wieder zwei anfälle trotz höherer einstellung der medikamente

sven @, Sunday, 25.03.2007, 03:59 (vor 7089 Tagen)

hallo
hier ist glaub ich der einzigste weg meine last runterzuschreiben.
meine freundin hatte eben innerhalb von 20 minuten zwei anfälle.obwohl sie morgens 100 mg lamotrigin nimmt und abends 125mg und 10 mg frisum.ich versteh die welt langsam nicht mehr.die neurologin sagt sie hatt nur eine leichte epilepsie.aber ich denke das bei einer leichten nicht so viele anfälle passieren oder?
langsam weiss ich nicht mehr weiter.wir haben jetzt ein 3 wochen altes baby zuhause.kann das sein weil sie nicht so viel schläft oder was ist es weiss da jemand bescheid der auch selber kinder hat und sowas kennt?ich würde mich echt über ein paar antworten freuen.
sven

Re: wieder zwei anfälle trotz höherer einstellung der medikamente

Roland @, Sunday, 25.03.2007, 12:24 (vor 7089 Tagen) @ sven

Hallo Sven
Ich heiße Rita und bin die Frau von Roland. Unsere Tochter hatte auch Epilepsie. Sie hatte auch nur selten Anfälle, zwei bis drei im Jahr.
Bei deiner Freundin denke ich, ist es der unregelmäßige Schlaf, der zu vermehrten Anfällen führt. Außerdem ist ja die Entbindung noch nicht lange her, der Körper muss sich umstellen (Hormonumstellung). Das bringt vielleicht auch die Medikamenten Dosierung durcheinander. Ich würde an eurer Stelle sofort zu eurer Neurologin gehen, die wird vielleicht die Medikation für kurze Zeit erhöhen, bis der Körper deiner Freundin sein altes Gleichgewicht wieder gefunden hat.
Du musst versuchen, sie so weit es geht zu entlasten, damit sie genug Ruhe bekommt, es ist ja auch nicht ganz ungefährlich,wenn man einen Säugling versorgen muss als Epileptikerin.

Also, auf jeden Fall zum Neurologen, EEG usw.

Ich wünsche euch, dass ihr das Problem gemeinsam bewältigt und natürlich viel Freude mit eurem Baby.
Rita

Re: Re: wieder zwei anfälle trotz höherer einstellung der medikamente

sven @, Sunday, 25.03.2007, 13:10 (vor 7089 Tagen) @ sven

[zitat=Roland]Hallo Sven
Ich heiße Rita und bin die Frau von Roland. Unsere Tochter hatte auch Epilepsie. Sie hatte auch nur selten Anfälle, zwei bis drei im Jahr.
Bei deiner Freundin denke ich, ist es der unregelmäßige Schlaf, der zu vermehrten Anfällen führt. Außerdem ist ja die Entbindung noch nicht lange her, der Körper muss sich umstellen (Hormonumstellung). Das bringt vielleicht auch die Medikamenten Dosierung durcheinander. Ich würde an eurer Stelle sofort zu eurer Neurologin gehen, die wird vielleicht die Medikation für kurze Zeit erhöhen, bis der Körper deiner Freundin sein altes Gleichgewicht wieder gefunden hat.
Du musst versuchen, sie so weit es geht zu entlasten, damit sie genug Ruhe bekommt, es ist ja auch nicht ganz ungefährlich,wenn man einen Säugling versorgen muss als Epileptikerin.

Also, auf jeden Fall zum Neurologen, EEG usw.

Ich wünsche euch, dass ihr das Problem gemeinsam bewältigt und natürlich viel Freude mit eurem Baby.
Rita
[/zitat]

danke für deine schnelle antwort,sie wurde ja jetzt auch schon mit den medikamenten erhöht.auch frisum.
und morgen gehen wir zum neurologen.ich weiss manchmal echt nicht was ich machen soll.aber ist das nicht auch ein bissl schädlich wenn man mit medis zugepumpt wird?

Re: Re: Re: wieder zwei anfälle trotz höherer einstellung der medikamente

Rike @, Monday, 26.03.2007, 00:44 (vor 7089 Tagen) @ sven

[zitat=sven]
danke für deine schnelle antwort,sie wurde ja jetzt auch schon mit den medikamenten erhöht.auch frisum.
und morgen gehen wir zum neurologen.ich weiss manchmal echt nicht was ich machen soll.aber ist das nicht auch ein bissl schädlich wenn man mit medis zugepumpt wird?[/zitat]

Lieber Sven,
ich habe selbst Epilepsie und möchte doch ganz gern noch ein Kind bekommen. Daher habe ich mich damit beschäftigt, was es für Probleme geben könnte.
Ich finde es wunderbar und mutig, dass du dich mit deiner Freundin getraut hast!!!! Ich kann deine Unsicherheit gut verstehen. Am besten, du fragst sowohl dem Arzt, als auch deiner Freundin Löcher in den Bauch. Was die Auslöser sein können, und wie es sich für sie anfühlt, und wie du am besten reagieren kannst. Das ist dann auch für deine Freundin eine große Hilfe, wenn du ruhig bleiben kannst, wenn sie einen Anfall hat.
Und ein ganz wichtiger Auslöser ist immer der unterbrochene Schlafrhythmus. Wenn ihr es irgendwie schafft, dass du sie nachts entlasten kannst, das ist sicher hilfreich.

Die Medikamente können zwar Nebenwirkungen haben, aber die sind oft weniger schlimm als die Anfälle selber ? das muss man genau abwägen. Auch hier gilt für euch beide: Den Arzt ganz viel fragen, aufmerksam sein, beobachten und Werte kontrollieren.

Viel Kraft und Mut und Glück für Euch!!

Re: Re: Re: Re: wieder zwei anfälle trotz höherer einstellung der medikamente

Marion @, Tuesday, 27.03.2007, 01:43 (vor 7087 Tagen) @ sven

[zitat=Rike][zitat=sven]
danke für deine schnelle antwort,sie wurde ja jetzt auch schon mit den medikamenten erhöht.auch frisum.
und morgen gehen wir zum neurologen.ich weiss manchmal echt nicht was ich machen soll.aber ist das nicht auch ein bissl schädlich wenn man mit medis zugepumpt wird?[/zitat]

Lieber Sven,
ich habe selbst Epilepsie und möchte doch ganz gern noch ein Kind bekommen. Daher habe ich mich damit beschäftigt, was es für Probleme geben könnte.
Ich finde es wunderbar und mutig, dass du dich mit deiner Freundin getraut hast!!!! Ich kann deine Unsicherheit gut verstehen. Am besten, du fragst sowohl dem Arzt, als auch deiner Freundin Löcher in den Bauch. Was die Auslöser sein können, und wie es sich für sie anfühlt, und wie du am besten reagieren kannst. Das ist dann auch für deine Freundin eine große Hilfe, wenn du ruhig bleiben kannst, wenn sie einen Anfall hat.
Und ein ganz wichtiger Auslöser ist immer der unterbrochene Schlafrhythmus. Wenn ihr es irgendwie schafft, dass du sie nachts entlasten kannst, das ist sicher hilfreich.

Die Medikamente können zwar Nebenwirkungen haben, aber die sind oft weniger schlimm als die Anfälle selber ? das muss man genau abwägen. Auch hier gilt für euch beide: Den Arzt ganz viel fragen, aufmerksam sein, beobachten und Werte kontrollieren.

Viel Kraft und Mut und Glück für Euch!![/zitat]


Ehrlich, ich finde es toll , dass ihr euch getraut habt trotz und mit der Epi Kinder zu bekommen. Das war halt vor mehr als 40 Jahren ganz anders. Ich habe mich nicht getraut, noch dazu ich in einer Schwangerschaft einen starken Anfall hatte (fast ein Status ohne ärztliche Hilfe, weil im Ausland). Danach machte ich einen illegalen Abbruch, damals illegal, heute wäre das wohl legal möglich. Wenn aber beide Elternteile gut zusammenhalten und am besten noch Großeltern da sind, die unterstützen, dann ist das mit den Kindern durchaus in Ordnung.

Es wird sicher der Schlafentzug bei der Betreuung eines Säuglings eine Rolle spielen. Aber die Zeit geht vorbei. Warum gibt der Vater nachts nicht die Flasche und tagsüber ausgeschlafen sorgt die Mutter für das Kind?
Das schreibt eine, die schon Großmutter sein könnte, wenn sie damals den Mut und die Unterstützung gehabt hätte :-)

Marion

Re: wieder zwei anfälle trotz höherer einstellung der medikamente

sven @, Tuesday, 27.03.2007, 19:38 (vor 7087 Tagen) @ sven

[zitat=Marion][zitat=Rike][zitat=sven]
danke für deine schnelle antwort,sie wurde ja jetzt auch schon mit den medikamenten erhöht.auch frisum.
und morgen gehen wir zum neurologen.ich weiss manchmal echt nicht was ich machen soll.aber ist das nicht auch ein bissl schädlich wenn man mit medis zugepumpt wird?[/zitat]

Lieber Sven,
ich habe selbst Epilepsie und möchte doch ganz gern noch ein Kind bekommen. Daher habe ich mich damit beschäftigt, was es für Probleme geben könnte.
Ich finde es wunderbar und mutig, dass du dich mit deiner Freundin getraut hast!!!! Ich kann deine Unsicherheit gut verstehen. Am besten, du fragst sowohl dem Arzt, als auch deiner Freundin Löcher in den Bauch. Was die Auslöser sein können, und wie es sich für sie anfühlt, und wie du am besten reagieren kannst. Das ist dann auch für deine Freundin eine große Hilfe, wenn du ruhig bleiben kannst, wenn sie einen Anfall hat.
Und ein ganz wichtiger Auslöser ist immer der unterbrochene Schlafrhythmus. Wenn ihr es irgendwie schafft, dass du sie nachts entlasten kannst, das ist sicher hilfreich.

Die Medikamente können zwar Nebenwirkungen haben, aber die sind oft weniger schlimm als die Anfälle selber ? das muss man genau abwägen. Auch hier gilt für euch beide: Den Arzt ganz viel fragen, aufmerksam sein, beobachten und Werte kontrollieren.

Viel Kraft und Mut und Glück für Euch!![/zitat]


Ehrlich, ich finde es toll , dass ihr euch getraut habt trotz und mit der Epi Kinder zu bekommen. Das war halt vor mehr als 40 Jahren ganz anders. Ich habe mich nicht getraut, noch dazu ich in einer Schwangerschaft einen starken Anfall hatte (fast ein Status ohne ärztliche Hilfe, weil im Ausland). Danach machte ich einen illegalen Abbruch, damals illegal, heute wäre das wohl legal möglich. Wenn aber beide Elternteile gut zusammenhalten und am besten noch Großeltern da sind, die unterstützen, dann ist das mit den Kindern durchaus in Ordnung.

Es wird sicher der Schlafentzug bei der Betreuung eines Säuglings eine Rolle spielen. Aber die Zeit geht vorbei. Warum gibt der Vater nachts nicht die Flasche und tagsüber ausgeschlafen sorgt die Mutter für das Kind?
Das schreibt eine, die schon Großmutter sein könnte, wenn sie damals den Mut und die Unterstützung gehabt hätte :-)

Marion[/zitat]
doch doch ich mach das ja alles alleine.auch wenn es anstrengend ist das alles alleine zu machen die nacht.wir hoffen das wir das schaffen.