0221/7121153

Dagmar Küpper @, Friday, 29.06.2007, 12:47 (vor 6993 Tagen)

Hallo,
ich brauche dringend Ihren Rat:
Ich habe eine Freundin, die schon seit Jahren an Epilepsie erkrankt ist (42 Jahre alt). Diese Freundin lässt sich in keinster Weise davon abhalten, Auto zu fahren. Jetzt hat sie sich einen Wohnwagen gekauft. Mit diesem will Sie in zwei Wochen mit Ihren Kindern (14,11) nach Dänemark oder Frankreich (von Köln aus) fahren.
Die Anfälle häufen sich aber in letzter Zeit und werden auch schlimmer. Den letzten erlitt sie gestern abend in meiner Anwesenheit bei mir zu Hause.
Leider ist meine Freundin was das Autofahren angeht, nicht einsichtig. Ihr Agument: Sie sei seit 10 Jahren allein erziehend und fahre seitdem immer schon so weite Strecken mit ihren Kindern in den Urlaub. Bis jetzt sei nie etwas passiert, warum sollte dann jetzt etwas passieren. Und im übrigen kämen die Anfälle nie unter Stress (hier: eine lange Autofahrt), sondern immer nur in ruhigeren Situationen.
Ich weiß mir inzwischen keinen Ratmehr und denke voler Panik an diese geplante Reise. Wie kann ich verhindern, dass sie das Leben ihrer Kinder, ihr eigenes und das von anderen so leichtfertig aufs Spiel setzt. Bleibt mir nur eine Anzeige?
Kann mir jemand Hilfestellung geben?
Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße

Dagmar Küpper

Re: 0221/7121153

D. @, Saturday, 30.06.2007, 21:07 (vor 6992 Tagen) @ Dagmar Küpper

Hallo
letztendlich wird Dir wenn Du was tun willst nachdem soviel ich weis nichts anderes über bleiben als zur Polizei zugehen.
Hast Du Sie mal gefragt wie es Ihr damit gehen würde wenn Sie im ANfall jemand Tot fährt oder anders jemand im Anfall eins Ihrer Kinder tot gefahren würde.
Gruss D.

Re: 0221/7121153

Nicole @, Sunday, 01.07.2007, 12:06 (vor 6991 Tagen) @ Dagmar Küpper

Hallo,

nachdem was du hier geschrieben has, wird dir wohl nichts anderes wie als eine Anzeige übrig bleiben.
ES ist traurig, dass sich deine Freundin keine Gedanken um ihre Kinder macht. Es ist doch unverantwortlich, so im Straßenverkehr zu fahren und billigend in Kauf zu nehmen eventuell die eigenen Kinder oder andere Menschen in Gefahr zu bringen.
Ich würde ihr mal die Frage stellen, ob die ihre Kinder bei einem schlecht eingestellten, eigentlich mit Fahrverbot belegten Epileptiker mitfahren zu lassen. Ob sie sehenden Auges das Leben ihrer Kinder so aufs Spiel setzen würde. Und ob es dann einen Unterschied macht, dass es in einem Fall ein "Fremder" ist, und in dem anderen Fall sie selbst. Denn das Ergebnis ist im schlimmsten Fall das Gleiche.

Für dich ist es eine schwere Entscheidung. Denn wie dus machst, machst du eigentlich verkehrt.
Hälst du still, machst du dir immer wieder Vorwürfe, wenn was passiert.
Sagst du was (und schaltest z. B. die Polizei ein), setzt du die Freundschaft aufs Spiel, denn ich denke mal, dass deine Freundin nciht gerade erfreut reagieren wird.
Aber ich würde das in jedem Fall machen.
Denn sie sollte nicht nur an sich denken, sondern vor allem an ihre Kinder. Was nützt ein gemeinsam verbrachter Urlaub - also eine gemeinsame Autofahrt dahin - wenn man diese nicht unbeschadet überlebt?

Ich wünsch dir viel Kraft bei deiner Entscheidung!!
Herzliche Grüße

Nicole