Nach BNS - Anfällen jetzt Angstzustände ?

Ralf @, Friday, 06.04.2007, 13:55 (vor 7077 Tagen)

Hallo, unsere Tochter ist im Okt. 2002 geboren. Sie hat nach der 6-fach Impfung erste Anzeichen von BNS-Anfällen gezeigt, obwohl wir diese zunächst auf Koliken schoben. Diese wurden dann im Alter mit 5 Monaten bestätigt. Nachdem alle nur erdenklichen Untersuchen getätigt waren, kam man zu dem Schluß das sie an dem sog. ideopathischen BNS (aus sich selbst heraus ) leidet. Nach einigen ausprobieren von Medikamenten, z.B. Ospolot, Sultamin und Vitamin B6, fand keine Besserung statt. Unsere Tochter erkannte selbst uns nicht mehr. Nachdem wir im Internet gesucht haben, haben wir uns auf eigenes Risiko dazu entschieden einen homöopathischen Weg einzuschlagen. Die ACTH - Therapie wurde von der Klinik angestrebt, trotz gesundheidlichem schlechtem Zustand (Fieber ect. ).
Mit beginn der Therapie kamen für uns sicherlich Ängste, ob wir den richtigen Weg nehmen werden. Sie bekam Nosoden gegen die Impfung und reagierte dabei heftig. Mit anhalten der Therapie und wurden die Anfälle weniger (von 12 auf max.2). Hierbei kommt es fast nur noch nachts zu einem Anfall und zwar immer fast um Mitternacht.
Nachdem das komplette ausbleiben der Anfälle nun erfolglos blieb und wir nicht wussten, was passiert oder was zerstört wird, haben wir uns dazu entschieden mit einem gestärktem Kind, was uns wahr nimmt, die ACTH-Kur im Mai 2004 im Klinikum anzutreten. Nach den ersten Spritzen und unter Gabe von Lamictal, war sie plötzlich Anfallsfrei. Leider sollte es so nicht bleiben und nach 30 Tagen waren die Anfälle wieder da. Doch die Ärzte wunderten sich immer wieder über unsere Tochter. Durch verschiede Medikamte (unter anderem Melatonin) versuchte man unsere Tochter einzustellen. Doch dies alles half nichts. Von Anfang 6 Anfällen im Juni 04 waren es Juli 06 bereits 11 zum Teil starke Anfälle. Die ACTH-Therapie wurde zum September 04 ausgeschleust. Wir wurden an das Klinikum Münster verwiesen. Hier hatten wir dann den Erfolg mit Frisium. Seit Mitte September war sie nun SICHTLICH Anfallsfrei. Die Nächte war sehr unruhig, da sie nur noch unter weinen einschlief. Wir haben sie paralell weiter homöopathisch behandelt, um diesen Kampf so reibungslos zu überstehen.
Zum März 2005 haben wir ALLE Medikament abgesetzt, und sie scheint bis heute Anfallsfrei zu sein!! Laut EEG!!! Aber wir haben immer noch jede Nacht unsere Tochter am Schreien. In den letzten Monaten hat sie vielleicht 2x durchgeschlafen. Sie kommt immer mit Angstzuständen um die Ecke. Dabei krallt sie sich an einem fest und will oft das alles Licht ausgestellt wird. In letzter Zeit kommt es wieder häufiger vor, und darum wende ich mich hier heute an dieses Forum. Die Ärzte zucken die Schultern und wissen auch nicht weiter! Und wir haben Angst, obwohl im EEG nichts festzustellen ist, das die Anfälle wieder kommen. Unsere Tochter blockt auf die Frage "Was passiert da" auch völlig ab. Wenn man sie fragt:"Hast du Angst?", antwortet sie:"Ja Angst". Dazu muss man sagen, das trotz aller Befürchtungen der Ärzte, sich unsere Tochter mit einem Altersrückstand von einem Jahr gut entwickelt hat. Sie ist in einem heilpädagogischem Kindergarten und erziehlt da gute Fortschritte. Wenn man unsere Tochter auf der Straße sieht, würde man keine Erkrankung auf den ersten Blick festellen. Das einzige was bisher schlecht bzw. gar nicht klappt ist, wenn man versucht ihr etwas zu erklären oder zu fragen. Dagegen spielt sie sogar Gameboy was sie bei ihren großen Jungs abgeschaut hat. Sie nimmt so wie wir mitbekommen, sehr viel mit den Augen wahr um es zu verstehen?!?!.
Wir würden uns freuen, wenn uns jemand einen Tipp geben kann. Da unsere Tochter dazu auch noch sehr "wehrig" im Bett ist, ist ans durchschlafen für uns nicht zu denken.

Re: Nach BNS - Anfällen jetzt Angstzustände ?

Christa @, Saturday, 07.04.2007, 20:30 (vor 7076 Tagen) @ Ralf

Hallo Ralf,

zu der Sache der Epi kann ich Euch leider nichts sagen. Ich habe zwar selber Epi. aber erst seit meinem 14. Lebensjahr.
Bezüglich des Schlafens kann ich euch da schon eher was sagen. Mein 2. Sohn kam auch jede nacht und hatte aus irgendwelchen Gründen angeblich Angst. Jedenfalls heulte er dann immer und wollte nicht mehr in sein Bett zurück. Das fing schon sehr früh an. Nach gewisser Zeit konnte ich einfach nicht mehr, weil ich einfach den Schlaf brauchte und er hat dann bei mir geschlafen, bis er so unruhig wurde und es nicht mehr ging. Dann haben wir sein Bett neben unser Bett gestellt und alle konnten in Ruhe schlafen. Als er dann so 6 J. alt war, bekam er ein neues Bett und wir haben ihn dann damit in sein Zimmer gelockt und es hat auch super funktioniert. Viele haben mich damals für verrückt erklärt, aber ich hatte dann meine Ruhe, die ich sehr gut brauchte.

Soviel dazu.

LG Christa

Re: Nach BNS - Anfällen jetzt Angstzustände ?

dani @, Sunday, 08.04.2007, 09:34 (vor 7075 Tagen) @ Ralf

hallo ralf

mein sohn heut 1 jahr alt hatte auch bns anfälle danach fokale und so weiter er hatte schon recht viele verschiedene man hat es immer kunterbunt genannt wie sind nach bethel da war er fast 4 monate alt man hat auch da versucht mit medis was zu machen aber er war resistent dan hat man ein mrt gemacht und da festgestellt das er eine hirnfehlbildung hat man hat eine hemispherätomiegemacht und nach ungefähr 4 wochen waren die anfälle zu 2/3 weg er bekam keppra,ospolot und timonil er war auch ab und zu anfallsfrei er mus zwar alles erlernen da er auch von geistigen und motorischen ungefäh ein halbes jahr zurück ist aber er macht es super wir waren jetzt vor kurzem nochmal in bethel zum oberflächen monitoring dort hat man auf der rechten seite noch sharp waves gesehen sie wollen ihn auch nochmal operrieren aber ob ich das mache ist ne andere sache auf jeden fall haben die in bethel mir sehr geholfen und sie arbeiten mit amerika zusammen und das ist ja auch schonmal gut zum thema schlfen das problem habe ich mit meinem sohn auch jede nacht das selbe ich weiss manchmal schon garnicht mehr was ich machen soll er sagt dan meistens er hat angst da sind monster und dan muss ich ihn auf den arm nehmen und sein ganzes zimmer absuchen das hilft dan auch und die restliche nacht ist ruhe meine kinderärztin sagt das kommt weil er ein trennungskind ist naja solange das hilft suche ich jede nacht sein zimmer ab und ich habe ihm jetzt ein kleines nachtlicht ins zimmer gemacht vieleicht soltet ihr auch mal einen termin in bethel machen nur das problem ist das die wartezeit lange ist also früh genug anrufen die können euch bestimmt helfen
gebe euch mal numer und adresse
maraweg 17-21
tele 0521/772-78810/11
wünsche euch alles gute

l.g.
dani

Re: Nach BNS - Anfällen jetzt Angstzustände ?

Ralf @, Monday, 09.04.2007, 13:44 (vor 7074 Tagen) @ Ralf

[zitat=dani]hallo ralf

mein sohn heut 1 jahr alt hatte auch bns anfälle danach fokale und so weiter er hatte schon recht viele verschiedene man hat es immer kunterbunt genannt wie sind nach bethel da war er fast 4 monate alt man hat auch da versucht mit medis was zu machen aber er war resistent dan hat man ein mrt gemacht und da festgestellt das er eine hirnfehlbildung hat man hat eine hemispherätomiegemacht und nach ungefähr 4 wochen waren die anfälle zu 2/3 weg er bekam keppra,ospolot und timonil er war auch ab und zu anfallsfrei er mus zwar alles erlernen da er auch von geistigen und motorischen ungefäh ein halbes jahr zurück ist aber er macht es super wir waren jetzt vor kurzem nochmal in bethel zum oberflächen monitoring dort hat man auf der rechten seite noch sharp waves gesehen sie wollen ihn auch nochmal operrieren aber ob ich das mache ist ne andere sache auf jeden fall haben die in bethel mir sehr geholfen und sie arbeiten mit amerika zusammen und das ist ja auch schonmal gut zum thema schlfen das problem habe ich mit meinem sohn auch jede nacht das selbe ich weiss manchmal schon garnicht mehr was ich machen soll er sagt dan meistens er hat angst da sind monster und dan muss ich ihn auf den arm nehmen und sein ganzes zimmer absuchen das hilft dan auch und die restliche nacht ist ruhe meine kinderärztin sagt das kommt weil er ein trennungskind ist naja solange das hilft suche ich jede nacht sein zimmer ab und ich habe ihm jetzt ein kleines nachtlicht ins zimmer gemacht vieleicht soltet ihr auch mal einen termin in bethel machen nur das problem ist das die wartezeit lange ist also früh genug anrufen die können euch bestimmt helfen
gebe euch mal numer und adresse
maraweg 17-21
tele 0521/772-78810/11
wünsche euch alles gute

l.g.
dani [/zitat]

Hallo Dani,

da wir aus OS kommen hatten wir damals mit Bethel gesprochen. Nur die konnten uns leider auch nicht weiter helfen. Unsere Tochter hat das sogenannte ideopathische BNS(aus sich selbst heraus entstanden). Alle Untersuchungen, MRT, CT, Rückenmark und sämtliche Blutuntersuchungen haben wir hinter uns. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel!! Sie haben NICHTS gefunden. Wir sind bis heute davon überzeugt, das unsere Tochter an einem Impfschaden leidet (6-fach Impfung infanrix hexa). Als wir Nosoden vom Homöopathen gegeben haben zur Anullierung der Imfpung hat sie auch zwei Impfstoffe mit heftigen Anfälle (mit festsitzendem Krampf und Atemstillstand)reagiert.Glücklicherweise war ich durch das DRK als Sanitäter ausgebildet und wir hatten Diazepan von den Ärzten zur Not mitbekommen.
Sie entwickelt sich eingentlich prächtig. Nur im Moment sind diese Angstanfälle, so als wäre es ein Epilepsieanfall. Ich habe mal ein Video aufgenommen, welches man unter http://www.megaupload.com/?d=EJDNC3CZ sich runterladen kann.(Windows-Media-Format)Vielleicht hat das ja mal einer gesehen?!?
Wir haben auch mit einem Rechtsanwalt und dem Impfschutzverein versucht eine Klage vor dem Sozialgericht zu eröffnen, leider zweimal ohne Erfolg, so dass wir auf alle Kosten der Homöopathie weiterhin selber sitzen bleiben. Die Angst bleibt das wieder das Gehirn schaden nehmen kann und somit die Fortschritte die unsere Tochter gemacht hat gebremst werden oder auch zunichte:-(. Aber vielen Dank für Hilfe an alle!!!!

Re: Re: Nach BNS - Anfällen jetzt Angstzustände ?

Ralf @, Monday, 09.04.2007, 13:57 (vor 7074 Tagen) @ Ralf

[zitat=Christa]Hallo Ralf,

zu der Sache der Epi kann ich Euch leider nichts sagen. Ich habe zwar selber Epi. aber erst seit meinem 14. Lebensjahr.
Bezüglich des Schlafens kann ich euch da schon eher was sagen. Mein 2. Sohn kam auch jede nacht und hatte aus irgendwelchen Gründen angeblich Angst. Jedenfalls heulte er dann immer und wollte nicht mehr in sein Bett zurück. Das fing schon sehr früh an. Nach gewisser Zeit konnte ich einfach nicht mehr, weil ich einfach den Schlaf brauchte und er hat dann bei mir geschlafen, bis er so unruhig wurde und es nicht mehr ging. Dann haben wir sein Bett neben unser Bett gestellt und alle konnten in Ruhe schlafen. Als er dann so 6 J. alt war, bekam er ein neues Bett und wir haben ihn dann damit in sein Zimmer gelockt und es hat auch super funktioniert. Viele haben mich damals für verrückt erklärt, aber ich hatte dann meine Ruhe, die ich sehr gut brauchte.

Soviel dazu.

LG Christa[/zitat]

Hallo Christa,
ja das haben wir auch schon überlegt. Nur ist es mitterweile so, das unsere Tochter immer den Arm von meiner Frau haben will und sobald sie diesen weg nimmt, wenn sie schläft, dann wird sie wieder wach. Das alleinige schlafen bei uns reicht nicht aus, sie will die Körpernähe zur Mutter, selbst ich kann da nicht helfen. Bei Leonie ist das Schreien auch rytmisch irgenwie genauso als damals die Anfälle da waren. Vielleicht kanns Du dir das Video einmal ansehen, vielleicht war es bei eurem Sohn ähnlich? http://www.megaupload.com/?d=EJDNC3CZ (7MB Windows-Media-Format).
Danke.
Viele Grüße aus OS Ralf

Re: Nach BNS - Anfällen jetzt Angstzustände ?

Marion @, Thursday, 12.04.2007, 20:01 (vor 7071 Tagen) @ Ralf

Hallo Ralf,

mal nicht zum medizinischen Teil: Euer Kind hat in seinen 4 Jahren eine Menge Ärtze und Krankenhäuser gesehen. Es ist gut möglich, dass das ein kleines Trauma verursacht hat und zwar gerade in dem Alter (zwischen 2 und 3 Jahren), wo die Kinder Mutter-und Vaterbild verinnerlichen lernen und auch wenn diese aus ihrem Gesichtsfeld sind, wissen: Mama ist da. Das ist gerade für Kinder ein sehr wichtiges Alter, was die innere zukünftige Sicherheit und Ruhe angeht. Es ist nicht undenkbar, dass also die Ängste etwas mit der bisherigen Krankengeschichte als quasi "Sekundärsymptom" zu tun hat.

Testet einfach einmal aus, was das Kind zu Ruhe bringt. Probiert mal ein besonderes sog. "Übergangsobjekt".Das suchen sich Kinder immer sowieso (ihr Lieblingsstofftier usw.), aber vielleicht könnt ihr ja mal eine Geschichte dazu erzählen, um dies als Trost und Hilfe gegen die Angst und als Mamaersatz dem Kind anzubieten.

Vermutlich wird sich das mit den Ängsten irgendwann legen, aber ernst nehmen solltet ihr das durchaus und einen Mittelweg versuchen zwischen Überverwöhnung und guter Fürsorge. Das Kind braucht zur Zeit jedenfalls etwas mehr als die meisten gesunden Kinder. Das zeigt es euch. Und dafür hat es seine Gründe.

Das sind jetzt zwar Hypothesen, aber keine abwegigen :-).

Alles Gute und beste Grüße

Marion