Leide ich an Aufwachepilepsie

Tanja @, Tuesday, 27.02.2007, 00:50 (vor 7116 Tagen)

Ich bin 22 Jahre und beobachte bei mir seit ca 8 Jahren seltsame Zuckungen, besonders nach dem Aufstehen und meist in meinem linken Arm (ich bin auch Linkshänder). Öft kommt es vor, dass ich Gegenstände, wie Stifte oder die Zahnbürste einfach fallen lasse! Meist wenn ich wenig Schlaf habe sind die Abstände zwischen zwei Anfällen geringer, so kommt es vor dass auch noch 2 Stunden nach dem Aufstehen diese Zuckungen auftreten.Mittlerweile mache ich mir schon große Sorgen und ich frage mich, ob ich vielleicht medikamentös behandelt werden sollte. Oder reicht Schlaf einfach aus? Wer kann mir da helfen? Bin dankbar um jede Hilfe, tanja

Re: Leide ich an Aufwachepilepsie

Nora ⌂ @, Tuesday, 27.02.2007, 06:50 (vor 7115 Tagen) @ Tanja

Hallo Tanja,

um sicher zu gehen, solltest Du bitte einmal einen Arzt aufsuchen und mit ihm darüber sprechen. :) Es kann viele Gründe dafür geben...

Ich wünsche Dir alles Gute!

Re: Leide ich an Aufwachepilepsie

Helga 2 @, Tuesday, 27.02.2007, 10:46 (vor 7115 Tagen) @ Tanja

Hallo Tanja,
als Erstes will ich Dir natürlich auch raten, bitte geh zum Arzt (evt. gleich zum Neurologe) und schieb es nicht auf die lange Bank, denn es könnte ja auch harmlos sein und Du würdest Dir unnötig Gedanken machen. Dennoch will ich Dir meine Symtome beschreiben, die sich Deinen ziemlich ähneln:
Es fing schon vor ca. 20 Jahren an (bin jetzt 47 Jahre) immer wenn ich zu wenig geschlafen hatte bekam ich diese Zuckungen und mir ist alles aus der Hand gefallen. Anfänglich lachte jeder darüber und ich natürlich auch, das gehörte schon zu meinem Leben. Erst als es schlimmer wurde, fing ich an mir Gedanken zu machen. Trank meinen Kaffee nach nicht ausreichendem Schlaf mit einem Strohhalm und wartete letztendlich, dass es wieder aufhörte, was ja immer so war. Hatte mich dann auch von einem Neurologen untersuchen lassen, der leider zu diesem Zeitpunkt nichts Auffälliges feststellen konnte. Im Dezember 2006 habe ich dann (wieder nach nicht ausreichendem Schlaf) einen großen Anfall (grand mal) bekommen). Von nun an wurde auch mit EEG festgestellt, dass ich eine sogenannte Provokationsepilepsie habe) Wach.-Schlafrythmus. Hätte mich früher einmal ein Neurologe darauf hingewiesen, dass es soetwas überhaupt gibt, denn zuvor befasst man sich ja nicht damit, hätte ich bestimmt mein Leben umgestellt um mich diesem nicht auszusetzen, doch natürlich weiß ich nicht sicher, ob ich so einen Anfall auch bekommen hätte, wenn ich immer regelmäßig ins Bett gegangen wäre.
So, nun hattest Du jede Menge zu lesen. Ich wünsche Dir für Deine Zukunft viel Glück und wie schon gesagt, bitte kümmere Dich darum.
LG Helga 2 aus dem Schwabenland (es gibt mehrere Helga´s)