Hallo,
ich bin etwas irritiert. Mir wurde heute eine Reha empfohlen, da ich aufgrund meiner Epilepsie (Anfälle, Schwierigkeiten mit Medikamenten und Konzentrationsschwierigkeiten) im letzten Jahr Probleme auf der Arbeit hatte.
Hat jemand Erfahrung damit? Gibt es so etwas überhaupt?
Wie sieht so etwas aus?
Kann mir jemand von Euch dabei helfen?
Danke
Hanne
Re: Epilepsie und Reha
Jonny1303
, Wednesday, 18.04.2007, 09:23 (vor 7065 Tagen) @
Hanne
Hallo Hanne,
wegen Epilepsie an sich wirst Du keine Reha bewilligt bekommen, denn Sinn einer Reha ist, eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erreichen. Das ist bei Epilepsie wohl eher nicht zu erwarten.
Was Du machen kannst, ist, zu Deinem Hausarzt zu gehen damit der ggf. andere "Kriegsleiden", wie etwa Rückenprobleme, als Grund mit für eine Reha angiebt.
In der Kombination Epilepsie+Rückenprobleme war ich voriges Jahr zur Reha.
Na dann viel Glück und alles Gute!
zuckende Grüße
jürgen
... und
Jonny1303
, Wednesday, 18.04.2007, 09:29 (vor 7065 Tagen) @
Hanne
erwarte bitte nicht, daß die Ärzte in den Rehakliniken irgendwas bzgl. Tabletteneinstellung tun!
Die werden Dich geflissentlich an Deinen behandelnden Neurologen verweisen 
Zumindest war das in Bad Gögging bei mir so...
zuckende Grüße
jürgen
Re: ... und
Hanne
, Wednesday, 18.04.2007, 11:27 (vor 7065 Tagen) @
Hanne
Hallo Jürgen,
herzlichen Dank für Deine Antwort. Ehrlich gesagt hab ich auch gar nicht vor auf Reha zu gehen. Da ich persönlich auch der Meinung bin, dass das nicht viel bringt. Aber Du wirst lachen, mein Vorgesetzter und mein Arzt sind der Meinung, dass ich danach im Job wieder topfit bin. Auf Knopfdruck sozusagen.
Hintergrund: Im letzten halben Jahr fiel ich einige Male aus. 3 Wochen Bonn (Érgebnis: angeblich keine Epilepsie o. ä.), im Januar Anfallsserie und seit dem mehrere Anfälle sowie Medikamentenprobleme und Infekte.
Vorstellung: So zwei bis drei Wochen Reha.
Ich will's nicht, da das Ziel völlig utopisch ist. Ob hinterher alles perfekt ist, kann ich ja nicht garantieren.
Danke für Deine Hilfe
Hanne
Re: Re: ... und
Jonny1303
, Wednesday, 18.04.2007, 21:50 (vor 7065 Tagen) @
Hanne
Hallo Hanne,
dann mach' es!
Bezogen auf eine Verbesserung bezüglich Epi bringt's nichts, weißt Du ja! Aber wenn andere das denken hilft es zumindest denen, Glauben versetzt bekanntlich Berge 
Bei der Reha hast Du aber eine Super-Gelegenheit, einmal mit Kranken über Krankheit zu reden, wie sonst nirgendwo. Und schon allein deswegen habe ich persönlich meine Reha nicht bereut - mir hat allein das Reden viel gebracht!
Und Du findest bei der Reha die Zeit, den Alltag einmal hinter Dir zu lassen 
Leider kann eine Reha uns Epi's auch herunterziehen, da zur neurologischen Reha eben auch Patienten kommen, an die wir alle niemals gedacht haben, 18-jährige mit Schlaganfall oder Hirnblutung etc...
Da sieht Frau/man(n) dann wieder, daß es uns mit unserer Epi noch recht gut geht, andere Krankheiten sind schlimmer 
Viel Spaß & alles Gute
zuckende Grüße
jürgen
Re: Epilepsie und Reha
Hanne
, Friday, 20.04.2007, 11:39 (vor 7063 Tagen) @
Hanne
Hallo Jürgen,
ich war Anfang des Jahrtausends schon mal zu einer Anschlußreha nach einer OP. Nur offensichtlich hatte damals niemand den Schein gelesen.
Als ich ankam hieß es, ich sei dort, weil meine Anfälle psychisch bedingt sind. Meine bisherigen Neurologen sagen da allerdings etwas anderes. Dieser Saftladen hat es noch nicht einmal fertig gebracht nach Anfällen meinen Neuro anzurufen. Aber an den Therapien mußte ich weiter mitmachen! Von wegen ausschlafen! Kopfschmerzen? - bloß Einbildung. Alles psychisch...
Es gab auch einige Leidensgenossen, die offensichtlich auch fehleingruppiert wurden. Aber im großen und ganzen wurde mein Problem dort vollständig übergangen und besserte sich absolut nicht. Die Zeit zu Hause mit etwas ambulanter Therapie, die auf der Reha interessanterweise nicht fortgesetzt wurde, wäre sinnvoller gewesen.
Denn ganzen Tag nur gejammer und strickende Frauen/Mädels.
Ich hab's gehaßt.
Zu meiner Chefin: Erwartungshaltung erfüllen ist eine Sache, aber wie soll ich damit umgehen, wenn es hinterher wieder zu einer Grand-Mal-Anfallsserie mit Beobachtung auf Intensiv kommt? Folglich auch einige Tage Arbeitsausfall? Die Erwartungshaltung ist dann ja nicht erfüllt und die Vorwürfe dann natürlich wieder da, dass ich angeblich ständig wegen Epi fehle...
Ciao
Hanne