Hallo,
möchte mich mit Leuten austauschen, deren Kinder auf Grund der Epilepsie ein Schulwechsel angeraten wurde.
Unsere Tochter hat seit 2 Jahren Epilepsie und ist momentan noch nicht richtig eingestellt mit Medikamenten. Auf etliche Medikamente reagierte sie mit Nebenwirkungen, wie Konzentrationsmangel, schlechteres Kurzzeitgedächtnis usw.
Mittlerweile besucht sie die Realschule in der neunten Klasse. Ihr Durchschnitt in den Fächern ist bei vier und schlechter. Möchte nicht mehr weiter abwarten bis vielleicht irgendein Medi anständig greift.
Hab unserer Neurologin meine Bedenken wegen der Schulbildung und dem Abschluß vorgetragen. Zeigte wirklich Verständnis und hat vorgeschlagen ob wir sie nicht besser auf eine Körperbehindertenschule gehen lassen wollten. Kannte diese Möglichkeit nicht. Meine Fragen: Was für Prozedere muss ich unternehmen, dass sie auf eine Körperbehindertenschule kann? Haben andere auch Erfahrungen sowohl mit normalen Schulen als auch mit Körperbehindertenschulen? War die Entwicklung positiv?
Hab mir eine Homepage von einer Körperbehindertenschule angeschaut und die hat mir doch ziemlich Hoffnung gemacht.
Bin gespannt auf eure Erfahrungen.
Liebe Grüße
Christiane
Re: Schulwechsel
Shadow
, Sunday, 10.12.2006, 19:28 (vor 7194 Tagen) @
CHRISTIANE BECKER
Hallo Christiane,
unsere Tochter war sehr gut in der Grundschule und geht nun aufs Gymnasium.
Sie hat seit anfang des Jahres anscheinend Epi.
Diagnostitiert wurde es trotz mitlerweile 5 Anfällen immer noch nicht.
Sie ist in der Schule ziemlich abgesackt und schreibt nur noch Noten weit über der 4 ;).
Medis bekommt sie noch keine und ich werde auch das Krankenhaus wechseln.
Sie kam am Freitag wieder rein mit Tatütata weil Oma und Opa den Notarzt gerufen haben.
Der Klassenlehrer meinte, sie solle auf die Realschule nächstes Jahr wenn sich die Noten nicht ändern.
Letztendlich hab ich heute viel nachgelesen und dachte das die Leistung, wenn es mit Medis eingestellt wird laut Berichten wieder besser werden sollen.
Unsere kleine hat nach unserer Meinung das Janz-Syndrom bzw. Aufwach epi.
Wir werden morgen mal sehen was der Arzt zu meiner Diagnose sagt... grins...
Wie es dann mit Schulwechsel aussieht weiß ich noch nicht.
Aber ich denke es wird so kommen.
LG
Markus
Re: Schulwechsel
Corinna Hennes
, Monday, 11.12.2006, 08:16 (vor 7194 Tagen) @
CHRISTIANE BECKER
[zitat=CHRISTIANE BECKER]Hallo,
möchte mich mit Leuten austauschen, deren Kinder auf Grund der Epilepsie ein Schulwechsel angeraten wurde.
Unsere Tochter hat seit 2 Jahren Epilepsie und ist momentan noch nicht richtig eingestellt mit Medikamenten. Auf etliche Medikamente reagierte sie mit Nebenwirkungen, wie Konzentrationsmangel, schlechteres Kurzzeitgedächtnis usw.
Mittlerweile besucht sie die Realschule in der neunten Klasse. Ihr Durchschnitt in den Fächern ist bei vier und schlechter. Möchte nicht mehr weiter abwarten bis vielleicht irgendein Medi anständig greift.
Hab unserer Neurologin meine Bedenken wegen der Schulbildung und dem Abschluß vorgetragen. Zeigte wirklich Verständnis und hat vorgeschlagen ob wir sie nicht besser auf eine Körperbehindertenschule gehen lassen wollten. Kannte diese Möglichkeit nicht. Meine Fragen: Was für Prozedere muss ich unternehmen, dass sie auf eine Körperbehindertenschule kann? Haben andere auch Erfahrungen sowohl mit normalen Schulen als auch mit Körperbehindertenschulen? War die Entwicklung positiv?
Hab mir eine Homepage von einer Körperbehindertenschule angeschaut und die hat mir doch ziemlich Hoffnung gemacht.
Bin gespannt auf eure Erfahrungen.
Liebe Grüße
Christiane[/zitat]
Hallo Christiane
Mein Sohn ist 9 und hat seit 5 Jahren Rolando und Absoncen Epi. Durch die Rolandoepi hat er Teilleistungsschwächen. Unser Neurologe sagt die Schulschwierigkeiten sind auf die Epi zurückzuführe, da er einen IQ von 106 hat.Die Medikamente tun den Rest dazu
wie Konzentreationschwäche und langsames Arbeiten.Trotz Ospolot und Keppra bekommen wir die Krämpfe im Moment nicht in den Griff.Wir haben ihn vor einem 1 Monat in die 3. Klasse zurückgestuft. Ein bisschen Erleichterung für ihn und uns. Aber keine Dauerlösung, deshalb versuchen wir seit einem 1/2 Jahr ihn auf eine Körerbehindertenschule zu bringen. Was gar nicht so einfach ist. Ohne Schulpädagogischesgutachten läuft nichts. Und das haben wir schon seit Monaten beantragt. Aber wie es in unserem Staat so üblich ist dauert das eine Ewigkeit. Bis heute haben wir noch nichts von der Schulbehörde gehöhrt. Kurz um das erste was zu tun ist, die Schule deiner Tochter muß dieses Gutachten bei der Schulbehörde beantragen. Ich hoffe ich konnte dir helfen.
Viel Glück und liebe Grüße
Corinna
Re: Schulwechsel
gitta
, Monday, 11.12.2006, 12:13 (vor 7193 Tagen) @
CHRISTIANE BECKER
[zitat=CHRISTIANE BECKER]
hi christiane!
ich habe auch epilepsie und wie bei deiner tochter werde ich zur zeit auf medikamene eingestellt.. was sagt sie denn dazu? da sie auf die realschule geht fände sie den wechsel doch sicher schlimm!
wäre es den o schlimm wenn sie nun eine extra runde dreh, bis das medikament richtig eingestellt ist? wenn die möglichkeit einer heilung besteht würde ich sie unbedingt auf einer normalen schule lassen.. für ihre zunkunft! ich hatte auch schwer zu kämpfen. habe mir ein jahr "auszeit" genommen und mache nun mein abitur.. wichtig war es nur immer eng im kontakt mit den lehrern zu stehen.. viel zuhause zu machen und dafür nixcht immer zur schule zu gehen.. ich kenne deine tochter nicht aber ich hätte nie im leben sowas gern in meinem lebenslauf stehen wenn es nicht unbedingt nötig ist!
Re: Schulwechsel
Maryse
, Monday, 11.12.2006, 12:49 (vor 7193 Tagen) @
CHRISTIANE BECKER
[zitat=CHRISTIANE BECKER]Hallo,
Hallo!
ich würde mit dem Schulwechsel auch noch etwas warten.. meine Tochter hat auch Epilepsie und war in der Schule (Grundschule) auch ganz schön eingebrochen. Sie konnte sich nichts lange merken, konnte sich nicht konzentrieren, vergaß vieles etc etc.. Sie wurde dann irgendwann auf ein anderes Medikament eingestellt, das eine Langzeitwirkung hat. Nach einer kurzen Eingewöhungsphase lief alles viel besser. Inzwischen ist sie nicht mehr in der Grundschule sondern in der "grossen Schule" und bringt gute Noten mit nach Hause. Das macht sie sehr stolz weil das ja nicht immer so war! Sie braucht zwar noch immer ihre Zeit um die Matiere aufzunehmen aber es klappt viel besser als vorher. Da waren wir beide schon mal am Verzweifeln. Ich hoffe unsere Erfahrung macht Dir Mut vielleicht abzuwarten bis sie richtig eingestellt ist. Sollte es dann noch immer nicht besser werden, dann könntest Du einen Wechsel in Betracht ziehen.
Ganz liebe Grüße
Maryse
Re: Re: Schulwechsel
Roland Hammer
, Monday, 11.12.2006, 14:29 (vor 7193 Tagen) @
CHRISTIANE BECKER
Hallo
Auch ich bin der Meinung das ein Schulwechsel nicht sein muß, eine Ehrenrunde ist aber immer möglich.
Meine Tochter hatte seit 8 Jahren Epilepsie. Aber nie einen Anfall vorher gespührt. Letztes Jahr hatte sie 7 Anfälle.
Sie hat nur einmal die Schule gewechsel, aber nicht weil sie schlecht, sie war zwar nicht sehr gut, aber es hat immer noch gereicht. Was viel wichtiger ist es muß den Kindern Spaß machen. Nach der Realschule ging sie auf die Fachoberschule, jetzt ging sie seit zwei Monaten auf eine Privatschule, ermöglicht hatte sie sich den Traumberuf durch ein Ausbildungsdarlehen. Wenn ihr euren Kindern ein schönes Leben ermöglichen könnt macht es. Denn meine Tochter ging am 29.11.2006 beim baden in der Badewanne von uns.
Roland
Re: Schulwechsel
bjoern
, Tuesday, 12.12.2006, 11:10 (vor 7192 Tagen) @
CHRISTIANE BECKER
[zitat=CHRISTIANE BECKER]Hallo,
möchte mich mit Leuten austauschen, deren Kinder auf Grund der Epilepsie ein Schulwechsel angeraten wurde.
Unsere Tochter hat seit 2 Jahren Epilepsie und ist momentan noch nicht richtig eingestellt mit Medikamenten. Auf etliche Medikamente reagierte sie mit Nebenwirkungen, wie Konzentrationsmangel, schlechteres Kurzzeitgedächtnis usw.
Mittlerweile besucht sie die Realschule in der neunten Klasse. Ihr Durchschnitt in den Fächern ist bei vier und schlechter. Möchte nicht mehr weiter abwarten bis vielleicht irgendein Medi anständig greift.
Hab unserer Neurologin meine Bedenken wegen der Schulbildung und dem Abschluß vorgetragen. Zeigte wirklich Verständnis und hat vorgeschlagen ob wir sie nicht besser auf eine Körperbehindertenschule gehen lassen wollten. Kannte diese Möglichkeit nicht. Meine Fragen: Was für Prozedere muss ich unternehmen, dass sie auf eine Körperbehindertenschule kann? Haben andere auch Erfahrungen sowohl mit normalen Schulen als auch mit Körperbehindertenschulen? War die Entwicklung positiv?
Hab mir eine Homepage von einer Körperbehindertenschule angeschaut und die hat mir doch ziemlich Hoffnung gemacht.
Bin gespannt auf eure Erfahrungen.
Liebe Grüße
Christiane[/zitat]hallo christiane,
ich bin epileptiker und das seit meinen 6. lebensjahr.
das heist, das ich die ganze schulzeit über mit meiner behinderung klar kommen mußte. klar war es manchmal schwer für mich, aber ich hatte immer gute lehrer und meine klassenkameraden manhe sind jetzt noch meine besten freunde und ich bin jetzt 28 jahre alt.
es ist nicht schlimm, wenn dein kind manchmal nicht so schnell ist wie die anderen. sie hat nun mal die krankheit (soll keine beleidigung sein). dann lasse sie die das jahr nochmal wiederholen.
ist ja nicht schlimm, machen ja andere (normale schüler)auch.
meine zensuren waren auch nicht immer die besten, aber mein realschulabschluß war am ende nicht schlecht. ich glaube zwischen 2-3.
die tochter meines cousins geht in einer behindertenschule und die hängt mit medikamenten noch viel viel weiter hinter her, die hat auch epilepsie seit ihrer frühen jugend. sie kann sich halt nicht so gut unterhalten,schreiben und lesen und so weiter.
ICH WÜNSCHE DIR ALLES ALLES GUTE.
Re: Re: Schulwechsel
Stefan
, Saturday, 16.12.2006, 19:32 (vor 7188 Tagen) @
CHRISTIANE BECKER
da es hier um den fall schulwechsel geht möchte ich mich hier mal die meinung eines schülers, meiner wenigkeit äußern.
gehe nun in die 12 klasse FOS(fachoberschule) hatte z.b. im fach mathe durchschnittlich die note 1-2. seit dem ich epilepsie habe, seit ca. mitte der 11. kann ich mich nicht mehr wirklich in zahlen hineinversetzen, wenn ihr versteht was ich meine und mir fällt es schwerer sachen auswendig zu lernen, höchstwahrscheinlich wegen den medikamenten. somit bin ich in der 12 klasse stark abgesackt und habe sie dann schließlich wiederholt. heutzutage ist das wirklich kein genickschuss von daher würde ich bei meinem eigenen kind niemals sofort an den wechsel an eine tiefere ebene denken.
die einzige lösung: mehr und intersiver lernen. ich habs auch geschafft.
das einzige was mir noch zu schaffen macht ist die schläfrigkeit verursacht durch die medikamente. tja, da helfen immernoch 2-3 tassen cafè ;) für meinen englisch-lehrer allerdings erst 6 ;)