Unerklärliche Schwindelanfälle bei bestehender Absencenepilepsie
Vor genau einem Jahr wurde bei meiner 7 jährigen Tochter eine Absencenepilepsie diagnostiziert. Ziemlich zeitgleich traten auch Schwindelanfälle auf, die mit Bauchschmerzen und Übelkeit einhergingen. Entweder schläft sie danach bis zu 3 Stunden oder bricht einfach kurzzeitig zusammen. Diese "Anfälle?" treten mindestens 3 - 5 Mal pro Tag auf. Eingestellt wurde sie zuerst mit Lamictal. Da ging es ihr aber sehr schlecht. Dann nahm sie Convulex sehr hoch dosiert. Darauf verschlechterten sich ihre Blutwerte dramatisch, so dass man reduzieren musste. Auch mit Petinimid versuchte man es. Auch da waren die Nebenwirkungen schlimmer als der Nutzen. Zur Zeit nimmt sie nur Convulex, und wäre nicht dieser Schwindel, würde man glauben, sie sei gut eingestellt. Außerdem hat sich auch im letzten Jahr ihre Motorik weiter verschlechtert, so dass ich mit meiner Tochter im Oktober für 7 Wochen in einer Rehaklinik war. Auch dort brach sie ständig zusammen, und der Leiter der Klinik suchte das Gespräch mit mir. Er meinte, dass es so nicht weiter gehen könnte. Völlig unklar ist, ob diese Schwindelanfälle epileptischer Natur sind. Keiner weiß weiter, aber so wie es ist, kann es auch nicht mehr weitergehen. Weiß vielleicht irgendjemand Rat? Wir haben schon sämtliche Ärzte aufgesucht, alle Untersuchungen wie MR oder CT, 24h
EKG und Blutdruckmessungen, Blutuntersuchungen ...etliche Male wiederholt, aber ohne sichtlichen Erfolg. Wenn vielleicht irgendjemand mit solchen Problemen auch nur ansatzweise zu kämpfen hatte, bitte ich um
Rat und Hilfe.
Re: Unerklärliche Schwindelanfälle bei bestehender Absencenepilepsie
hallo,
wie sieht es eigentlich mit dem eeg aus? sind hier auffälligkeiten vorhanden?
liebe grüße
chris
Re: Unerklärliche Schwindelanfälle bei bestehender Absencenepilepsie
Hallo Chris! Genau das ist eben das Problem. Ihr EEG ist eigentlich unauffällig. Einige Ärzte haben nur immer wieder festgestellt, dass sich ihr Grundrhythmus sehr oft ändert, von sehr langsam auf sehr schnell. Das Interessante ist aber, dass man es Julia ansieht, wenn es ihr wieder schwindlig wird. Sie wird kreidebleich, ihren Kopf neigt sie meistens auf die linke Seite und ihre Augen sind dann ganz grau und unbeschreiblich. Mein Mann erzählte mir letztens, dass er sich richtig vor ihr gefürchtet hat. Zitat: "Sie hat wie ein Zombie ausgesehen." Gestern musste ich- wie so oft- Julia wieder vorzeitig von der Schule abholen. Auch ihr Lehrer sagte mir das Gleiche. Er habe ihr an den Augen angesehen, dass es ihr wieder nicht gut geht. Sie ist darauf so müde, dass sie entweder bis zu 3 Stunden schläft, oder einfach nur im Bett liegt und nichts macht. Mein Kind verbringt mehr Zeit im Bett als sonst etwas. Sie ist dann extrem weinerlich und sensibel. Ich gebe gerne zu, ich bin verzweifelt. Wir können nicht wirklich etwas unternehmen, weil es ihr immer wieder schwindlig wird und wir dann nach Hause fahren müssen. Letzte Woche war sie mit ihrem besten Freund und seiner Mutter in einem Indoor Vergnügungspark. Der Erfolg: nach einer Stunde mussten sie abbrechen und mir Julia nach Hause bringen, weil sie wieder zusammengebrochen war. Das ist doch nicht normal. Sie ist gerade mal 7 Jahre. Die letzte Neuropädriatin, die wir aufgesucht haben, sagte mir, dass es sich bei Julias Absencen um keine typische Form handelt. Was auch immer das heißt.
So, jetzt habe ich mir wieder meinen Frust von der Seele geschrieben und hoffe sehr, dass mir irgendjemand einen Tipp geben kann oder vielleicht jemand ähnliches durchgemacht hat. Liebe Grüße Claudia
Re: Unerklärliche Schwindelanfälle bei bestehender Absencenepilepsie
[zitat=Claudia Nussbaum]Vor genau einem Jahr wurde bei meiner 7 jährigen Tochter eine Absencenepilepsie diagnostiziert. Ziemlich zeitgleich traten auch Schwindelanfälle auf, die mit Bauchschmerzen und Übelkeit einhergingen. Entweder schläft sie danach bis zu 3 Stunden oder bricht einfach kurzzeitig zusammen. Diese "Anfälle?" treten mindestens 3 - 5 Mal pro Tag auf. Eingestellt wurde sie zuerst mit Lamictal. Da ging es ihr aber sehr schlecht. Dann nahm sie Convulex sehr hoch dosiert. Darauf verschlechterten sich ihre Blutwerte dramatisch, so dass man reduzieren musste. Auch mit Petinimid versuchte man es. Auch da waren die Nebenwirkungen schlimmer als der Nutzen. Zur Zeit nimmt sie nur Convulex, und wäre nicht dieser Schwindel, würde man glauben, sie sei gut eingestellt. Außerdem hat sich auch im letzten Jahr ihre Motorik weiter verschlechtert, so dass ich mit meiner Tochter im Oktober für 7 Wochen in einer Rehaklinik war. Auch dort brach sie ständig zusammen, und der Leiter der Klinik suchte das Gespräch mit mir. Er meinte, dass es so nicht weiter gehen könnte. Völlig unklar ist, ob diese Schwindelanfälle epileptischer Natur sind. Keiner weiß weiter, aber so wie es ist, kann es auch nicht mehr weitergehen. Weiß vielleicht irgendjemand Rat? Wir haben schon sämtliche Ärzte aufgesucht, alle Untersuchungen wie MR oder CT, 24h
EKG und Blutdruckmessungen, Blutuntersuchungen ...etliche Male wiederholt, aber ohne sichtlichen Erfolg. Wenn vielleicht irgendjemand mit solchen Problemen auch nur ansatzweise zu kämpfen hatte, bitte ich um
Rat und Hilfe.
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Re: Unerklärliche Schwindelanfälle bei bestehender Absencenepilepsie
liebe claudia,
meine tochter ist heute 13 jahre alt, und hat nach einem sauerstoffmangel bei der geburt seit dem babyalter epilepsie. sie hat fokale anfälle und grandmalanfälle, seit der pubertät auch absencen. die von dir beschriebenen zustände kenne ich , auch meine tochter hat während ihrer anfälle ein total verändertes gesicht, die augen werden so dunkel und das gesicht blaß bis grau, dazu kommen bläuliche lippen und eine stoßatmung, diese anfälle nennt man "komplex fokal" hat man uns gesagt. sie ist danach auch sehr müde, und speziell vergnügungsparks, kinderdisco und ähnliches haben bei ihr genau das gleiche ausgelöst - wir mussten immer bald nach hause. ihr ist auch schwindlig, und sie sagt daß sie wackelig ist, im eeg hat man außer bei den absencen nur ganz selten etwas gesehen. das kann auch daran liegen, daß laut unserer neurologin nur die obersten gehirnschichten im eeg zu sehen sind!
ich hoffe dir mit diesen informationen geholfen zu haben,
lg,ariane.