hi!!!! ich hatten vor einen monat mein ersten epileptischen anfall!!! in meiner familie gibts es keine epiletiker und mein anfall wurde durch die disco lichter (Flakerlichter) ausgelöst. ich nehme seit paar tagen lamotrigin. ich nur eine frage kann ich mein leben so weiter führen wie früher oder muss ich immer auf ein anfall vorbereitet sein?????? danke für ihre hilfe.....
Re: Anfälle
Olivia
, Saturday, 25.11.2006, 14:41 (vor 7209 Tagen) @
Mehmet
hi Mehmet!
von einer Epilepsie sprichtman nur dann, wenn 2 Anfälle kommen.
Es passiert oft, dass in der Pubertät ein Anfall kommt und dann nie wieder. es kann z.B. durch Stress oder zu wenig Schlaf ausgelösst werden. Bevor man ein Medikament einnimmt, muss man abwarten, bis ein 2 Anfall kommt.du aber schon angefangen hast Medikamente zu nehmen, kannst du sie nicht mehr so leicht absetzen. Jetzt musst du 2 jahre lang anfallsfrei sein, darfst auch kein Auto fahren. nach 2 Jahren, wenn alles in Ordnung ist, kanns du deinen Arzt fragen, ob du die Absetzen darfst, aber ich wette mit dir, dass er nein sagt. du darfst das Medikament auf keinen Fall alleine absetzen, denn es kann schlimmer werden. Ich spreche aus Erfahrung.Das keiner bei dir in der Familie Epilepsie hat, hat nichts zu sagen. Epilepsie kann zwar erblich sein, muss aber nicht.
ich wünsche dir viel Glück
Re: Anfälle
Hubert
, Saturday, 25.11.2006, 14:49 (vor 7209 Tagen) @
Mehmet
Bei einem EEG zeigt Deine Ableitung Deine anfallsbereitschaft.
Bei dem EEG wird auch Stress simuliert, so als wenn Du arbeitest, (das tief atmen müssen).
Stroposkoplicht wird eingesetzt, denn anfallauslösend.
Schlafentzug kann Anfälle auslösen,
es gibt Schlafentzugs-EEG .(stationär)
Bei Kleinkinder ist oft Fieber ein Krampfauslöser.
viele Grüsse Hubert
Dein Alter und Dein Beruf?
Re: Anfälle
Olivia
, Saturday, 25.11.2006, 15:04 (vor 7209 Tagen) @
Mehmet
Hi Mehmet, habe gerade einen Beitrag von Scarlett gelesen (s. Monika freund) Die schreibt, dass sie nach 25 Jahren wieder einen Anfall hatte. So etwas habe ich noch nie gehört. Deshalb vergiss meinen ersten Beitrag. Vielleicht ist es sicherer lebenslang Medikamente zu nehmen, als nach 25 Jahren im auto einen Anfall bekommen und dabei sterben und andere töten.
ich stehe unetr Schock. Vergiss meinenersten Beitrag.
Re: Anfälle
Scarlett
, Saturday, 25.11.2006, 15:31 (vor 7209 Tagen) @
Mehmet
Hallo Mehmet, hallo Olivia, hallo ihr alle!
Ich habe ja schon in Olivias Beitrag, der an mich gerichtet war geantwortet, möchte das hier allerdings nochmal tun.
Ja, leider ist man wenn man einmal Epilepsie hat sein ganzes Leben lang nicht mehr vor ihr sicher. Es kann sehr wohl vorkommen dass man nach über 20 Jahren, so wie ich, wieder einen Anfall bekommt. Es gibt hier auch mehrere Betroffene die davon berichten.
Es ist leider so, die Forschung hat noch kein Medikament erfunden dass Epilepsie heilen kann, sondern nur unterdrücken. Bei mir funktioniert das momentan ganz gut (wobei ich erst seit 2 Monaten etwas einnehme). Aber ich bin seit 3 Monaten anfallsfrei und fühle mich gut.
Ich kann allen nur raten, lasst euch nicht beirren wenn euch jemand von Medikamenten abrät. Zu der Zeit als ich nach meinem ersten Anfall vor 2 Jahren noch keine bekommen habe weil man das als Gelegenheitsanfall eingestuft hat habe ich quasi um Medikamente gebettelt, damit mein Leben normal weitergeht. Aber ich habe keine bekommen. Das hat bei mir dazu geführt dass ich Panikattacken und Angstzustände bekommen habe, mit denen ich mich 2 Jahre herumgeschlagen habe.
Im Endeffekt kann ich sagen meine erneuten Anfälle dieses Jahr haben mir sogar was gutes getan, denn jetzt bekomme ich endlich ein Medikament welches auch wirkt und meine Psyche hat endlich die Sicherheit die sie braucht. Allerdings muss ich auch hier wieder anfügen dass es eben keine lebenslange Sicherheit gibt. Jedes Medikament kann irgendwann mal seine Wirkung verlieren.
Aber lasst euch nicht von der Epi kaputtmachen! Auf keinen Fall! Seit meine Epi nun wieder ausgebrochen ist lautet mein Motto absolut: Genieße den heutigen Tag, du weißt nicht was morgen kommt!
Ich wünsche euch allen viel Kraft und viel Glück!
Re: Anfälle
doro
, Saturday, 25.11.2006, 23:58 (vor 7209 Tagen) @
Mehmet
hallo,
ich habe epilepsie seit meinen 15.lebensjahr und ja... du must ein wenig dein leben danach umstellen aber nicht ganz... also ich hatte einen führerschein ..aber ich fahre kein auto mehr.../weil sich meine anfalle wieder gehäuft hatten trotz tabletten...nun ich geh aber in die disco das flackerlicht macht mir nichts aus genauso wie der pc ich bin gerne am chatten.....z.b. yahoo....grins
naja kinder hab ich z.b. auch trotz tabletten...wurde nur mehr untersuchungen gemacht...wenn du bock hast schreib einfach zurück bye
doro
[zitat=Mehmet]hi!!!! ich hatten vor einen monat mein ersten epileptischen anfall!!! in meiner familie gibts es keine epiletiker und mein anfall wurde durch die disco lichter (Flakerlichter) ausgelöst. ich nehme seit paar tagen lamotrigin. ich nur eine frage kann ich mein leben so weiter führen wie früher oder muss ich immer auf ein anfall vorbereitet sein?????? danke für ihre hilfe.....[/zitat]
Re: Anfälle
Mehmet
, Sunday, 26.11.2006, 18:19 (vor 7208 Tagen) @
Mehmet
danke an alle!! also ich bin 19 jahre alt und stehe kurz vor meiner matura (abitur) in fertigungstechnik.
Re: Anfälle
Marion
, Monday, 27.11.2006, 02:49 (vor 7208 Tagen) @
Mehmet
Hallo Mehmet, es gibt auch Formen, wo nur solche Flackerlichter einen Anfall auslösen können. Zum Beispiel auch , wenn man mit dem Auto bei Sonne alleen entlangfährt und es dauernd hell-dunkel wird (also Licht und Schatten) Das nennt man gemeinhin auch Fernsehepilepsie. Wenn allerdings auch Schlafentzug dazukommt, weil du zu lange feierst
, kann es zu Häufungen der Anfälle kommen. Pass gut auf dich auf und lebe halbwegs normal, denn eine Disposition scheint ja gegeben zu sein. Bei mir in der Familie war auch nichts bekannt. Es gibt viele verschiedene Ursachen. Erblichkeit ist eher selten.
Grüße von Marion
Re: Anfälle
Matthias
, Monday, 27.11.2006, 10:53 (vor 7208 Tagen) @
Mehmet
Es ist meisst so, dass man in der Familie der Einzige ist.
Zum Lebenswandel solltest Du Dich schon etwas zielbewusster voran bewegen. Außerdem weiß Keiner, wie „vernünftig“ Du jetzt mit Deinem Körper umgegangen bist. – Wer soll Dir also sagen, ob Du nun so weitermachen sollst- oder nicht?
Da Du noch ziemlich jung bist, wirst Du schon auf Manches verzichten müssen. Das Wichtigste ist wohl, dass Du einen Bogen um die Discos machen solltest. Und das nicht nur wegen dem Flackerlicht.
Auch solltest Du Dir über andere Anfallsförderer im Klaren sein und mit Alkohol und Nikotin vielleicht weitgehend Feindschaft schließen.
Ob Du jetzt auf Grund des ersten Anfalls vorbereitet sein musst, kann man nicht genau sagen, aber wenn Du Dir sicher bist, dass es nur vom Flackerlicht ist, dann liegt es in erster Linie an Dir, ob Du auf den nächsten Anfall warten darfst oder kein unnötiges Risiko eingehen willst.
Du brauchst Dich zwar nicht direkt vorbereiten, aber es kann nun mal niemand sagen, ob die Anfälle kommen- oder nicht kommen. – Das wissen Deine Nachbarn über sich selbst genau so wenig wie andere Menschen auf dieser Welt, weil es Jeden treffen kann. Und so lange es bei Anfällen bleibt, sollte man sich einfach damit abgeben. – Es gibt schlimmere Krankheiten als einen Anfall, nach dem es wieder normal weiter geht, das kannst Du mir auch glauben. – Schau’ also nicht nur auf Dein Problem und glaub’, dass Du der bist, dem es am schlechtesten geht. – Anderen geht es dreckiger, das kannst Du glauben. – Wenn Du dir also im Klaren bist, dass der nächste Anfall eben kommen „kann“, dann wirst Du ihn auch garantiert besser ertragen, wie wenn Du einfach stur glaubst, dass keiner mehr kommt- oder kommen kann. – Wenn ’s passiert, passiert ’s und danach ist es wieder vorbei. – Damit Leben ist wichtiger wie darüber spekulieren oder sich verrückt machen.
Und jetzt kommt es eben auch noch auf Deinen Freundeskreis an, der auch gut ausgewählt werden sollte. Weiche schnellstmöglichst von Solchen, die Dir was aufzudrängen versuchen. – Egal, ob es ein Glimmstängel; irgend ein Glas- oder eine Flasche mit Flüssigkeiten ist, oder was Anderes, mit dem man
Dich mehr oder weniger erpressen will. Solche sind nicht die Butter auf’s Brot wert.
Alles Gute in der Zukunft
Matthias