Medikament-Herstellerwechsel

Claudia @, Friday, 13.07.2007, 09:23 (vor 6979 Tagen)

Hallo zusammen!

Ich hab´ mal eine Frage: Hat schonmal jemand eine erhöhte Anfallsfrequenz gehabt, nachdem er oder sie nicht das Antiepileptikum, sondern den Hersteller desselben gewechselt hat???

Ich nehme, neben Topamax, auch Lamotrigin, mein Neurologe ist so nett, mir immer kostenlose Probepäckchen verschiedener Pharmaunternehmen mitzugeben...Topamax ist immer von derselben Firma, aber Lamotrigin ist immer von verschiedenen Firmen. Kürzlich hatte ich eine Großpackung, da war ich fast 3 Wochen anfallsfrei...dann wechsle ich den Hersteller und schon geht es wieder los...

Der Wirkstoff und die Dosierung ist/sind ja immer derselbe: Lamotrigin. Nur die Zusammensetzung ist immer unterschiedlich, das fängt schon bei Größe und Farbe an...und ein Blick in den Beipackzettel verrät dann auch Genaueres...mit pharma-chemischen Details will ich jetzt nicht langweilen, aber es ist offensichtlich, dass die Tabletten eben doch nicht ganz so gleich sind, wie mein Neurologe mir versichert, dass sie es wären! Ich finde das etwas beunruhigend, besonders weil in manchen Süßstoffe verwendet werden und ich diese überhaupt nicht vertrage, ich bekomme davon immer starke Kopfschmerzen, ob da ein Zusammenhang als "Auslöser" für meine Anfälle besteht kann ich nur vermuten...

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen mit seinem Antiepileptikum oder Neurologen gemacht? Oder mal anders gefragt: Was würdet ihr da machen? Die verschiedenen Tabletten der einzelnen Firmen weiternehmen (Ich hab nämlich noch Packungen hier...die reichen bis in den Oktober!)oder Euren Arzt bitten, Euch ein einheitliches Medikament von einer Firma aufzuschreiben?
Ich bin mir sehr unsicher, was ich machen soll...ich will auch nicht paranoid wirken oder so...aber da könnte doch wirklich ein Zusammenhang bestehen...deswegen ist es mir so wichtig zu wissen, ob es jemandem schonmal so gegangen ist!? Wenn dem so ist, dann ist das ein Aspekt, der nicht nur für mich interessant ist, sondern bestimmt für jeden Betroffenen von Bedeutung ist, denn solche Gratismusterpackungen werden ja sehr gerne von Ärzten verteilt und von Patienten genommen...wenn dadurch die Lage für alle "verschlimmbessert" wird, sollte da vielleicht mal ein bisschen empirisch nachgeforscht werden...

Also, was meint Ihr? Ist das unbedenklich den Hersteller andauernd zu wechseln, oder nicht???

Danke für Eure Hilfe!

Liebe Grüße, Claudia

Re: Medikament-Herstellerwechsel

Stefan @, Saturday, 14.07.2007, 13:45 (vor 6978 Tagen) @ Claudia

Hallo Claudia,

ob es am Herstellerwechsel liegt weiß ich nicht;
glaube es aber kaum, da die Wirkstoffe dieselben sind.
Oder liegt es vielleicht bei Dir am Alk, Schlafmangel,
Streß, Unverträglichkeit mit anderen Arzneimitteln
(z.Bsp. Betäubungsspritzen nach Zahnarztbesuchen -
bei mir einmal als mögliche Ursache eines KA genannt).
Nach einer Darmspiegelung (Ausschwämmen der Med.) hatte ich beispielsweise auch mal einen.
Am Mediwehsel liegt es glaube ich kaum; aber möglich ist natürlich alles.
Gruss
Stefan

Re: Medikament-Herstellerwechsel

Sirius @, Monday, 16.07.2007, 18:07 (vor 6976 Tagen) @ Claudia

[zitat=Claudia]Hallo zusammen!

Ich hab´ mal eine Frage: Hat schonmal jemand eine erhöhte Anfallsfrequenz gehabt, nachdem er oder sie nicht das Antiepileptikum, sondern den Hersteller desselben gewechselt hat???

Ich nehme, neben Topamax, auch Lamotrigin, mein Neurologe ist so nett, mir immer kostenlose Probepäckchen verschiedener Pharmaunternehmen mitzugeben...Topamax ist immer von derselben Firma, aber Lamotrigin ist immer von verschiedenen Firmen. Kürzlich hatte ich eine Großpackung, da war ich fast 3 Wochen anfallsfrei...dann wechsle ich den Hersteller und schon geht es wieder los...

Der Wirkstoff und die Dosierung ist/sind ja immer derselbe: Lamotrigin. Nur die Zusammensetzung ist immer unterschiedlich, das fängt schon bei Größe und Farbe an...und ein Blick in den Beipackzettel verrät dann auch Genaueres...mit pharma-chemischen Details will ich jetzt nicht langweilen, aber es ist offensichtlich, dass die Tabletten eben doch nicht ganz so gleich sind, wie mein Neurologe mir versichert, dass sie es wären! Ich finde das etwas beunruhigend, besonders weil in manchen Süßstoffe verwendet werden und ich diese überhaupt nicht vertrage, ich bekomme davon immer starke Kopfschmerzen, ob da ein Zusammenhang als "Auslöser" für meine Anfälle besteht kann ich nur vermuten...

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen mit seinem Antiepileptikum oder Neurologen gemacht? Oder mal anders gefragt: Was würdet ihr da machen? Die verschiedenen Tabletten der einzelnen Firmen weiternehmen (Ich hab nämlich noch Packungen hier...die reichen bis in den Oktober!)oder Euren Arzt bitten, Euch ein einheitliches Medikament von einer Firma aufzuschreiben?
Ich bin mir sehr unsicher, was ich machen soll...ich will auch nicht paranoid wirken oder so...aber da könnte doch wirklich ein Zusammenhang bestehen...deswegen ist es mir so wichtig zu wissen, ob es jemandem schonmal so gegangen ist!? Wenn dem so ist, dann ist das ein Aspekt, der nicht nur für mich interessant ist, sondern bestimmt für jeden Betroffenen von Bedeutung ist, denn solche Gratismusterpackungen werden ja sehr gerne von Ärzten verteilt und von Patienten genommen...wenn dadurch die Lage für alle "verschlimmbessert" wird, sollte da vielleicht mal ein bisschen empirisch nachgeforscht werden...

Also, was meint Ihr? Ist das unbedenklich den Hersteller andauernd zu wechseln, oder nicht???

Danke für Eure Hilfe!

Liebe Grüße, Claudia[/zitat]
Hallo Claudia,
Ja, ich habe genau die selbe Erfahrung gemacht, übrigens auch mit Lamictal. Mein Apotheker hat mir dann bestätigt, daß es mehrere Kunden gäbe die bei bestimten Medikamenten immer auf einen Hersteller bestehen und bei anderen wiederum gar nicht. Er nimmt darauf übrigens Rücksicht und besorgt das gewünschte. Frag doch mal in deiner Apotheke nach!

Re: Medikament-Herstellerwechsel

silvia @, Tuesday, 17.07.2007, 17:01 (vor 6975 Tagen) @ Claudia

liebe claudia,

es gibt sehr unterschiedliche meinungen was den herstellerwechsel und damit in zusammenhang stehende erhöhte anfallsfrequenz angeht. meine erfahrung-nicht mehr anfälle.
was die vermeintliche nettigkeit deines neurologen angeht: das ist auch gut für sein büdget (ist ja auch o.k.).
wenn es dir wichtig ist, immer das gleiche medi vom gleichen hersteller zu bekommen, muß dein arzt auf das rezept das "berühmte" kreuz machen; "item" ankreuzen.
gruß silvia
[zitat=Claudia]Hallo zusammen!

Ich hab´ mal eine Frage: Hat schonmal jemand eine erhöhte Anfallsfrequenz gehabt, nachdem er oder sie nicht das Antiepileptikum, sondern den Hersteller desselben gewechselt hat???

Ich nehme, neben Topamax, auch Lamotrigin, mein Neurologe ist so nett, mir immer kostenlose Probepäckchen verschiedener Pharmaunternehmen mitzugeben...Topamax ist immer von derselben Firma, aber Lamotrigin ist immer von verschiedenen Firmen. Kürzlich hatte ich eine Großpackung, da war ich fast 3 Wochen anfallsfrei...dann wechsle ich den Hersteller und schon geht es wieder los...

Der Wirkstoff und die Dosierung ist/sind ja immer derselbe: Lamotrigin. Nur die Zusammensetzung ist immer unterschiedlich, das fängt schon bei Größe und Farbe an...und ein Blick in den Beipackzettel verrät dann auch Genaueres...mit pharma-chemischen Details will ich jetzt nicht langweilen, aber es ist offensichtlich, dass die Tabletten eben doch nicht ganz so gleich sind, wie mein Neurologe mir versichert, dass sie es wären! Ich finde das etwas beunruhigend, besonders weil in manchen Süßstoffe verwendet werden und ich diese überhaupt nicht vertrage, ich bekomme davon immer starke Kopfschmerzen, ob da ein Zusammenhang als "Auslöser" für meine Anfälle besteht kann ich nur vermuten...

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen mit seinem Antiepileptikum oder Neurologen gemacht? Oder mal anders gefragt: Was würdet ihr da machen? Die verschiedenen Tabletten der einzelnen Firmen weiternehmen (Ich hab nämlich noch Packungen hier...die reichen bis in den Oktober!)oder Euren Arzt bitten, Euch ein einheitliches Medikament von einer Firma aufzuschreiben?
Ich bin mir sehr unsicher, was ich machen soll...ich will auch nicht paranoid wirken oder so...aber da könnte doch wirklich ein Zusammenhang bestehen...deswegen ist es mir so wichtig zu wissen, ob es jemandem schonmal so gegangen ist!? Wenn dem so ist, dann ist das ein Aspekt, der nicht nur für mich interessant ist, sondern bestimmt für jeden Betroffenen von Bedeutung ist, denn solche Gratismusterpackungen werden ja sehr gerne von Ärzten verteilt und von Patienten genommen...wenn dadurch die Lage für alle "verschlimmbessert" wird, sollte da vielleicht mal ein bisschen empirisch nachgeforscht werden...

Also, was meint Ihr? Ist das unbedenklich den Hersteller andauernd zu wechseln, oder nicht???

Danke für Eure Hilfe!

Liebe Grüße, Claudia[/zitat]

Re: Medikament-Herstellerwechsel

burkhard vorbach @, Friday, 20.07.2007, 20:38 (vor 6972 Tagen) @ Claudia

Hallo claudia, ich habe die gleichen Medikamente, hab auch speziell mit Lamotrigin die gleichen Ängste
gehabt(hoffendlich ist das nicht was anderes)Meine Erfahrungen aus den letzten Jahren(4 verschiedene Hersteller) sind gut,ich habe keine Anfälle bei wechsel bekommen. Allerdings geht es mir auch sehr gut, ich habe nach meiner OP.in der Mara 1 so gut wie keine Anfälle mehr,allerdings neheme ich noch immer Medikamente(Keppra und Lamotrigin)werde sie auch immer weiter nehmen müssen(keine Nebenwirkungen, toi,toi, toi)mach dir bitte wegen der wechselnden Hersteller keine Gedanken
Alles gute für Dich,Claudia meld dich mal wenn du Lust hast

Re: Medikament-Herstellerwechsel

Sandra Pelka @, Sunday, 22.07.2007, 11:31 (vor 6970 Tagen) @ Claudia

[zitat=Claudia]Hallo zusammen!

Ich hab´ mal eine Frage: Hat schonmal jemand eine erhöhte Anfallsfrequenz gehabt, nachdem er oder sie nicht das Antiepileptikum, sondern den Hersteller desselben gewechselt hat???

Ich nehme, neben Topamax, auch Lamotrigin, mein Neurologe ist so nett, mir immer kostenlose Probepäckchen verschiedener Pharmaunternehmen mitzugeben...Topamax ist immer von derselben Firma, aber Lamotrigin ist immer von verschiedenen Firmen. Kürzlich hatte ich eine Großpackung, da war ich fast 3 Wochen anfallsfrei...dann wechsle ich den Hersteller und schon geht es wieder los...

Der Wirkstoff und die Dosierung ist/sind ja immer derselbe: Lamotrigin. Nur die Zusammensetzung ist immer unterschiedlich, das fängt schon bei Größe und Farbe an...und ein Blick in den Beipackzettel verrät dann auch Genaueres...mit pharma-chemischen Details will ich jetzt nicht langweilen, aber es ist offensichtlich, dass die Tabletten eben doch nicht ganz so gleich sind, wie mein Neurologe mir versichert, dass sie es wären! Ich finde das etwas beunruhigend, besonders weil in manchen Süßstoffe verwendet werden und ich diese überhaupt nicht vertrage, ich bekomme davon immer starke Kopfschmerzen, ob da ein Zusammenhang als "Auslöser" für meine Anfälle besteht kann ich nur vermuten...

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen mit seinem Antiepileptikum oder Neurologen gemacht? Oder mal anders gefragt: Was würdet ihr da machen? Die verschiedenen Tabletten der einzelnen Firmen weiternehmen (Ich hab nämlich noch Packungen hier...die reichen bis in den Oktober!)oder Euren Arzt bitten, Euch ein einheitliches Medikament von einer Firma aufzuschreiben?
Ich bin mir sehr unsicher, was ich machen soll...ich will auch nicht paranoid wirken oder so...aber da könnte doch wirklich ein Zusammenhang bestehen...deswegen ist es mir so wichtig zu wissen, ob es jemandem schonmal so gegangen ist!? Wenn dem so ist, dann ist das ein Aspekt, der nicht nur für mich interessant ist, sondern bestimmt für jeden Betroffenen von Bedeutung ist, denn solche Gratismusterpackungen werden ja sehr gerne von Ärzten verteilt und von Patienten genommen...wenn dadurch die Lage für alle "verschlimmbessert" wird, sollte da vielleicht mal ein bisschen empirisch nachgeforscht werden...

Also, was meint Ihr? Ist das unbedenklich den Hersteller andauernd zu wechseln, oder nicht???

Danke für Eure Hilfe!

Liebe Grüße, Claudia[/zitat]

Wenn all die beigemischten Stoffe neben dem eigentlichen Wirkstoff unwichtig sind, warum werden die Wirkstoffe nicht einfach nur in Traubenzucker gehüllt wie ein Gölobuli? Nein, ich glaube fest, das all die Beimischungen auch auch einen gewissen Einfluss nehmen.

Re: Medikament-Herstellerwechsel

Evi @, Thursday, 26.07.2007, 14:07 (vor 6966 Tagen) @ Claudia

[zitat=Claudia]Hallo zusammen!

Ich hab´ mal eine Frage: Hat schonmal jemand eine erhöhte Anfallsfrequenz gehabt, nachdem er oder sie nicht das Antiepileptikum, sondern den Hersteller desselben gewechselt hat???

Ich nehme, neben Topamax, auch Lamotrigin, mein Neurologe ist so nett, mir immer kostenlose Probepäckchen verschiedener Pharmaunternehmen mitzugeben...Topamax ist immer von derselben Firma, aber Lamotrigin ist immer von verschiedenen Firmen. Kürzlich hatte ich eine Großpackung, da war ich fast 3 Wochen anfallsfrei...dann wechsle ich den Hersteller und schon geht es wieder los...

Der Wirkstoff und die Dosierung ist/sind ja immer derselbe: Lamotrigin. Nur die Zusammensetzung ist immer unterschiedlich, das fängt schon bei Größe und Farbe an...und ein Blick in den Beipackzettel verrät dann auch Genaueres...mit pharma-chemischen Details will ich jetzt nicht langweilen, aber es ist offensichtlich, dass die Tabletten eben doch nicht ganz so gleich sind, wie mein Neurologe mir versichert, dass sie es wären! Ich finde das etwas beunruhigend, besonders weil in manchen Süßstoffe verwendet werden und ich diese überhaupt nicht vertrage, ich bekomme davon immer starke Kopfschmerzen, ob da ein Zusammenhang als "Auslöser" für meine Anfälle besteht kann ich nur vermuten...

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen mit seinem Antiepileptikum oder Neurologen gemacht? Oder mal anders gefragt: Was würdet ihr da machen? Die verschiedenen Tabletten der einzelnen Firmen weiternehmen (Ich hab nämlich noch Packungen hier...die reichen bis in den Oktober!)oder Euren Arzt bitten, Euch ein einheitliches Medikament von einer Firma aufzuschreiben?
Ich bin mir sehr unsicher, was ich machen soll...ich will auch nicht paranoid wirken oder so...aber da könnte doch wirklich ein Zusammenhang bestehen...deswegen ist es mir so wichtig zu wissen, ob es jemandem schonmal so gegangen ist!? Wenn dem so ist, dann ist das ein Aspekt, der nicht nur für mich interessant ist, sondern bestimmt für jeden Betroffenen von Bedeutung ist, denn solche Gratismusterpackungen werden ja sehr gerne von Ärzten verteilt und von Patienten genommen...wenn dadurch die Lage für alle "verschlimmbessert" wird, sollte da vielleicht mal ein bisschen empirisch nachgeforscht werden...

Also, was meint Ihr? Ist das unbedenklich den Hersteller andauernd zu wechseln, oder nicht???

Danke für Eure Hilfe!

Liebe Grüße, Claudia[/zitat]


Hallo Claudia

Deine Beobachtung ist richtig. Ich war vor 2Jahren in der Uni-Klinik in Erlangen in Behandlung. Mein Neurologe sagte mir ich soll immer darauf achten das Orginal-Medi zu bekommen, vor allem beim Lamictal. Bei diesem Medi sind Zusatstoffe die dann irgendwie anders wirken können.
Allerdings habe ich seit der neuesten Reform am 1.4. auch probleme und mein Arzt verordnet es nir auch nicht mehr. nach langen Diskussionen, als ich dachte ich hätte es jetzt geschafft bekam ich dann in der Apotheke einen RE-Import, und der ist auch verändert. Ich hänge momentan auch in der Luft...
Gruß Evi