verstärkung des krankheitsbildes bei medikamenten

Lena @, Friday, 27.07.2007, 20:15 (vor 6965 Tagen)

hey,
ich hatte meinen ersten grand mal anfall mit 17 vor zwei einhalb jahren, und wurde beim zweiten, ein jahr später, auf lamictal eingestellt. absencen, jegliche auraartige zustände oder krampfartiges hatte ich bis zu diesem zeitpunkt nie, aber seitdem ich meine medikamente nehme (100mg am tag, ich reagiere sehr stark auf medis jeder art) habe ich regelmäßig absencen, oft auraartige zustände, mehre grand mal krämpfe... kennt jemand hier das problem, dass medikamente seinen zustand verschlechtert haben und wie reagiert man hier wohl am besten? zudem muss man sagen, dass die anfälle wohl psychisch bedingt sein müssen, da kernspintomographie und eeg wohl normal sind...
irgendwie macht mir das alles unheimlich angst, und die angst vor dem angst vor dem anfall scheint sogar die absencen heraufzuprovozieren, schwierig...

Re: verstärkung des krankheitsbildes bei medikamenten

Christa @, Friday, 27.07.2007, 20:45 (vor 6965 Tagen) @ Lena

[zitat=Lena]hey,
ich hatte meinen ersten grand mal anfall mit 17 vor zwei einhalb jahren, und wurde beim zweiten, ein jahr später, auf lamictal eingestellt. absencen, jegliche auraartige zustände oder krampfartiges hatte ich bis zu diesem zeitpunkt nie, aber seitdem ich meine medikamente nehme (100mg am tag, ich reagiere sehr stark auf medis jeder art) habe ich regelmäßig absencen, oft auraartige zustände, mehre grand mal krämpfe... kennt jemand hier das problem, dass medikamente seinen zustand verschlechtert haben und wie reagiert man hier wohl am besten? zudem muss man sagen, dass die anfälle wohl psychisch bedingt sein müssen, da kernspintomographie und eeg wohl normal sind...
irgendwie macht mir das alles unheimlich angst, und die angst vor dem angst vor dem anfall scheint sogar die absencen heraufzuprovozieren, schwierig...[/zitat]

Hallo Lena!
Meine Tochter(8 J.)hat seit 3 Jahren auch Epi.
Sie bekommt Orfiril long und nimmt da abends nur noch 150 mg. Am Anfang haben wir von den Ärzten aus immer erhöht. Aber die Anfälle sind statt weniger immer mehr geworden.Es können nämlich wirklich Nebenwirkungen sein.
Ich will dir jetzt wirklich keine Angst machen, aber hat dir der Arzt gesagt, das man auf dem EEG nichts sieht und wirklich alles in Ordnung ist?
Und hast du gesagt daß durch die Medis die Anfälle mehr geworden sind?
V.G.Christa

Re: verstärkung des krankheitsbildes bei medikamenten

nicole @, Friday, 27.07.2007, 20:45 (vor 6965 Tagen) @ Lena

Hallo Lena,

wenn du die Vermutung hast das deine Anfälle psychisch bedingt sind, dann könntest du evtl. psychogene Anfälle haben, dann helfen dir die Medis vermutlich gar nicht.
Ich selber war im letzten Jahr in Bethel auf der Station für psychosomatisch Epileptologie. Dort kannst du das genau abklären lassen.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.
Lieben Gruß
Nicole

Re: verstärkung des krankheitsbildes bei medikamenten

gitta @, Saturday, 28.07.2007, 11:14 (vor 6964 Tagen) @ Lena

h lena! also.. bloß weil das eeg und kernspint unauffällig waren heißt das nicht, dass es automatisch psychisch sein MUß. es kommt häufiger vor, dass keine ursache gefunden wird. anders herum KANN es natürlich auch psychisch sein. da die behandlung in beiden fällen unterschiedlich ist sollotest du in ein epi-zentrum und die ursache genau aklären lassen! was die anfallhäufung angeht hab ich mit lamictal/lamotrigin auch die erfahrung gemacht. ich hatte in der zeit in der ich lamictal nahm mind.3X so viele anfälle wie ganz ohne medikamente. bei mir wurde lamioctal nach kurzer zeit abgesetzt und ein neues medikment hochdosiert. du solltest also wirklich mal zum deine arzt gehen und abklären ob es bei dir auch eine nebenwirkung sein kann. lg, gitta

Re: Re: verstärkung des krankheitsbildes bei medikamenten

Lena @, Saturday, 28.07.2007, 12:03 (vor 6964 Tagen) @ Lena

vielen dank für eure antworten, ich bin über jede mögliche ursache in meinem wahlosen forschen sehr froh, und brauche wahrscheinlich einfach dringend einen kompetenteren neurologen und sollte wechseln.
sehr seltsam bei mir ist übrigens, dass alle grand mals und sonstigen stärkeren krampfartigen geschichten nur nachts, träumend, irgendwann in der remschlafphase auftreten, und man dann eben morgens mal mit blauem auge aufwacht, immer wieder lustig und abenteuerlich, so etwas ;-) es scheint also wohl beim versuch meines hirns zu passieren, erlebtes zu verarbeiten... kennt jemand von euch das?