Job

Stephan @, Monday, 08.01.2007, 22:04 (vor 7165 Tagen)

Wenn ich die Beiträge richtig verfolge plädieren die
meisten dafür einen sicheren Job nicht zu kündigen.
Folgende Situation: Wurde vor 16 jahren an einem Oli II operiert, keine Chemo/Bestrahlung. Bin 46. Nehme seitdem Lamictal 100/100. Bin seit 3 Jahre KA frei,
vorher mit anderen Medis von zeit zu Zeit KA, die
auch AG mitbekommen hat. Seitdem keine Entfaltungs-
möglichkeiten mehr etc. BG 60 % wird über Lohnsteuerjahresausgleich verrechnet.
Nun will mich ein privater Arbeitsvermittler in eine
neue Stelle bringen - mehr Geld/mehr Verantwortung/evtl. Firmenwagen. Ich würde mir diese
Stelle zutrauen, bietet mehr Entfaltungsmöglichkeiten.

Mich würde Eure Meinung interessieren. Soll ich dieses
Angebot ausschlagen und mich bis ggfs. zur gesetztl.
Rente auf einer Stelle einrichten die mir keinen Spaß
macht? Bin bereit ein gewisses Risiko einzugehen.

Was meint Ihr?

Gruß
Stephan

Re: Job

Claudia @, Tuesday, 09.01.2007, 09:07 (vor 7164 Tagen) @ Stephan

Hallo Stefan
Sicher ist es richtig, gerade in der heutigen Zeit, einen sicheren Arbeitsplatz nicht zu kündigen, doch manchmal sollte man auch ein Risiko eingehen. Ich stand selber mal vor so ein Entscheidung. Hatte über 12 Jahre bei einer Fluggesellschaft gearbeitet, merkte aber das mir der Job keinen Spaß mehr machte und sich auch innerhalb der Firma sich keine anderen Möglichkeiten für mich ergaben. Also suchte ich mir einen anderen Job und kündigte (was mir nicht leicht viel). Obwohl es beruflich danach nicht so gut lief, bin ich trotz allem Froh den Schritt gewagt zu haben, denn ich konnte mein Wissen auch in anderen Bereichen erweitern, das bei dem alten Job nicht der Fall gwesen wäre und ich heute noch das gleiche machen würde wie damals. Ausserdem habe ich damals in der neuen Firma meinen Mann kennengelernt und nun zwei tolle Kinder mit ihm. Wenn Du, wie Du schon sagtest ein gewisses Risiko eingehen würdest, dann würde ich es machen. Doch schluss endlich ist es deine Entscheidung. Viel Glück Claudia!!

Re: Job

Dieter @, Tuesday, 09.01.2007, 21:16 (vor 7164 Tagen) @ Stephan

[zitat=Stephan]Wenn ich die Beiträge richtig verfolge plädieren die
meisten dafür einen sicheren Job nicht zu kündigen.
Folgende Situation: Wurde vor 16 jahren an einem Oli II operiert, keine Chemo/Bestrahlung. Bin 46. Nehme seitdem Lamictal 100/100. Bin seit 3 Jahre KA frei,
vorher mit anderen Medis von zeit zu Zeit KA, die
auch AG mitbekommen hat. Seitdem keine Entfaltungs-
möglichkeiten mehr etc. BG 60 % wird über Lohnsteuerjahresausgleich verrechnet.
Nun will mich ein privater Arbeitsvermittler in eine
neue Stelle bringen - mehr Geld/mehr Verantwortung/evtl. Firmenwagen. Ich würde mir diese
Stelle zutrauen, bietet mehr Entfaltungsmöglichkeiten.

Mich würde Eure Meinung interessieren. Soll ich dieses
Angebot ausschlagen und mich bis ggfs. zur gesetztl.
Rente auf einer Stelle einrichten die mir keinen Spaß
macht? Bin bereit ein gewisses Risiko einzugehen.

Was meint Ihr?

Gruß
Stephan[/zitat]
Hallo Stephan,
ich habe vor 29 Jahren einen ähnlichen Schritt gewagt und habe ihn nicht bereut . Allerding habe ich meinem Arbeitgeber damals gesagt , was für eine Krankheit ich hatte . Im nachhinein kann ich sagen dass dies mir Sicherheit im Job gegeben hat . Allerdings habe ich auch ganz penibel die wichtigen Zeiten eingehalten (kein Schlafentzug , regelmässige Tabletteneinnahme). Dazu kommt noch viel trinken , damit das Zeug halbwegs wieder rausgeschwemmt wird. Mit dem Firmenwagen wäre ich allerdings etwas vorsichtig . Kannst vielleicht Deinen Neurologen um Rat fragen . Es heißt ja , dass man bei 3 Jahren Anfallsfreiheit wieder Auto fahren darf . Ich habe noch 21 Jahre bis zur Rente gearbeitet . Vielleicht hast du auch so viel Glück wie ich. ich wünsche es dir allemal
Gruss Dieter