Erfahrungen mit Keppra
Hallo !
Meine Frau nimmt seit acht Monaten Keppra als Monotherapie und hat bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie nimmt 2X500 mg am Tag, dazu noch Folsan, da bei uns Kinderwunsch besteht.
Bei Keppra liegen, soweit mir bekannt ist, zumindest als Monotherapie noch nicht ausreichend Erkenntnisse vor, ob und welche nachteilige Folgen Keppra auf das ungeborene Leben haben kann. Bei Tierversuchen sollen die Ergebnisse aber sehr ermutigend gewesen sein, so dass es sogar sein könnte, dass Keppra die Schwangerschaft überhaupt nicht beeinflusst. Merkwürdig finde ich bei der Medikamentation aber vor allem Folgendes: Folsan soll im Zusammenspiel mit anderen Antiepileptika die Gefahr z.B. von offenen Rücken reduzieren; warum es aber bei Keppra überhaupt verordnet wird, obwohl hier noch gar keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen, verstehe ich nicht.
Wer hat Erfahrungen mit Keppra (vor allem als Monotherapie), vor allem auch im Zusammenspiel mit einem Kinderwunsch und wer nimmt flankierend Folsan ?
Re: Erfahrungen mit Keppra
Hallo Ralf
habe beim googeln dies hier gefunden
Es gibt keine Daten zur Anwendung von Keppra bei schwangeren Frauen. Tierexperimentelle Studien
haben reproduktionstoxische Wirkungen gezeigt (s. Abschnitt 5.3). Das mögliche Risiko für den
Menschen ist nicht bekannt.
Keppra darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der behandelnde
Arzt hält es für unverzichtbar. Der Abbruch einer antiepileptischen Behandlung kann zur
Verschlimmerung der Krankheit führen, was negative Folgen für die Mutter und das ungeborene Kind
haben kann.
Levetiracetam geht in die Muttermilch über. Das Stillen wird deshalb nicht empfohlen.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Genotoxizität und zum
kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten kein besonderes Risiko für den Menschen
erkennen.
Nebenwirkungen, die bei Ratten und in geringerem Ausmaß auch bei Mäusen nach Exposition im
humantherapeutischen Bereich auftraten, die nicht in klinischen Studien beobachtet wurden, jedoch als
möglicherweise relevant für die klinische Anwendung zu bewerten sind, waren Leberveränderungen,
die auf eine adaptive Reaktion hinweisen wie z. B. erhöhtes Lebergewicht, zentrolobuläre
Hypertrophie, Fettinfiltration und erhöhte Leberenzyme im Plasma.
In reproduktionstoxikologischen Studien an der Ratte, bei Wirkstoffspiegeln ähnlich oder höher denen
beim Menschen, wirkte Levetiracetam toxisch auf die Entwicklung (vermehrte
Skelettveränderungen/geringfügige Skelettanomalien, verzögertes Wachstum, erhöhte Sterblichkeit der
Jungtiere). Beim Kaninchen wurden nach maternaltoxischen Dosierungen schädliche Wirkungen auf
den Embryo beobachtet (Tod des Embryos, vermehrte Skelettanomalien und vermehrte
Missbildungen). Der Wirkstoffspiegel, bei dem noch kein toxischer Effekt beim Kaninchen beobachtet
wurde, betrug etwa das 4- bis 5fache des Wirkstoffspiegels beim Menschen.
Neonatale und juvenile tierexperimentelle Studien bei Ratten und Hunden zeigten, dass bei Dosen bis
zu 1800 mg/kg/Tag, entsprechend der 30fachen maximalen Dosis beim Menschen, bei keinem der
Standard-Endpunkte bezüglich Entwicklung und Reife unerwünschte Effekte beobachtet wurden.
http://www.emea.eu.int/humandocs/PDFs/EPAR/keppra/H-277-PI-de.pdf
lg loebor