meine story mal anders verpakt teil 1 von 3

tom @, Sunday, 04.03.2007, 14:45 (vor 7110 Tagen)

Epileptica by Tom

Es ist so langsam warm geworden und man konnte förmlich riechen das
der Frühling vor der Tür stand. Wir wohnten in einer der Neubausiedlungen am Stadtrand von Berlin. Was heißt eigentlich überhaupt Neubausiedlungen? Wir hatten die Ehre in einem Plattenbau
Für die proletarische Arbeiterschicht zu wohnen. Das war schon ein
Wenig Luxus für die Leute in der DDR.
Mein Leben verlief in geregelten ordentlichen Verhältnissen, genauso
Wie das meines Bruders und meiner Eltern. Halt eine Paradefamilie wie
Sie im Buche steht. All das sollte sich ab meinem 11. Lebensjahr stark
Ändern. Nur ich wusste bis dahin nichts von meinem Glück, mein weiteres Leben in die Hand einer Krankheit zu legen.

Alles begann in der 5. Klasse an meiner Schule. Wir hatten mal wieder Werkunterricht und keiner von uns hatte eigentlich richtig Lust die Unterschiede zwischen Parallel und Reihenschaltung anhand von Elektrobaukästen erklärt zu bekommen. Unser Lehrer war aber ganz taff,
denn er war eigentlich unser Sportlehrer und brachte uns das Wissen mit Spaß und guter Laune bei.
Ich wachte auf und sah nur den Kopf meines Lehrers über mir. Ich hörte
Ganz weit weck meinen Namen und alles war milchig, wie verschleiert.

Was war passiert ? Das wusste ich doch nicht, mit meinen gerade mal 11 Jahren. Der Kopf tat weh und ich kann mich noch daran erinnern das alle
Richtig besorgt waren. Ich kam aus der Schule raus, es war gerade große
Pause, und alle Schüler gafften und tuschelten was denn mit mir los sei.
Mit dem Krankenwagen ging es dann ab ins Klinikum Berlin. Beim Kinderarzt angekommen wurde ich erst einmal untersucht. Keiner
Wusste genau was mit mir nicht in Ordnung war. Es klopfte an der Tür zum Sprechzimmer der Ärztin.
Meine Mutter stand kreidebleich im Türrahmen und fing an zu weinen.
Sie kam auf mich zu ohne der Ärztin einen guten Tag zu wünschen und nahm mich in die Arme. Sie war am Ende, ich ihr jüngster war in der Schule umgekippt.
Nach einem Gespräch mit der Ärztin war klar, verdacht auf Epilepsie. Die
Ärztin beschloss mich für eine Woche stationär zur Überwachung auf die Kinderstation des Klinikums einzuweisen. Es wurden alle Tests vom
Blutbild bis zum EEG durchgeführt. Das EEG zeigte leichte Störungen in
Meinem Kopf auf. Na toll dachte ich, eine Woche Krankenhaus und eine mir bis dato unbekannte Krankheit gratis dazu.

Die Zeit im Krankenhaus hatte nur ein gutes, die Mutter eines Freundes
War dort Krankenschwester. So hatte man das Gefühl nicht ganz alleine zu sein.
Ich dachte oft an meine Kumpels, wie die jetzt draußen allen möglichen
Quatsch anstellten.
Und ich? Ich saß den ganzen Tag auf dem Krankenzimmer oder wanderte den langen Gang der Kinderstation entlang. Meine Schulklasse hatte mir Post geschickt, jeder einen Brief.
Es waren alle besorgt um mich, vor allem aber meine Spielkameraden.
Die Post von meiner Klasse fand ich schon cool und außerdem war es auch Abwechselung zum Krankenhausalltag.

Mein Entlassungstag, endlich war es soweit. Raus, nur schnell nach hause
Und ab zu meiner Familie und Kumpels.
Meine Eltern und ich hatten ein weiteres langes Gespräch, nur diesmal mit der Stationsärztin.
Es stellte sich heraus das sich der Verdacht auf Epilepsie nach den ganzen
Tests verstärkt hatte.

Na toll, was ist denn das, Epilepsie? Die Ärztin meinte es komme manchmal im Wachstum von Kindern vor das es zu einem sogenannten
Anfall kommt. Warum aber ausgerechnet bei mir?
Von da an durfte ich das Medikament Falilepsin einnehmen, morgens zwei und abends zwei.
Es stellte sich später heraus, das dieses Medikament ein Opiat war. Ich denke es war zur Wendezeit als dieses nicht mehr verschrieben werden durfte. Das Betäubungsmittelgesetz hatte es auf der langen Liste von Medikamenten und ich war eigentlich in den letzten Tagen der DDR voll
auf Droge.
Daraufhin wurde es bei mir abgesetzt und ich bekam Phenaemal 0,1. Ein
normales handelsübliches Barbiturat.
Ich besuchte von da an alle halbe Jahre eine Neurologin, Frau Dr. Suchowski, im Klinikum.
Was war das nur für ein Jahr. Als ob mein Anfall im April nicht schon genug war, gab es im Sommer auch noch eine Blinddarmoperation bei der es ganzschön glimpflich für mich ausging. Bis auf eine Narbe ist davon nichts in meinem Kopf geblieben. Es war, wenn ich zurückblicke, ein scheiß Jahr, dieses 1986.

Mein Vater und ich hatten immer Sonntags allerlei in der Pfanne oder im
Ofen. Genauso wie an jenem Sonntag in der zweiten Jahreshälfte des
Jahres 1988.
Es waren jetzt schon zwei Jahre vergangen seitdem ich meinen ersten und
Bisher einzigsten Anfall hatte. Wir waren in meiner Familie guter Dinge, bis zu jenem Wochenende, an dem ich mit meinem Vater wieder einmal einen seiner leckeren Pflaumenkuchen backen wollte. Wir waren gerade mitten in den Vorbereitungen in der Küche zu Gange, als es mich entschärfte und ich vom Stuhl kippte.
Nur diesmal handelte es sich um einen großen Grand Mal Anfall mit allem
Was dazu gehörte. Ich hatte mir richtig kräftig auf die Zunge gebissen und
Hatte einige Blessuren im Gesicht, da ich an einem der Küchenschränke lang geschrammt bin. Ich dachte mein Kopf würde auseinanderspringen,
So tat er mir weh. Ganz zu schweigen von meiner Zunge, die ich erst einmal nicht zu 100 Prozent einsetzen konnte. Es war egal ob reden oder
Essen. Es tat höllisch weh.
Es war deprimierend es noch einmal durchzumachen. Ich hätte gedachte es wäre bei einem mal geblieben.
Wie sagt man so schön “Pustekuchen”. Meine Eltern hatten sich jetzt darauf eingestellt, dass man dies als festen Bestandteil meines Lebens ansehen musste.

Trotz alledem musste es ja im Leben weiter gehen. Meine Eltern gingen weiterhin arbeiten und mein großer Bruder kam von der Armee zurück.
Ich ging natürlich weiter zur Schule und dachte mir eigentlich nur schade,
mit deinem Anfallsleiden kannste ja noch nicht ein mal zur Armee. Es hat
Doch jeder Junge davon geträumt einen Panzer zu fahren oder ein wenig
Krieg zu spielen.
Selbst der Zivildienst ging an mir vorbei. Anscheinend dachte man ich würde bei einem Anfall der Oma Krause im Altenheim den Katheder rausreißen.
Wo die Leute Recht haben, haben sie Recht heißt es doch. Ich musste mich wohl oder übel daran gewöhnen mit einem Handicap zu leben.


Es war im Sommer 1989, alles um uns herum war so voller Energie. Ich
Weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll, irgendetwas passierte. Im Fernsehen sah man wie Menschen über Ungarn in den Westen flüchteten
Und später zu Hunderten in der Botschaft der BRD in Prag ihre Ausreise
In das gelobte Land bekamen.
Viele Menschen wussten insgeheim, das es mit diesem sozialistischen Staat bergab ging.
Dies bestätigte sich einige Monate später indem die Mauer in Berlin fiel und der Westen mit großen Schritten auf uns zu kam. Alle freuten sich
Riesig. Bald darauf feierten wir die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten.
Es gab da nur einen Nachteil und dieser war auch noch für mich. Meine Eltern waren mit mir auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Ich hatte zwar noch etwas über ein Jahr Schule vor mir, aber man bewirbt sich ja rechtzeitig. Was für ein Beruf würde zu mir und vor allem zur Krankheit passen?
Ich bin zur Berufsberatung für Behinderte und kam mir vor als wäre ich ein Krüppel im Rollstuhl. Ich kam mir reichlich komisch vor und wollte
Mir selber nicht eingestehen das ich ja wirklich eine Behinderung habe. Das geht mir ja heute noch fast genauso. Von allen Äußerlichkeiten ein ganz normaler Kerl bis auf meine Epilepsie. Die kann man nicht von außen sehen. Man sieht sie erst wenn ich auf dem Boden liege und zappel
Wie ein Fisch.
Nach ein paar Wochen dachte ich cool ich hab einen Job in der Tasche
Und meine Eltern waren beruhigt. Es war eine Ausbildung bei einer großen Berliner Wohnungsbaugesellschaft. Der Traum von einer Lehrstelle war zum greifen nahe.
Es waren unsichere Zeiten und mein zukünftiger Arbeitgeber die Wohnungsbaugesellschaft wusste von einen auf den anderen Tag nicht mehr ob sie noch weiterhin ausbilden. Wie ich später mitgeteilt bekommen
habe wurde ein Einstellungsstop für Auszubildende verhängt.
Tja, das wäre es gewesen, ein Arbeitgeber der auch mir mit meinem Handicap eine Chance gegeben hätte.
Es wusste keiner von unserer Familie genau wie es nun weiter gehen sollte.
Ich konnte nur einen Beruf erlernen, der für mich und meine Umwelt ungefährlich war. Meine Mutter und ich entschieden uns für eine kaufmännische Ausbildung. Mmmhhh, dachte ich. Als Kaufmann muss
Man Ware einkaufen und verkaufen und das auch noch so gut, das für einen selbst auch noch was hängen bleibt. Dafür war ich wie geboren dachte ich.
Sofort war ich in Erinnerungen vertieft, welche noch vor gar nicht langer Zeit bittere Realität waren. Ich dachte an meine Sammlung von Bravo, Popcorn, Pop Rocky, welche ich zu Ostzeiten bekam und dann gnadenlos ausschlachtete. Meine Lieblingsbands kamen an die Wände meines Zimmers und der Rest wurde für teuer Geld vertickt. Dies war eine sehr gute Aufbesserung meines Taschengeldes.
Mutig und unerschrocken ging es also an das Bewerbungen schreiben. Ich weiß schon gar nicht mehr wie viele es waren.
Die ersten Antworten ließen auf sich warten, aber dann kam plötzlich ein Vorstellungsgespräch nach dem anderen.
Es waren herbe Niederlagen, denn als ich den Leuten von meiner Epilepsie erzählte war das für sie nicht vertretbar. Arschlöcher. Wo leben
Wir denn? Im dritten Reich, wo so etwas wie ich schon längst tot gewesen währ.
Es waren alles Lehrstellen bei denen hätte großartig nichts passieren können.
Halt Büro eben.
Fakt ist, das man mit der Wahrheit fast nie etwas erreicht in diesem Leben.
Das hatte ich nach diesen etlichen Bewerbungsgesprächen heraus gefunden. Es ist schade, so zu reden, aber es ist die bittere Wahrheit.

Es war kurz vor den Prüfungen in der Schule, als ich zu einem Vorstellungsgespräch geladen wurde an dem ich eine Exampel statuieren wollte. Ich beschloss meine Krankheit zu verheimlichen um an eine Lehrstelle zu gelangen und siehe da, es hat geklappt. Zwar nicht im Büro,
Sondern als Kaufmann im Einzelhandel für Heimwerkerbedarf und Elektrowerkzeuge.
Ich lernte also im Baumarkt. Kurios, eigentlich war mein Vater der Bastler.
Dies war nicht mein Ziel, aber ich konnte froh sein. Einige Mitschüler von
Mir hatten bis dato noch gar nichts in der Tasche.

Die Schule war vorbei und ich hatte die Prüfungen mit befriedigend bestanden. Es wurde ein langer heißer Sommer mit dem letzten gemeinsamen Urlaub unter meinen Eltern.
Danach würde es niemals mehr so sein wie früher. Ich war 16 Jahre alt und wir schrieben das Jahr 1991.

Jetzt war ich also Azubi in einem Baumarkt. Es begleitete mich sehr oft die Angst, es könne etwas passieren.
Es waren ja auch schon 3 Jahre vergangen seit meinem letzten Anfall und ich dachte jetzt bist du übern Berg. Weit gefehlt, wie sich herausstellte. Ich
Bekam innerhalb von einem Monat zwei Anfälle. Das hatte ich nicht auf der Rechnung, zu meinem “Glück“.
Beide Anfälle passierten zu hause bei meinen Eltern an Wochenenden. Ich
Hatte großes Glück das mir dies nicht auf Arbeit passiert ist. Obwohl, wer hatte denn den Teufel zu einem Spiel eingeladen? Ich glaube das war ja wohl ich.
Meine Mutter rätselte warum es gleich zwei Anfälle waren und was der Beweggrund dafür gewesen sein mag. Hatte ich zu wenig schlaf, oder war die Arbeit ungewohnt und schwer in den ersten Tagen meiner Ausbildung?
Fragen die es zu beantworten galt. Diese Fragen stellte ich von da an meinen neuen Neurologen, Dr. Fauck aus Berlin - Mitte. Er hatte seine Praxis nahe der Charite. Er schien mir ein ganz patenter Kerl zu seien, der immer eine Antwort auf die meisten Fragen von mir hatte.

Die Zeit verging wie im Fluge. Tagsüber war ich schichten und zum Feierabend mit meinen Freunden Jörn und Matze unterwegs.
Es war doch eigentlich schon komisch, das man sich eigentlich schon von klein an kannte aber erst jetzt zu einander traf. Jörn wohnte im Nachbarhaus unseres Ghettos und man kannte sich schon seitdem ich denken kann. Unsere Mütter waren halt Krankenschwestern im Klinikum gewesen, da kannte fast jeder jeden. Matzes Mutter war eine direkte Kollegin meiner Mutter, aber man grüßte sich nur.

Der eigentliche Spaß sollte erst um die Wendezeit mit den beiden kommen.
Wir waren ein eingeschworenes Team. Freitags ging es immer zur Disco in den “Alten” oder den “Neuen”. An dieser stelle sollte ich erwähnen das es sich bei beiden Gebäuden um Jugendclubs handelte. Wie die Namen schon sagen war einer von beiden Altbau und der andere hatte seinen Standort in einem Dienstleistungswürfel aus alten DDR Tagen.

Die beiden wussten über meine Epilepsie bescheid, waren aber noch nicht mit live dabei gewesen.
Jörn machte sein Abi und Matze machte, genauso wie ich, eine Lehre zum Kaufmann im Einzelhandel.
Das erste Lehrgeld musste natürlich unter die Leute gebracht werden. Wo brachte man es besser hin als in eine gute Kneipe? In eine sehr nette Kneipe im Prenzlauer Berg. Die Lokalität lag an der ehemaligen Dimitrov Straße, welche sich heute Danziger Straße nennt.
Die Kneipe hieß “ Zur Wurzel “ und es war immer gemütlich und man traf jede Menge Leute mit denen man reden konnte. Wir drei waren eigentlich fast immer am Limit.

Meine Mutter sah nicht gerne das ich trank. Ich konnte sie ja auch verstehen. Als Mutter macht man sich halt Sorgen und in meinem Fall ja noch mehr als bei manch anderen.

Ich versuchte so wenig wie möglich zu trinken, wegen meiner Medikamente. Dies gelang aber nicht immer.
Auch sonst haben wir uns nicht lumpen lassen und sind durch Leute aus unserer Clique auf einer Menge Wohnungspartys gewesen und haben eine
Menge Spaß gehabt.
Egal ob wir im nächtlichen nachwende Berlin unterwegs waren oder in Prerow an der Ostsee mehrmals zelteten.
Bei Musik von U2 bis hin zu den ersten Mixtapes aus der noch jungen musikwelt des Techno war alles sau geil.

Es war so Anfang 1994 und es war alles in Ordnung, so das man meinen konnte ich wäre kerngesund. Kein Anfall und auch keine kleinsten Anzeichen davon, diese Lebenslage machte mich froh.
Drei Jahre Anfallfrei das fand ich schon irgendwie toll, aber es machte mich auch depressiv. Alle Freunde und Kumpels machten die Fahrerlaubnis, außer mir. Ich war mal wieder eine Gefahr, gleich zu setzen mit einem Atomtransport nach Gorleben.
Es wurmte mich schon ganz gewaltig, aber mein Vater lies mich immer auf den kleinen Nebenwegen üben. Ich gab die Hoffnung nicht auf.

Die Hoffnung die ich hatte ging erstmals wieder verloren. Es war Ende Februar und kalt, als es mich erneut entschärfte. Wieder einmal war es an einem Wochenende zu hause passiert.
Jörn kam vorbei und wir guckten das Olympiafinale im Eishockey. Wer gewann? Keine Ahnung.

So langsam lernte ich auch Leute aus Jörn seinem Gymnasium kennen und es war nicht mehr so viel mit uns dreien los. Diese innige Freundschaft, vor allem zu Matze, lies allmählich nach. Nur in Jörn sah ich noch einen richtigen Freund, alles andere war nur noch rein auf Kumpelbasis. Differenzen.
Matze machte jetzt sein Fachabitur und ich arbeitete im Baumarkt als Verkäufer weiter.

Es war die Zeit reif für Musik, technoider Musik. Wir waren an jedem Wochenende unterwegs in den Clubs.
Die Stadt war groß und es gab im Ostteil eine Menge alter Gebäude die betanzt werden wollten.
Immer Mittwochs ging es ins chillout cafe, um uff ruhig bei einem Apfeltee und einer Zippe den coolen Beats von Marek,
Björn Brando, Jauche und anderen DJ´s zu lauschen.

Dies galt für mich, inwiefern die anderen ihren Horizont erweiterten weiß
Ich nicht. Ich wusste nur das fast alle meiner Freunde und Kumpels gnadenlos gekifft haben.


STAND: 1996

......vortsetzung folgt.



Re: meine story mal anders verpakt teil 1 von 3

Marion @, Sunday, 04.03.2007, 16:18 (vor 7110 Tagen) @ tom

Hi Tom, danke für den interessanten Bericht. Schicke ihn doch mal als ausdruckbare mail an meine Adresse.

Ich warte auf den 2. Teil.

Grüße von Marion

Re: Re: meine story mal anders verpakt teil 1 von 3

Marion @, Sunday, 04.03.2007, 16:25 (vor 7110 Tagen) @ tom

Deine email Adresse ist falsch. Meine mail an dich kam zurück, schade!

Marion

Re: meine story mal anders verpakt teil 1 von 3

Heike @, Sunday, 04.03.2007, 19:49 (vor 7110 Tagen) @ tom

[zitat=tom]Epileptica by Tom

Es ist so langsam warm geworden und man konnte förmlich riechen das
der Frühling vor der Tür stand. Wir wohnten in einer der Neubausiedlungen am Stadtrand von Berlin. Was heißt eigentlich überhaupt Neubausiedlungen? Wir hatten die Ehre in einem Plattenbau
Für die proletarische Arbeiterschicht zu wohnen. Das war schon ein
Wenig Luxus für die Leute in der DDR.
Mein Leben verlief in geregelten ordentlichen Verhältnissen, genauso
Wie das meines Bruders und meiner Eltern. Halt eine Paradefamilie wie
Sie im Buche steht. All das sollte sich ab meinem 11. Lebensjahr stark
Ändern. Nur ich wusste bis dahin nichts von meinem Glück, mein weiteres Leben in die Hand einer Krankheit zu legen.

Alles begann in der 5. Klasse an meiner Schule. Wir hatten mal wieder Werkunterricht und keiner von uns hatte eigentlich richtig Lust die Unterschiede zwischen Parallel und Reihenschaltung anhand von Elektrobaukästen erklärt zu bekommen. Unser Lehrer war aber ganz taff,
denn er war eigentlich unser Sportlehrer und brachte uns das Wissen mit Spaß und guter Laune bei.
Ich wachte auf und sah nur den Kopf meines Lehrers über mir. Ich hörte
Ganz weit weck meinen Namen und alles war milchig, wie verschleiert.

Was war passiert ? Das wusste ich doch nicht, mit meinen gerade mal 11 Jahren. Der Kopf tat weh und ich kann mich noch daran erinnern das alle
Richtig besorgt waren. Ich kam aus der Schule raus, es war gerade große
Pause, und alle Schüler gafften und tuschelten was denn mit mir los sei.
Mit dem Krankenwagen ging es dann ab ins Klinikum Berlin. Beim Kinderarzt angekommen wurde ich erst einmal untersucht. Keiner
Wusste genau was mit mir nicht in Ordnung war. Es klopfte an der Tür zum Sprechzimmer der Ärztin.
Meine Mutter stand kreidebleich im Türrahmen und fing an zu weinen.
Sie kam auf mich zu ohne der Ärztin einen guten Tag zu wünschen und nahm mich in die Arme. Sie war am Ende, ich ihr jüngster war in der Schule umgekippt.
Nach einem Gespräch mit der Ärztin war klar, verdacht auf Epilepsie. Die
Ärztin beschloss mich für eine Woche stationär zur Überwachung auf die Kinderstation des Klinikums einzuweisen. Es wurden alle Tests vom
Blutbild bis zum EEG durchgeführt. Das EEG zeigte leichte Störungen in
Meinem Kopf auf. Na toll dachte ich, eine Woche Krankenhaus und eine mir bis dato unbekannte Krankheit gratis dazu.

Die Zeit im Krankenhaus hatte nur ein gutes, die Mutter eines Freundes
War dort Krankenschwester. So hatte man das Gefühl nicht ganz alleine zu sein.
Ich dachte oft an meine Kumpels, wie die jetzt draußen allen möglichen
Quatsch anstellten.
Und ich? Ich saß den ganzen Tag auf dem Krankenzimmer oder wanderte den langen Gang der Kinderstation entlang. Meine Schulklasse hatte mir Post geschickt, jeder einen Brief.
Es waren alle besorgt um mich, vor allem aber meine Spielkameraden.
Die Post von meiner Klasse fand ich schon cool und außerdem war es auch Abwechselung zum Krankenhausalltag.

Mein Entlassungstag, endlich war es soweit. Raus, nur schnell nach hause
Und ab zu meiner Familie und Kumpels.
Meine Eltern und ich hatten ein weiteres langes Gespräch, nur diesmal mit der Stationsärztin.
Es stellte sich heraus das sich der Verdacht auf Epilepsie nach den ganzen
Tests verstärkt hatte.

Na toll, was ist denn das, Epilepsie? Die Ärztin meinte es komme manchmal im Wachstum von Kindern vor das es zu einem sogenannten
Anfall kommt. Warum aber ausgerechnet bei mir?
Von da an durfte ich das Medikament Falilepsin einnehmen, morgens zwei und abends zwei.
Es stellte sich später heraus, das dieses Medikament ein Opiat war. Ich denke es war zur Wendezeit als dieses nicht mehr verschrieben werden durfte. Das Betäubungsmittelgesetz hatte es auf der langen Liste von Medikamenten und ich war eigentlich in den letzten Tagen der DDR voll
auf Droge.
Daraufhin wurde es bei mir abgesetzt und ich bekam Phenaemal 0,1. Ein
normales handelsübliches Barbiturat.
Ich besuchte von da an alle halbe Jahre eine Neurologin, Frau Dr. Suchowski, im Klinikum.
Was war das nur für ein Jahr. Als ob mein Anfall im April nicht schon genug war, gab es im Sommer auch noch eine Blinddarmoperation bei der es ganzschön glimpflich für mich ausging. Bis auf eine Narbe ist davon nichts in meinem Kopf geblieben. Es war, wenn ich zurückblicke, ein scheiß Jahr, dieses 1986.

Mein Vater und ich hatten immer Sonntags allerlei in der Pfanne oder im
Ofen. Genauso wie an jenem Sonntag in der zweiten Jahreshälfte des
Jahres 1988.
Es waren jetzt schon zwei Jahre vergangen seitdem ich meinen ersten und
Bisher einzigsten Anfall hatte. Wir waren in meiner Familie guter Dinge, bis zu jenem Wochenende, an dem ich mit meinem Vater wieder einmal einen seiner leckeren Pflaumenkuchen backen wollte. Wir waren gerade mitten in den Vorbereitungen in der Küche zu Gange, als es mich entschärfte und ich vom Stuhl kippte.
Nur diesmal handelte es sich um einen großen Grand Mal Anfall mit allem
Was dazu gehörte. Ich hatte mir richtig kräftig auf die Zunge gebissen und
Hatte einige Blessuren im Gesicht, da ich an einem der Küchenschränke lang geschrammt bin. Ich dachte mein Kopf würde auseinanderspringen,
So tat er mir weh. Ganz zu schweigen von meiner Zunge, die ich erst einmal nicht zu 100 Prozent einsetzen konnte. Es war egal ob reden oder
Essen. Es tat höllisch weh.
Es war deprimierend es noch einmal durchzumachen. Ich hätte gedachte es wäre bei einem mal geblieben.
Wie sagt man so schön “Pustekuchen”. Meine Eltern hatten sich jetzt darauf eingestellt, dass man dies als festen Bestandteil meines Lebens ansehen musste.

Trotz alledem musste es ja im Leben weiter gehen. Meine Eltern gingen weiterhin arbeiten und mein großer Bruder kam von der Armee zurück.
Ich ging natürlich weiter zur Schule und dachte mir eigentlich nur schade,
mit deinem Anfallsleiden kannste ja noch nicht ein mal zur Armee. Es hat
Doch jeder Junge davon geträumt einen Panzer zu fahren oder ein wenig
Krieg zu spielen.
Selbst der Zivildienst ging an mir vorbei. Anscheinend dachte man ich würde bei einem Anfall der Oma Krause im Altenheim den Katheder rausreißen.
Wo die Leute Recht haben, haben sie Recht heißt es doch. Ich musste mich wohl oder übel daran gewöhnen mit einem Handicap zu leben.


Es war im Sommer 1989, alles um uns herum war so voller Energie. Ich
Weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll, irgendetwas passierte. Im Fernsehen sah man wie Menschen über Ungarn in den Westen flüchteten
Und später zu Hunderten in der Botschaft der BRD in Prag ihre Ausreise
In das gelobte Land bekamen.
Viele Menschen wussten insgeheim, das es mit diesem sozialistischen Staat bergab ging.
Dies bestätigte sich einige Monate später indem die Mauer in Berlin fiel und der Westen mit großen Schritten auf uns zu kam. Alle freuten sich
Riesig. Bald darauf feierten wir die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten.
Es gab da nur einen Nachteil und dieser war auch noch für mich. Meine Eltern waren mit mir auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Ich hatte zwar noch etwas über ein Jahr Schule vor mir, aber man bewirbt sich ja rechtzeitig. Was für ein Beruf würde zu mir und vor allem zur Krankheit passen?
Ich bin zur Berufsberatung für Behinderte und kam mir vor als wäre ich ein Krüppel im Rollstuhl. Ich kam mir reichlich komisch vor und wollte
Mir selber nicht eingestehen das ich ja wirklich eine Behinderung habe. Das geht mir ja heute noch fast genauso. Von allen Äußerlichkeiten ein ganz normaler Kerl bis auf meine Epilepsie. Die kann man nicht von außen sehen. Man sieht sie erst wenn ich auf dem Boden liege und zappel
Wie ein Fisch.
Nach ein paar Wochen dachte ich cool ich hab einen Job in der Tasche
Und meine Eltern waren beruhigt. Es war eine Ausbildung bei einer großen Berliner Wohnungsbaugesellschaft. Der Traum von einer Lehrstelle war zum greifen nahe.
Es waren unsichere Zeiten und mein zukünftiger Arbeitgeber die Wohnungsbaugesellschaft wusste von einen auf den anderen Tag nicht mehr ob sie noch weiterhin ausbilden. Wie ich später mitgeteilt bekommen
habe wurde ein Einstellungsstop für Auszubildende verhängt.
Tja, das wäre es gewesen, ein Arbeitgeber der auch mir mit meinem Handicap eine Chance gegeben hätte.
Es wusste keiner von unserer Familie genau wie es nun weiter gehen sollte.
Ich konnte nur einen Beruf erlernen, der für mich und meine Umwelt ungefährlich war. Meine Mutter und ich entschieden uns für eine kaufmännische Ausbildung. Mmmhhh, dachte ich. Als Kaufmann muss
Man Ware einkaufen und verkaufen und das auch noch so gut, das für einen selbst auch noch was hängen bleibt. Dafür war ich wie geboren dachte ich.
Sofort war ich in Erinnerungen vertieft, welche noch vor gar nicht langer Zeit bittere Realität waren. Ich dachte an meine Sammlung von Bravo, Popcorn, Pop Rocky, welche ich zu Ostzeiten bekam und dann gnadenlos ausschlachtete. Meine Lieblingsbands kamen an die Wände meines Zimmers und der Rest wurde für teuer Geld vertickt. Dies war eine sehr gute Aufbesserung meines Taschengeldes.
Mutig und unerschrocken ging es also an das Bewerbungen schreiben. Ich weiß schon gar nicht mehr wie viele es waren.
Die ersten Antworten ließen auf sich warten, aber dann kam plötzlich ein Vorstellungsgespräch nach dem anderen.
Es waren herbe Niederlagen, denn als ich den Leuten von meiner Epilepsie erzählte war das für sie nicht vertretbar. Arschlöcher. Wo leben
Wir denn? Im dritten Reich, wo so etwas wie ich schon längst tot gewesen währ.
Es waren alles Lehrstellen bei denen hätte großartig nichts passieren können.
Halt Büro eben.
Fakt ist, das man mit der Wahrheit fast nie etwas erreicht in diesem Leben.
Das hatte ich nach diesen etlichen Bewerbungsgesprächen heraus gefunden. Es ist schade, so zu reden, aber es ist die bittere Wahrheit.

Es war kurz vor den Prüfungen in der Schule, als ich zu einem Vorstellungsgespräch geladen wurde an dem ich eine Exampel statuieren wollte. Ich beschloss meine Krankheit zu verheimlichen um an eine Lehrstelle zu gelangen und siehe da, es hat geklappt. Zwar nicht im Büro,
Sondern als Kaufmann im Einzelhandel für Heimwerkerbedarf und Elektrowerkzeuge.
Ich lernte also im Baumarkt. Kurios, eigentlich war mein Vater der Bastler.
Dies war nicht mein Ziel, aber ich konnte froh sein. Einige Mitschüler von
Mir hatten bis dato noch gar nichts in der Tasche.

Die Schule war vorbei und ich hatte die Prüfungen mit befriedigend bestanden. Es wurde ein langer heißer Sommer mit dem letzten gemeinsamen Urlaub unter meinen Eltern.
Danach würde es niemals mehr so sein wie früher. Ich war 16 Jahre alt und wir schrieben das Jahr 1991.

Jetzt war ich also Azubi in einem Baumarkt. Es begleitete mich sehr oft die Angst, es könne etwas passieren.
Es waren ja auch schon 3 Jahre vergangen seit meinem letzten Anfall und ich dachte jetzt bist du übern Berg. Weit gefehlt, wie sich herausstellte. Ich
Bekam innerhalb von einem Monat zwei Anfälle. Das hatte ich nicht auf der Rechnung, zu meinem “Glück“.
Beide Anfälle passierten zu hause bei meinen Eltern an Wochenenden. Ich
Hatte großes Glück das mir dies nicht auf Arbeit passiert ist. Obwohl, wer hatte denn den Teufel zu einem Spiel eingeladen? Ich glaube das war ja wohl ich.
Meine Mutter rätselte warum es gleich zwei Anfälle waren und was der Beweggrund dafür gewesen sein mag. Hatte ich zu wenig schlaf, oder war die Arbeit ungewohnt und schwer in den ersten Tagen meiner Ausbildung?
Fragen die es zu beantworten galt. Diese Fragen stellte ich von da an meinen neuen Neurologen, Dr. Fauck aus Berlin - Mitte. Er hatte seine Praxis nahe der Charite. Er schien mir ein ganz patenter Kerl zu seien, der immer eine Antwort auf die meisten Fragen von mir hatte.

Die Zeit verging wie im Fluge. Tagsüber war ich schichten und zum Feierabend mit meinen Freunden Jörn und Matze unterwegs.
Es war doch eigentlich schon komisch, das man sich eigentlich schon von klein an kannte aber erst jetzt zu einander traf. Jörn wohnte im Nachbarhaus unseres Ghettos und man kannte sich schon seitdem ich denken kann. Unsere Mütter waren halt Krankenschwestern im Klinikum gewesen, da kannte fast jeder jeden. Matzes Mutter war eine direkte Kollegin meiner Mutter, aber man grüßte sich nur.

Der eigentliche Spaß sollte erst um die Wendezeit mit den beiden kommen.
Wir waren ein eingeschworenes Team. Freitags ging es immer zur Disco in den “Alten” oder den “Neuen”. An dieser stelle sollte ich erwähnen das es sich bei beiden Gebäuden um Jugendclubs handelte. Wie die Namen schon sagen war einer von beiden Altbau und der andere hatte seinen Standort in einem Dienstleistungswürfel aus alten DDR Tagen.

Die beiden wussten über meine Epilepsie bescheid, waren aber noch nicht mit live dabei gewesen.
Jörn machte sein Abi und Matze machte, genauso wie ich, eine Lehre zum Kaufmann im Einzelhandel.
Das erste Lehrgeld musste natürlich unter die Leute gebracht werden. Wo brachte man es besser hin als in eine gute Kneipe? In eine sehr nette Kneipe im Prenzlauer Berg. Die Lokalität lag an der ehemaligen Dimitrov Straße, welche sich heute Danziger Straße nennt.
Die Kneipe hieß “ Zur Wurzel “ und es war immer gemütlich und man traf jede Menge Leute mit denen man reden konnte. Wir drei waren eigentlich fast immer am Limit.

Meine Mutter sah nicht gerne das ich trank. Ich konnte sie ja auch verstehen. Als Mutter macht man sich halt Sorgen und in meinem Fall ja noch mehr als bei manch anderen.

Ich versuchte so wenig wie möglich zu trinken, wegen meiner Medikamente. Dies gelang aber nicht immer.
Auch sonst haben wir uns nicht lumpen lassen und sind durch Leute aus unserer Clique auf einer Menge Wohnungspartys gewesen und haben eine
Menge Spaß gehabt.
Egal ob wir im nächtlichen nachwende Berlin unterwegs waren oder in Prerow an der Ostsee mehrmals zelteten.
Bei Musik von U2 bis hin zu den ersten Mixtapes aus der noch jungen musikwelt des Techno war alles sau geil.

Es war so Anfang 1994 und es war alles in Ordnung, so das man meinen konnte ich wäre kerngesund. Kein Anfall und auch keine kleinsten Anzeichen davon, diese Lebenslage machte mich froh.
Drei Jahre Anfallfrei das fand ich schon irgendwie toll, aber es machte mich auch depressiv. Alle Freunde und Kumpels machten die Fahrerlaubnis, außer mir. Ich war mal wieder eine Gefahr, gleich zu setzen mit einem Atomtransport nach Gorleben.
Es wurmte mich schon ganz gewaltig, aber mein Vater lies mich immer auf den kleinen Nebenwegen üben. Ich gab die Hoffnung nicht auf.

Die Hoffnung die ich hatte ging erstmals wieder verloren. Es war Ende Februar und kalt, als es mich erneut entschärfte. Wieder einmal war es an einem Wochenende zu hause passiert.
Jörn kam vorbei und wir guckten das Olympiafinale im Eishockey. Wer gewann? Keine Ahnung.

So langsam lernte ich auch Leute aus Jörn seinem Gymnasium kennen und es war nicht mehr so viel mit uns dreien los. Diese innige Freundschaft, vor allem zu Matze, lies allmählich nach. Nur in Jörn sah ich noch einen richtigen Freund, alles andere war nur noch rein auf Kumpelbasis. Differenzen.
Matze machte jetzt sein Fachabitur und ich arbeitete im Baumarkt als Verkäufer weiter.

Es war die Zeit reif für Musik, technoider Musik. Wir waren an jedem Wochenende unterwegs in den Clubs.
Die Stadt war groß und es gab im Ostteil eine Menge alter Gebäude die betanzt werden wollten.
Immer Mittwochs ging es ins chillout cafe, um uff ruhig bei einem Apfeltee und einer Zippe den coolen Beats von Marek,
Björn Brando, Jauche und anderen DJ´s zu lauschen.

Dies galt für mich, inwiefern die anderen ihren Horizont erweiterten weiß
Ich nicht. Ich wusste nur das fast alle meiner Freunde und Kumpels gnadenlos gekifft haben.


STAND: 1996

......vortsetzung folgt.



Hi Tom,
Danke für deine Geschichte. Ich würde mich sehr über deine Fortsetzung freuen!

Beste Grüße Heike

[/zitat]

Re: meine story mal anders verpakt teil 1 von 3

tom @, Sunday, 04.03.2007, 20:01 (vor 7110 Tagen) @ tom

hallo, marion!

ich wollte eigentlich bis zum 3. teil schreiben, aber ich bin von abgekommen.

nun bin ich schon 32 jahr alt und es fehlen mal noch locker 8 -10 jahre bis zum ende des 3. teils der story.

.....bin irgendwie davon abgekommen.

wenn man so wie ich nur ca. 1 - 2 anfälle hat im jahr, ringt man sich immer an diesem tag wo es passiert ( so wie heute früh ) durch über diese
sache zu schreiben.

ich weiss ich mach es falch und verdränge viel, fast alles. es gibt nur wenige leute die von meiner krankheit wissen.

das ist auch gut so, in den heutigen zeiten.


jeder kann mir schreiben, wie er meine bisherige "biografie" findet.
ich glaube das würde mich freuen!


tschö mit "ö", der tom.

Re: Re: meine story mal anders verpakt teil 1 von 3

Marion @, Monday, 05.03.2007, 02:38 (vor 7109 Tagen) @ tom

Mir ging es durchaus ähnlich Tom. Ich war auch nicht schwerst betroffen. Erst selten, dann mal lange Pausen, dann ma wieder häufiger und nun zum Glück schon lange frei von...aber nur Medikamenten.

Nö, es muss nicht jeder wissen, aber ich habe es früher extrem verschwiegen. Das war auch nicht gut.

Aber auch unabhängig davon, ist es doch auch interessant für Andere, so ein Erleben zu lesen. Nur fehlt dir dann die aktuelle Motivation. Aber vielleicht machst du es mal für die Anderen?

Grüße von Marion