Hallo,
Ich habe 2 Fragen an euch...vielleicht kann mir die jemand beantworten.
1. Wieso muss man bei einem EEG immer die Augen zu haben?
2. Hat man eine Aura nur wenn man fokale Anfälle hat? Oder kann man eine Aura auch haben wenn man primär generalisierte Anfälle hat?
Liebe Grüße,
Mia
Re: EEG, Aura, ...
Gabrielle
, Monday, 20.11.2006, 16:42 (vor 7214 Tagen) @
Mia
Hallo Mia
ich denke Du hast die augen nicht immer zu, aber mehrheitlich, warum das so ist solltest du deinen Neuro fragen
Auren sind Vokale Anfälle, die aber in sekundär generalisierten Anfälle übergehen können. Auren bei primär generalisierten Anfälle sind soweit ich weiss sehr schwierig zu isolieren. Da geht es mer um missenpfindungen, die schon stunden vorher geschehen können. Das kann dann ein anzeichen für ein Anfall sein
Im Vortrag über anfallskontrolle, hat uns die Expertin versucht das zu erklären. Meist bleiben diesye Vorzeichen aber aus
liebe Grüsse
Gabrielle
Re: EEG, Aura, ...
blubba
, Monday, 20.11.2006, 17:54 (vor 7214 Tagen) @
Mia
zum EEG:
"Auge-auf- /Auge-zu-Bewegung ist im EEG wahrnehmbar, bei geöffneten Augen wird die zu beurteilende Grundaktiviät blockiert"
Quelle: http://www.neuro24.de/eeg.htm
Re: Re: EEG, Aura, ...
blubba
, Monday, 20.11.2006, 17:59 (vor 7214 Tagen) @
Mia
Also der Alpha-Rhythmus wird unterdrückt.
"Dass der Alpharhythmus bei einer visuellen Wahrnehmung unterdrückt wird, hat bereits der Entdecker des EEG, der Jenaer Neurologe Hans Berger, um 1930 erkannt."
Quelle: http://www.uni-heidelberg.de/presse/ruca/ruca04-03/s18swing.html
Re: EEG, Aura, ...
Matthias
, Tuesday, 21.11.2006, 11:45 (vor 7213 Tagen) @
Mia
Hallo Mia,
ich weiß es zwar nicht genau, aber ich nimm an, dass es eher zur Beruhigung - oder entlastung ist.
Ich betreibe auch kein Yoga, aber auch da hat man anscheinend die Augen zu, damit man sich besser von dem Geschehen in Umgebung befreien kann. Ich bin mir sicher, dass Du beispielsweise sogar einer Fliege- oder Mücke nachschauen würdest, wenn Du eine sehen würdest. - Wer weiß, ob auch die Lichtfrequenz der Zimmerbeleuchtung beeinflussen könnte. - Garantiert würdest Du auch nicht nur im Hintergedanken überlegen, was die da zwischendurch hinschreiben- oder heute eintippen könnten und so hörst Du es halt. - Zudem kommt durch das Augenzwinkern noch zusätzliche Störung des Wellenverlaufes rein und die Pupillen arbeiten auch dann immer durch die noch extremeren Helligkeitsschwankungen. Deswegen halten beispielsweise die Biathleten während des ganzen Schießablaufes (alle 10 Schüsse) die Augen geöffnet. Also wird es auch so mit dem Schließen der Augen sein können, weil einfach so wenig Fremdeinflüsse wie möglich eventuelle Störungen ermöglichen sollen.
Ich sehe also darin eher eine noch bessere Entspannung.
Die zwei Minuten Atemqualen sollen Stressreaktionen und Überbelastungssituationen sinmulieren und zeigen, wie schnell Du Dich wieder normalisierst. Daraus kann man dann auch noch weitere, anfallsspezifische Erkenntnisse ziehen. Ich erfuhr das aber auch erst jetzt beim letzten EEG zur verkehrsmedizinischen Untersuchung von der untersuchenden Neurologin.
Auras kann es in jeder Form der Epilepsie geben. Oft wird es gar nicht wahrgenommen, weil man vielleicht auch gar nicht daran denken würde, dass diese Reaktion ein Hinweis sein könnte. Aber es ist eben nicht die Voraussetzung zur Anmeldung eines Anfalls.
Ein Forumsmitglied schrieb mir mal, dass ihr Kind zuvor immer unheimliche Mengen an Lebensmitteln hinunter gestopft hat und dann nach Kurzem "abgeschaltet" hat. - Also auch sowas können Hinweise sein und ich hätte eigentlich auch nicht gedacht, dass sowas auch eine Anmeldung sein könnte, aber es ist praktisch durch die Beobachtung der Mutter bewiesen worden, dass das Kind kurz darauf einen Anfall erleidet.
Gruß Matthias
Re: EEG, Aura, ...
Annika
, Tuesday, 21.11.2006, 15:10 (vor 7213 Tagen) @
Mia
Hallo Mia,
ich weiß nicht, ob ich Dir wirklich helfen kann. Da ich das Schließen der Augen und immer wieder Öffnen beim EEG als unangenehm empfand, habe ich die Arzthelferin mal gefragt,wozu das eigentlich gut ist. Und die hat mir das irgendwie so erklärt, dass das Gehirn nach längerem Augenschluss mit anschließendem Öffnen der Augen stimuliert wird und man im EEG irgendwie sehen kann wie man darauf reagiert. Wie "Blubba" schon gesagt hat wird durch das Öffnen der Augen die Hintergrundaktivität blockiert, der sogenannte "Berger-Effekt". Bei mir war es früher laut Arztbrief so, dass im EEG spike-wave-Komplexe und poly-spike-wave-Komplexe zu sehen waren; dies war streng gekoppelt an den Augenöffnungseffekt nach Lidschluss.
Zu Deiner zweiten Frage: Ich hab auch schon oft gelesen, dass es bei einer primär generalisierten Epilepsie (hab übrigens ebenfalls eine) keine Aura vor den Anfällen gibt. Trotzdem hatte ich jedesmal vor den Anfällen ein komisches, aufsteigendes Gefühl aus der Magengegend. Ist vielleicht doch nicht so selten.
Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.
Liebe Grüsse
Annika
[zitat=Mia]Hallo,
Ich habe 2 Fragen an euch...vielleicht kann mir die jemand beantworten.
1. Wieso muss man bei einem EEG immer die Augen zu haben?
2. Hat man eine Aura nur wenn man fokale Anfälle hat? Oder kann man eine Aura auch haben wenn man primär generalisierte Anfälle hat?
Liebe Grüße,
Mia[/zitat]