Kann Orfiril auch aufputschen?
Hallo,
bei unserem Sohn bemerkte ich das erste Mal Absencen, als er 5 Jahre alt war. Mit Ofriril long bekam man die Sache ganz schnell in Griff, sodass die EEG's in Ordnung waren und unser Sohn anfallsfrei. Unser Sohn hatte zu dieser Zeit zum Glück auch nie Probleme mit Nebenwirkungen - bis jetzt.
Ursprünglich sollte er Orfirl über 2 Jahre nehmen. Dies wurde dann verlängert; er nahm also Orfiril letztlich knapp 5 Jahre lang, wobei die Dosis nicht mehr erhöht wurde und so das Medikamtent eigentlich über einen sehr langen Zeitraum langsam ausgeschlichen und zum Schluss abgesetzt wurde.
1,5 Jahre war er anfallsfrei. Wir hatten gehofft, dass sich das Problem "verwachsen" hat und er nun ein Leben lang Ruhe. Leider ist dem nicht so.
Nach diesen 1,5 Jahren wurde das EEG wieder schlechter und zeigte deutliche Anfallsbereitschaft. Um es erst nicht wieder zu einem Anfall kommen zu lassen, wurde sofort wieder mit der Gabe von Orfiril Long begonnen. Nun nimmt unser nun 12jähriger Sohn jeweils früh 300 mg und abends 300 mg. Auch dieses Mal gab es bei der Einstellung auf das Medikament keine Probleme (Blutwerte in Ordnung) und bisher keine Nebenwirkungen.
In letzter Zeit jedoch verändert er sein Verhalten zum Nachteil: Er benimmt sich zu Hause, wie auch in der Schule nicht sonderlich gut, hat keine Lust zu lernen, ist recht aufgedreht und wild, sodass mich auch schon die Lehrerin darauf angesprochen hat.
Nun kann es natürlich sein, dass dies einfach die recht krassen Auswirkungen der Pubertät sind, die ja mit 12 Jahren doch schon Einzug hält/halten kann.
Es steht aber auch die Überlegung im Raum, ob das Orfiril auch einen Einfluss auf das Verhalten unseres Sohnes haben könnte. Ich las jedoch bisher nur immer von Müdigkeit, nicht von aufputschender Wirkung!
Könnte es trotzdem sein?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen! ...und wie könnte eine Lösung aussehen?
Viele Grüße
Steffi
Ich denke, mit der Einnahme durch Erwachsene kann man das bei Kindern und Jugendlichen nicht vergleichen. Erwachsene haben mehr Möglichkeiten, ihrem "Unwohlsein" oder wie man es nennen soll sozialadäquat Ausdruck zu verleihen... Vielleicht wird es aber auch besser, wenn er sich wieder an das Medikament gewöhnt hat, ich würde es Euch wünschen, fand meinen Sohn damals sehr "schwierig", dabei ist er eigentlich ein Goldstück!