Zuviele Lebensbedrohliche Anfälle!

bruchpilot @, Saturday, 20.01.2007, 17:29 (vor 7153 Tagen)

Hallo ihr lieben...
Ich bin am Verzweifeln, ich hatte am 03.01 einige Anfälle zuhause und im Notarztwagen sowie auf der Intensivstation. Die Ärzte versuchten die ganze Nacht lang mich irgendwie zu stabilisieren, alles sie es endlich geschafft hatten das ich das Krampfen aufhörte haben sie mich in Narkose gelegt und in eine Spezialklinik mit dem Hubschrauber geflogen. Dort wurde ich eine lange Woche behandelt und es wurden das Trileptal von bisherigen 600mg auf 750mg erhöht und so wurde ich entlassen. Mein Neurologe schlug die Hände über den Kopf zusammen als ich ihn einen Tag nach der Entlassung ratlos und ängstlich aufsuchte. Jetzt am 13.01 hatte ich wieder so schlimme Anfälle, lag über eine Stunde hilflos im Wald bis mich endlich jemand fand. Nachdem mich die Sanitäter schon kannten, wußten sie auch gleich welche Medikamente über die Vene gesprzt werden sollten. Nach 5 Tagen Krankenhaus wurde das Trileptal auf 900mg erhört, also 450mg in der Früh und vor dem Schlafengehen 450mg. Mein Neurologe meinte das es so nicht weiter gehen kann, das ich jede Woche mit Lebensgefährlichen Anfällen eingeliefert werde und wie ein Boomerang zurück komme. Er überlegt ob er nicht mit Phenhydan anfangen soll, er erklärte mir aber auch welche Gesundheitlichen Nachteile dieses Medikament für mich haben kann. Ich bin echt ratlos und habe große Angst das es wieder zu solch schlimmen Anfällen kommt. Kann mir von euch jemand rat geben?

Re: Zuviele Lebensbedrohliche Anfälle!

Marion @, Sunday, 21.01.2007, 18:04 (vor 7152 Tagen) @ bruchpilot

Hallo Bruchpilot,

leider kann ich Dir gar keinen Rat geben, möchte Dir aber sagen, dass mir das echt leid tut mit Deinem Zustand. Wäre es nicht vielleicht sinnvoll, noch einmal in eine der großen erfahrenen Kliniken zu gehen (Bethel, Kehl-Kork oder so)? Hast Du auch schon früher mal überprüft, ob Du für eine OP infrage kämst? Wobei das wohl nur geht, wenn der Herd eindeutig feststellbar ist. Auch weiß ich ja nicht wie alt du bist und bis zu welchem Alter solche OP s überhaupt gemacht werden.
Echt Mist so ein Zustand wie Deiner- trotzdem Kopf hoch, solange es geht !

Ganz freundliche Grüße von
Marion

Re: Zuviele Lebensbedrohliche Anfälle!

Marion @, Sunday, 21.01.2007, 18:50 (vor 7152 Tagen) @ bruchpilot

Hallo Bruchpilot(in),

nun habe ich weitere Beiträge gelesen und gelesen, dass du ja noch jung und außerdem weiblich bist. Zudem engagierst du dich sehr in den Forum :-)
Dein Name assoziiert immer Mann, weil die Form männlich ist. Alles Gute nochmal!

Marion

Re: Zuviele Lebensbedrohliche Anfälle!

Julia Höhe @, Tuesday, 23.01.2007, 17:47 (vor 7150 Tagen) @ bruchpilot

[zitat=bruchpilot]Hallo ihr lieben...
Ich bin am Verzweifeln, ich hatte am 03.01 einige Anfälle zuhause und im Notarztwagen sowie auf der Intensivstation. Die Ärzte versuchten die ganze Nacht lang mich irgendwie zu stabilisieren, alles sie es endlich geschafft hatten das ich das Krampfen aufhörte haben sie mich in Narkose gelegt und in eine Spezialklinik mit dem Hubschrauber geflogen. Dort wurde ich eine lange Woche behandelt und es wurden das Trileptal von bisherigen 600mg auf 750mg erhöht und so wurde ich entlassen. Mein Neurologe schlug die Hände über den Kopf zusammen als ich ihn einen Tag nach der Entlassung ratlos und ängstlich aufsuchte. Jetzt am 13.01 hatte ich wieder so schlimme Anfälle, lag über eine Stunde hilflos im Wald bis mich endlich jemand fand. Nachdem mich die Sanitäter schon kannten, wußten sie auch gleich welche Medikamente über die Vene gesprzt werden sollten. Nach 5 Tagen Krankenhaus wurde das Trileptal auf 900mg erhört, also 450mg in der Früh und vor dem Schlafengehen 450mg. Mein Neurologe meinte das es so nicht weiter gehen kann, das ich jede Woche mit Lebensgefährlichen Anfällen eingeliefert werde und wie ein Boomerang zurück komme. Er überlegt ob er nicht mit Phenhydan anfangen soll, er erklärte mir aber auch welche Gesundheitlichen Nachteile dieses Medikament für mich haben kann. Ich bin echt ratlos und habe große Angst das es wieder zu solch schlimmen Anfällen kommt. Kann mir von euch jemand rat geben?[/zitat]


Hallo,
kann deine Verzweiflung verstehen. Es ist nicht schön und ganz und gar nicht fördernd dauerhaft lebensbedrohliche Anfälle zu haben. --Ich selbst hatte in meiner Kindheit auch zu genüge davon. -Leider, worauf ich auch auf Phenhydan eingestellt wurde.
Klar hat es Nebenwirkungen wie vermehrter Haarwuchs, Zahnfleischwucherungen, Konzentratins- und Merkfähigkeitsstörungen, Händezittern, doch ich finde es weit aus besser als den ganzen Tag zu krampfen.
Ich vertrage es z. B. super, eben bis auf ein paar Nebenwirkungen. Doch die nehme ich gerne in Kauf. So habe ich keine Anfälle mehr. Probier es doch einfach aus. Jeder Mensch reagiert sehr unterschiedlich auf Medikamente. Was ich super vertrage, heißt noch lange nicht dass du es genau so super verträgst wie ich, doch ich finde einen Versuch ist es wert.
Es kann ja nur besser werden, oder?

Und wenn du deinem Neurologen nicht trauen solltest, hast du immer noch die Möglichkeit, dich stadtionär in einem Epilepsiezentrum behandeln zu lassen,
Wünsch dir viel Erfolg bei deiner Medikamenteneinstellung und wünsch dir dass man für dich das richtige findet.

Gruß Julia