Re: Re: Mutter einer 17-jährigen
Hallo Monika,
ich will dir nur kurz schreiben, dass ich es großartig finde, dass du deine Tochter trotz der Ängst die du berechtigterweise hast nicht in Watte packst und sie ihre Jugend genauso erleben läßt wie sie es möchte. Nur so lernt sie es auch weiterhin "locker" damit zu leben. Ich habe Achtung vor deiner Entscheidung sie zum Stadtfest gehen zu lassen. Meine Töchter haben auch Epilepsie. Meine Älteste ist in ihrer Pupertät total "ausgetickt" und ich konnte irgendwann sowieso nichts mehr machen, also hab ich sie laufen lassen, heute kämpft sie sich tapfer durch ihr Leben durch. - Vermutlich habe ich dir und anderen Müttern gegenüber eine "Vorteil" - ich habe selbst Epilepsie und weiß wie es ist Anfälle zu haben. Ich weiß aber auch wie es ist wenn einem plötzlich die Menschen um einen rum deswegen nicht mehr "normal leben" lassen wollen. Sie meinen es ja nur gut - aber bei mir ist eine Ehe daran zerbrochen. Trotzdem weiß ich wie schwer es ist, nicht ständig seine Sorge zu zeigen. Meine Jüngste hat nicht nur dieselbe Epilepsieart wie ich sondern noch eine weitere Art, mit anderen Auswirkungen. Es ist sehr schwer trotzallem "einfach so" zu leben. Eine Lehrerin bei meiner Jüngsten sagte als sie von der Diagnose hörte, "Na Sie kommen ja gut damit klar, Sie kennen das doch schon, für Sie ist das leichter wie für jemanden, der das gar nicht kennt." Nette Aussage... Es ist trotzdem eine ständige Angst um mein Kind dabei und immer noch das Wissen, dass ich vielleicht auch in dem Moment grad nicht helfen kann wo sie mich braucht. Aber jeder glückliche Moment den sie erlebt und jedes Strahlen in ihren Augen entschädigt mich für eine heimlich ausgestandene Angst.
Alles Gute und liebe Grüße für dich und deine Tochter Cordula
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- Mutter einer 17-jährigen -
Monika,
29.06.2007, 23:11
- Re: Mutter einer 17-jährigen - Bella, 30.06.2007, 12:48
- Re: Re: Mutter einer 17-jährigen - cokie, 03.07.2007, 16:18