Hat jemand Erfahrungen mit der Wahl eines Epimedis bei Leberschwierigkeiten?

cokie @, Tuesday, 23.01.2007, 16:00 (vor 7150 Tagen)

Hallo Leute,
In einigen meiner Beiträgen habe ich schon mal erwähnt, dass ich im vergangenen Jahr eine Mediumstellung machen mußte weil ich nach 17 Jahren Convulex (Wirkstoff Valproat) einen toxischen Leberschaden, medikamentenbedingt habe. ein Umstellungsversuch auf Lamotrigin schlug fehl (vermehrte Anfälle). Das nächste Medi, Keppra, läuft anfallstechnisch seit Oktober soweit ganz gut. Bedeutend weniger und schwächere Anfälle. Aber meine Leberwerte die anfänglich auch besser wurden, haben sich jetzt trotz Leberentgiftung und Medikamenten zur Unterstützung der Entgiftung der Organe bei Leberfunktionsstörungen wieder in schwindelerregende Höhen gesteigert. Mein Gamma-GT beträgt zur Zeit das 13-fache des oberen Normalwertes und mein Arzt riet mir ständig auf Anzeichen von Gelbsucht zu achten. Am Donnerstag kontrolliert er nocheinmal die Leberwerte, nach Erhöhung der Entgiftungsmedikamente letzte Woche. Ist keine Besserung in Sicht muß ich in die Leberambulanz und er verlangt, dass mein Neurologe erneut nach einem Antiepileptika für mich sucht, dass die Leber nicht belastet.
Jetzt bin ich ziemlich ratlos. Mal davon abgesehen, dass sowohl die Lebergeschichte, wie auch eine neue Umstellung mit allen "Begleiterscheinungen" irgendwie eine kleine Kathastrophe für mich sind, weiß ich nicht mehr welches Medikament da noch möglich sein kann. Ich habe generalisierte idiophatische Epilepsie und epileptische Syndrome (lt. Arztbericht). Hat irgendjemand hier im Forum schon Erfahrungen gemacht, welches Epimedi bei Leberschäden eingenommen werden kann?
Ich habe riesen Ängste vor alledem was kommt, aber wenn ich wenigstens wüßte es gibt noch ein Medi das der Leber nicht schadet, hätte ich wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer.
Vielen Dank schon mal an alle die mir antworten.
Liebe Grüße Cordula

Re: Hat jemand Erfahrungen mit der Wahl eines Epimedis bei Leberschwierigkeiten?

Horst @, Tuesday, 23.01.2007, 18:57 (vor 7150 Tagen) @ cokie

Hallo Cordula,

hast du schon mal überlegt, ob deine Anfälle durch Magnesium-Mangel ausgelöst werden, bzw. durch Magnesium-Einnahme verhindert werden könnten?
Vielleicht trifft es bei dir auch zu, dann hättest du besonderes Glück, denn Mg wird über die Nieren abgebaut.
Wir haben schon viel über Mg im Forum http://forum.epilepsie-netz.de/index.php geschrieben, lies es mal durch, oder sende über obiges Forum eine PN.
Ich hatte auch sehr schwere Grand Mals Anfälle (1/2h) bin durch Mg anfallsfrei, ohne AEs, ein anderer, der bereits als therapieresistent galt und operiert werden sollte, ist auch schon seit längerer Zeit anfallsfrei.
Der große Vorteil von Mg : fast keine Nebenwirkungen.
Lass vom (Haus-) Arzt seinen Magnesiumspiegel feststellen (Referenzwert 0,7 - 1,1 mmol/Liter Blut-Serum),
nimm Mg-Citrat, falls dein Wert unter 0,9 liegen sollte.

Beste Grüße
Horst

Re: Re: Hat jemand Erfahrungen mit der Wahl eines Epimedis bei Leberschwierigkeiten?

cokie @, Wednesday, 24.01.2007, 09:54 (vor 7149 Tagen) @ cokie

Hallo Horst, danke für deine Antwort. Ja ich hab schon hier im Forum davon gelesen und ich nehme schon Magnesium, weil ich eben Magnesiummangel und wohl aufgrund dessen (lt. Arzt) Herzrythmusstörungen habe. Er sprach das letzte mal auch schon davon es mir in reinform zu geben, weil trotz dem Präparat das er mir bisher gab ( Tromcardin forte) meine Magnesiumwert noch gefallen ist ( bin bei 0,70). Ich danke dir für deinen Hinweis und werde das mit dem Magnesium mit meiner Neurologin besprechen.
Liebe Grüße Cordula