Re: SOS

Mirjam @, Saturday, 12.05.2007, 20:42 (vor 7041 Tagen) @ Anna Müller

Halle Anna!

Kann mit gut vorstellen, dass du geschockt bist und dir Sorgen machst. Das Beste ist, dass ich euch einen guten Neurologen sucht, der mit Epilepsie Erfahrung hat. Epilepsie hat sehr viele Gesichter, deshalb kann man auf deine Fragen nicht "einfach so" antworten. Aber mal soviel:

Die Häufigkeit ist total verschieden. Es kann durchaus sein, dass jemand nur einmal in seinem Leben einen Anfall bekommt und dann nie wieder. Sie könnten aber auch häufiger auftreten. Also mußt du das vorerst mal dem "Zufall" überlassen.

Vorbeugen kann man nur bedingt. Es gibt Leute, die können den Auslöser für einen Anfall erkennen (z.B. Streß, Alkohol, zuwenig Schlaf), dann können/müssen sie diesen meiden um einen Anfall zu verhindern.
Es gibt Leute, die haben eine sog. Aura, d.h. sie haben Anzeichen dafür, dass ein Anfall kommt und können sich dann wenigstens in Sicherheit bringen, wenn ihn auch nicht verhindern. Außerdem können Medikamente vorbeugend wirken, müssen aber nicht.

Wenn deine Mutter bewußtlos ist/wird, spürt sie während dem Anfall nichts. Wenn sie das Bewußtsein nicht verliert, kannst du sie ja fragen. Inwieweit nach dem Anfall Schmerzen, z.B. Kopfweh, Muskelkater auftreten hängt von der Art und der Länge des Anfalls ab.

Folgeschäden die das Gehirn betreffen treten nicht auf. Wenn dann nur insofern, wenn sich der Betreffende beim Umfallen z.B. gestoßen und dadurch verletzt hat, können aus diesem Grund Folgeschäden auftreten.

Du kannst ihr insofern helfen, dass du die Ruhe bewahrst (soweit dir das möglich ist) und sie beruhigst, ihr gut zuredest und vor allem natürlich, dafür schützt sich während dem Anfall zu verletzen.

Hoffe, das hilft dir ein klein bißchen weiter. Wenn du magst, kannst du mir auch ne Mail schreiben. Die Adresse findest du unter meinem Namen.

Kopf hoch!!
LG Mirjam



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