Re: Mein Vater und seine Epilepsie

hannerl @, Wednesday, 13.06.2007, 21:09 (vor 7009 Tagen) @ Dana

Hallo Dana,
erstmal möchte ich Dir sagen, wie Leid es mir tut, dass Dein Vater schon seit 21 Jahren Epilepsie hat und ihm anscheinend kein Arzt irgendwie helfen konnte. Ich verstehe auch Dich, Die Du das schon Dein Leben lang mit ansehen musst, aber gerade das macht mich stutzig.
Meine Nichten sind 21 und 23 (Ich bin 46 und habe seit 41 Jahren Anfälle, die ca. 5 Sek. dauern.) sind mit meinen Anfällen aufgewachsen, und für sie ist das ganz normal. Du schreibst nicht, ob es grandmal- oder petitmal-Anfälle sind, die Dein Vater hat, und wie viele am Tag. Aber wenn es für Dich so eine große Belastung ist, am WE nach Hause zu fahren, gehe ich davon aus, dass es schon schlimmer ist. Trotzdem, Dana, denke jedes Mal auf der Nachhausefahrt daran, wie traurig Dein Vater sein muss, wenn er spürt, dass Du Dich nicht wirklich auf ihn freust - und die Anfälle gehören zu ihm, die kriegst Du nach so langer Zeit und wenn sie durch einen Anfall ausgelöst wurden auch nicht mehr weg! Aber wenn Du ihn endlich so akzepzierst, wie er ist, wirst Du sehen, dass Dir vieles leichter fällt, und damit hilfst Du indirekt auch Deiner Mutter. Es hört sich jetzt zwar blöd an, aber sei froh, dass Dein Vater noch am Leben ist und "nur" Anfälle hat.
Ich hoffe, ich konnte Dir wenigstens ein wenig moralische Unterstützung geben und wünsche Dir ein schönes nächstes Wochenende!
Liebe Grüße
Hannerl
PS: Wo wohnst Du?


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