medic specialist stomatologie generala
helmut menzel
, Wednesday, 20.12.2006, 22:46 (vor 7184 Tagen)
sehr geehrte kollegen!heute hatte ich einen jungen patienten,zwanzig jahre alt,in meiner sprechstunde,der seit ca dem 12.lebensjahr an epilepsie leidet und sich seitdem in aerztlicher behandlung in einem bukarester krankenhaus befindet.nun wurde er auf einen moeglichen zusammenhang seines leidens mit einer zahnproblematik hingewiesen,die laut eines neuen kollegen fuer dessen epilepsiesymtomatik verantwortlich sein soll?wie kann ich diesem patienten helfen?gibt es die moeglichkeit eines solchen zusammenhanges?fuer ihre bemuehungen im vorausdankend mit kollegialen gruessen za h.menzel
Re: medic specialist stomatologie generala
Thomas
, Thursday, 21.12.2006, 11:05 (vor 7184 Tagen) @
helmut menzel
zitat=helmut menzel]sehr geehrte kollegen!heute hatte ich einen jungen patienten,zwanzig jahre alt,in meiner sprechstunde,der seit ca dem 12.lebensjahr an epilepsie leidet und sich seitdem in aerztlicher behandlung in einem bukarester krankenhaus befindet.nun wurde er auf einen moeglichen zusammenhang seines leidens mit einer zahnproblematik hingewiesen,die laut eines neuen kollegen fuer dessen epilepsiesymtomatik verantwortlich sein soll?wie kann ich diesem patienten helfen?gibt es die moeglichkeit eines solchen zusammenhanges?fuer ihre bemuehungen im vorausdankend mit kollegialen gruessen za h.menzel[/zitat]
Hallo Herr Menzel,
erstmal: ich bin kein Arzt, sondern „nur“ Betroffener, aber ich bin so frei und antworte trotzdem mal. Das ein direkter organisch-kausaler Zusammenhang zwischen einem Zahnproblem und einer Epilepsie geschlossen werden kann, halte ich für äußerst zweifelhaft. ABER: Es gibt eine ganze Menge von Epileptologen, die sagen, dass im Grunde alle Menschen Epilepsie haben, d.h. wenn man einen Moment geistig nicht ganz da, abgelenkt ist, dann verbirgt sich dahinter das, was die Neurologen als Absence mit Epilepsie in Verbindung bringen. Bei den Personen, die man dann Epileptiker nennt, liegt dieser Theorie zufolge nur eine höhere Sensibilität für bestimmte Reize vor. Bei allen aber gilt: Wird der bestimmte Schwellenwert der Reizung überschritten, erfolgt ein epileptischer Anfall. Einer der weitverbreitetsten Auslöser für epileptische Anfälle ist Stress. Und hier schließt sich nun der Kreis. Wenn eine Zahnerkrankung den Körper unter DauerStress setzt, dann kann daraus durchaus ein epileptischer Anfall (quasi als Stressabbau) folgen (das ging mir bei meinem Weisheitszahn - Schmerzen->Stress->Anfall - so).
Also zusammengefasst: Wenn es sich bei ihrem Patienten erstens um eine idiopathische Epilepsien handelt (bei Schädigungen des Hirnes sieht das natürlich anders aus), und wenn zweitens seine Anfälle durch zuviel Stress verursacht werden, dann wäre durchaus ein indirekter Zusammenhang zwischen einem Zahnproblem, dass Stress erzeugt und seiner Epilepsie denkbar. In diesem Fall würde die Behebung des Zahnproblems ihrem Patienten im besten Fall ein anfallsfreies Leben (evtl. sogar ohne Antiepileptika und nur mit Stressvermeidungs-Verhaltensregeln) ermöglichen. Zumindest würde es seine Gesamtsituation verbessern, da Sie durch Beheben der Zahnproblematik einen Teil des Gesamtdruckes entfernen.
Na ja, schön, dass es im Deutschen ein Konditional gibt - Sie sehen schon: es ist nicht so einfach, wie man es sich wünscht, aber: (die Anmerkung sei noch erlaubt) Zähne sind ja eh so was wie ein Wunderwirkmittel: Eine Freundin von mir hatte eine größere Zahnbehandlung und danach sind ihre sämtlichen Allergien verschwunden…
Ach ja: Ich find es toll, dass Sie sich so für die Situation Ihres Patienten interessieren und einsetzen. Großes Lob!
Viele Grüße
Thomas
P.S.: Ach ja: Bei www.spinchat.de gibt es jeden Donerstag ab 20:00 Uhr einen betreuten Chat, da könnten Sie ggf. auch mal nachhaken.
Re: medic specialist stomatologie generala
Marion
, Thursday, 21.12.2006, 17:35 (vor 7183 Tagen) @
helmut menzel
[zitat=helmut menzel]sehr geehrte kollegen!heute hatte ich einen jungen patienten,zwanzig jahre alt,in meiner sprechstunde,der seit ca dem 12.lebensjahr an epilepsie leidet und sich seitdem in aerztlicher behandlung in einem bukarester krankenhaus befindet.nun wurde er auf einen moeglichen zusammenhang seines leidens mit einer zahnproblematik hingewiesen,die laut eines neuen kollegen fuer dessen epilepsiesymtomatik verantwortlich sein soll?wie kann ich diesem patienten helfen?gibt es die moeglichkeit eines solchen zusammenhanges?fuer ihre bemuehungen im vorausdankend mit kollegialen gruessen za h.menzel[/zitat]
Hallo,
auch ich bin nur eine Betroffene. Es gibt aber auch eine homepage für fachlichen Austausch von Medizinern unter
http://www.epilepsie-netz.de/
Vielleicht gibt es dort Kollegen, die bereits ähnliche Überlegungen hatten. Vielleicht gibt es dort sogar bereits Erfahrungswerte.
Ansonsten schließe ich mich dem Thomas bezüglich des Engagements an.
Mit besten Grüßen
Marion
Re: Re: medic specialist stomatologie generala
Ulrike
, Thursday, 21.12.2006, 20:41 (vor 7183 Tagen) @
helmut menzel
Hallo,
im Forum, www.infoepilesie.de gibt es eine Rubrik Expertenrat. Dort geben Ärzte Auskunft zu konkreten Fragen.
ciao
Ulrike
Re: medic specialist stomatologie generala
"Leben mit Epilepsie"
, Friday, 22.12.2006, 07:56 (vor 7183 Tagen) @
helmut menzel
Warum einfach negieren,
schulmedizinische Kliniken mit Alternativmedizin erstellen sogar ein Gesundheitsprofil über elektr. Spannung der Zähne.
Auszug : http://www.semmelweis.com/sanumpost/56/rau.pdf
Die Ursachen der Epilepsie aus ganzheitlicher Sicht
von Dr. Thomas Rau
Auch diese Spannung kann heute durch fortschrittlich arbeitende biologische Ärzte objektiv gemessen werden durch die ANSA (Autonome Nervensystem-Analyse oder Heart Rate Variability-Test), womit das wichtige Wechselspiel zwischen Spannkraft und Entspannungsfähigkeit des Körpers gemessen wird. Gerade Patienten mit epileptischen Anfällen zeigen oft bizarr verminderte
Parasympathikus-Fähigkeiten.
– Zahnstörherde, impaktierte Weisheitszähne und Zahn-Wurzelfüllungen, toxisch-lokale Reizung:
In jedem toten Zahn, auch bei „fachgerecht“ durchgeführter Wurzelkanalfüllung, entstehen hochtoxische Leicheneiweiße und freie
Radikale (Thioäther, Mercaptane, Indole, Katole, sogar Formaldehyde).
Diese können lokal chemisch, aber auch neuronal oder über das interstitielle System störend wirken.
Bei jedem Patienten mit epileptischen Krampfanfällen ist daher strikt und ganzheitlich nach toten Zähnen sowie deren bakteriellen und chemischen Störfaktoren zu suchen.
Besonders impaktierte (= eingewachsene) Weisheitszähne haben energetisch einen Zusammenhang zum Großhirn und Krampfneigungen.
Gerade bei Adoleszenten und jungen Erwachsenen muss daher immer bei neu aufgetretenen epileptischen Anfällen an fehlerhafte
Anlagen der Weisheitszähne gedacht werden. Der biochemische und physikalische Mechanismus dieser Zusammenhänge ist bisher
leider noch nicht bekannt. Es ist aber nachgewiesen, dass in den Verläufen der Meridiane (Bahnen verminderten elektrischen Gewebewiderstandes) eine Änderung der Membranpotentiale entstehen.
Dr. med. Thomas Rau
Chefarzt
Paracelsus Klinik Lustmühle
CH-9062 Lustmühle bei St.Gallen
Tel. 0041 71 335 7171
Fax. 0041 71 335 7100
Homepage: http://www.paracelsus.ch
LG Ragnar