Hallo,
mein Sohn befindet sich schon seit 3 Monaten in Bethel zur Medikamentenumstellung, bisher leider ohne Erfolg. Seit 1 1/2 Jahren haben wir zu seinen bestehenden Medis Ergenyl chrono und Luminaletten das Lamictal hinzudosiert,er reagierte aber schon mit 100 mg/tägl. mit starken NW auf das Lamictal.
Jetzt hat man in Bethel erst mal die Luminaletten ausdosiert, wobei er extreme Entzugserscheinungen zeigte trotz eines Schutzmedis. Nach 8 Wochen hat man das Lamictal bis auf 2 x 150 mg hochdosiert,da die NW immer schlimmer wurden hat man das Lamictal wieder ausdosiert und mit Phenhydan eindosiert zusätzlich zum Ergenyl seit ca 4 Wochen.
Seitdem zeigt er extrem starke Myoklonien teils in Serie, so das es dann immer wieder zum Grand mal führt.
Meine Überlegung ist jetzt das Ergenyl mit Keppra zu kombinieren !
Ich habe gelesen ,dass Keppra eines der wenigen Medis mit sehr geringen NW ist und sich auch gut mit allen anderen Medis kombinieren lässt, was bei Phenhydan ja nicht der Fall ist.
Wer kann mir dazu Erfahrungen mitteilen?
viele Grüße
Karin
Re: Keppra NW
Heike
, Saturday, 18.11.2006, 12:48 (vor 7216 Tagen) @
Karin
[zitat=Karin]Hallo,
mein Sohn befindet sich schon seit 3 Monaten in Bethel zur Medikamentenumstellung, bisher leider ohne Erfolg. Seit 1 1/2 Jahren haben wir zu seinen bestehenden Medis Ergenyl chrono und Luminaletten das Lamictal hinzudosiert,er reagierte aber schon mit 100 mg/tägl. mit starken NW auf das Lamictal.
Jetzt hat man in Bethel erst mal die Luminaletten ausdosiert, wobei er extreme Entzugserscheinungen zeigte trotz eines Schutzmedis. Nach 8 Wochen hat man das Lamictal bis auf 2 x 150 mg hochdosiert,da die NW immer schlimmer wurden hat man das Lamictal wieder ausdosiert und mit Phenhydan eindosiert zusätzlich zum Ergenyl seit ca 4 Wochen.
Seitdem zeigt er extrem starke Myoklonien teils in Serie, so das es dann immer wieder zum Grand mal führt.
Meine Überlegung ist jetzt das Ergenyl mit Keppra zu kombinieren !
Ich habe gelesen ,dass Keppra eines der wenigen Medis mit sehr geringen NW ist und sich auch gut mit allen anderen Medis kombinieren lässt, was bei Phenhydan ja nicht der Fall ist.
Wer kann mir dazu Erfahrungen mitteilen?
viele Grüße
Karin[/zitat]
Hallo Karin!
Mein Mann hat seit über 8 Jahre Epilepsie. Er hat schon vieles an Medikamente durch auch Keppra gehörte
dazu. Die Anfälle (Grand mal) wurden zwar weniger aber
die NW waren heftig. Es hätte nicht viel gefehlt und unsere Ehe wäre daran kaputt gegangen. Von Keppra wurde mein Mann sehr schlimm aggresiv und depressiv.
Sein Epileptologe hat ihn dann von Keppra abgesetzt.
Habe hier im Forum schon oft von diesen NW gelesen.
Aber man muß auch dazu sagen, dass jeder Körper anders auf Medikamente reagiert.
Karin, ich wünsche Dir und Deinen
Sohn alles Gute!
Re: Keppra NW
dani
, Saturday, 18.11.2006, 19:11 (vor 7216 Tagen) @
Karin
hallo katrin mein sohn 7 monate alt wurde vor ca.11 wochen in bethel operriert die anfälle sind noch nicht weg aber besser er muss immer noch medis nehmen carbamazepin und keppra bis jetzt sind die krämpfe noch unter kontrolle und ich hoffe das es so bleibt aber wir kommen auch bald wieder nach bethel weil man den grund heraus finden will wieso er immer noch krampft da er ja nur noch mit einer gehirnhälfte leben muss vieleicht sieht man sich ja mal
bis bald
Re: Re: Keppra NW
Karin
, Sunday, 19.11.2006, 11:15 (vor 7216 Tagen) @
Karin
[zitat=Heike][zitat=Karin]Hallo,
mein Sohn befindet sich schon seit 3 Monaten in Bethel zur Medikamentenumstellung, bisher leider ohne Erfolg. Seit 1 1/2 Jahren haben wir zu seinen bestehenden Medis Ergenyl chrono und Luminaletten das Lamictal hinzudosiert,er reagierte aber schon mit 100 mg/tägl. mit starken NW auf das Lamictal.
Jetzt hat man in Bethel erst mal die Luminaletten ausdosiert, wobei er extreme Entzugserscheinungen zeigte trotz eines Schutzmedis. Nach 8 Wochen hat man das Lamictal bis auf 2 x 150 mg hochdosiert,da die NW immer schlimmer wurden hat man das Lamictal wieder ausdosiert und mit Phenhydan eindosiert zusätzlich zum Ergenyl seit ca 4 Wochen.
Seitdem zeigt er extrem starke Myoklonien teils in Serie, so das es dann immer wieder zum Grand mal führt.
Meine Überlegung ist jetzt das Ergenyl mit Keppra zu kombinieren !
Ich habe gelesen ,dass Keppra eines der wenigen Medis mit sehr geringen NW ist und sich auch gut mit allen anderen Medis kombinieren lässt, was bei Phenhydan ja nicht der Fall ist.
Wer kann mir dazu Erfahrungen mitteilen?
viele Grüße
Karin[/zitat]
Hallo Karin!
Mein Mann hat seit über 8 Jahre Epilepsie. Er hat schon vieles an Medikamente durch auch Keppra gehörte
dazu. Die Anfälle (Grand mal) wurden zwar weniger aber
die NW waren heftig. Es hätte nicht viel gefehlt und unsere Ehe wäre daran kaputt gegangen. Von Keppra wurde mein Mann sehr schlimm aggresiv und depressiv.
Sein Epileptologe hat ihn dann von Keppra abgesetzt.
Habe hier im Forum schon oft von diesen NW gelesen.
Aber man muß auch dazu sagen, dass jeder Körper anders auf Medikamente reagiert.
Karin, ich wünsche Dir und Deinen
Sohn alles Gute!
[/zitat]Hallo Heike,
danke für Deine Nachricht. Mein Sohn hat einen frühkindlichen Hirnschaden, ist jetzt schon 28 Jahre und seitdem beschäftige ich mich mit der Epilepsie. In Bethel habe ich eigentlich große Hoffnungen gesetzt, aber bis jetzt ohne Erfolg die Grand mal Anfälle unter Kontrolle zu bringen, die Anfälle setzen ihm immer mehr zu,er geht durch die Hölle. Ich war jetzt erst 14 Tage unten und habe es mit angesehen.
viele Grüße
Karin
Re: Re: Keppra NW
Karin Jansen
, Sunday, 19.11.2006, 11:35 (vor 7216 Tagen) @
Karin
[zitat=dani]hallo katrin mein sohn 7 monate alt wurde vor ca.11 wochen in bethel operriert die anfälle sind noch nicht weg aber besser er muss immer noch medis nehmen carbamazepin und keppra bis jetzt sind die krämpfe noch unter kontrolle und ich hoffe das es so bleibt aber wir kommen auch bald wieder nach bethel weil man den grund heraus finden will wieso er immer noch krampft da er ja nur noch mit einer gehirnhälfte leben muss vieleicht sieht man sich ja mal
bis bald[/zitat]
hallo Dani,
ich habe schon viele Mütter mit ihren Kindern auf Kidron kennengelernt. Mein Sohn Markus ist auf Mara für Erwachsene, behinderte Menschen. Warscheinlich wird er auch noch Weihnachten dort verbringen müssen. Leider können wir nicht so oft da runter fahren. Ich war kürzlich erst für 14 Tage vor Ort.
Aber vielleicht trifft man sich doch mal,bis dahin alles Gute für Euch.
viele Grüße aus Eschweiler
Karin
Re: Keppra NW
Julia Höhe
, Monday, 20.11.2006, 17:20 (vor 7214 Tagen) @
Karin
[zitat=Karin]Hallo,
mein Sohn befindet sich schon seit 3 Monaten in Bethel zur Medikamentenumstellung, bisher leider ohne Erfolg. Seit 1 1/2 Jahren haben wir zu seinen bestehenden Medis Ergenyl chrono und Luminaletten das Lamictal hinzudosiert,er reagierte aber schon mit 100 mg/tägl. mit starken NW auf das Lamictal.
Jetzt hat man in Bethel erst mal die Luminaletten ausdosiert, wobei er extreme Entzugserscheinungen zeigte trotz eines Schutzmedis. Nach 8 Wochen hat man das Lamictal bis auf 2 x 150 mg hochdosiert,da die NW immer schlimmer wurden hat man das Lamictal wieder ausdosiert und mit Phenhydan eindosiert zusätzlich zum Ergenyl seit ca 4 Wochen.
Seitdem zeigt er extrem starke Myoklonien teils in Serie, so das es dann immer wieder zum Grand mal führt.
Meine Überlegung ist jetzt das Ergenyl mit Keppra zu kombinieren !
Ich habe gelesen ,dass Keppra eines der wenigen Medis mit sehr geringen NW ist und sich auch gut mit allen anderen Medis kombinieren lässt, was bei Phenhydan ja nicht der Fall ist.
Wer kann mir dazu Erfahrungen mitteilen?
viele Grüße
Karin[/zitat]
Hallo Katrin,
hab meine Epi jetzt auch schon ne ganze Weile. Im Kindesalter hatte ich auch sehr viele Grand mal Anfälle. Und es war eine elendige Geduldsprobe bis die richtige Kombination gefunden wurde. Wie bei deinem Sohn.
Doch das geht leider nur durch ausprobieren. Da müsst ihr jetzt durch. Die Nebenwirkungen sind erstmal, find ich 2-rangig-solange die Anfälle verschwinden. Außerdem reagiert jeder Mensch anderst auf ein Medikament. Also lass dich von deinen Erfahrungen leiten, nicht vom Beipackzettel.
Ich selbst nehme z. B. Phenhydan schon ne Ewigkeit, ca. 15 Jahre oder mehr, weiß es schon gar nicht mehr genau und ich vertrage es super. Es gibt jedoch genug Leute wo es eben nicht so gut vertragen. Alles ist möglich. Ausprobieren, In Bethel war ich auch schon. Diese Leute verstehen was von Epilepsiebehandlung, also geb nicht auf. Sie werden schon das richtig finden.
Wünsch dir und deiner Familie viel Kraft und Geduld
Gruß Julia