesagt, ich fahre selbst kein auto mehr und wollte nur erzählen wie erschrocken ich war als ich leider erst bei der dritten beinahe situation festgestellt habe - das sind wieder absencen. da gehört noch eine ganze menge mehr geschichte drumrum, aber ich glaub das brauchts hier nicht.
also entschuldige wenn ich nen falschen eindruck erweckt habe.
lg cordula

Re: Medikation

Gabrielle ⌂ @, Friday, 13.10.2006, 11:55 (vor 7253 Tagen) @ Dorothea Ehmann


Hallo Dorothea

ich denke das du bei einem Neurologen warst, der Dir das genau erklärt hat, der iust massgeben und Deine Meinung
Es ist aber erwiesen das ein nicht behandeln einer Epi im erwachsenen Alter sich ungünstig auf den Anfallsverauf auswirkt und sich auch verändern kann

liebe Grüsse

Gabrielle