amtsärztliches Attest / Übergang Studium>Referendariat
Hallo zusammen,
ich bin glücklicherweise seit Jahren anfallsfrei, jedoch habe ich Epilepsie. Ich denke ihr kennt das Problem: Trotz gleicher Leistungsfähigkeit, stößt man überall auf Widerstände, wenn die Leute mitbekommen das man Epileptiker ist. Ich muss die nächsten Tage zum Amtsarzt, da ich ein amtsärztliches Attest für die Bewerbung zum Vorbereitungsdienst (Lehramt) baruche. Daher stelle ich mir andauernd die Fragen:
1) Soll ichs verschweigen?
2) Inwieweit kann der Amtsarzt Zugriff auf meine anderen Unterlagen nehmen (Hausarzt)?
3) Sollte ich die Zustimmung verweigern, meine hausärztliche Anamese offenzulegen (und welche Konsequenzen hätte dies)?
4) Welche Konsequenzen erwarten mich, wenn ich die Information unterschlage und der Schwindel auffliegt?
also liebe Grüße von mir hier und ich danke schon mal für jede Antwort,
Torsten
Re: amtsärztliches Attest / Übergang Studium>Referendariat
Hallo Torsti,
ist schon vorbei mit verschweigen. Unser Staat kann ja auch bekanntlich seit 9/11 mitlesen. Ist ja ein leichtes an deine Zugangsdaten über deine Provider zu kommen bzw. dich zu entlarven. Also lügen bringt jetzt nichts mehr!!! Macht die Sache nur schlimmer, wenns auffliegt.
M.M
Re: amtsärztliches Attest / Übergang Studium>Referendariat
Da Du dafür einen Fragebogen ausfüllen musst und anschließend vor einer Klasse stehst, also irgendwie immer "auf der Bühne bist" und fit sein musst (denke mal z.B. an den Schlafentzug bei Klassenfahrten), denke ich es ist besser, es nicht zu verschweigen, sondern zu sagen, dass du mit den Medikamenten Anfallsfreiheit erreicht hast.
Wird man nicht gefragt, muss man es nciht angeben. Wird man aber gezielt danach gefragt, sollte man es nicht verschweigen (obwohl ich es getan habe). Aber ich stand auch nicht täglich vor einer möglicherweise auch schwierigen Schulklasse, je nachdem in welcher Schulform du tätig sein wirst.
Ich lernte allerdings mal auf einer Lateinamerikareise eine Lehrerin mit Epi kennen, die normal unterrichtete.
Grüße von Marion
Re: amtsärztliches Attest / Übergang Studium>Referendariat
[zitat=Torsti]Hallo zusammen,
ich bin glücklicherweise seit Jahren anfallsfrei, jedoch habe ich Epilepsie. Ich denke ihr kennt das Problem: Trotz gleicher Leistungsfähigkeit, stößt man überall auf Widerstände, wenn die Leute mitbekommen das man Epileptiker ist. Ich muss die nächsten Tage zum Amtsarzt, da ich ein amtsärztliches Attest für die Bewerbung zum Vorbereitungsdienst (Lehramt) baruche. Daher stelle ich mir andauernd die Fragen:
1) Soll ichs verschweigen?
2) Inwieweit kann der Amtsarzt Zugriff auf meine anderen Unterlagen nehmen (Hausarzt)?
3) Sollte ich die Zustimmung verweigern, meine hausärztliche Anamese offenzulegen (und welche Konsequenzen hätte dies)?
4) Welche Konsequenzen erwarten mich, wenn ich die Information unterschlage und der Schwindel auffliegt?
also liebe Grüße von mir hier und ich danke schon mal für jede Antwort,
Torsten[/zitat]
Hallo Torsten,
ich bin Lebenszeitbeamtin und kann nur sagen, dass der Amtsarzt die Unterlagen von den Ärzten einholt, die Du ihm als behandelnde Ärzte angibst. Wenn Du einen Arzt verschweigst, wird er sicher nicht ohne Weiteres wissen (es sei denn es ergibt sich aus dem Bericht eines anderen Deiner Ärzte), dass Du bei diesem in Behandlung bist, 9/11 hin oder her. ABER: falls Du "auffliegst" kann es passieren, dass Du nicht ins Lebenszeitverhältnis übernommen oder sogar entlassen wirst und ggfs. auch Deine Pensionsansprüche verlierst. Das kann bedeuten, dass Du im Endeffekt die Ausbildung "umsonst" gemacht hast und ohne Versorgung dastehst. Ob Dich Deine Erkrankung daran hindert, Lehrer zu werden oder nicht, möchte die Behörde nämlich gerne selbst beurteilen. Ob man das ok findet ist sicher eine Frage des Standpunkts....Die Entscheidung, wie Du Dich verhältst kann Dir keiner abnehmen und ich beneide Dich nicht darum, wünsch Dir aber alles GUte!
LG
Katja
Re: amtsärztliches Attest / Übergang Studium>Referendariat
Hallo Thorsten,
die Vorgehensweise würde ich vorher mit einem Anwalt für
Arztrecht besprechen. Da sind so viele Unwägbarkeiten dabei,
die Du gar nicht vorhersehen kannst. Das Geld sollte es Dir
wert sein.
Wenn Du das aus welchen Gründen auch immer nicht machen willst, würde ich ein worse case Szenario durchspielen für
den Fall, das Du einen KA wo auch immer bekommst. Denn spätestens dann kommt dies ja auf dich zu.
Ein gewisses Risiko solltest Du ruhig eingehen, jedoch
bitte kein russisches Roulette - das hast Du/wir nicht
nötig.
Gruss
Stefan
Re: amtsärztliches Attest / Übergang Studium>Referendariat
Hallo Torsten,
auch ich bin der Meinung, dass du diesbezüglich einen Anwalt befragen solltest. Allerdings solltest du einen Anwalt für Arbeitsrecht aufsuchen, der muß wissen was du sagen mußt und was nicht. Viel Glück
Re: amtsärztliches Attest / Übergang Studium>Referendariat
[zitat=Torsti]Hallo zusammen,
ich bin glücklicherweise seit Jahren anfallsfrei, jedoch habe ich Epilepsie. Ich denke ihr kennt das Problem: Trotz gleicher Leistungsfähigkeit, stößt man überall auf Widerstände, wenn die Leute mitbekommen das man Epileptiker ist. Ich muss die nächsten Tage zum Amtsarzt, da ich ein amtsärztliches Attest für die Bewerbung zum Vorbereitungsdienst (Lehramt) baruche. Daher stelle ich mir andauernd die Fragen:
1) Soll ichs verschweigen?
2) Inwieweit kann der Amtsarzt Zugriff auf meine anderen Unterlagen nehmen (Hausarzt)?
3) Sollte ich die Zustimmung verweigern, meine hausärztliche Anamese offenzulegen (und welche Konsequenzen hätte dies)?
4) Welche Konsequenzen erwarten mich, wenn ich die Information unterschlage und der Schwindel auffliegt?
also liebe Grüße von mir hier und ich danke schon mal für jede Antwort,
Torsten[/zitat]
Warst du nun beim Amtsarzt? Muss man überhaupt dorthin? Meine Lebensgefährtin hat vor 1,5 Monaten einen Anfall gehabt (davor vor 3 Jahren) und ist nun auch im Referendariat. Was muss man nun tun, nachdem wir wissen, dass sie Epilepsie hat?