Wilder Hund

Werner @, Wednesday, 15.11.2006, 01:13 (vor 7220 Tagen)

Hallo

Es geht um einen Kollegen wo es mir unbegreiflich ist das der GM-Anfälle einfach so kompensieren kann. Seit Jahren hat er die schon aber leugnet das hartnäckig. Weil ich selber Epi habe kann ich erkennen das er das hat. Mit Medikamenten hat er sich selber eingestellt, Neurologen meidet er wie der Teufel das Weihwasser. Mit dem Auto fährt er schon 10 Jahre herum, beim Schießverein ist er auch noch. Ich frage mich immer wieder wie er es schafft das so hinzukriegen das ihm niemand auf die Schliche kommt. Als DJ trinkt er auch nicht gerade wenig, aber von Anfällen hat niemand was bemerkt. Dabei wurde mir immer auf der Neuro gesagt das man ein geregeltes Leben führen soll, kein Alkohol, etc. Wie kriegt jemand das auf die Reihe der im Grunde genau das Gegenteil tut. Er muß eine Natur haben wie ein Wolf, anders ist das nicht möglich. Kümmern tutsa ihn wenig. Soll ich vielleicht auch sorgloser mit meiner Erkrankung umgehen? Mach ich mir vielleicht zu viele Gedanken? Warum beim einen alles so läuft und und beim anderen nicht ist mir ein Rätsel, vielleicht wirklich eune Sache der Natur oder reine Sache der Einstellung dazu?

Grüße Werner

Re: Wilder Hund

Julia Höhe @, Wednesday, 15.11.2006, 17:26 (vor 7219 Tagen) @ Werner

[zitat=Werner]Hallo

Es geht um einen Kollegen wo es mir unbegreiflich ist das der GM-Anfälle einfach so kompensieren kann. Seit Jahren hat er die schon aber leugnet das hartnäckig. Weil ich selber Epi habe kann ich erkennen das er das hat. Mit Medikamenten hat er sich selber eingestellt, Neurologen meidet er wie der Teufel das Weihwasser. Mit dem Auto fährt er schon 10 Jahre herum, beim Schießverein ist er auch noch. Ich frage mich immer wieder wie er es schafft das so hinzukriegen das ihm niemand auf die Schliche kommt. Als DJ trinkt er auch nicht gerade wenig, aber von Anfällen hat niemand was bemerkt. Dabei wurde mir immer auf der Neuro gesagt das man ein geregeltes Leben führen soll, kein Alkohol, etc. Wie kriegt jemand das auf die Reihe der im Grunde genau das Gegenteil tut. Er muß eine Natur haben wie ein Wolf, anders ist das nicht möglich. Kümmern tutsa ihn wenig. Soll ich vielleicht auch sorgloser mit meiner Erkrankung umgehen? Mach ich mir vielleicht zu viele Gedanken? Warum beim einen alles so läuft und und beim anderen nicht ist mir ein Rätsel, vielleicht wirklich eune Sache der Natur oder reine Sache der Einstellung dazu?

Grüße Werner[/zitat]

Hallo Werner,
ich habe nun auch schon seit dem Säuglingsalter Epilepsie und kann deine Gedankengänge durchaus verstehen. Doch meiner Meinung nach ist dein Kollege
einfach nur ein Dusselbauer, der auf sein eigenes Risiko seine Gesundheit aufs Spiel setzt.

Näturlich reagiert jeder Mensch anderst auf äußere Anfallsauslöser. Daher mein Rat, schau auf dich selbst, und tu dass was dir gut tut. Wenn du mehr Schlaf brauchst, dann brauchst du eben mehr Schlaf. Der Eine verträgt mehr Alkohol, der Andere überhaut keinen.
Dafür kann er wiederum etwas Anderes, was der Andere nicht kann, z. B. weil er nicht Fotosensibel ist oder einfach in einem anderen Bereich begabt ist.

Ich persönlich finde es besser sich auf seine körperlichen Bedürfnisse einzusetellen, als den ganzen Tag rumzukrampfen. Und du?

Gruß Julia

Re: Re: Wilder Hund

Georg @, Thursday, 16.11.2006, 22:04 (vor 7218 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

hast Du denn bei diesem Kollegen schon Anfälle gesehen?
Nach Deinen Beschreibungen handelt er meiner Meinung nach grob fahrlässig. Allein die Autofahrerei kann bei einem Anfall zum Crash führen. Dieser Fall trat bei uns in der Stadt vor ein paar Jahren auf. Ein Mann fuhr in eine 6-spurige! Kreuzung mit ungebremsten Tempo. Da sollte man diesem Kollegen ins Gewissen reden, aber nur wenn Du wirklich sicher bist, dass er Anfälle hat.