Schulprobleme und Teilleistungsstörungen

eva @, Thursday, 03.05.2007, 21:18 (vor 7050 Tagen)

Hallo,
bei unserem Sohn (8 jahre)wurde vor einem halben Jahr eine Rolando-Epilepsie diagnostiziert. Allerdings eine ungewöhnlich Form ohne Anfälle und Absencen jedoch mit einem hochgradig veränderten EEG. Wird seit 3 Wochen mit Opsolot behandelt. EEG hat sich verbessert. Er hat jedoch häufig Kopfschmerzen und vor allem starke Probleme in der Schule mit der Konzentration , lesen und schreiben (ähnlich Symptome wie ein Legastheniker), der Fähigkeit Dinge auswendig zu lernen (macht sich unangenehm beim 1x1 bemerkbar). Da die Versetzung gefährdet ist, haben wir ihn nun vorübergehend in eine sogenannte Leseklasse gegeben für ein paar Wochen , wo ein spezielles Legasthenietraining stattfindet. Allerdings habe ich das Gefühl, dass er dadurch zu sehr gestresst wird, da seine Aufmerksamkeitsspanne einfach nicht so groß ist. Auch für uns als familie ist es ein ziemlicher Horrortrip, da sich alles nur noch ums Lernen dreht! Bei einer Testung kam aber heraus, dass der junge überdurchschnittlich intelligent ist und keinerlei Verständnisprobleme hat. Es scheint eher die Wahrnehmung oder so gestört. Ich bin ganz ratlos und fürchte, dass die Schulkarriere des Jungen völlig den Bach runtergeht. Auf der Förderschule ist er aber auch fehl am Platze. Privatschulen gibt es bei uns nur ein Waldorfschule und hier ist die Fage , ob ein Kind mit dieser Symptomatik in einer Klasse mit fast 40 Schülern nicht untergeht. Wer hat Erfahrung bei der Beschulung von Epilepsiekindern? gibt es sinnvolle Maßnahmen, um das Kind trotz seiner Probleme in einer Regelschule (mit sehr kleinen Klassen) zu beschulen?

Re: Schulprobleme und Teilleistungsstörungen

Katja @, Friday, 04.05.2007, 18:31 (vor 7049 Tagen) @ eva

Hallo Eva,
ich habe eine 6 Jahre alten Sohn. Er hat Epilepsie und ADHS. Bei uns geht es jetzt gerade um die Schule (er soll zum 1.9. eingeschult werden und wir wissen noch nicht einmal wohin). Bei uns gibt es ganz normale Schulen wo man "besondere" Kinder als Indikrativkind einschulen bzw. umschulen kann. Dazu müssen die Kinder "zu gut" für eine Förderschule sein aber auch mehr Hilfe brauchen als "normale".
Wende Dich dazu an einen Vertrauenslehrer oder das Schulamt. Normaler weise kann man Dir dort Auskunft geben, wie man so etwas anstossen kann bzw. welche Vorraussetzungen das Kind dazu haben muss.
Viel Glück!
Gruß
Katja

Re: Re: Schulprobleme und Teilleistungsstörungen

Schluffi @, Friday, 04.05.2007, 22:23 (vor 7049 Tagen) @ eva

[zitat=Katja]Hallo Eva,
ich habe eine 6 Jahre alten Sohn. Er hat Epilepsie und ADHS. Bei uns geht es jetzt gerade um die Schule (er soll zum 1.9. eingeschult werden und wir wissen noch nicht einmal wohin). Bei uns gibt es ganz normale Schulen wo man "besondere" Kinder als Indikrativkind einschulen bzw. umschulen kann. Dazu müssen die Kinder "zu gut" für eine Förderschule sein aber auch mehr Hilfe brauchen als "normale".
Wende Dich dazu an einen Vertrauenslehrer oder das Schulamt. Normaler weise kann man Dir dort Auskunft geben, wie man so etwas anstossen kann bzw. welche Vorraussetzungen das Kind dazu haben muss.
Viel Glück!
Gruß
Katja[/zitat]Hallo Eva
Mein Sohn ist nicht der Epileptiker sondern ich!
Im zusammenhang mit ADHS kann ich dir den Tipp geben, es wenn die Verträglichkeit mit den anderen Medikamenten gegeben ist.
Concerta und Ritalin
Er musste im Alter von 10 und 11 Jahren eine Reanimation mit ansehen,und auch vorher war schon eine Diagnose in Richtung ADHS festgestellt worden.
Um es kurz zu machen!
Vorher Noten von 5 bis 6
Seit der Medikation (Wurde Stationär durchgeführt) im Klinikum Aachen Noten von 2 bis 3
Wo nun die Ursache zu finden oder zu suchen ist bleibt offen.
ADHS besteht auf jeden Fall und es hat meinem Sohn geholfen,was auch für seine Zukunft doch sehr von Bedeutung sein wird!
Es war kein einfacher Schritt!

Gruß Schluffi

Re: Re: Schulprobleme und Teilleistungsstörungen

eva @, Saturday, 05.05.2007, 07:56 (vor 7048 Tagen) @ eva

[zitat=Katja]Hallo Eva,
ich habe eine 6 Jahre alten Sohn. Er hat Epilepsie und ADHS. Bei uns geht es jetzt gerade um die Schule (er soll zum 1.9. eingeschult werden und wir wissen noch nicht einmal wohin). Bei uns gibt es ganz normale Schulen wo man "besondere" Kinder als Indikrativkind einschulen bzw. umschulen kann. Dazu müssen die Kinder "zu gut" für eine Förderschule sein aber auch mehr Hilfe brauchen als "normale".
Wende Dich dazu an einen Vertrauenslehrer oder das Schulamt. Normaler weise kann man Dir dort Auskunft geben, wie man so etwas anstossen kann bzw. welche Vorraussetzungen das Kind dazu haben muss.
Viel Glück!
Gruß
Katja[/zitat]

Hallo ,

danke für die Antworten!
Ist das so , dass Epilepsie so oft mit ADHS in Verbindung steht? Oder wird das durch die Medis hervorgerufen? Unser Sohnemann hat in dieser Hinsicht zum Glück nun keinerlei Probleme. Er ist zwar auch kein völliger Engel, aber eben vom Verhalten her ein ganz normaler Junge. Uns machen nur die Teilleistungsstörungen und die mangelnde Konzentrationsfähigkeit und die Langsamkeit in der Bearbeitung von Aufgaben zu schaffen. Das allerdings ziemlich stark. Man merkt richtig, dass er darum kämpft bei einer Aufgabenerledigung bei der Stange zu bleiben, oft ohne Erfolg.Ich muss mich danebensetzen und ihm helfen sich zu fokussieren.
Hatte jetzt allerdings ein Gespräch mit der momentanen Lehrerin, die sehr verständnisvoll ist, allerdings eben nur in dieser Spezialklasse, sonst läuft es eher schlecht mit der Grundschule in unserem Dorf.(Die Lehrerinnen dort kennen als einzige Antwort, dass er dann eben nicht versetzt werden kann. na super!!!) Er darf nun die Aufgabenmenge je nach Tagesform verkürzen, wenn er das braucht.
Die Lehrerin riet mir eher eine Privatschule anzustreben. Es gibt bei uns noch eine freie anthroposophisch orientierte Privatschule mit kleinen Klassen, die auch bereit wären ihn aufzunehmen. allerdings 30 min Fahrtzeit mit dem Auto....
Wir werden aber auf alle Fälle auch die Möglicheiten in der Regelschule in Zusammenarbeit mit dem Schulamt checken.
Die Integrativen Hilfen mit einem Helfer im Unterricht vom JA sind ein zweischneidiges Schwert, da es das Kind in so einen "Behinderten-Status" bringt in der Wahrnehmung der anderen Kinder. Bei einem Kind an unserer Grundschule läuft das so, auch ein Epilepsiekind, allerdings ist der Fall ganz anders gelagert wie bei unserem Sohn. Da ist das gut zu beobachten. Ich bezweifle auch , ob das der richtige Weg ist für unseren Fall.

Schwierig, schwierig!!!
Gruß eva

Re: Schulprobleme und Teilleistungsstörungen

Evelyn @, Sunday, 27.05.2007, 12:17 (vor 7026 Tagen) @ eva

hallo, ich bin gerade ziemlich erschrocken,wo ich die mail gelesen hab. hat euch denn niemand gesagt ,dass oPspolot ziemlich schreckliche Nebenwirkungen haben kann.Warum muss euer Kind denn überhaupt etwas einnehmen ,wenn es noch nicht einmal einen anfall hatte.Außerdem ist das doch bei ?Rolando gar nicht unbedingt nötig!!! Unser Sohn hat das Zeug auch geschluckt und seine Festplatte war wie gelöscht!! Schulprobleme urplötzlich nach der Einnahme von Ospolot.Wir haben es dann wieder abgesetzt! Wie gehts bei euch