Unsicherheit
hallo,
die lebensgefährtin(30J) meines sohnes leidet unter epilepsie, hatte aber vor ca 15 jahren den letzten anfall, nimmt regelmäßig medizin,seit 11/2 jahren macht sie eine lehre, seit 4 wochen merken wir eine veränderung sie ist geistesabwesend, gibt keine antwort auf fragen waren beimn arzt.blutwerte in ordnung der arzt hat ihr tabletten verschrieben damit wenn es zum anfall kommt schnell vorbei ist.jetzt hat sie einfach die tabletten genommen obwohl sie die nicht gebraucht hätte. jeder in der familie hat angst etwas zu sagen, da sie den anschein macht zu krampfen, wie sollen wir uns verhalten, gibt es die möglichkeit siech mit einer betroffenen person zu unterhalten, denn die beziehung leidet sehr darunter. wir wissen keinen rat mehr. über eine antwort würden wir uns sehr freuen
gruß renate
Re: Unsicherheit
[zitat=renate]
hi! der arzt hat nur blutabgenommen und medizin gegeben?
kein eeg o.ä.? hmm.. kann sie nicht zu einem arzt der ahnung davon hat und das mal richtig abklärt?
liebe grüße, gitta
Re: Unsicherheit
Hallo Renate
Sie sollte dringend zu einem Neurologen gehen und Untersuchungen machen(eeg etc.)Die Geistesabwesenheit könnte ein Vorzeichen von einem kommenden Anfall sein.Ich habe das auch oft.War sie regelmässig in der Kontrolle?Hast du sie darauf angesprochen warum sie die Tabletten genommen hat?LG Sabine
Re: Unsicherheit
[zitat=sabi]Hallo Renate
Sie sollte dringend zu einem Neurologen gehen und Untersuchungen machen(eeg etc.)Die Geistesabwesenheit könnte ein Vorzeichen von einem kommenden Anfall sein.Ich habe das auch oft.War sie regelmässig in der Kontrolle?Hast du sie darauf angesprochen warum sie die Tabletten genommen hat?LG Sabine[/zitat]
danke für deine antwort
sie ist bei einem neurologen regelmäßig in behandlung. er vermutete, das sie überdosiert ist, aber die werte waren an der unteren grenze. die tabletten hat sie genommen, weil sie einen schlimmen traum hatte, für uns ist das totales neuland und wir wollen ihr auch helfen, aber wie kann eine selbsthilfegruppe helfen?
gruß renate
Re: Re: Unsicherheit
Liebe Renate!
Ich habe leider keine Erfahrung mit Selbsthilfegruppen.Ha dir der Arzt eine empfohlen?hattet ihr nochmals Kontakt mit dem Arzt, seit sie die Tabletten genommen hat?Lg Sabi
Re: Unsicherheit
Hallo Renate,
in einer solchen Situation ist es wichtig, dass man gezielt offen Gespräche führt. Das muss man mit dem Betroffenen üben und ihn überzeugen, dass es einfach weitergehen muss und dass es auch von Vorne herein besser ist, wenn man damit offen umgeht.
Du siehst an genügend Beiträgen hier im Forum, was für Angsthasen herum laufen und welche Probleme sie sich dadurch selbst machen. - Ob zu Hause in der Familie durch das blöde Verhalten der Angehörigen; durch einen so "netten Freundeskreis", der mehr tadelt als hilft; durch Arbeitskollegen, die einige Schrauben locker haben und letztendlich auch eben die Betroffenen selbst, wenn sie sich in der Öffentlichkeit schämen, oder mal einen Anfall irgendwo Unterwegs haben könnten.
Je mehr man sich durch Angst einschränkt, umso schlimmer macht man es. - Ich wurde bei der AHB von der Psychologin eher bewundert, weil ich damit so offen umgehen konnte und warum - Das klingt jetzt vielleicht für Viele komisch, aber ist so: "Erst mal einen perfekten Stall, der zu einem hält und einen nicht einschüchtert; dann ein entsprechender (allgemeiner) Freundeskreis, der einen akzeptiert und zu Nichts zwingt und sonst gemieden werden sollte; ein aktiv ausgeführtes Hobby; durchaus auch mit Freunden oder Bekannten etwas Sport um fit zu bleiben; einen vielleicht sogar noch schwerer behinderten Freund, den man auch mit Stärken kann; brauchbare schulische Leistungen bei Jüngeren und eine abgeschlossene Lehre; und nicht zu Letzt auch noch einen festen Glauben an Gott und seine Hilfe. - Und im Gegensatz zu vielen Beiträgen hier, keine Bemitleidung, sondern eben Mut zusprechen und klar machen, dass es erst mal schlimmer Fälle gibt und wenn man meint, dass man sich wegen Epilepsie verrückt machen (auch machen lassen) will, dann ladet man eben Anfälle eher ein, als man sie abwehrt. Ich sag' immer: "Wer jammert, dem geht es gut, weil er noch Jammern kann. - Erst wenn dann nicht mehr gejammert wird, geht es Einem dreckig" Und da ist Wahrheit dran. - Hör Dich mal um, wieviele Krebspatienten, Querschnitte, Blinde oder Kontergan sich beklagen. - Und bemitleide mal Solche, dann wirst Du bald erkennen, dass sie ganz schön pampig werden können. - Also eher härteren Umgang als Mitjammern.
Wichtig ist, dass der Betroffene sicher sein kann, dass er Jemanden hinter sich hat und vor Allem im Freundes- oder Bekanntenkreis Leute sind, die wissen was zu tun ist, wenn es mal gesundheitliche Probleme gibt. So war es bei meinem Freund auch, der sich durchaus auch zu (für ihn extremen) Leistungen herausfordern lies, weil er wusste, dass ich auch wusste, was zu tun ist und wo ich ihn hin zu bringen hab', wenn es ihm die Sicherungen raus nahm. - Der hatte auch keine Angst über seine Krankheit (CF) zu Reden und hätte wesentlich mehr belächelt werden können als ich.
Auch offene Augen in der Öffentlichkeit können Probleme extrem eindämmen, wenn man andere Fälle sieht. - Mein ehemaliger Freund erkannte seine CF plötzlich als weniger schwerwiegend, als er in der Klinik einen Jüngeren Mann sah, dem beide Beine abgenommen wurden und in unserer Nachbarschaft ist ein Blindenheim. - So kannst Du Dir vielleicht ausmachen, wie gesund man sich mit Epilepsie fühlen kann.
Aber das Wichtigste ist für mich nach wie vor eben ein offener Umgang mit einer jeden Krankheit und auch intensive Gespräche in jeder Beziehung führen und keine Geheimnisse vor einander haben. - Was Du, Dein Mann und der "Partner in Lauerstellung" einander zu Sagen haben, muss aus dem Herzen kommen und nicht aus "juristisch geprüften Protokollen" herunter gelesen werden. So- und nur so kommt man schnell in Jemanden rein und der wird es einem auch danken. Kritik ist durchaus gefragt und sollte auch eingesteckt werden können, aber ehrlich muss es eben zugehen.
Selbsthilfegruppen sind auf einem anderen Blatt nach Postleitzahlen und Ortsnamen aufgelistet. - Auch der Neurologe könnte die nächste wissen, weil er vielleicht auch schon mal wo eingeladen worden sein könnte.
Viel Erfolg als "Seelenärzteteam"!
Matthias
Re: Unsicherheit
[zitat=Matthias]Hallo Renate,
in einer solchen Situation ist es wichtig, dass man gezielt offen Gespräche führt. Das muss man mit dem Betroffenen üben und ihn überzeugen, dass es einfach weitergehen muss und dass es auch von Vorne herein besser ist, wenn man damit offen umgeht.
Du siehst an genügend Beiträgen hier im Forum, was für Angsthasen herum laufen und
welche Probleme sie sich dadurch selbst
machen. - Ob zu Hause in der Familie durch das blöde Verhalten der Angehörigen; durch einen so "netten Freundeskreis", der mehr tadelt als hilft; durch Arbeitskollegen, die einige Schrauben locker haben und letztendlich auch eben die Betroffenen selbst, wenn sie sich in der Öffentlichkeit schämen, oder mal einen Anfall irgendwo Unterwegs haben könnten.
Je mehr man sich durch Angst einschränkt, umso schlimmer macht man es. - Ich wurde bei der AHB von der Psychologin eher bewundert, weil ich damit so offen umgehen konnte und warum - Das klingt jetzt vielleicht für Viele komisch, aber ist so: "Erst mal einen perfekten Stall, der zu einem hält und einen nicht einschüchtert; dann ein entsprechender (allgemeiner) Freundeskreis, der einen akzeptiert und zu Nichts zwingt und sonst gemieden werden sollte; ein aktiv ausgeführtes Hobby; durchaus auch mit Freunden oder Bekannten etwas Sport um fit zu bleiben; einen vielleicht sogar noch schwerer behinderten Freund, den man auch mit Stärken kann; brauchbare schulische Leistungen bei Jüngeren und eine abgeschlossene Lehre; und nicht zu Letzt auch noch einen festen Glauben an Gott und seine Hilfe. - Und im Gegensatz zu vielen Beiträgen hier, keine Bemitleidung, sondern eben Mut zusprechen und klar machen, dass es erst mal schlimmer Fälle gibt und wenn man meint, dass man sich wegen Epilepsie verrückt machen (auch machen lassen) will, dann ladet man eben Anfälle eher ein, als man sie abwehrt. Ich sag' immer: "Wer jammert, dem geht es gut, weil er noch Jammern kann. - Erst wenn dann nicht mehr gejammert wird, geht es Einem dreckig" Und da ist Wahrheit dran. - Hör Dich mal um, wieviele Krebspatienten, Querschnitte, Blinde oder Kontergan sich beklagen. - Und bemitleide mal Solche, dann wirst Du bald erkennen, dass sie ganz schön pampig werden können. - Also eher härteren Umgang als Mitjammern.
Wichtig ist, dass der Betroffene sicher sein kann, dass er Jemanden hinter sich hat und vor Allem im Freundes- oder Bekanntenkreis Leute sind, die wissen was zu tun ist, wenn es mal gesundheitliche Probleme gibt. So war es bei meinem Freund auch, der sich durchaus auch zu (für ihn extremen) Leistungen herausfordern lies, weil er wusste, dass ich auch wusste, was zu tun ist und wo ich ihn hin zu bringen hab', wenn es ihm die Sicherungen raus nahm. - Der hatte auch keine Angst über seine Krankheit (CF) zu Reden und hätte wesentlich mehr belächelt werden können als ich.
Auch offene Augen in der Öffentlichkeit können Probleme extrem eindämmen, wenn man andere Fälle sieht. - Mein ehemaliger Freund erkannte seine CF plötzlich als weniger schwerwiegend, als er in der Klinik einen Jüngeren Mann sah, dem beide Beine abgenommen wurden und in unserer Nachbarschaft ist ein Blindenheim. - So kannst Du Dir vielleicht ausmachen, wie gesund man sich mit Epilepsie fühlen kann.
Aber das Wichtigste ist für mich nach wie vor eben ein offener Umgang mit einer jeden Krankheit und auch intensive Gespräche in jeder Beziehung führen und keine Geheimnisse vor einander haben. - Was Du, Dein Mann und der "Partner in Lauerstellung" einander zu Sagen haben, muss aus dem Herzen kommen und nicht aus "juristisch geprüften Protokollen" herunter gelesen werden. So- und nur so kommt man schnell in Jemanden rein und der wird es einem auch danken. Kritik ist durchaus gefragt und sollte auch eingesteckt werden können, aber ehrlich muss es eben zugehen.
Selbsthilfegruppen sind auf einem anderen Blatt nach Postleitzahlen und Ortsnamen aufgelistet. - Auch der Neurologe könnte die nächste wissen, weil er vielleicht auch schon mal wo eingeladen worden sein könnte.
Viel Erfolg als "Seelenärzteteam"!
Matthias
[/zitat]
vielen dank matthias,
diese junge frau wurde seit dieser krankheit von ihrer familie als behindert behandelt. wir waren am freitag beim neurologen, und da es für unsere familie neuland ist und ich sie bekleidet habe,wurde ich im beisein von ihr vom arzt aufgeklärt, nund seit 2tagen läuft sie nur gegen die wand, sie sagt meinem sohn sie hätte einen anfall gehabt, erklärt ihm wie es war lt. arzt kann sie es garnicht wissen. ich habe das gefühl, dass sie ihre krankheit jetzt als waffe einsetzt, denn wenn sie nu den anschein einer deppresiven phase macht kuschen wir und nehmen rücksicht, ich glaunbe, das sie das erstemal im mittelpunkt steht und es ihr gefällt. nur so kann es nicht weitergehen, wie sollen wir uns verhalten, denn sie macht sich unglaubhaft und wenn wirklich etwas wäre würde man ihr nicht mehr glauben. für uns ist das eine schwierige situation, denn wi haben sie alle gerne sie hat so etwas nicht nötig, sie verleirt dadurch viel . für eure hilfe wäre ich euch sehr dankbar
liebe grüße renate
Re: Unsicherheit
Hallo Renate,
....wie schon in anderen Antworten genannt:
Was für ein Arzt war das- der einfach Tabletten verschreibt, ohne sich wirklich ein Bild zur möglichen Erkrankung und Anamnese zu machen- ein Neurolge? Sonst sucht einen.
Der wird zumindest die Symptome mehr hinterfragen und auch einen EEG machen- obwohl auch der bei diagnostizierten Epileptikern unauffällig sein kann!
Das Wichtigste aus meiner Sicht: Offenheit, keine Angst haben, zur Epilepsie zu stehen.
Erstaunlich war für mich, wieviel Menschen ( Kollegen, Freunde, Nachbarn ) mit dem Thema sehr locker umgehen, wenn man sich dazu bekennt, weil nach meiner Erfahrung
so gut wie jeder irgendeinen Kontakt zu Epileptikern hatte. Rein statistisch muß das ja auch schon sein, wenn 1% der Menschen darunter leiden.
Werdet Euch zunächst in der Familie bewußt, das die Krankheit ( nach den Symptomen )
da ist, und stellt Euch dem Thema. So helft ihr der Betroffenen sofort. Sie wird es dann leichter haben, auch außerhalb der Familie darüber zu sprechen. Das dann erlebte Verständnis von vielen Mitmenschen, hat mir sehr geholfen, mich wieder wie ein ganz normaler Mensch zu fühlen.
Alles Liebe, Thomas