Lebensversicherung - BUV

Joern @, Tuesday, 13.03.2007, 17:49 (vor 7101 Tagen)

Hallo,
ich hatte bisher 3 grand mal - der letzte 7 Jahre her.
Seit 5 Jahren nehme ich keine Tabletten mehr und seitdem ist nix mehr passiert.

Ich würde nun gerne eine Risiko-Lebensversicherung evtl. mit Berufsunfähigkeit abschließen.
Die Fragen nach dem Gesundheitszustand beziehen sich meistens auf einen Zeitraum der letzten 5 Jahre. Wenn ich also anfallsfrei bin und keine Tabletten nehme, dürfte ich doch wahrheitsgemäß ankreuzen, daß ich gesund bin.
Sollte nun aber in Zukunft nochmals ein Anfall passieren - würde die Versicherung sicherlich beim Arzt recherchieren. Obwohl meine Angaben stimmen und ich wahrheitsgemäß bei Abschluß ausgesagt habe, hätte ich ein ungutes Gefühl, daß ich irgendwie in der Bewisplflicht wäre, bzw. daß man mir schlicht und einfach vorwerfen wird, ich hätte den Antrag mutwillig falsch ausgefüllt.

Hat jemand Erfahrung, wie Versicherer in einem solchen Fall reagieren??

Vielen Dank,
Joern

Re: Lebensversicherung - BUV

Herbert @, Wednesday, 14.03.2007, 10:09 (vor 7100 Tagen) @ Joern

[hallo jörn,

ich berichte aus eigener erfahrung. bitte alles im antrag angeben. selbst den kleinsten "schnupfen". die versicherungen drehen dir immer gleich heute einen strick daraus wenn du irgendwas nicht angegeben hast. und im versicherungsfall gehts ja hier auch um viel geld. und dann spielt die versicherung auch auf zeit, und ermittelt in alle richtungen. das ziel einer versicherung ist doch, das alles komplett durchleuchtet wird, bevor eine größere summe zur auszahlung kommt.

also, bitte alles angeben. dann kannst ja immer noch mit einem aufschlag versichert werden. ist besser als irgendwas nicht anzugeben und die versicherung dreht dir in ca. 10 jahren dann einen strick daraus und verweigert die zahlung von versicherungsleistungen.


gruß
herber

Re: Lebensversicherung - BUV

Joern @, Wednesday, 14.03.2007, 10:24 (vor 7100 Tagen) @ Joern

Hallo Herbert,

ich will ja auch nichts verschweigen, die Fragen beziehen sich aber bezgl. Vorerkrankungen 'nur' auf einen Zeitraum von 5 Jahren.
Und da war nachweislich nichts.

Was mich nun interessiert, ob evtl. im Versicherungsfall noch frühere Anfälle erfragt werden und ob die Versicherung dann versucht, die Leistung zu verweigern, obwohl im Antrag alles wahrheitsgemäß angegeben war!

Joern

Re: Re: Lebensversicherung - BUV

gitta @, Wednesday, 14.03.2007, 13:21 (vor 7100 Tagen) @ Joern

hi joern ! ich kann dir nicht wirklich helfen aber das ding mit den fünf jahren kenn ich.. von meinem pferd :D aber versicherung ist versicherung!
und zwar wurde dort auch nach krankheiten gefragt. mein pferd hatte vor 10 jahren eine lungenentzündung.. das hab ich nicht angegeben.. die versicherung zahlte nicht. etwas hinkender vergleich aber ein schmankerl am rande :D an deiner stelle würd ich das mal mit einem /deinem awalt bequatschen.. die wissen sowas ;)
lg,
gitta

Re: Lebensversicherung - BUV

Helga @, Wednesday, 14.03.2007, 20:27 (vor 7100 Tagen) @ Joern

[zitat=Joern]Hallo,
ich hatte bisher 3 grand mal - der letzte 7 Jahre her.
Seit 5 Jahren nehme ich keine Tabletten mehr und seitdem ist nix mehr passiert.

Ich würde nun gerne eine Risiko-Lebensversicherung evtl. mit Berufsunfähigkeit abschließen.
Die Fragen nach dem Gesundheitszustand beziehen sich meistens auf einen Zeitraum der letzten 5 Jahre. Wenn ich also anfallsfrei bin und keine Tabletten nehme, dürfte ich doch wahrheitsgemäß ankreuzen, daß ich gesund bin.
Sollte nun aber in Zukunft nochmals ein Anfall passieren - würde die Versicherung sicherlich beim Arzt recherchieren. Obwohl meine Angaben stimmen und ich wahrheitsgemäß bei Abschluß ausgesagt habe, hätte ich ein ungutes Gefühl, daß ich irgendwie in der Bewisplflicht wäre, bzw. daß man mir schlicht und einfach vorwerfen wird, ich hätte den Antrag mutwillig falsch ausgefüllt.

Hat jemand Erfahrung, wie Versicherer in einem solchen Fall reagieren??

Vielen Dank,
Joern[/zitat]Hallo Joern,

Meine Tochter hatte vor einem Jahr Ihren ersten epi Anfall und bis jetzt Glücklicherweise keinen mehr. Sie hatte leider 13 Wochen ein epi-Medikament eingenommen und nimmt jetzt mit Absprache ihres Arztes keines mehr. Sie ist in der Ausbildung und möchte eine Berufsunfähigkeitsversicherung machen. Schau am Freitag nochmal hier rein dann kann ich dir vieleicht etwas genaueres sagen, da unser Versicherungsagent wegen dito vorbeischaut.
Soviel wissen wir schon daß die Versicherung bei Ihr Epi aus dem Versicherungsschutz raus nimmt.
Also bis Freitag

Helga

Re: Re: Lebensversicherung - BUV

Biggi. @, Thursday, 15.03.2007, 17:28 (vor 7099 Tagen) @ Joern

Hallo ich habe eure Fragen und antworten bezüglich BUV mit intresse gelesen.Ich habe so eine versicherung zum glück schon seit jahren.
Ich bin altenpflegerin und habe seit einem 3/4 jahr
abcensen und jetzt auch noch bandscgeibenvorfälle.
Hat jemand von euch erfahrung mit der beantragung
und wie meine changsen sind?
Lieben gruß Biggi

Re: Lebensversicherung - BUV

Helga @, Friday, 16.03.2007, 20:27 (vor 7098 Tagen) @ Joern

[zitat=Joern]Hallo,
ich hatte bisher 3 grand mal - der letzte 7 Jahre her.
Seit 5 Jahren nehme ich keine Tabletten mehr und seitdem ist nix mehr passiert.

Ich würde nun gerne eine Risiko-Lebensversicherung evtl. mit Berufsunfähigkeit abschließen.
Die Fragen nach dem Gesundheitszustand beziehen sich meistens auf einen Zeitraum der letzten 5 Jahre. Wenn ich also anfallsfrei bin und keine Tabletten nehme, dürfte ich doch wahrheitsgemäß ankreuzen, daß ich gesund bin.
Sollte nun aber in Zukunft nochmals ein Anfall passieren - würde die Versicherung sicherlich beim Arzt recherchieren. Obwohl meine Angaben stimmen und ich wahrheitsgemäß bei Abschluß ausgesagt habe, hätte ich ein ungutes Gefühl, daß ich irgendwie in der Bewisplflicht wäre, bzw. daß man mir schlicht und einfach vorwerfen wird, ich hätte den Antrag mutwillig falsch ausgefüllt.

Hat jemand Erfahrung, wie Versicherer in einem solchen Fall reagieren??

Vielen Dank,
Joern[/zitat]
Hallo Joern

wie versprochen, schreib ich die Aussage meines Versicherungsagenten wegen der Lebensversicherung mit BUV.
Falls du die Nachricht schon bekommen hast dann liegt es darann, daß es heute nachmittag mit der Mail nicht geklappt hat.
Also: Meine Tochter wurde nun ohne Beitragserhöhung in die BUV aufgenomme. Aber alle Anfallsleiden die mit Epi zutun haben sind von der BUV ausgeschlossen. Das heißt, Reitunfall, Autounfall,..... die eine Berufsunfähikeit nachsichziehen werden ganz normal behandelt wenn kein Epi-Anfall der Auslößer war. In ca. 2-3 Jahren wenn es keine weiter Behandlung wegen Epi gibt, wird unser Versicherungsgent erneut einen Antrag auf Wiedereinschließung von Epi stellen. Laut Ihm werden bei den verschiedensten Krankheiten so verfahren und auch wieder eingegliedert.
Falls man aber die Krankheit von Anfang an verschweigt,wird die Versicherung auch bei einer Berufsunfähigkeit wegen Epi nicht zahlen.
Ich glaube, daß du besser drann bist, wenn du es angibst und nicht um sonst Beiträge zahlst, falls eine BUV eintritt.
Das mit dem Wiedereingliederungsantrag von Epi versuchen wir auf jeden Fall, und hoffen das unsere Tochter auch keinen Epi-Anfall mehr haben wird.
Ich hoffe ich konnte dir einwenig weiter helfen.
Noch einen wunderschönen Abend

Helga

Re: Re: Lebensversicherung - BUV

Joern @, Monday, 19.03.2007, 12:38 (vor 7095 Tagen) @ Helga

Hallo an alle

Vielen Dank für Eure Antworten.
Daran hatte ich natürlich auch schon gedacht, Epilepsie aus den Vertragsbedingungen herauszunehmen. Allerdings habe ich dennoch ein wenig Sorge mit der Beweispflicht. Im Nachhinein liesse sich ein Anfall wohl kaum zweifelsfrei nachweisen. Und bei einem Autounfall kann ja nun auch ein Anfall vorausgegangen sein.
Ich denke ich werde vorher mal einen Anwalt fragen. Dann auf einem 'Probe-Antrag' Epilepsie angeben und darauf verweisen, dass der letzte Anfall 7 Jahre her ist.

... mal schauen was passiert....

Gruß Joern