Hallo zusammen,
vor genau einem Jahr hatte ich (25 Jahre) meinen ersten nächtlichen Anfall. Ich
bin damals direkt ins Krankenhaus gekommen und es wurde alles
untersucht. Mein Arzt sagte damals, daß es eventuell eine einmalige
Sache sei. Ich durfte 3 Monate kein Auto fahren.
Leider sind dann nochmal 4 Anfälle in der Nacht aufgetreten. Daher
gehen wir davon aus, daß ich eine Art der Epilepsie habe, die nur
während der Schlafs auftritt.
Nun habe ich gemerkt, daß es so nicht weitergeht und habe in den
nächsten Tagen einen Termin bei Neurologen. Dabei habe ich wirklich
sehr viel Angst.
Zum einen habe ich Panik, daß mein Führerschein eingezogen
wird (was beruflich schon eine Katastrophe wäre, da manchmal auch
Aussendienst), zum
anderen habe ich hier im Forum oft genug gelesen, daß die Medikamente
sehr starke Nebenwirkungen haben. Eine Hoffnung habe ich nun
allerdings, ich habe mal irgendwo gelesen, daß jemand so wie ich an
nächtlichen Anfälle litt und abends eine ganz geringe Dosis an
Medikamenten genommen hat. Über Tag hat er dann überhaupt keinen
Unterschied gemerkt zum normalen Leben.
Da ich beruflich sehr konzentiert sein muss und auch viel lernen muss,
würde die Einnahme starker Medikamente mein Leben auf den Kopf
stellen.
Nun möchte ich gerne mal von euch wissen, ob es hier IRGENDJEMANDEN
gibt, der Medikamente nimmt, und der das Leben und den Beruf normal
auf die Reihe bekommt. Man liesst immer nur, daß man in der
Konzentration sehr stark eingeschränkt ist.
Ich würde mich wirklich über jede Antwort freuen, da ich mir echt
Sorgen mache....
Liebe Grüße
Martina
Re: Nächtliche Anfälle
Scarlett
, Saturday, 02.12.2006, 12:50 (vor 7202 Tagen) @
Martina
Hallo Martina,
da ich ein ähnlihches Krankheitsbild habe wie du hoffe ich mal dir ein wenig weiterhelfen zu können.
Tja, um ein Fahrverbot wirst du wohl leider kaum drumherum kommen. Ich habe momentan (noch bis Ende des Monats) ein dreimonatiges Verbot, nachdem ich im Juni, Juli und August nach 2 Jahren Pause auch nächtliche Anfälle bekommen habe. Ich kann dir allerdings nicht sagen wie lange man dir ein Fahrverbot geben wird, denn das ist von Arzt zu Arzt wohl unterschiedlich (kann man auch aus den verschiedenen Schilderungen hier entnehmen). Wie gesagt, wenn ich bis zum Ende des Monats anfallsfrei bleibe darf ich zum neuen Jahr wieder fahren.
Ich bin momentan ohne Job, so dass mir das Fahrverbot auch nicht wirklich etwas ausmacht, und 3 Monate sind besser zu überstehen als ein Jahr, das hatte ich nach meinem ersten Anfall, und ich sage dir, das war die Hölle
Nun zu den Medikamenten. Du suchtest ja jemanden der eine ziemlich geringe Dosis nimmt (abends) und über den Tag gut damit zurecht kommt.
Ich nehme seit Mitte September Carbamazepin in der Dosierung 0-0-400 (also nur eine Tablette Abends, was ich für mich selber noch als relativ niedrige Dosis ansehe) und bin seit Ende August anfallsfrei. Nebenwirkungen habe ich (bis auf gering erhöhte Leberwerte) KEINE. Ich bin absolut zufrieden mit diesem Medikament, mein Spiegel (das bedeutet wieviel vom Medikament du im Blut hast) ist in Ordnung (je höher der Spiegel, desto geringer das Risiko eines Anfalls, aber leider auch höhere Nebenwirkungen) und ich hoffe dass ich noch sehr lange damit anfallsfrei bleibe (mein Neurologe meint auch ich habe gute Chanchen).
Natürlich kann ich dir jetzt nicht das Carba als Wundermittel anpreisen (will ich auch gar nicht). Jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente, es gibt hier wie viele die Carba ausprobiert haben und damit absolut nicht klarkamen.
Ich kann dir also nur raten suche dir einen guten Neurologen mit dem du alles besprechen kannst und der sich Zeit für dich nimmt. Er wird dann schon das richtige Medikament für dich finden.
Ich wünsche dir alles Gute!
Grüße
Scarlett
Re: Re: Nächtliche Anfälle
Christian
, Saturday, 02.12.2006, 17:39 (vor 7202 Tagen) @
Martina
[zitat=Scarlett]Hallo Martina,
da ich ein ähnlihches Krankheitsbild habe wie du hoffe ich mal dir ein wenig weiterhelfen zu können.
Tja, um ein Fahrverbot wirst du wohl leider kaum drumherum kommen. Ich habe momentan (noch bis Ende des Monats) ein dreimonatiges Verbot, nachdem ich im Juni, Juli und August nach 2 Jahren Pause auch nächtliche Anfälle bekommen habe. Ich kann dir allerdings nicht sagen wie lange man dir ein Fahrverbot geben wird, denn das ist von Arzt zu Arzt wohl unterschiedlich (kann man auch aus den verschiedenen Schilderungen hier entnehmen). Wie gesagt, wenn ich bis zum Ende des Monats anfallsfrei bleibe darf ich zum neuen Jahr wieder fahren.
Ich bin momentan ohne Job, so dass mir das Fahrverbot auch nicht wirklich etwas ausmacht, und 3 Monate sind besser zu überstehen als ein Jahr, das hatte ich nach meinem ersten Anfall, und ich sage dir, das war die Hölle
Nun zu den Medikamenten. Du suchtest ja jemanden der eine ziemlich geringe Dosis nimmt (abends) und über den Tag gut damit zurecht kommt.
Ich nehme seit Mitte September Carbamazepin in der Dosierung 0-0-400 (also nur eine Tablette Abends, was ich für mich selber noch als relativ niedrige Dosis ansehe) und bin seit Ende August anfallsfrei. Nebenwirkungen habe ich (bis auf gering erhöhte Leberwerte) KEINE. Ich bin absolut zufrieden mit diesem Medikament, mein Spiegel (das bedeutet wieviel vom Medikament du im Blut hast) ist in Ordnung (je höher der Spiegel, desto geringer das Risiko eines Anfalls, aber leider auch höhere Nebenwirkungen) und ich hoffe dass ich noch sehr lange damit anfallsfrei bleibe (mein Neurologe meint auch ich habe gute Chanchen).
Natürlich kann ich dir jetzt nicht das Carba als Wundermittel anpreisen (will ich auch gar nicht). Jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente, es gibt hier wie viele die Carba ausprobiert haben und damit absolut nicht klarkamen.
Ich kann dir also nur raten suche dir einen guten Neurologen mit dem du alles besprechen kannst und der sich Zeit für dich nimmt. Er wird dann schon das richtige Medikament für dich finden.
Ich wünsche dir alles Gute!
Grüße
Scarlett[/zitat]
Re: Re: Nächtliche Anfälle
Christian
, Saturday, 02.12.2006, 17:46 (vor 7202 Tagen) @
Martina
Hi,
hab grad wenig zeit...
also ich nehm medikament, seit 13 jahren immer mal verschiedene, nomentan keoora und lamotrigin in hpher dosis, und hatte niemals wirkliche nebenwirkungen, vllt mal etwas müdigkeit...
also ich hatte carbamazepin, ospoloz, oxcarbamazepin, lamotrigin und keppra...
die sachen die ich alle hatte vor meinem 10. lebensjahr, kann ich mich jez nich dran erinnern...
Fazit : es gibt durchaus auch fälle ohne nebenwirkungen, lass dich von individuellen schicksalen nicht vewirren, sondern folge dem rat der experten...wenn es erst beim 3. oder 4. medikament klappt, dann auch ohne nebenwirkungen is das doch auch ok...du brauchst natürlich nervenstärke und durchhaltevermögen...
viel glück...
christian...
a´chso, ich studiere grad bwl, seit einem monat nun wieder ohne einschränkungen...
bonn empfehle ich übrigens jedem...die uniklinik, epilepsiezentrum, poliklinik...
[zitat=Scarlett]Hallo Martina,
da ich ein ähnlihches Krankheitsbild habe wie du hoffe ich mal dir ein wenig weiterhelfen zu können.
Tja, um ein Fahrverbot wirst du wohl leider kaum drumherum kommen. Ich habe momentan (noch bis Ende des Monats) ein dreimonatiges Verbot, nachdem ich im Juni, Juli und August nach 2 Jahren Pause auch nächtliche Anfälle bekommen habe. Ich kann dir allerdings nicht sagen wie lange man dir ein Fahrverbot geben wird, denn das ist von Arzt zu Arzt wohl unterschiedlich (kann man auch aus den verschiedenen Schilderungen hier entnehmen). Wie gesagt, wenn ich bis zum Ende des Monats anfallsfrei bleibe darf ich zum neuen Jahr wieder fahren.
Ich bin momentan ohne Job, so dass mir das Fahrverbot auch nicht wirklich etwas ausmacht, und 3 Monate sind besser zu überstehen als ein Jahr, das hatte ich nach meinem ersten Anfall, und ich sage dir, das war die Hölle
Nun zu den Medikamenten. Du suchtest ja jemanden der eine ziemlich geringe Dosis nimmt (abends) und über den Tag gut damit zurecht kommt.
Ich nehme seit Mitte September Carbamazepin in der Dosierung 0-0-400 (also nur eine Tablette Abends, was ich für mich selber noch als relativ niedrige Dosis ansehe) und bin seit Ende August anfallsfrei. Nebenwirkungen habe ich (bis auf gering erhöhte Leberwerte) KEINE. Ich bin absolut zufrieden mit diesem Medikament, mein Spiegel (das bedeutet wieviel vom Medikament du im Blut hast) ist in Ordnung (je höher der Spiegel, desto geringer das Risiko eines Anfalls, aber leider auch höhere Nebenwirkungen) und ich hoffe dass ich noch sehr lange damit anfallsfrei bleibe (mein Neurologe meint auch ich habe gute Chanchen).
Natürlich kann ich dir jetzt nicht das Carba als Wundermittel anpreisen (will ich auch gar nicht). Jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente, es gibt hier wie viele die Carba ausprobiert haben und damit absolut nicht klarkamen.
Ich kann dir also nur raten suche dir einen guten Neurologen mit dem du alles besprechen kannst und der sich Zeit für dich nimmt. Er wird dann schon das richtige Medikament für dich finden.
Ich wünsche dir alles Gute!
Grüße
Scarlett[/zitat]
Re: Nächtliche Anfälle
Mirjam
, Sunday, 03.12.2006, 17:26 (vor 7201 Tagen) @
Martina
Hallo Martina,
also ich habe seit ca. 10 Jahren nächtliche Anfälle, bin aber erst seit Mai 06 in Behandlung. Nehme Lamotrigin, OHNE jeglichen Nebenwirkungen und kann meinen Beruf ohne Probleme weiterhin ausführen.
Bezüglich des Fahrverbotes ist es so, dass man schon zuerstmal eines aufgebrumm bekommt. Die Zeitspanne ist von Arzt zu Arzt verschieden (was man hier aus dem Forum erfahren kann) von 3 Monaten bis 2 Jahren. Es gibt aber ein Gesetz, das dieses Fahrverbot normalerweise regelt. Dort heißt es für "an den Schlaf gebundenen Anfälle" dass nach einer 3-jährigen Beobachtungszeit die Fahrerlaubnis wieder erteilt werden kann. Das heißt im Klartext, dass du 3 Jahre keinen Anfall am Tag haben darfst um wieder fahren zu dürfen.
Deine Sorge diesbezüglich kann ich voll und ganz verstehen. Ich wohne total abseits und bin alleinstehend - für mich war das Fahrverbot fast wie ein Todesurteil. Da ich die Anfälle bereits seit 10 Jahren habe, hätte ich keín FV bekommen, aber dummerweise habe ich dem Arzt erzählt, dass ich in dieser Zeit 2 oder 3 mal einen am Tag hatte... Da das aber schon mind. 7 Jahre her ist, hoffe ich, dass er mich im Januar wieder "auf die Menschheit" losläßt...
Kopf hoch! Wünsche dir einen guten Arzt!!!
LG Mirjam
Re: Nächtliche Anfälle
Thomas
, Sunday, 03.12.2006, 17:47 (vor 7201 Tagen) @
Martina
Hallo Martina,
.... das mit dem FS und dem Verlust des Arbeitsplatzes im AD hatte ich in Anfang 2001 auch.
Nur- mußt Du auch erst einen Menschen totfahren, bevor Du begreifst, daß autofahren nun mal nicht geht, solange eine Anfallsfreiheit nicht besteht?
Bei freiwilliger FS-Abgabe ( Rechtsberatung einholen ) hast Du mit Sicherheit viel bessere Chancen, den FS nach einem Jahr Anfallsfreiheit wieder zu erhalten- evtl. geht´s schneller?
Wg. meiner Sturheit und dem tödlichen VU von mir verursacht, wurde mir der FS für fünf! Jahre entzogen.
Denk´ bitte daran, wieviel zusätzliches Leid dies bedeuten könnte- gegenüber max. einem Jahr!
Ich bin gern bereit, mit Dir direkt mehr Infos auszutauschen. Wird meine E-Mail gezeigt? Sonst: thonie40@t-online.de
........und laß´bitte das autofahren,
so schlimm und altklug es klingt: Gleich morgen früh. So kannst Du Dir und anderen viel Leid ersparen!
Gruß, Thomas
[zitat=Martina]Hallo zusammen,
vor genau einem Jahr hatte ich (25 Jahre) meinen ersten nächtlichen Anfall. Ich
bin damals direkt ins Krankenhaus gekommen und es wurde alles
untersucht. Mein Arzt sagte damals, daß es eventuell eine einmalige
Sache sei. Ich durfte 3 Monate kein Auto fahren.
Leider sind dann nochmal 4 Anfälle in der Nacht aufgetreten. Daher
gehen wir davon aus, daß ich eine Art der Epilepsie habe, die nur
während der Schlafs auftritt.
Nun habe ich gemerkt, daß es so nicht weitergeht und habe in den
nächsten Tagen einen Termin bei Neurologen. Dabei habe ich wirklich
sehr viel Angst.
Zum einen habe ich Panik, daß mein Führerschein eingezogen
wird (was beruflich schon eine Katastrophe wäre, da manchmal auch
Aussendienst), zum
anderen habe ich hier im Forum oft genug gelesen, daß die Medikamente
sehr starke Nebenwirkungen haben. Eine Hoffnung habe ich nun
allerdings, ich habe mal irgendwo gelesen, daß jemand so wie ich an
nächtlichen Anfälle litt und abends eine ganz geringe Dosis an
Medikamenten genommen hat. Über Tag hat er dann überhaupt keinen
Unterschied gemerkt zum normalen Leben.
Da ich beruflich sehr konzentiert sein muss und auch viel lernen muss,
würde die Einnahme starker Medikamente mein Leben auf den Kopf
stellen.
Nun möchte ich gerne mal von euch wissen, ob es hier IRGENDJEMANDEN
gibt, der Medikamente nimmt, und der das Leben und den Beruf normal
auf die Reihe bekommt. Man liesst immer nur, daß man in der
Konzentration sehr stark eingeschränkt ist.
Ich würde mich wirklich über jede Antwort freuen, da ich mir echt
Sorgen mache....
Liebe Grüße
Martina[/zitat]
Re: Nächtliche Anfälle
Ruza
, Monday, 04.12.2006, 13:55 (vor 7200 Tagen) @
Martina
Hallo Martina,
auch ich muß Medikamente einnehmen und bin nach wie vor Berufstätig. Auch ich habe Aussendienst und muss mich in meinem Beruf konzentrieren. Es funktioniert.
Re: Nächtliche Anfälle
Patrick
, Monday, 04.12.2006, 16:34 (vor 7200 Tagen) @
Martina
Hallo Martina,
ich hatte `93 meinen ersten nächtl. Anfall. In der Folge gelegentlich.
Bin auf Valproinsäure eingestellt worden. Bin bis auf Ausnahmen (zu viel gefeiert, zu wenig geschlafen) heute anfallsfrei.
Ich kann meinem Job konzentriert nachgehen, erhalte vom AG auch jede Unterstützung. Autofahren verkneife ich mir. Das Gefahrenpotenzial ist zu hoch. Bei Einnahme von Antiepileptika entfällt im Falle eines Falles jeder Versicherungsschutz.
Die Nebenwirkungen allerdings sind bei mir weniger stark, bis auf Hautausschlag und depressiver Anwandlung.
Ein guter Neurologe wird Dir das richtige raten. Ein schlechter überlässt Dir die Zukunft. Muß man `rausfinden.
Drücke die Daumen
Patrick
Hallo zusammen,
vor genau einem Jahr hatte ich (25 Jahre) meinen ersten nächtlichen Anfall. Ich
bin damals direkt ins Krankenhaus gekommen und es wurde alles
untersucht. Mein Arzt sagte damals, daß es eventuell eine einmalige
Sache sei. Ich durfte 3 Monate kein Auto fahren.
Leider sind dann nochmal 4 Anfälle in der Nacht aufgetreten. Daher
gehen wir davon aus, daß ich eine Art der Epilepsie habe, die nur
während der Schlafs auftritt.
Nun habe ich gemerkt, daß es so nicht weitergeht und habe in den
nächsten Tagen einen Termin bei Neurologen. Dabei habe ich wirklich
sehr viel Angst.
Zum einen habe ich Panik, daß mein Führerschein eingezogen
wird (was beruflich schon eine Katastrophe wäre, da manchmal auch
Aussendienst), zum
anderen habe ich hier im Forum oft genug gelesen, daß die Medikamente
sehr starke Nebenwirkungen haben. Eine Hoffnung habe ich nun
allerdings, ich habe mal irgendwo gelesen, daß jemand so wie ich an
nächtlichen Anfälle litt und abends eine ganz geringe Dosis an
Medikamenten genommen hat. Über Tag hat er dann überhaupt keinen
Unterschied gemerkt zum normalen Leben.
Da ich beruflich sehr konzentiert sein muss und auch viel lernen muss,
würde die Einnahme starker Medikamente mein Leben auf den Kopf
stellen.
Nun möchte ich gerne mal von euch wissen, ob es hier IRGENDJEMANDEN
gibt, der Medikamente nimmt, und der das Leben und den Beruf normal
auf die Reihe bekommt. Man liesst immer nur, daß man in der
Konzentration sehr stark eingeschränkt ist.
Ich würde mich wirklich über jede Antwort freuen, da ich mir echt
Sorgen mache....
Liebe Grüße
Martina[/zitat]
Re: Re: Nächtliche Anfälle
Nadja
, Tuesday, 05.12.2006, 11:05 (vor 7200 Tagen) @
Martina
Hallo Martina und auch ihr anderen,
ich leide ebenfalls an nächtlichen Anfällen.
Mit Medikamenten werden sie gut unterdrückt.
Momentan nehme ich (noch) "Topamax" (100 mg am Tag)
Nicht viel, es reicht dennoch für jede Menge Verwirrung aus.
Was mir sehr nahe geht.
Mit diesen Tabletten nehme ich neuerdings (wie schon oft erwähnt) "Lamotrigin".
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich darauf warte, dieses Medikament (Topamax) ganz abzusetzen.
Bald ist es soweit!
Dann bin ich endlich erlöst!!
Ich hoffe darauf, endlich diese Konzentrationstörungen loszuwerden.
Es könnte aber auch gut sein, dass es bei mir genetisch veranlagt ist.
Da mein Vater irgendetwas im Gehirn hat und daher nicht
richtig denken kann.
Was meint denn ihr dazu?
Kennt ihr diesen Fall?
Oder habt ihr es womöglich sogar selbst??
Re: Nächtliche Anfälle
Michael Schäfer
, Wednesday, 21.11.2007, 15:27 (vor 6848 Tagen) @
Martina
[zitat=Martina]Hallo zusammen,
vor genau einem Jahr hatte ich (25 Jahre) meinen ersten nächtlichen Anfall. Ich
bin damals direkt ins Krankenhaus gekommen und es wurde alles
untersucht. Mein Arzt sagte damals, daß es eventuell eine einmalige
Sache sei. Ich durfte 3 Monate kein Auto fahren.
Leider sind dann nochmal 4 Anfälle in der Nacht aufgetreten. Daher
gehen wir davon aus, daß ich eine Art der Epilepsie habe, die nur
während der Schlafs auftritt.
Nun habe ich gemerkt, daß es so nicht weitergeht und habe in den
nächsten Tagen einen Termin bei Neurologen. Dabei habe ich wirklich
sehr viel Angst.
Zum einen habe ich Panik, daß mein Führerschein eingezogen
wird (was beruflich schon eine Katastrophe wäre, da manchmal auch
Aussendienst), zum
anderen habe ich hier im Forum oft genug gelesen, daß die Medikamente
sehr starke Nebenwirkungen haben. Eine Hoffnung habe ich nun
allerdings, ich habe mal irgendwo gelesen, daß jemand so wie ich an
nächtlichen Anfälle litt und abends eine ganz geringe Dosis an
Medikamenten genommen hat. Über Tag hat er dann überhaupt keinen
Unterschied gemerkt zum normalen Leben.
Da ich beruflich sehr konzentiert sein muss und auch viel lernen muss,
würde die Einnahme starker Medikamente mein Leben auf den Kopf
stellen.
Nun möchte ich gerne mal von euch wissen, ob es hier IRGENDJEMANDEN
gibt, der Medikamente nimmt, und der das Leben und den Beruf normal
auf die Reihe bekommt. Man liesst immer nur, daß man in der
Konzentration sehr stark eingeschränkt ist.
Ich würde mich wirklich über jede Antwort freuen, da ich mir echt
Sorgen mache....
Liebe Grüße
Martina[/zitat]
Hallo,
ich selbst habe eine schlafgebundene Epilepsie, möchte aber nicht sagen, dass dies mein Leben sehr nachteilhaft verändert hat. Ich nehme Antiepileptika und komme in meinem Leben als Bankangestellter auch weiterhin gut zurecht. Mit anderen Worten möchte ich Dich damit aufmuntern, dass ein konzentriertes Arbeiten in meinen Augen auch unter der Einnahme von Antiepileptika natürlich möglich ist. Da in meinem Fall ein täglicher Anfall aber NIE ausgeschlossen werden kann, fahre ich natürlich kein Auto. Auch sollte man dabei die Versicherungsrechtliche Seite sehen. Wenn Du weitere Fragen bezüglich nächtlichen Anfälle hast, kannst Du mir diese gerne unter folgender Mailadresse senden:schaefermichael@online.de
Beste Grüße
Michael