Hilfe Epilepsie Fahrverbot
Hallo,
ich habe ein riesen problem.
ich bin 23 Jahre alt und 2001 (damals war ich 17) wurde ich eine Woche im Krankenhaus untersucht wegen Verdacht auf Epilepsie. Ich hatte immer nur Absencen, keine grand-mal Anfälle. nach schlafentzug meinte die Ärzte es deutet auf epileptische anfälle hin.
Ich wurde auf Medikamante eingestellt, erst orfiril, dann Lamictal. Meine Höchstdosis war damals 125 mg lamictal pro Tag. Im Jahr 2004 wurden die Medikamente abgesetzt weil ich dann zwei Jahre anfallsfrei war. Seit dem lief auch alles gut.
Am Montag bin ich auf der Arbeit umgekippt (nach 2 Stunden langen stehen etc), war 3 minuten bewusstlos und wurde in Kh gebracht. Natürlich in genau das wo ich im jahr 2001 war. ich habe weder gekrampt, das EEG war TOP in Ordnung und im CT war nichts zu sehen. Für den Arzt stand jedoch fest, dass es automatisch wieder ein Anfall war und dieser Ohnmachtsanfall keine andere Ursache hat. (Zitat: Das muss ein Anfall gewesen sein, das würde sonst nicht in die Ststistik passen) Ich musste irgendwas unterschreiben wegen Fahrverbot für ein jahr.
Meine Frage: ich bin beruflich aufs Auto angeweisen, mein bauchgefühl sagt mir, dass ich z.B aus stressgründen oder ähnlichen einfach umgekippt bin und es nichts mit Epi zu tun hat. und die Untersuchung hat ja nunmal auch NICHTS ergeben was für Epilepsie spricht. ich bin total am Boden zerstört,wegen dem fahrverbot das aus meiner sicht nicht gerechtfertigt ist.
Was kann ich tun?
habe dem Arztbrief meinem Hausarzt gezeigt, der meinte auch es deutet alles auf eine ganz normale Synkope hin (kommt ja bei jungen Frauen auch oft vor) und ich sollte einen Anwalt dazu befragen.
Lg
Kim83
Re: Hilfe Epilepsie Fahrverbot
Hallo Kim
Ich glaube das können nur noch dein Hausarzt mit deinem Neurologen klären. Du solltest versuchen bei deinem Hausarzt ein Belastungs EEG zumachen und dich richtig durchchecken zulassen. Aber erst müssen die beiden sich darüber einig werden, dass ob das Fahrverbot solange aufgehoben werden kann bis auch dein Hausarzt nicht ausschließen das es ein Anfall war. Nur die beiden müssen handeln, und das schnell.
Ich glaube, dass dieses ein Grenzbereich ist.
Alles Gute
Roland
Re: Hilfe Epilepsie Fahrverbot
Hallo Roland,
danke für deine schnelle Antwort.
Was an der ganze Sache auch sehr merkwürdig ist, ich wurde auch ünerhaupt nicht gefragt wegen dem Beruf. ich arbeite im Schichtdienst und wenn es ein Anfall gewesen sein sollte müsste in dieser Hinsicht ja auch was passierren. Aber das hat dem Arzt gar nicht intressiert. Es war nur allein die Aussage: fahrverbot und den zettel unterschreiben (wo ich noch nichtmal eine Durchschrift oder so bekommen habe) und dann konnte ich nach Hause. ich weiß also gar nicht was ich unterschrieben habe, habe das ganze unter Druck unterschrieben.
Ich finde das alles sehr seltsam.
Lg
KIm
Hilfe Epilepsie Fahrverbot
Hallo Kim
Deinen Arzt interessiert das auch nicht, so wie es aussieht. Dieses Problem hatte ich auch. Im Krankenhaus musste ich ein Fahrverbot von drei Monaten unterschreiben. Mein Neurologe stimmte dem zu. Unser Werksarzt machte ein Jahr davon. Ich konnte mich mit der Firma einigen, dass ich solange andere Arbeiten ausüben konnte. Nach einem halben Jahr und einer Medikamenteneinstellung durfte ich dann wieder fahren. Nur ich hatte einen richtigen Anfall. Bei dir ist das doch ganz anders. Bei dir muss es geklärt werden ob es am Kreislauf liegt oder einen anderen Grund hat.
Gruß Roland
Re: Hilfe Epilepsie Fahrverbot
Hallo Kim,
als erstes würde ich eine Kopie von dem, was Du unterschrieben hast verlangen. Das müssen sie dir geben. Hast Du denn schon den Arztbrief aus dem Kr.h., und was ´steht da genau drin. Hat der Arzt nur eine Vermutung, oder hat er es als Diagnose geschrieben.
Und einen Anwalt, der sich mit Deiner Krankheit auskennt, würde ich auch mal fragen? Wenn es wirklich ein Anfall war, wirst Du damit rechnen müssen, dass Du Fahrverbot bekommst. Dafür ist aber wichtig, die genauen Ergebnisse der Untersuchungen ergeben haben.
Ich halte Dir die Daumen, dass es gut für Dich ausgeht.
LG Christa
Re: Hilfe Epilepsie Fahrverbot
Hallo Christa,
danke für deine Antwort.
ja den Arztbrief aus dem KH hab ich schon. Da steht drin:
Zitat:" Aufnahme der Pat. wegen unklarer Bewusstlosigkeit. Trotz fehlender iktaler Zeichen wie motorische Entäußerungen, Zungenbiß oder Einnässen deuten wir dies wieder wie im Jahr 2001 als fokalen Anfall. EEG und CT ergeben KEINE Hinweise auf eine Anfallsbereitschaft" Unten steht dann noch das mit dem Fahrverbot.
Wenn in dem Brief auch nur einmal stehen würde, dass irgendeine Untersuchung zu dem Ergebnis kommt, dass es auf Epilepsie deutet, würde ich das ja alles akzeptieren, aber der Arzt schreibt ja sogar, dass es keinerlei Anzeichen für eine Epi gibt, sondern er deutet es als diese weil er es vor 6 Jahren schonmal getan hat.
Liebe Grüße
Kim
Re: Hilfe Epilepsie Fahrverbot
[zitat=Kim83]Hallo,
ich habe ein riesen problem.
ich bin 23 Jahre alt und 2001 (damals war ich 17) wurde ich eine Woche im Krankenhaus untersucht wegen Verdacht auf Epilepsie. Ich hatte immer nur Absencen, keine grand-mal Anfälle. nach schlafentzug meinte die Ärzte es deutet auf epileptische anfälle hin.
Ich wurde auf Medikamante eingestellt, erst orfiril, dann Lamictal. Meine Höchstdosis war damals 125 mg lamictal pro Tag. Im Jahr 2004 wurden die Medikamente abgesetzt weil ich dann zwei Jahre anfallsfrei war. Seit dem lief auch alles gut.
Am Montag bin ich auf der Arbeit umgekippt (nach 2 Stunden langen stehen etc), war 3 minuten bewusstlos und wurde in Kh gebracht. Natürlich in genau das wo ich im jahr 2001 war. ich habe weder gekrampt, das EEG war TOP in Ordnung und im CT war nichts zu sehen. Für den Arzt stand jedoch fest, dass es automatisch wieder ein Anfall war und dieser Ohnmachtsanfall keine andere Ursache hat. (Zitat: Das muss ein Anfall gewesen sein, das würde sonst nicht in die Ststistik passen) Ich musste irgendwas unterschreiben wegen Fahrverbot für ein jahr.
Meine Frage: ich bin beruflich aufs Auto angeweisen, mein bauchgefühl sagt mir, dass ich z.B aus stressgründen oder ähnlichen einfach umgekippt bin und es nichts mit Epi zu tun hat. und die Untersuchung hat ja nunmal auch NICHTS ergeben was für Epilepsie spricht. ich bin total am Boden zerstört,wegen dem fahrverbot das aus meiner sicht nicht gerechtfertigt ist.
Was kann ich tun?
habe dem Arztbrief meinem Hausarzt gezeigt, der meinte auch es deutet alles auf eine ganz normale Synkope hin (kommt ja bei jungen Frauen auch oft vor) und ich sollte einen Anwalt dazu befragen.
Lg
Kim83[/zitat]
Hilfe Epilepsie Fahrverbot
Hallo Kim!
Ich habe das damals in etwa so erlebt wie du, außer das es bei mir wirklich ein Anfall war. Ich MUSSTE danach bei der Neurologin auch was unterschreiben, dass ich 3 Monate nicht Autofahren würde. (Mit der Dauer des Fahrverbots sind sich die Ärtze auch nicht so einig, denn im Krankenhaus sagte man mir 2 Jahre Fahrverbot und du schreibst 1 Jahr und die Neurologin sagt 3 Monate) Naja, auf jeden Fall hatte ich mich anfangs auch geweigert das zu unterschreiben, da ich auch beruflich absolut aufgrund Schichtzeit auf mein Auto angewiesen bin. Daraufhin sagte sie, dass wenn ich das nicht unterschreibe, meldet sie mich beim Straßenverkehrsamt. Also, hab ich in Tränen unterschrieben. Ich denke, dass der Wisch zur Sicherheit des Artzes ist, falls du beim Autofahren einen Anfall bekommen solltest und er dich gewarnt hat und somit nicht beschuldigt werden kann und die Schuld bei dir liegt. Ich bin trotz Unterschrift weiter Auto gefahren!
Lieben Gruß